Beiträge von *Sascha*

    Bettybuh
    Es geht hier ja weniger um die Frage, ob man sich eine teure Behandlung leisten kann, sondern vielmehr um die Frage, ob man sein Geld (laut Fragestellung als vorhanden vorausgesetzt) moralisch gesehen für eine so teure Behandlung seines Hundes ausgeben darf.

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    Vielleicht interpretiere ich Björn falsch, aber ich meine im Kern die Frage zu erkennen, ob es richtig ist im Wohlstand zu leben, wenn anderen nichtmal die grundsätzlichsten Dinge zum Leben zur Verfügung stehen. Unsere "Wohnzimmerhunde" sind nunmal Wohlstand.
    Und diese Frage halte ich für absolut legitim.

    Andererseits stellt sich mir die Frage, ob es moralisch vertretbar ist, seinen Hund wegen 2000€ einzuschläfern und sich am nächsten Tag einen neuen Mercedes zu kaufen ;)

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    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Frage, wieviel ich bereit bin für mein Tier zu tun, wenig romantisch, aber wohl auch nicht völlig gefühlskalt sehe.

    Im Prinzip (oder auch moralisch gesehen) sehe ich es so, dass jedes Tier und jeder Mensch ein Recht auf Leben hat und kein Leben in seinem Wert über dem Leben eines anderen steht.

    ABER, mir persönlich sind bestimmte Leben mehr wert als andere.
    Ich bin egoistisch.
    Also werde ich lieber meinen Hund retten als das Geld Bedürftigen zu spenden. In diesem Fall ist mir mein Hund der mir nächste Bedürftige.

    Björn,
    frag mal einen Soziologen, alle unsere Handlungen sind im Kern wohl egoistisch ... (wobei ich mich darüber mit meinem Bruder, der das so sagte, auch ziemlich gestritten habe ...)

    Ich finde Ulli hat in ihrem Post schon einen wichtigen Punkt erwähnt: "Den Wert eines Lebens".
    Wer oder was bestimmt denn, wieviel ein Leben Wert ist?

    Du hast in deinem Eingangspost geschrieben, dass dir deine Hunde näher sind, als irgendein fremder Mensch in der dritten Welt.

    Ich steh dazu. Ja, ich habe kein schlechtes Gewissen und es bringt mich auch in keine moralische Bedrängnis.

    Könnte man nicht genauso dann auch die ketzerische Frage danach stellen, ob die Humanmedizin nicht ebenso unverhälnismäßig teuer ist? Wieviele Menschen könnte man von dem Geld ernähren, wenn wir hier ein paar Herzschrittmacher weniger einsetzen würden?


    Und mal ganz davon ab, ich denke, die Probleme der "Dritten Welt" sind weniger eine Frage des Geldes.

    Naja, wenn ich mir überlege, was mein Hund gerade in dieser Phase seines Lebens gelernt hat und wie er sich entwickelt hat, dann bin ich doch sehr gespannt auf die Erfahrungen die Krümelmonster machen wird.

    Zumal ihr Hund scheinbar jetzt schon übermäßig mobbt, ob das ohne Hundekontakte wohl besser wird :?

    Inwiefern sie irgendwann wieder regelmäßige Hundekontakte zulassen will kann ich aus ihren Posts natürlich nicht beurteilen. Sicher ist aber, dass es später nicht einfacher sein wird dieses "Anderer Hund = Megaspaß um jeden Preis" wieder zu löschen.
    Er kann nicht lernen sich gegenüber anderen Hunden richtig zu verhalten, wenn er nicht mit anderen Hunden konfrontiert wird.
    Mit 8 Monaten hat ein Hund gerade mal einen Bruchteil seiner sozialen Kompetenz erlangt, als "fertig sozialisiert" kann man einen solchen pubertären Halbstarken nun wirklich nicht bezeichnen. Zumal er mit 8 Monaten gerade erst in die Phase seines Erwachsenwerdens eingetreten ist.

    Terry
    Dann les doch nochmal, was Krümelmonster schrieb. Sie schrieb doch ganz klar und deutlich, dass ihr Hund nur mit Menschen spielen darf.

    Ich finde es auch immer wieder interessant, dass Hundekontakte häufig nur auf "Spielen" reduziert werden. Es gibt doch soo viel mehr noch in der Hundewelt ;)

    Auch habe ich das Gefühl du liest manche Post etwas sehr schwarz/weiß. Es gibt ja zwischen "keine Hundekontakte" und "Hundekontakte um jeden Preis" noch sehr viel grau.

    "Gute Hundekontakte" sind es, die ein Hund braucht und der Halter ist in der Pflicht ihm diese zu ermöglichen, das heißt auch, dass er sich weiterbilden muss, wenn er selbst nicht die Erfahrung hat gute und schlechte Hundekontakte zu unterscheiden.

    Ein Hund wird nicht gaga durch zu viele Hundekontakte, sondern nur durch zu viele "schlechte".
    "Schlechte Hundekontakte" bekommen Hunde häufig in Hundeschulen, häufig auch außerhalb von Hundeschulen - das gibt sich meiner Meinung nach nichts.
    Insgesamt wird die "Arbeit" mit dem Hund doch noch viel zu häufig auf Sitz, Platz und Fuß reduziert. Hundekontakte fast ausschließlich als reine Spiel- und Spaßveranstaltungen gesehen.

    Nee, tut mir leid, auch wenn das Verhalten der anderen Hundehalterin auch nicht gerade nett und rücksichtsvoll war ...

    Dein Hund ist 8 Monate alt UND ja, er ist ein HUND. Du kannst ihn doch nicht einfach von allen Artgenossen fernhalten und dann auch noch meinen, du würdest das Richtige tun!
    Meine Güte, was ist so schlimm daran, wenn ein Hund in diesem Alter noch spielverrückt ist? Das gibt sich von ganz alleine, wenn man ihn denn erwachsen werden lässt und dazu gehört unbedingt auch der Kontakt zu vielen verschiedenen anderen Hunden - jungen und alten! Von ihnen lernt er, wie man sich als Hund benimmt, wenn man erwachsen ist und zwar gerade jetzt! Diese Phase, die jetzt auf ihn zukommt, die ist so wichtig für ihn, er wird jetzt erwachsen, er sucht jetzt seinen Platz in der Welt.
    Du bist ein Mensch, er ist ein Hund! Auch wenn ich es verstehen kann, dass du einen noch wichtigeren Platz im Leben deines Hundes einnehmen willst, deswegen kannst du ihm doch nicht sein Leben und sein Hund-sein nehmen!

    Und zur Welpenspielgruppe ... es gibt gute und es gibt schlechte, ... ebenso gibt es Hundehalter, die ihren Hund ohne Hundeschule gut sozialisieren und welche die es verbocken. Mit Pauschalisierungen kommen wir hier nicht weiter. Sicher ist, ein Hund braucht gerade in der Phase seiner Entwicklung viele guten Hundekontakte, wenn er sich als erwachsener Hund sicher in seiner Welt bewegen können will. Die soziale Kompetenz eines Hundes ist NICHT angeboren.

    Naja, das mit der Empfehlung kannst du so genau nicht nehmen, weil jeder Hund halt einen anderen Bedarf hat.
    Aber gehen wir ruhig mal von einem Bedarf von 320g aus, dann kannst du gut und gerne davon 60-70g abziehen.
    Aber das musst du wissen, wenn es dir nicht behagt ihn mal 2-3 Wochen auf so reduzierte Kost zu setzen, dann würde ich dir wirklich das SpeckWeg empfehlen, da kannst du dann bei der normalen Menge bleiben, also den ca. 320g ;)

    Ansonsten kann man auch einfach regelmäßig eine Mahlzeit ausfallen lassen (etwa jede fünfte), statt das Futter pro Mahlzeit zu reduzieren - auch das hilft.

    Um wieviel hast du denn reduziert?

    Du musst auch bedenken, dass er mit der vorherigen Futtermenge ja zugenommen hat, das heißt, einmal musst du reduzieren, um seinen eigentlichen Bedarf zu ermitteln und ein weiteres mal, um unter seinem Bedarf zu bleiben, damit er stattdessen Fettreserven mobilisieren muss.

    Bis zu 20% kannst du problemlos unter Bedarf gehen. 2-3 kg ist ja nun nicht die Welt, die sollten schnell runter sein.
    Das Lupovet SpeckWeg kannst du auch füttern, musst du aber nicht, er hat ja nur geringfügiges Übergewicht.

    Edit:
    Da er sie ja nicht verwerten können muss, ist es wurscht, wie du ihm die Möhre gibst, wenn er sie frisst.

    Deevi, das war auch kein Vowurf ;) nur eine Feststellung :D

    Leider kannst du dich nicht darauf verlassen, dass der andere Hundehalter das so sieht. Deswegen musst du mit solchen Dingen auch vorsichtig sein, den Hund also nur zu dir rufen, wenn du deinen Hund dann auch schützen kannst.

    Rufen ist sowieso immer schlecht beim unterlegenen Hund. Besser ist hingehen und rausholen, den anderen Hund auf Abstand halten und dem anderen Hundebesitzer zu verstehen geben, dass dir das jetzt zu heftig ist und er seinen Hund wegnehmen soll. Punkt.
    Das ist dein gutes Recht und da lass dich auch auf keine Diskussion ein! Sind die Hunde getrennt, dann kann man gerne über die Situation reden und wie der andere Hundehalter sie gesehen hat (und manchmal auch das eigene Urteil revidieren), aber vorher nicht.