In der Pferdezucht ist es doch ähnlich wie bei den Hunden.
Da gibt es die Leistungszuchten, in die immer wieder frisches Blut eingkreuzt wird.
Und da gibt es die "Rassezuchten" (Showzuchten) mit geschlossenen Zuchtbüchern und mit all den bekannten Problemen.
Vielleicht fällt es beim Pferd nur nicht so auf, weil es mehr Leistungszuchten gibt bzw. immer zuerst auf die Warmblutzucht geschaut wird? 
Das Vermehrerproblem gibt es in dem Ausmaße in der Pferdezucht nicht, weil es hier weitaus weniger "Dissidenzzuchten" gibt. Die Zuchtvereine gehören eigentlich alle der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) an und die Zucht ist auch Zuchtbuchübergreifend möglich, das heißt, es stehen auch Tiere anderer Zuchtvereine zur Verfügung.
Aber natürlich gibt es auch in der Pferdezucht genügend Unfallfohlen oder ich will auch mal ;), aber die halt in der Regel immer ohne Papier und ein echtes Problem für die Pferdezucht sind sie auch nicht.
Auch ist der Aufwand für jemanden, der eine Stute mit Papier hat lange nicht so hoch, wie für die Hundezucht. Und dann gibt es auch noch halbe Papiere, wenn beispielsweise nur der Vater eingetragen ist. 
Irgendwie läuft da alles ein wenig lockerer und weniger verkniffen und das, ohne dass die Zucht darunter leidet ....