Beiträge von *Sascha*

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    Was bitte soll der Tierarzt da auf dem ersten Blick sehen???
    Wurmeier werden nur zyklisch ausgeschieden und sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Eine wurmeierfreie Kotprobe beweist nicht, dass der Hund keine Würmer hat, sie beweist nur, dass zum Zeitpunkt der Kotprobennahme keine Wurmeier ausgeschieden wurden bzw. sich in der Probe keine Wurmeier befanden.
    Je häufiger ich Kotproben nehme, desto sicherer kann ich Würmer ausschließen. Ganz sicher, kann ich es aber nie!
    ... auch nicht, wenn der Kot über drei Tage gesammelt wird.

    Je hochgradiger der Hund verwurmt ist, desto wahrscheinlicher, dass die Kotprobe positiv ist, aber auch hier: Selbst ein hochgradig verwurmter Hund kann unter Umständen eine negative Kotprobe haben!

    Zurück zu dem, was der Tierarzt im Kot sieht. Mit bloßem Auge sind wie gesagt keine Wurmeier zu erkennen, was man im Kot aber sehen kann sind tote adulte Würmer, die nicht vom Körper verwertet wurden sondern gleich ausgeschieden wurden. Normalerweise werden abgestorbene Würmer nicht ausgeschieden, dies passiert nur dann, wenn der Hund bereits völlig verwurmt ist.
    Ebenso, wie man diese Veränderungen eben auch erst bei hochgradigem längerandauerndem Wurmbefall feststellen kann:

    Zitat

    die häufigsten Symptome : schnelle und kurzfristige Gewichtsabnahme, Lustlosigkeit beim Fressen ( je nach Wurmart ) oder eben gieriges Fressen !


    Es ist auch ganz klar, warum das so ist. Denn bevor man dem Hund äußerlich etwas anmerken kann, müssen die Würmer im Körper erstmal überhaupt beträchtlichen Schaden angerichtet haben!
    Die Frage ist, muss es erst soweit kommen, bis der Hundehalter reagieren will?
    Denjenigen, die jetzt noch überlegen, denen empfehle ich, sich nur einmal so einen von Würmern zerfressenen Darm anzusehen ...
    An hochgradigem Wurmbefall kann ein Hund auch sterben und das nicht nur, wenn nicht behandelt wird, sondern auch, wenn einfach zu spät behandelt wurde.

    Noch ein Wort zu den natürlichen oder auch den homöopatischen Wurmkuren. Es gibt keinen Beweis dafür, dass diese "Wurmkuren" überhaupt wirksam sind, im Gegenteil wird sogar von den meisten Tierheilpraktikern etc. immer wieder darauf verwiesen, dass nur eine chemische Wurmkur sicher ist.

    Ich kann wirklich nur dazu raten, wenn man denn nicht regelmäßig entwurmen möchte, zumindest regelmäßig (mehrmals jährlich) den Kot seines Hundes untersuchen zu lassen, damit man zumindest halbwegs auf der sicheren Seite ist.

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    Und noch schlimmer: Military oder Mächtigkeitsspringen.

    Sorry, aber da gruselts mich :ops:


    Soll ich dir mal was sagen? :D
    Meine Stute geht erst bei einer "Military" so richtig das Herz auf - leider hat sie die falsche Rasse dafür um da wirklich gut drin zu sein, aber sie hat das Herz dafür.
    Wenn ich sie lassen würde, wie sie wollte, dann würde MIR das Herz stehenbleiben ... ;)
    Nein, ist echt so, da wo andere Pferde schon lange keinen Schritt mehr tun, da fängt es ihr erst an Spaß zu machen :gott:

    Zitat

    Meiner Ansicht nach wird zu wenig Rücksicht drauf genommen, ob ein Pferd nun Spaß am Springen hat, oder nicht.


    Es wird grundsätzlich zu wenig Rücksicht darauf genommen, ob ein Pferd Spaß an dem hat, was es tun soll!
    Als ich vor 2,5 Jahren hierher gezogen bin, da meinte mein Nachbarsmädel und Einstellerin, dass kein Pferd wirklich Spaß daran hat geritten zu werden. Ich sagte: "Doch natürlich macht es ihnen Spaß, wenn du sie nicht zwingst, sondern darauf wartest, dass sie dich "einladen"."
    ... heute weiß sie, dass ich mit meiner Aussage recht hatte ... ;)

    Meiner Meinung nach kann man ein Pferd sehr wohl nur mit positiver Verstärkung erziehen, ob man es muss - eine ganz andere Frage.
    Meiner Meinung nach sind Pferde auch nicht weniger intelligent als Hunde.

    Ich bin ein absoluter Gegner von PNH nach Lehrbuch, denn PNH beruht (fast) ausschließlich auf negativer Verstärkung.

    Ich bin dieses Chef-Gedöns leid, denn ich bin kein Pferd und werde auch nie eins sein ;)

    Niani
    Meinst du das Video von Honza Blaha?

    franziska
    Ich bin mir ziemlich sicher (wobei man sich da natürlich nie ganz sicher sein kann), dass er nicht mit solchen Methoden arbeitet.

    Ich hab mir damals auch keine Show von ihm angesehen, sondern er gab morgens, während der Messe kurze Einblicke in seine Trainingsarbeit.

    ... und wie gesagt, ich bin echt nicht leicht zu beeindrucken.

    Die Pferde zeigten keinerlei Anzeichen von Stress, Angst oder dergleichen, die Vorführung war im Ganzen geprägt von gegenseitigem Vertrauen und Respekt.

    (Ich hab auch so schon von einigen Reitern, die ihn auf Messen etc. kennengelernt haben, dass er ein wirklich netter und bodenständiger Mensch sein soll)

    Hallo,
    jetzt hab ich auch ein bißchen Zeit ;)

    Nein, direkt aus dem Text hervor geht das nicht. Insgesamt sollte aber daraus hervorgehen, dass der Rohproteingehalt absolut überbewertet wird.
    Der Rohproteingehalt muss immer im Verhältnis zum Energiegehalt gesehen werden und dann ist auch noch zu berücksichtigen, ob es sich um hochwertige Eiweißquellen handelt.

    Im dritten Monat beträgt das ideale Verhältnis von verd.Rohprotein zu umsetzbarer Energie 13:1.

    Nimmst du einen Energiegehalt von 1,5MJ-1,6MJ/100g Trockenfutter an, dann sollten im Trockenfutter etwa 20% verd. Rohprotein enthalten sein. Gehen wir weiter davon aus, dass etwa 85% des auf dem Futtersack angegebenen Rohproteins verdaulich ist, so kommen wir auf einen gewünschten Rohproteingehalt von etwa 24-25%.

    Im Zweifel würde ich allerdings lieber ein Futter mit etwas mehr Rohprotein füttern, da bei geringeren Überdosierungen keine Nachteile zu erwarten sind.

    Viel wichtiger ist aber, dass der Futtermittelhersteller hochwertige Proteinquellen nutzt. ;)

    Tut mir leid, wenn ich ein wenig ausschweife, aber ich mag nicht einfach irgendwelche Werte in den Raum werfen.

    Also, kurz und knapp nochmal zusammengefasst ;)
    Mindestens 24-25% Rohprotein unter der Voraussetzung, dass es sich um hochwertige Proteinquellen handelt.

    Hab gerade keine Zeit mehr direkt auf deine Fragen einzugehen ...

    Aber ich denke, das was ich gestern abend schon in einem anderen Thread geschrieben habe hilft dir schon ein bißchen weiter:

    Ein paar Anhaltspunkte zu besonders "umstrittenen" Werten:

    Energie: Der Energiebedarf wachsender Welpen ist pro kg/Körpermasse höher als bei erwachsenen Hunden, daher darf das Futter auch einen etwas höheren Fettgehalt aufweisen, als z.B. ein Futter für erwachsene "Sofawölfe" ;)
    Eine Energieüberversorgung führt zu zu schnellem Wachstum und infolge häufig auch zu Wachstumsstörungen und Skeltettschäden.
    Energieüberversorgungen lässt sich durch dem Energiewert des Futters angepasste Futtermengen entgegenwirken ;) Ein Welpe wird nicht überversorgt, weil das Futter zu gehaltvoll ist, sondern weil er einfach zu viel von diesem Futter bekommt ...

    Protein: Wachsende Hunde brauchen Protein von hoher biologischer Wertigkeit, das Verhältnis von verd. Rohprotein zu umsetzbarer Energie (g/MJ) fällt stetig von 13:1 im dritten Lebensmonat bis auf 10:1 ab dem 7. Monat und liegt damit kaum über dem Bedarf eines adulten Hundes (10:1)
    Eine Proteinüberversorgung hat jedoch keinen negativen Einfluss auf die Knochenentwicklung und auch nicht auf die Wachstumsgeschwindigkeit. Ob eine längerfristige Überversorgung zu Organschäden führen kann ist umstritten. Stoffwechselprobleme sind nach Aufnahme von überhöhten Mengen qualitativ minderwertigen Proteins zu beobachten.
    Ein Proteinmangel ist nur sehr selten festzustellen und kann sich bei Junghunden in Verfettung und schwach entwickelter Muskulatur zeigen.

    Calcium: Wachsende Hunde haben einen erhöhten Calciumbedarf, der sich jedoch aufgrund des höheren Energiebedarfs auch wieder etwas relativiert. Unterversorgungen werden bei optimalem Calcium/Phosphor-Verhältnis und ausreichender Versorgung mit Vitamin D und Magnesium mit bis zu 20% toleriert.
    Versorgungsempfehlungen für Welpen im dritten Monat zwischen 0,513 und 0,743g pro 1 MJ Energie, im 7-12 Monat zwischen 0,265 und 0,412g. Bei einem durchschnittlichem Energiegehalt von 1,5 MJ/100g Trockenfutter sind das umgerechnet zwischen 0,4 und 1,1%. Große Rassen benötigen im Wachstum mehr Calcium als kleine.
    Eine Calciumüberverorgung führt zu einer erhöhten Ausschüttung von Calcitonin, das wiederum die Knorpelzellen negativ beeinflusst.
    Wachsende Hunde sollten möglichst nicht mehr als das 1,5 fache der empfohlenen Menge erhalten.
    Das optimale Calcium/Phosphor-Verhältnis liegt zwischen 1,3:1 und 2:1.

    Quelle: Meyer/Zentek: Ernährung des Hundes.

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    Kann es nicht aber sein, dass der Hoden irgendwann wieder absteigt? Sollte man das nicht noch abwarten oder wie lange wartet man damit (wie viele Monate oder vielleicht Jahre)? :???:


    Nein, wenn die Hoden in diesem Alter noch nicht abgestiegen sind, dann steigen sie auch nicht mehr ab. Nicht abgestiegene Hoden sollten auch auf jeden Fall entfernt werden, weil sonst mit zunehmenden Alter die Gefahr besteht, dass sie entarten.
    Allerdings eben erst mit zunehmenden Alter, das heißt man sollte das schon noch in jungen Jahren in Angriff nehmen, braucht es aber auch nicht übereilen. Persönlich würde ich mit frühestens 18 Monaten kastrieren lassen. Aber wir wissen ja auch gar nicht, was es in diesem Fall vielleicht noch für Komplikationen gibt, die so eine frühe Kastration notwendig machen.

    Schlumpf
    Ich würde auch schauen, dass du irgendein Kleidungsstück zum Schutz der Naht benutzt. Den Trichter würde ich nur anlegen, wenn du keine Chance hast rechtzeitig einzugreifen - ich finde diese Dinger einfach grausam für den Hund. Draußen muss er sicher sowieso erstmal an die Leine, da brauchst du dann auch keinen Schutz, kannst ja selber drauf achten ;)
    Finde ich echt irre, dass einige Hundehalter diese Trichter echt 24h am Tag dranlassen ... :roll: