Hi Jörg und Silberwind!
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Nur zur Info: meine Trainerin selber bietet keine Welpespielstunden mehr an, weil sie sagt, dass bei solchen Gruppen meißt einer (von mehreren anderen) gemobbt wird und dieser das dann auch nachher selber macht, wenn er größer wird.
Naja, diese Aussage finde ich Quatsch, denn genau so sollte es ja eben gerade nicht laufen und genau dafür ist ja ein Trainer mit in der Gruppe. Leider läuft es häufig so ab, dass die Welpen einfach spielen gelassen werden und der Trainer (häufig ein Gehilfe) mit den Hundehaltern einen Kaffee trinkt ... Aber genauso sollte es eben nicht laufen! Im Gegenteil sollte der Trainer den Hundehaltern das Verhalten ihrer Welpen erklären, ihnen zeigen, wann sie in ein Spiel eingreifen müssen, wann ihr Welpe überdreht, wann sie ihm eine Pause geben müssen, wann sie nicht eingreifen sollten etc. Alles Dinge, die hier immer wieder in den verschiedensten Threads gefragt werden ... und tut mir leid, für mich gehört es auch zu den Aufgaben einer Hundeschule dieses Wissen zu vermitteln!
Wie ich meinem Hund Sitz und Platz beibringe, das kann ich dagegen auch leicht aus einem Buch lernen ... aber genau dieses Hinsehen, Bemerken und Eingreifen, das kann mir nur der Trainer vor Ort zeigen, nur dann bekomme ich ein Gefühl für diese Situationen und überhaupt für das, was da unter den Hunden abläuft. Und mal ganz ketzerisch, meiner Meinung nach wird genau das so selten in den Hundeschulen gelehrt, weil die Trainer es selbst nicht drauf haben ...
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Ich finde diese Art der Hundezusammentreffen wichtiger als reine Welpengruppen. Das ist aber meine persönliche Meinung.
Sicher braucht es in erster Linie "gute" Hundezusammentreffen, aber dieses Wissen darüber, was ein guter Hundekontakt ist, ist ja nicht "Gott gegeben"
und genau dafür sollte es solche Welpentreffen und Spielstunden geben. Es geht ja überhaupt nicht darum, dass der Hund seine einzigen Sozialkontakte in der Hundeschule hat. Ganz im Gegenteil, in der Welpenstunde/Spielstunde sollen Hund und Halter das Rüstzeug mitbekommen, dass sie dazu in die Lage versetzt auch außerhalb der Hundeschule "gute" Hundekontakte entstehen zu lassen.
Mal ehrlich, schaut euch hier die Themen an. Wieviele User haben hier Probleme das Verhalten ihres Hundes gegenüber anderen zu deuten und viel schlimmer, wieviele teilweise schon sozialunverträgliche Hunde gibt es schon.
Deswegen finde ich, ist es eine ganz wichtige Orientierung (mehr aber auch nicht), wenn der Hundehalter zumindest die ersten 2-3 Jahre, in der Zeit entwickelt der Hund seine soziale Reife, auch bezüglich des Sozialverhaltens seines Hundes von einer Hundeschule begleitet wird.
Das Leben eines Hundes beinhaltet mehr als nur Sitz, Platz und Fuß 
P.S.
Jörg
Mit "zu kurz kommen" meinte ich , dass Sascha mit 10 Wochen noch keine 10 Minuten an der Leine ausgehalten hätte und frei laufen lassen wäre wohl eher schlecht zwischen den anderen Hunden ...
Ich meinte damit also eher, dass es mitr so scheint, als wenn der Aufbau der Stunde, beim Welpen (viel mehr Spieleinheiten, viel kürzere und noch viel spielerische Trainingseinheiten) schwer mit dem Aufbau einer Junghunde- oder Erwachsenengruppe zu kombinieren ist, die ja schon eher über längere Zeit auch mal konzentriert arbeiten können und auch sollen. Aber vielleicht läuft das bei euch ja auch alles ganz anders ...