Beiträge von *Sascha*

    Ein Hund zieht doch nicht, weil er es toll findet zu ziehen.

    Wenn ein Hund zieht dann
    1. Weil ihm nie gesagt wurde, dass eine Leine immer durchhängen muss
    und
    2. Weil er mit dem Ziehen Erfolg hatte.

    Vom Prinzip her ist es recht einfach einem Hund das Ziehen abzugewöhnen
    1. Indem man grundsätzlich einmal die Regel aufstellt, dass eine Leine IMMER durchhängen muss und das auch immer durchsetzt.
    und
    2. Indem man verhindert, dass der Hund mit dem Ziehen Erfolg hat, das heißt, genau das, was er mit dem Ziehen erreichen will, darf er eben niemals mit Ziehen erreichen, aber immer wieder durch sich beherrschen und Nicht-Ziehen.

    Und dann gilt für die Leinenführigkeit das Gleiche, wie für jede andere Übung auch, Konsequenz und eine langsame Steigerung der Ablenkung.

    Und genau das macht das Lernen der Leinenführigkeit so schwierig. ;)

    Zitat

    Sagt mal, es kann nicht sein, dass ein Futtermittelzusatzstoff in UK zugelassen ist und nicht in D, oder? Ich dachte, dafür hätten wir die EU : ???:

    Liebe Grüße
    Kay


    Doch wohl schon, weil wir zwar einerseits die EU-Verordnungen haben, aber andererseits eben auch noch nationale Verordnungen :irre: Importiert werden dürfen wohl alle Futtermittel, die nicht gegen EU-Regelungen verstoßen :roll:

    Ich hab jetzt gestern auch nochmal gegoogelt deswegen, aber nur einen Hinweis auf einer schweizer Seite gefunden, dass das MSM in Deutschland als Futtermittelzugabe verboten ist.

    Und nein, MSM ist nicht schädlich und auch nicht synthetisch, ich kenne es hauptsächlich als Mittel für Probleme mit dem Bewegungsapparat (Athrose vorallem), aber ob ich es täglich im Futter meines Hundes haben will ist wieder eine andere Frage ;)
    Wenn es aber nur das ist, was mich an einem Futter stört, dann wäre es für mich nun auch wieder kein Grund das Futter nicht zu füttern.

    britta
    Kannst du ruhig machen ;) es soll auch beim Menschen Wunder wirken :D

    Hummel hat eigentlich schon alles gesagt, es kommt nicht darauf an, was auf dem Futter steht, sondern darauf was drin ist.

    Ein paar Anhaltspunkte zu besonders "umstrittenen" Werten:

    Energie: Der Energiebedarf wachsender Welpen ist pro kg/Körpermasse höher als bei erwachsenen Hunden, daher darf das Futter auch einen etwas höheren Fettgehalt aufweisen, als z.B. ein Futter für erwachsene "Sofawölfe" ;)
    Eine Energieüberversorgung führt zu zu schnellem Wachstum und infolge häufig auch zu Wachstumsstörungen und Skeltettschäden.
    Energieüberversorgungen lässt sich durch dem Energiewert des Futters angepasste Futtermengen entgegenwirken ;) Ein Welpe wird nicht überversorgt, weil das Futter zu gehaltvoll ist, sondern weil er einfach zu viel von diesem Futter bekommt ...

    Protein: Wachsende Hunde brauchen Protein von hoher biologischer Wertigkeit, das Verhältnis von verd. Rohprotein zu umsetzbarer Energie (g/MJ) fällt stetig von 13:1 im dritten Lebensmonat bis auf 10:1 ab dem 7. Monat und liegt damit kaum über dem Bedarf eines adulten Hundes (10:1)
    Eine Proteinüberversorgung hat jedoch keinen negativen Einfluss auf die Knochenentwicklung und auch nicht auf die Wachstumsgeschwindigkeit. Ob eine längerfristige Überversorgung zu Organschäden führen kann ist umstritten. Stoffwechselprobleme sind nach Aufnahme von überhöhten Mengen qualitativ minderwertigen Proteins zu beobachten.
    Ein Proteinmangel ist nur sehr selten festzustellen und kann sich bei Junghunden in Verfettung und schwach entwickelter Muskulatur zeigen.

    Calcium: Wachsende Hunde haben einen erhöhten Calciumbedarf, der sich jedoch aufgrund des höheren Energiebedarfs auch wieder etwas relativiert. Unterversorgungen werden bei optimalem Calcium/Phosphor-Verhältnis und ausreichender Versorgung mit Vitamin D und Magnesium mit bis zu 20% toleriert.
    Versorgungsempfehlungen für Welpen im dritten Monat zwischen 0,513 und 0,743g pro 1 MJ Energie, im 7-12 Monat zwischen 0,265 und 0,412g. Bei einem durchschnittlichem Energiegehalt von 1,5 MJ/100g Trockenfutter sind das umgerechnet zwischen 0,4 und 1,1%. Große Rassen benötigen im Wachstum mehr Calcium als kleine.
    Eine Calciumüberverorgung führt zu einer erhöhten Ausschüttung von Calcitonin, das wiederum die Knorpelzellen negativ beeinflusst.
    Wachsende Hunde sollten möglichst nicht mehr als das 1,5 fache der empfohlenen Menge erhalten.
    Das optimale Calcium/Phosphor-Verhältnis liegt zwischen 1,3:1 und 2:1.

    Quelle: Meyer/Zentek: Ernährung des Hundes.

    Obwohl ich eigentlich keinen Vorteil in der Zusammensetzung von Nutrience sehe ;)

    Wenn du beim Nutrience bleiben möchtest (und ich finde das Futter auch gut) würde ich einfach das Junior für mittelgroße Hunde mit dem Junior für große Hunde 1:1 mischen, dann sind die Werte super :D

    Also das Kids hat ein recht enges Calcium/Phosphor-Verhältnis, da würde ich schon Calcium ergänzen, wenn ihr am Wochenende ausschließlich roh füttert.

    Also ist schon nicht verkehrt zumindest ab und an auch mal fleischige Knochen zu füttern. Ich würde da allerdings erstmal weichere Knochen nehmen, also Hühnerhälse, später vielleicht auch Flügel usw.
    Ob du Knochen füttern willst, musst du aber selbst entscheiden, Knochen sind halt immer ein gewisses Risiko. Manche sagen nur vollgebarfte Hunde sollten Knochen bekommen, allerdings kann ich die Erklärung dafür nicht nachvollziehen.
    Meine Meinung dazu, wenn der Hund die Knochen verträgt ist es okay.
    (Sascha bekommt auch jetzt im "Teilbarf" Knochen und auch schon als er nur 2-3x die Woche roh bekam - alles bisher völlig problemlos)

    Wenn du dich an die Knochen aber nicht traust, dann kannst du auch mit Eierschalen ergänzen.