Beiträge von *Sascha*

    Zitat

    Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass man einen instinkiv triebgesteuerten Rüden je zuverlässig "in den Griff" bekommt wenn eine läufige Hündin anwesend ist


    Stimmt, du hast Recht!
    Alle Rüden, die sich trotz läufiger Hündin kontrollieren lassen, werden einfach nicht so triebstark sein ... :roll:

    Ein Rüde wird aber nie lernen auch unter dieser Ablenkung zu gehorchen, wenn man läufige Hündinnen aus seinem Leben "verbannt".
    Ich, als Rüdenbesitzer, habe kein Problem damit läufigen Hündinnen zu begegnen (nichtmal, wenn sie in der Standhitze sind), im Gegenteil, ich freue mich über jede Möglichkeit so Gehorsam zu üben. Meinetwegen könnten die Hündinnen viel häufiger läufig sein :D

    Angenehmer Nebeneffekt momentan ;) Die Kaninchen und Hasen auf dem Feld interessieren Herrn Sascha nicht mehr, weil das Hündinnenpipi auf dem Weg viel interessanter ist :roll:

    Hab auch einen Rüden ... :D

    ... und natürlich dürfen läufige Hündinnen in den Wald! :roll:

    Wenn es mein rüde gewesen wäre, dann hätte ich mich für den Ungehorsam meines Rüden entschuldigt und nicht die Schuld bei anderen gesucht! Egal ob läufige Hündin oder nicht, mein Hund hat zu hören und zu gehorchen ;)

    Andererseits kann es halt bei DER Ablenkung doch mal passieren, dass er entwischt, da erwarte ich dann auch ein bißchen Verständnis und Mitdenken vom Hündinnenbesitzer, aber daran hat es dir ja auch nicht gefehlt.

    Ob die läufige Hündin angeleint ist, ist mir übrigens völlig wurscht. Das liegt doch in der Verantwortung des Hündinnenhalters, der sollte seine Hündin da einschätzen können und auch, ob man so rechtzeitig und sicher aufdringliche Rüden abwehren kann (Denn mit denen muss man wohl immer rechnen).

    Zusammengefasst: Miteinander nicht Gegeneinander ... dann gibt es auch keinen Stress bzw. sollte man sich den einfach nicht machen, unser Hobby soll schließlich Spaß machen ;)

    Zunächst einmal kann ich dir diesen Thread nur sehr ans Herz legen:
    https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…training+fluffy
    Denn solange, wie sie abzwitschert, ist es einfach zu gefährlich sie frei laufen zu lassen.

    Und zweitens, den Tipp, die Bindung zu stärken. Unternehmt z.B viel mit ihr, sucht euch immer wieder neue Gassi-Wege und geht auch mal abseits der Wege über Stock und Stein. Nehmt sie mit in die Stadt etc. Zeigt ihr alles Mögliche, überfordert sie dabei aber nicht. Sucht z.B. auf dem Spaziergang gemeinsam Leckerlies oder Spielzeug. Erlebt zusammen einfach tolle Dinge, das wird ihr Vertrauen in euch stärken.

    Hm, ich denke, dadurch, dass du auf sein Gejaule eingegangen bist, d.h. versuchst ihn abzulenken, hast du ihn leider schon darin bestärkt.

    Besser ist es wirklich überhaupt nicht auf das Jaulen zu reagieren. Kommt er jaulend an, dann schick ihn weg, nervt er, dann mach die Tür zu und lass ihn heulen. Ansonsten zieh dein Ding mit ihm durch, wenn du etwas von ihm willst, dann wird das gemacht und zwar pronto! Ausreden gibt es nicht! Jaulen interessiert dich nicht! Was interessiert es dich, weche Probleme dein Hund mit irgendwas hat? ;)

    Geh mit ihm eure ganz normalen Runden, weiche den Hündinnen nicht aus. Aber natürlich behältst du ihn an der Schleppleine! Und dann wird ganz normal geübt und Aufmerksamkeit eingefordert. Natürlich wird zunächst so gut wie gar nichts klappen. Das ist normal, aber es wird besser.

    Nur eins darfst du nie tun: Bemitleide ihn nie und geh niemals auf sein Gejaule ein! Sei einfach völlig verständnislos. Eine Rabenhundemutter!
    Aber damit machst du es ihm leichter ...

    Zitat

    Leider scheint nicht zwischen Hündinnen unterschieden worden zu sein, bei denen nur Eierstöcke entfernt wurden oder von total ausgeräumten (oder ich habe es noch nicht gefunden).


    Wobei es da ja keinen Unterschied geben dürfte, wenn keine Östrogene in der Gebärmutter produziert werden ... ;)
    Allerdings habe ich gerade den Hinweis gefunden, dass die 18 Hündinnen ovariohyterektomiert waren (Siehe unter 5.3).

    Zitat

    Ja, wie erwartet unterscheiden sich die Östrogenmengen. Aber auch sehr tiefe Östrogenwerte müssen nicht zwingend von einer kastrierten Hündin stammen


    Viel interessanter finde ich aber, dass kastrierte Hündinnen scheinbar in den seltensten Fällen noch über diese 2,5ng/g hinauskommen und damit produzieren sie im Mittel gegenüber unkastrierten Hündinnen (selbst im Anöstrus) weit weniger Östrogen.
    Interessant wäre dazu die Frage, ob intakte Hündinnen phasenweise mehr/weniger Östrogen im Anöstrus produzieren oder ob es auch Hündinnen gibt, die grundsätzlich im Anöstrus weniger als diese 2,5ng/g produzieren.
    Immerhin würde sich aus diesem Östrogenmangel auch die Inkontinenz vieler kastrierter Hündinnen erklären.
    Mich würde in dem Zusammenhang viel mehr interessieren wie sich die Östrogenkonzentration von früh- und spätkastrierten Hündinnen unterscheidet.

    Nachtrag:
    Keine Ahnung, wie ich bei Gudermuth auf Urin komme :? In der Studie wurde jedenfalls ebenfalls Kot untersucht ... :ops:

    Zitat

    Hier - es scheint eine Besonderheit der Carnivoren zu sein: http://members.yline.com/~ursula.hoffmann/diss.pdf


    Hm, da steht:

    Zitat

    Wie bereits bei den Androgenen erwähnt, werden Östrogene aus Androgenen mit Hilfe der Aromatase synthetisiert.
    Man findet die Enzyme in den Granulosazellen des Ovar (Eierstockes), in den Leydig'schen Zwischenzellen des Hodens und auch in den Zellen der Plazenta.
    Sie kommen auch außerhalb der Geschlechtsorgane vor, und zwar im Gehirn, in der Hypophyse, in der Leber, in den Skelettmuskeln, in den Haarfollikeln und im Fettgewebe. All diese Zellen können, wenn ihnen Androgene zur Verfügung stehen, Östrogene produzieren (LINDZEY u. KORACH 1997)


    Interessant finde ich aber, dass die von dir eingefügte Studie zum Ergebnis hat, dass sich die im Kot festgestellte Östrogenmenge von kastrierten Hündinnen und Hündinnen im Anöstrus signifikant unterscheidet. Was ja absolut gegen die These spricht, dass eine kastrierte Hündin sich sozusagen im Anöstrus befindet.
    Die durchschnittlich festgestellte Östrogenmenge im Kot lag bei Hündinnen im Anöstrus etwa doppelt so hoch wie bei kastrierten Hündinnen.
    Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch die in dieser Studie angeführte Studie von Gudermuth 1998, in der festgestellt wurde, dass bei Hündinnen im Anöstrus gegenüber kastrierten Hündinnen etwa die doppelte Konzentration von Östrogen im Urin nachzuweisen war.

    Zitat

    Östrogene werden in den Eierstöcken gebildet und auch die Gebärmutter trägt einen geringen Teil dazu bei. Normalerweise bedeutet eine Kastration, daß nur die Eierstöcke entfernt werden, oft wird aber gleich die Gebärmutter mit entnommen und damit jegliche Östrogenproduktion verhindert.


    Ich meine mal gelesen zu haben, dass - wenn auch in sehr geringem Umfang - Östrogene auch außerhalb der Eierstöcke und der Gebärmutter produziert werden können, wenn Androgene zur Umwandlung zur Verfügung stehen. :?

    Zitat

    In den Nebennierenrinden wird ständig Testosteron gebildet, welches nach Einstellen der Östrogenproduktion ansteigt


    Hm, das hab ich noch nirgendwo gelesen. Woraus resultiert dieser Anstieg des Testosterons?

    Zitat

    Häufigste Folgen des Mangels sind Knochen und Gelenkprobleme, durch verringerte Mineraleinlagerungen (ähnlich Osteoporose).


    Dazu habe ich auch hier (Kapitel 2.4.2 Hund) etwas gelesen:
    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/6346/1/Ackermann_Dorothee.pdf
    Danach wird zwar diskutiert, ob es zu einem Knochendichteverlust nach einer Ovari(ohyste)ektomie einer Hündin kommt, allerdings scheint das hündische Skelett eher träge und individuell recht unterschiedlich auf eine verringerte Östrogenkonzentration zu reagieren.

    Zitat

    Der Zyklus einer intakten Hündin besteht aus vier Phasen in denen jedesmal ein anderes Hormon vorherrscht. Gesteuert wird das ganze über eine Art Rückkoppelungssystem, bei dem nicht nur die Eierstöcke, sondern auch das Gehirn mit Hipothalamus und Hirnanhangsdrüse beteiligt sind und das Gonatropin-Releasing Hormon (gnGH), das follikelstimulierende Hormon (FH), das luteinisierende Hormon (LH) Östrogen und Progesteron, wobei die beiden letzteren in den Eierstöcken gebildet werden. Produziert wird „nach Bedarf“ und immer im Einklang, sodaß kein Hormon überproduziert werden kann.


    Wobei es ja nur in der Zeit des Proöstrus und des Östrus (also in der Zeit der Läufigkeit) zu einem signifikanten Anstieg des Östrogens kommt. Ein Anstieg des Progesteron ist ab Eisprung bis zum Ende der Metöstrus zu vermerken. Während des Anöstrus (immerhin die Zeit, in der sich die Hündin die längste Zeit befindet), sowohl das Östrogen als auch das Progesteron keine wesentliche Rolle spielt.
    Aus diesem Umstand könnte man zumindest den Schluss ziehen, dass die angesprochenen Hormone in diesem Umfang (wie sie im Eierstock produziert werden) nur für die Zeit der sexuellen Aktivität von Bedeutung sind.