Beiträge von *Sascha*

    Unsere Katzen wurden auch vor der ersten Rolligkeit kastriert, bei der zweiten hatte ich deswegen auch extra hier nachgefragt.
    Für eine Katze, die es gewohnt ist rauszugehen, ist es einfach eine Qual so lange in der Wohnung eingesperrt zu sein.

    Nee, ich fühl mich deswegen nicht eingeschränkt und ich ordne mich deswegen auch nicht unter und warum nicht, weil ich das freiwillig und gerne tu. Wo ist denn das Problem dabei den Hund ein wenig zurückzuhalten oder dem Gast mittels einer Leine Sicherheit zu vermitteln?

    Und warum sollte ich mich dermaßen eingrenzen, dass ich sage: "Nein, wenn du Angst vor dem Hund hast, dann kannst du nicht kommen. Der läuft hier frei rum."
    Mir liegt doch etwas an meinem Gast, es ist mir doch wichtig, dass er kommt, oder etwa nicht :?
    Sicher erwarte ich von ihm, dass er sich mit den Gegebenheiten bei mir auseinandersetzt, deswegen sage ich aber nicht: "So ist das eben hier, finde dich damit ab oder bleib weg."
    Den Hund wird es nicht umbringen, wenn er mal eine Zeit an der Leine ist (wegsperren würde ich ihn auch nicht).

    Und um mal ein konkretes Bsp. zu bringen. Die kleine Tochter meiner Cousine hat (noch) Angst vor großen Hunden. Soll ich jetzt zu ihr sagen: "Nein, dann kann sie nicht mitkommen, weil Sascha nunmal hier wohnt und der auch noch recht ungestüm ist?" Soll ich vielleicht, nur weil es ja mein Hausrecht wäre meinen Hund einfach auf sie zurennen lassen? Ich glaube, damit würde ich dem Mädchen einen Bärendienst tun. Das Mädchen hat eben Angst, also gebe ich ihr die Möglichkeit mit dem Hund Kontakt aufzunehmen, ohne dass sie Angst haben muss. Meine Cousine würde das so nicht von mir verlangen, aber ich mache das, weil ich auf die Ängste der Kleinen Rücksicht nehme, weil ich mich freue, dass sie da ist. Ebenso wie der Rest der Familie und auch die Hunde der Familie.
    Wenn wir gemeinsam Zeit verbringen wollen, dann müssen wir auch alle aufeinander Rücksicht nehmen und können eben nicht immer alle Spielregeln nach unseren Bedürfnissen gestalten und das völlig unabhängig davon, ob es mein Haus ist oder das Haus meiner Cousine!

    Zitat

    da ich eine hündin habe , die läufig ist . deswegen haben wir ihn kastriert .


    Ich hoffe du weißt, dass dein Rüde noch ca. 3 Wochen, manchmal auch länger, NACH der Kastration fortpflanzungsfähig ist!

    Ich würde sagen, wenn mein Trainer meinen Hund ganz anders oder völlig falsch behandeln würde, dann wäre er auch nicht mein Trainer ;)

    Natürlich muss es, wenn man denn seinen Hund aus der Hand gibt, zwischen Trainer und Hundehalter eine Vertrauensbasis geben. (Ich würde auch nie jemanden auf mein Pferd lassen, dem ich nicht vertraue ;) )

    Mir geht es ja auch, wie gesagt, gar nicht darum, dass das nun die Hundeausbildung revolutionieren soll, sondern nur darum, dass es tatsächlich u.U. auch Vorteile hat, wenn der Trainer kurzfristig mal mit dem Hund arbeitet.

    Dieses absolute: "Niemals der Trainer an die Leine" kann ich eben nicht ganz nachvollziehen, wobei man sicher seinen Hund auch gut ausbilden kann, ohne dass der Trainer jemals die Leine in der Hand hatte :D
    Aber bei manch einem Hundehalter geht es ja teilweise soweit, dass man selbst einen Eingriff durch den Trainer im freien Spiel für völlig "unmöglich" hält.

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    Jana, was Pferde betrifft kann ich Dir nur zustimmen, meine Freundin handhabt das auch so!! Sie macht klassische Reitkunst mit ihrem Andalusier und die Trainerin bereitet ihn vor und zeigt ihm, wie es geht und danach legt meine Freundin los.
    Aber ich finde, Hunde und Pferde sollten man nicht vergleichen!!


    Hm, da ich mich nun beides habe und mich auch intensiv mit der Ausbildung von Hund und Pferd auseinandergesetzt habe, muss ich sagen, man kann zumindest das Lernverhalten schon miteinander vergleichen, auch wenn man schon berücksichtigen muss, dass für die meisten Hunde der Mensch einen anderen Stellenwert einnimmt als für ein Pferd - obwohl es da auch unter den Pferden wirkliche Ein-Mann-Pferde gibt.

    Was meinen Hund z.B. betrifft, so war es für ihn von Anfang an normal, dass er auch mal von anderen Personen Kommandos/Anweisungen bekam und so wäre es auch für keinen Trainer ein Problem meinen Hund "zu unterrichten" ;) Da könnte es mit meiner Stute schon mehr Probleme geben, die schaltet dann nämlich um auf Arbeitsverweigerung :D

    Natürlich muss die Vertrauensbasis zum Trainer erstmal da sein. Das ist für mich absolut klar, deswegen hab ich es wohl auch nicht geschrieben ;)

    Vielleicht sehe ich es auch ein wenig mehr aus einem anderen Blickwinkel, da ich eigentlich eher aus dem Pferdehalterlager komme. Und da ist das völlig selbstverständlich, dass ein Pferd zunächst von einem erfahrenen Trainer angeleitet wird und gerade für das Pferd neue Lektionen erst vom Trainer geritten werden. Erst wenn das Pferd begriffen hat worum es geht, dann versucht sich der weniger versierte Besitzer an der Lektion. Kleine Unterschiede in der Hilfengebung sind dabei überhaupt kein Problem, denn es geht ja weniger darum, dass das Pferd bereits perfekt vorgearbeitet ist, sondern nur darum dass es eine Ahnung davon hat, was sein Reiter gerne von ihm möchte.
    Das Ganze hat auch nichts damit zu tun, dass der Reiter nicht lernen soll sein Pferd selbst auszubilden, es geht eher darum, dass er bevor er sich am noch völlig ahnungslosen Pferd versucht, erst sein Timing am ausgebildeten Pferd schult, das Fehler viel eher verzeiht als ein noch unausgebildetes, was durch Fehler einfach viel zu schnell verwirrt wird und dadurch unsicher.

    Es geht mir jetzt auch nicht darum, dass ich die Hundeausbildung "revolutionieren" will ;), aber dass es grundlegend falsch ist, wenn auch der Trainer mal mit dem Hund arbeitet, das will ich dann doch bestreiten.

    :D Irgendwie finde ich das witzig, dass Hundehalter immer darauf bestehen, dass nur sie "Hand an ihren Hund legen" dürfen.

    Wo ist denn mal ganz objektiv betrachtet das Problem, wenn ein erfahrener Trainer einem Hund verständlich ein Kommando erklärt. Das geht zumindest deutlich schneller, als wenn der unerfahrene Hundehalter es selbst tut und den Hund durch seine widersprüchlichen Anweisungen nur verwirrt.
    Ein erfahrener Hundemensch weiß in welcher 10-tel Sekunde er loben, negieren oder ignorieren muss. Stellt ein erfahrener Hundemensch eine klare Verknüpfung zwischen Kommando und Verhalten innerhalb kürzester Zeit her, so braucht der unerfahrene manchmal sehr sehr lange und manchmal schafft er es nie.

    Dass das entsprechende Kommando vom Hundehalter nachgearbeitet werden muss und das auch dies unter Anleitung des Trainers passieren muss, das denke ich ist klar. Jedoch ist es für den Hund doch viel einfacher, wenn er seine erste Einführung von einer erfahrenen Person bekommt, die sich klar ausdrücken kann. Umso weniger Probleme hat er dann seinen noch unerfahrenen Besitzer zu verstehen.

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    Ein Mod, hat mal geschrieben das es 3 Angst phasen im Welpen oder Junghund alter gibt, ich habe mich schon gefragt, ob sie eventuell wieder eine erreicht hat.


    Das wollte ich auch gerade schreiben ;)

    Ich finde, was du schreibst hört sich doch eigentlich gut an. Wenn sie Angst bekommt und bei dir Schutz sucht und ihn auch findet ist doch alles wunderbar. Mit zunehmenden Alter kommt dann auch mehr Sicherheit, ganz von allein. Nur nicht drängen den Hund, aber immer wieder ermuntern mutig zu sein.
    Das Geheimnis beim Aufbau der Selbstsicherheit, immer wieder fordern, aber niemals überfordern und immer in jeder Situation Sicherheit und Rückzug anbieten.

    Viviane
    Da die Frage an alle gerichtet war.
    Ich nehme Sascha dann an die Leine, zumindest anfangs und sieh zu, dass er um den Betreffenden einen größeren Sicherheitsabstand einhält.

    Ich hab kein Problem mit Menschen, die meinen Hund nicht mögen, mir reicht es, wenn sie es akzeptieren, dass er da ist und er MIR eben wichtig ist.

    Zitat

    Fühlen sich Hunde auch ohne die Nähe ihres HH sehr sicher (brauchen ihn also nicht zum orientieren oder entscheiden) gibt es ein Problem.


    Das kann ich aus erster Hand bestätigen. :roll:
    Einerseits toll, wenn der Hund so sicher durchs Leben geht, andererseits verkompliziert das so manche andere Dinge sehr. :motz:

    Einfacher ist es auf jeden Fall, wenn der Hund in erster Linie durch seinen Menschen Sicherheit findet, sich so an ihm orientiert und sich von ihm einfacher leiten lässt.