Beiträge von *Sascha*

    "rammeln" ist auch noch ein synonym ;)

    EDIT
    Ach so, die Antwort auf deine Frage :D

    Bei anderen Hunden und bei Menschen sofort unterbinden bzw. schauen ob es vom anderen unterbunden wird.
    Juckelt er an Handtüchern, Kissen oder anderen Gegenständen dann beobachten und im Zweifel (wenn er sich hochschaukelt) auch eingreifen. Ein bißchen mit Fingerspitzengefühl eben. ;)

    Zitat

    Wie kann ich das Gefühl "Angst vor dem Zaun" mit Futtergabe ändern, ohne dass der Hund das Futter als Belohnung für dasselbe Gefühl (und somit auch sein Verhalten) sieht?


    :???: Ich glaube, so subtil kann man Gefühle gar nicht beeinflussen. :???: Ein Gefühl ist ja kein Verhalten, das ich mit richtig oder falsch einfach abstellen oder umlenken kann. :???:

    hm ... :???:

    Zitat

    Hm, und wie vermeidet man, dass der Hund das Futter nicht als Belohnung für sein ängstliches Verhalten sieht?


    Naja, in dem Moment geht es mir ja weniger darum das Verhalten meines Hundes zu ändern, sondern ich will die Gefühle ändern, die diesem Verhalten zu Grunde liegen. Hat der Hund keine Angst, so muss er auch sein Angstverhalten nicht zeigen. Ich glaube, die Gefahr, dass ein Hund derart verknüpft, dass er Angstverhalten in einer Situation zeigt, die ihn nicht ängstigt, ist nicht so groß :???:

    Corinna
    Ich meinte auch nicht, dass man speziell mit den bedrohlichen Dingen arbeiten sollte, sondern einfach in der Situation überhaupt. In diesem Fall fände ich es schon sinnvoll, Bonny mit seiner Fluchttendenz zu konfrontieren. Er muss sich umdrehen bzw. verharren, langsamer gehen und dabei seiner Angst stellen. Ich bin mir aber auch sicher, dass es auch ohne diese Maßnahmen geht, im Gegenteil sogar die Gefahr da ist, dass man durch solche Übungen die Angst noch verstärkt, wenn man sie nicht richtig dosiert.

    Du hast geschrieben, dass ein Pferd die 1. Position anstrebt und das ist einfach falsch!
    Jedes Pferd ist froh, wenn es nicht führen muss!
    Auch testet ein Pferd dich nicht, sondern es zweifelt dich an. Das ist ein Unterschied. Wenn ein Pferd, wie du so schön sagst "testet", dann vertraut es deinem Urteil nicht. Und die Lösung kann dann nicht sein, ihm zu sagen, dass es bitteschön nichts zu sagen hat. Wenn du das tust, dann wird dir dein Pferd zwar folgen, aber nur weil du das geringere Übel bist! Die Konsequenzen, die es bei einer Nicht-Befolgung erleben würde viel schwerwiegender sind.
    Du solltest aber für dein Pferd eine Sicherheit sein, jemand dem es jederzeit vertrauen kann, nach dessen Urteil es sich freiwillig richtet. Und ein solches Vertrauen kann dein Pferd dir nur entgegenbringen, wenn du ihm die Wahl lässt dir eben NICHT zu vertrauen. Nur dann kann es wirklich vertrauen völlig ungezwungen.

    Was du tun könntest ist ihn z.B. zu dir zu rufen, wenn er in diesen Tiefgang verfällt. Wenn er dann zu dir kommt, dann gibst du ihm ein Leckerli, denn das war eine enorme Leistung!
    Oder du lässt in zwei/ drei Schritte Fuß gehen, hältst mal an usw.

    Aber pass auf, dass du nicht zu viel von ihm verlangst, nur gerade so viel, dass er sich mit seiner Angst auseinandersetzen muss und nicht einfach flüchtet.
    Suchspiele etc. sind momentan noch einfach viel zu viel verlangt.

    Die Gefahr des falschen Bestärkens sehe ich nicht, denn wenn Bonny so unter Stress steht und sich ängstigt nimmt er keine Leckerlies mehr an. Für dich wäre das ganz klar das Zeichen, dass du nun völlig übertrieben hast mit deinen Anforderungen!
    Füttern kannst du allerdings in jedem Moment, ohne dass du Angst haben musst etwas falsches zu bestärken. Kauen und Speicheln beruhigt. So gibt es z.B. Untersuchungen, dass Menschen weniger ängstlich auf bestimmte Reize reagiert haben, wenn sie während sie dem Reiz ausgesetzt waren, gegessen haben.

    Zitat

    Jedes, oder zumindest fast jedes Pferd hat den Wunsch die Herdenführung zu übernehmen. Wir als Menschen müssen sie davon überzeugen, dass wir dazu besser geeignet sind, weil wir cleverer, mutiger usw sind und ihnen damit das Überleben sichern können, wenn wir der Chef sind. Da das ja eine sehr wichtige Position ist, meinen unsere lieben Ponys, insbesondere die Stuten, öfter mal auszutesten...Das ist jetzt nicht das bösartige verarschen, wie wir es unter Menschen kennen, aber es ist nunmal ein austesten, hinterfragen!


    Boah, soviel Quatsch liest man selten auf einem Haufen!
    Genausowenig wie ein Hund nach der Weltherrschaft greift, tut das auch ein Pferd. Ein Pferd will NICHT grundsätzlich die Führung übernehmen und die erste Stelle der Herdenhierarchie ist NICHT die begehrteste Position. Ein Pferd ist ein Fluchttier, sein Lebensraum ist die Steppe. Es braucht Sicherheit, Führung, eine Gemeinschaft um zu überleben. Nicht der dominanteste, nicht der stärkste wird Herdenführer, sondern der, der sich den Lebensbedingungen am Besten angepasst hat, der der am Besten weiß was zu tun ist. Der, der echte Gefahr von einem Fehlalarm unterscheiden kann. Der, der weiß wo bei Trockenheit die Wasserquellen zu finden sind, der, der weiß, wo die sichersten Futterplätze sind.
    Nur einem solchen Pferd folgen andere Pferde und das ist Führung!

    Für ein Pferd hat es überhaupt keinen Vorteil erster in der Rangordnung zu sein!

    Im Übrigen leben Pferde auch nicht in großen Herden mit strenger Hierarchie, sondern in kleinen Familienverbänden. Ein Hengst mit seinen Stuten (Meist nur eine oder zwei!), die diesjährigen Fohlen und die aus dem letzten Jahr. Insbesondere die älteren Stutfohlen werden von jüngeren Hengsten "geklaut", die mit ihnen wiederum ihre eigene Familie gründen. Ältere Hengstfohlen wandern ab und schießen sich meist einem "Junggesellenverband" an bis sie selbst stark genug sind und Erfahrung genug haben sich eine eigene Stute zu klauen.

    Nichts sucht ein Pferd mehr, als jemanden, der ihm Sicherheit vermittelt, jemanden, der im Führung gibt, jemanden, der ihm die Welt erklärt und hilft nicht gefressen zu werden!

    Zitat

    Hab noch ne Frage, die normale Wurmkur bekommt der Hund einaml im Jahr, ist das richtig?
    Im Wurmkurpass steht nämlich alle 3 monate und der TA sagt einmal im jahr?!


    Das hängt davon ab wie hoch die Infektionsgefahr ist. Mit einer Wurmkur kannst du immer nur die Würmer/Wurmstadien töten, die bereits im Hund vorhanden sind. Bereits kurz nach der Wurmkur kann der Hund bereits neue Wurmeier aufgenommen haben.
    Ist also davon auszugehen, dass der Hund einem hohen Infektionsdruck ausgesetzt ist, dann sollte er häufiger entwurmt werden, damit der Wurmdruck nicht zu groß wird und es zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen kommt.
    Ist der Infektionsdruck niedrig, dann kann auch seltener entwurmt werden. Jedoch, je seltener entwurmt wird, desto größer ist die Gefahr, dass die Würmer sich unerkannt über längere Zeit "explosionsartig" vermehren können.
    Andererseits ist jede Wurmkur auch eine Belastung für den Körper. Noch größer ist jedoch die Belastung, wenn erst entwurmt wird, wenn bereits ein hoher Wurmdruck erreicht ist. Dann kommt es auch häufiger zu unangenehmen Nebenerscheinungen, die nicht auf die Wurmkur sondern auf den hohen Abgang von toten Würmern und Wurmlarven zurückzuführen sind. In einem solchen Fall sollte dann grundsätzlich noch eine weitere Behandlung (je nach Mittel nach ca. 3 Wochen) durchgeführt werden, damit auch die unreifen Stadien noch vor ihrer Geschlechtsentwicklung gekillt werden und der ganze Zauber nicht wieder von vorne anfängt.

    Eine andere Methode der Wurmbekämpfung, die in letzter Zeit immer mehr Verbreitung erfährt, ist die Behandlung erst nach positiver Kotprobe. Allerdings ist hier zu Bedenken, dass im Kot nur die Eier zu finden sind und diese auch erst nachdem die Würmer ihre vollständige Entwicklung im Körper des Hundes bereits durchlaufen haben. Auch müssen nicht in jeder Kotprobe Eier zu finden sein. Je höher der Wurmstatus im Hund, je größer zwar die Wahrscheinlichkeit, dass Eier zu finden sind. Sicher kann man sich aber nicht sein! Auch das sammeln über drei Tage bringt keine absolute Sicherheit, da es durchaus vorkommen kann, dass über mehrere Tage keine Eier ausgeschieden werden.

    Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, welche Risiken er bereit ist einzugehen.

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    Sie hat noch nie schlechte Erfahrungen mit dem Verladen gemacht. Das kann ich mit Gewissheit sagen, weil sie von ihren Besitzern selbst gezogen ist und immer von ihnen verladen wurde.


    Sie braucht auch keine schlechte Erfahrung gemacht haben, die Situation Hänger ist für sich gesehen schon bedrohlich genug.
    Es kann aber auch andere Gründe geben, warum sie nicht mehr auf den Hänger geht. Vielleicht verbindet sie die Hängerfahrt auch mit dem was danach kommt. Vielleicht ist sie auch bei einer Fahrt im Hänger aus dem Gleichgewicht geraten. Es kann auch sein, dass ihr Vertrauen in euch nachgelassen hat.Vielleicht war auch eine Situation beim Verladen ausschlaggebend.
    Es gibt viele mögliche Ursachen, die aber alle damit behoben werden können, dass ihr den Hänger selbst positiv verknüpft und euch in diesem Zusammenhang auch.

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    Sie ging bis zu dem Mal, wo sie nicht reingegangen ist und ich, weil ich alleine war "aufgegeben" habe, immer problemlos rein. Wieso ändert sich das so plötzlich?


    Wenn sie tatsächlich nicht mehr rein geht, weil du aufgegeben hast, dann ging sie nie freiwillig rein, sondern immer nur, weil sie dir gehorcht hat und es für sie keine zweite Möglichkeit gab. Vielleicht hat sie nun entdeckt, dass sie sich durchaus wehren kann, wenn sie auf den Hänger soll.
    Vielleicht ist aber auch bei deiner Ausprobiererei etwas vorgefallen, was ihr Vertrauen in dich und die Situation beschädigt hat. Denn wenn sie bisher immer problemlos raufging, dann an diesem Tag mit Sicherheit nicht! Sonst hättest du ja nicht erst einen zweiten, dritten ... Versuch gebraucht. Sie hatte an diesem Tag einen Grund den Hänger nicht zu betreten und du hast diesen Grund nicht ernst genommen und wolltest sie zwingen. Das kann ihr Vertrauen in Euch erheblich geschädigt haben und vielleicht verknüpft sie genau diese Situation jetzt mit dem Hänger.

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    Ich kenne das so, dass ängstliche Pferde sofort aus dem Hänger schießen, wenn die Klappe unten und die Stange am Hintern weg ist. Das ist bei ihr überhaupt nicht der Fall. Sie bleibt so lange ruhig stehen, bis sie ein anderes Kommando bekommt.


    Pferde können auf viele Weisen ihre Angst zeigen. Sie können flüchten, verharren, nervig sein, angreifen ... Wenn Angstverhalten tatsächlich so einfach zu erkennen wäre, dann hätten wir erheblich weniger Probleme dabei unsere Tiere zu verstehen.
    Eure Stute muss auch keinesfalls auf dem Hänger Angst empfinden. Es kann sein, dass es nur die Situation ist, wenn sie den Hänger sieht, die Rampe betritt, der Moment, in dem sie zum Stehen kommt, der Moment, in dem die Sperre geschlossen wird, sie angebunden wird etc. pp. Es kann durchaus nur eine bestimmte Teilsequenz sein, die ihr Angst macht, es muss nicht unbedingt die Situation als ganzes sein.

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    Es hätte ja nur sein können, dass hier jemand noch einen guten Trick kennt!


    Suchst du hier jetzt eine Lösung oder nur einen guten Trick?
    (Tricks gibt es viele!)

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    Also Flöhe können wir jetzt nicht mehr finden. Aber sie kratzt sich immer noch, vor allem morgens ganz doll. Und ihr Fell ist ganz schön schuppig im hinteren Bereich...! Könnte mir vorstellen, dass es von dem kartzen kommt, aber warum kratzt sie sich noch so?


    Kann gut sein, dass die Flohstiche noch jucken, sie hatte ja recht viele Flöhe und recht lange ;) Wenn es nicht besser wird, würde ich damit mal zum TA gehen, aber erstmal noch abwarten.
    Zum TA solltest du eh nochmal gehen wegen einer Bandwurmkur. Flöhe übertragen den Bandwurm und so ist es recht wahrscheinlich, dass deine Kleine die nun hat.