Zitat
Hundehalter machen sich dadurch nicht beliebter.
Nö, das liegt aber wohl eher an einer generellen Rücksichtslosigkeit einiger Hundehalter, als daran, dass die Hunde tatsächlich das Problem wären.
Das ärgerliche an generellen Verboten ist eben, dass man sie nicht abstufen kann.
Bsp. Spielplatz.
Warum sollte der Hund nicht mit dem eigenen Kind auf einem öffentlichen Spielplatz herumtoben können? Warum nicht, wenn man mit einer Gruppe gemeinsam unterwegs ist und es in der Gruppe okay ist? Warum sollte man seinen Hund nicht an der Leine mit auf einen Spielplatz nehmen, solange der Hund keinen der Anwesenden belästigt oder ein Kind beim Spielen stört? Ich würde sogar sagen, Hunde sind eine Bereicherung für jeden Kinderspielplatz.
Es hat doch überhaupt nichts mit Rücksichtsnahme zu tun, wenn man generell Kinderspielplätze mit Hund meidet. Rücksichtsnahme heißt für mich, Rücksicht da zu nehmen, wo sie benötigt wird. Ich werden mich bestimmt nicht in einen Fahrstuhl quetschen mit meinem Hund, wenn da drin ein Mensch ist, der sagt, er hat Angst vor Hunden oder eine Allergie. Ich werde bestimmt nicht mit einem Hund neben dem Sandkasten hocken, wenn sich ein Kind dann nicht mehr traut im Sand zu spielen. DAS ist für mich Rücksichtsnahme.
Das Problem, das ich sehe, ist, dass sich die Menschen häufig hinter den Verboten verstecken und immer weniger selbst miteinander kommunizieren.
Da heißt es, der Hund darf nicht auf den Kinderspielplatz, was haben also Kinder auf der Hundewiese verloren.
Ja, meine Güte, nehmt es doch mal etwas lockerer.
Ich liebe Schilder dieser Art
"Kinder haben Vorfahrt"
"Dies ist eine Hundewiese, bitte beachten Sie, dass hier Hunde frei spielen und toben"
"Bitte nehmen sie Rücksicht, hier brüten Vögel"
etc.
Warum generell immer alles ausschließen, warum nicht einfach klar machen wessen Bedürfnisse hier im Vordergrund stehen und Rücksichtsnahme einfordern.