Beiträge von *Sascha*

    Der Hund lernt aber nicht alleine zu Hause zu bleiben, indem ihr ihn so überfordert, dass er eine halbe Stunde jaulend zu Hause sitzt.

    Er ist 12 Wochen alt!

    In dem Alter fängt man damit an, dass man langsam mal eine Tür schließt und den Hund 2-3 min alleine im anderen Zimmer lässt oder kurz den Müll rausbringt .. die Toilettentür schließt etc.

    Wenn der Welpe jault, dann drei Schritte zurück, dann ward ihr zu schnell.

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    Hunde können Handlungsketten verknüpfen, sie müssen es aber nicht tun! Je länger dein Hund weg ist, desto unwahrscheinlicher wird es, dass er eine Strafe mit dem Abhauen verknüpft.
    Deswegen ist sowohl strafen -> der Hund könnte sich für das Zurückkommen bestraft fühlen,
    als auch Loben -> der Hund könnte sich für das Abhauen belohnt fühlen
    nicht sinnvoll.

    Am sinnvollsten ist es tatsächlich so zu tun als wäre nichts gewesen und in der Folge dann (mittels Schleppleine) bereits das Abhauen zu verhindern! Nur so kannst du ein solches Verhalten löschen und verhindern, dass es sich festigt.

    Das einzige, was man noch machen kann, ist den Hund wegzuschicken, wenn er wiederkommt, aber das bitte nicht bei Junghunden probieren und nicht, wenn man sich nicht absolut sicher ist, dass die Bindung stimmt!


    zu2
    Wenn mein Hund in einer Situation überfordert ist, dann nehm ich ihn raus. Ich sehe es überhaupt nicht ein, warum mein Hund sich von fremden Hunden in Bedrängnis bringen lassen müsste. Entweder es gibt einen guten Kontakt und beide Hunde haben ihre Vorteile davon oder es gibt gar keinen Kontakt. Gerade mit Hunden, deren Besitzer zu dieser Sorte: "Ich greife nie ein und mein Hund ist ja so toll ..." gehören, lasse ich meinen HUnd nur sehr ungern spielen und nur dann, wenn ich weiß, dass der andere Hund sich trotzdem benehmen kann.
    Im Zweifel gehe ich dazwischen und warte nicht darauf, dass der andere Hundehalter reagiert.

    Wenn du deinen Hund an deine Seite rufst, dann bist du ab diesem Moment in der Verantwortung, dass ihn an deiner Seite kein anderer Hund behelligt, denn er steht jetzt unter deinem Kommando und kann sich nicht so bewegen, wie er es normalerweise tun würde.

    Das Schnappen war in dieser Situation ein Ausdruck dafür, dass dein Hund keine andere Möglichkeit sah sich in dieser Situation zu erwehren und definitiv in dieser Situation völlig in Ordnung!
    Was nicht in Ordnung war, das war die Situation! Du hättest dafür sorgen müssen, dass dein Hund gar nicht erst in die Situation hätte kommen müssen sich zu wehren!

    :lachtot: Ich stell mir gerade vor, die Nachbarin würde hier schreiben ...

    Pebbles hat schon recht, wir kennen hier nur eine Seite der Medaille.

    Frensi
    Nichts gegen euch und eure Hundehaltung ;) Kann sein, dass bei euch alles wunderbar ist, kann aber auch sein, dass eure Nachbarin mit ihren Vorwürfen recht hat. Das können wir hier nicht wissen oder beurteilen.

    Was ich an eurer Stelle machen würde?
    Ich würde in mich gehen und über die Vorwürfe nachdenken. Überlegen, ob ich vielleicht wirklich das ein oder andere falsch sehe und mache.

    Und wenn das alles nicht der Fall ist, dann würde ich die Frau ignorieren bzw. ihr sagen, sie kann mir gerne das Veterinäramt auf den Hals schicken oder sie kommt einfach mal auf einen Kaffee vorbei und wir können in Ruhe darüber reden und sie sich selbst davon überzeugen, dass es meinem Hund an nichts fehlt.

    Die meisten Nährstoffe können recht hoch überdosiert werden, ohne dass es schädliche Auswirkungen hat.
    Wichtiger als die absoluten Werte sind zumeist die Verhältnisse zwischen den Nährstoffen. Und dann hängt es natürlich auch davon ab, wie lange eine solche Überversorgung besteht und ihr wollt ja wieder runter von den hohen Futtergaben, sobald euer Hund das Optimalgewicht hat.

    Trotzdem würde ich euch raten auf ein energiereicheres Futter umzusteigen. Irgendwas in die Richtung 18-20% Fett.

    Schaut mal bei ArdenGrange, UniQ oder auch das High Energie von Josera. Bei Bestes Futter müsste die Troll-Serie ein/zwei energiereiche Futter beinhalten.

    Ihr könnt aber auch selber durch die Zugabe von Öl oder Schmalz euer Futter etwas aufwerten. Roh verträgt sie nicht? Dann kocht ihr doch ab und an mal ein Stück Hoch- oder Querrippe (vom Rind) und wenn ihr eh kocht, Schwein ist auch sehr fettreich ...

    Geht die Bürste über den gesanten Rücken kann man daran zumeist Unsicherheit (und Angst vor einem Angriff) erkennen.

    Wenn sich nur die Nackenhaare aufstellen, dann würde ich nicht auf Unsicherheit tippen, sondern eher auf einen selbstbewussten Hund, der im Bewusstsein seiner Stärke imponiert. Das ist auch nichts Schlimmes ;), finde ich für einen so jungen Hund aber eher ungewöhnlich, den hätte ich lieber noch Schnauze leckend um die Althunde "kriechend" :D ...

    @Rike
    Das ist klar, zu viel energiereiches Futter im Welpenalter führt zu zuschnellem Wachstum. Allerdings hängt das nicht nur vom Energiegehalt des Futters ab, sondern eben auch von der Futtermenge. Ich hab kein Problem damit, wenn jemand seinem Welpen ein energiearmes Futter gibt, ich hätte alledings ein Problem mit dem hohen Kohlenhydratanteil und der daraus resultierenden schlechteren Verdaulichkeit des Rohproteins (Mehr pflanzliches Protein). Aber gut, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Was mich nur stört ist diese Pauschalempfehlung: "Stell mit 6 Monaten auf ein Adultfutter um." Meinetwegen könnte man sagen: "Stell mit 6 Monaten auf ein energieärmeres Futter um", diese Aussage würde dann zumindest Sinn machen, auch wenn ich sie aus obigen Gründen nicht unterstützen würde ;)
    Aber einfach zu sagen: "Stell auf ein Adulfutter um", Adultfutter kann vieles bedeuten, vom Lightfutter bis hin zum High-Energie-Futter. Ein Welpenfutter ist im Prinzip auch nichts anderes als ein Adultfutter, das als Welpenfutter deklariert wird, weil man meint, dass dieses Futter die Bedürfnisse des heranwachsenden Hundes am besten erfüllt. Jedes Welpenfutter könnte ebensogut als Adultfutter verkauft werden.

    Und nein, ich will damit natürlich nicht sagen: "Füttert auf jeden Fall Welpenfutter, das passt immer" - nein, dem ist ja leider nicht so. Aber noch weniger würde ich sagen: "Füttert auf jeden Fall Adulfutter", denn das passt tatsächlich noch häufiger nicht.

    Auf jeden Fall werde ich aber immer sagen: "Passt auf, wieviel ihr von dem Futter gebt!"

    Was fütterst du denn momentan?

    Meiner Meinung nach ist dieses möglichst frühe umstellen auf ein Adult-Futter ziemlich großer Humbug.

    Wenn du ein gutes Welpenfutter hast, dann spricht überhaupt nichts dagegen es einem gesunden Hund jeder Lebensphase zu füttern.

    Mich würde mal interessieren, worin denn der große fundamentale Unterschied zwischen den Adult-Futtern und den Welpenfuttern besteht? Und vorallem, worin gerade die besondere Eignung eines Adultfutters liegt ...

    Außerdem lassen sich sowieso nicht pauschal alle Adulfutter über einen Kamm scheren, genausowenig eben wie alle Welpenfutter (wobei die Welpenfutter untereinander sich deutlich mehr ähneln als die Adultfutter) ...