Beiträge von *Sascha*

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    Mal eine "blöde" Frage am Rande hierzu:
    Kennt denn jeder seinen Hund so genau, dass er todsicher seine Hand dafür ins Feuer legt, dass er NIE zubeißen würde??? Für den Fall dass der eigene Hund vom fremden, unangeleinten Hund plötzlich angegriffen wird?


    Natürlich nicht! Spielt aber in diesem Zusammenhang auch überhaupt keine Rolle. Gerade weil man niemals ausschließen kann, dass von einem Tier (nicht nur einem Hund) eine Gefährdung für andere ausgehen kann, hat der Gesetzgeber diese Regelung geschaffen. Er erlaubt uns allein zu unserem Vergnügen Tiere zu halten, die immer ein gewisses Gefährdungspotential mitbringen, aber zum "Ausgleich" lässt er uns zunächst einmal grundsätzlich für jeden Schaden, der aufgrund dieser Gefährdung zustande kommt, haften.
    So betrachtet lässt sich der Gedanke, der diesem Gesetz zugrunde liegt, doch nachvollziehen oder nicht?

    Anders verhält sich die Haftung nur bei Tieren, die für den Erwerb des Tierhalters dienlich sind (Nutztiere), denn hier hat die Allgemeinheit ein gesteigertes Interesse an der Haltung dieser Tiere.


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    Wenn ja, wie habt Ihr das erzieherisch hinbekommen? Bei einem Hund mit ausgeprägtem Jagdtrieb zum Beispiel.


    Du kannst niemals ausschließen, dass ein Hund beißt. Du kannst aber durch gezieltes Training der Frustrationstoleranz und eine umfassende Sozialisierung die Wahrscheinlichkeit senken.

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    Versteh nicht ganz: :???:
    Der Anspruch aus einer Gefährdungshaftung tritt lediglich dann zurück, wenn ein Mitverschulden des Geschädigten vorliegt.

    Liegt doch aber hier vor, oder?


    Könnte gut sein. ;)

    Im Falle der Verletzung des Mannes, wie ich schon sagte, mit ziemlicher Sicherheit.

    Im Falle des kleinen Hundes wird es schon etwas schwieriger. Für eine Mitschuld spricht auf jeden Fall, dass die Hundehalterin den Mann mehrfach gebeten hat, seinen Hund zurückzurufen und dass dieser frei lief, obwohl er nicht abrufbar war und schließlich auch, dass der kleine Hund durch seinen Angriff erst das Verhalten der anderen Hunde provozierte. Nur muss man das natürlich auch glaubwürdig darstellen können ...
    Andererseits könnte man auch argumentieren, dass die Hundehalterin mit drei großen Hunden sichtlich überfordert war ...

    Im Endeffekt ist sowas immer eine Einzelfallentscheidung, die entweder von den Versicherungen alleine, durch einen Vergleich im Vorwege eines Urteils oder eben durch ein Urteil dann geklärt wird.
    Im Vorwege lässt sich die Haftungsfrage meist nicht sicher bestimmen.

    Alles was ich sagen wollte ist nur, dass es grundsätzlich diese Gefährdungshaftung gibt und eben kein Verschulden der Hundehalter vorliegen muss um eine Haftung zu begründen.
    Im Gegensatz dazu muss allerdings ein Mitverschulden erstmal nachgewiesen werden.

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    Versteh ich nicht, das man noch Mitschuld haben soll.


    Wer spricht denn von Mitschuld?
    Es handelt sich um eine Gefährdungshaftung und die ist unabhängig von einem Verschulden.
    Wer einen Hund zu seinem Privatvergnügen hält, der haftet automatisch für alle Schäden, die aus dieser "erlaubten Gefahr" (Hier: Das Halten eines Hundes) resultieren.

    Der Anspruch aus einer Gefährdungshaftung tritt lediglich dann zurück, wenn ein Mitverschulden des Geschädigten vorliegt.

    Es ist doch völlig irrelevant, ob der Hundehalter der drei Hunde alles getan hat um diesen Unfall zu vermeiden. Tatsache ist, laut BGB haftet er für alle Schäden, die aus der Tiergefahr seines Hundes resultieren, unabhängig eines Verschuldens.

    Da wären wir bei Arany, beißt mein Hund, dann hat sich die Tiergefahr verwirklicht und ich hafte! Punkt.

    Aber:
    Auch von dem anderen Hund geht eine Tiergefahr aus. Die Tiergefahr, die von einem freilaufenden Hund ausgeht, ist normalerweise höher zu bewerten, als die Tiergefahr, die von einem angeleinten Hund ausgeht. Allerdings ist auch die Tiergefahr eines großen Hundes im Allgemeinen höher als die eines kleinen.

    Also:
    Die Tiergefahr gilt es abzuwägen. Daraus wird dann die prozentuale Haftung der Hundehalter ermittelt.
    Ein Verschulden spielt in diesem Fall weniger eine Rolle.

    P.S. Die Schäden am Menschen sind mit großer Wahrscheinlichkeit Eigenverschulden, da gibt es bereits einige Urteile zu: >>Wer in den Kampf zwischen Hunden eingreift ist selbst Schuld.<<

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    Was kostet eine Entwurmung? So pi x Daumen?

    5-10€ je nach Gewicht und Wirkstoff

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    Bei reinen Wohnungskatzen wie oft?

    2x im Jahr würde ich schon entwurmen.

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    Welche Impfungen sollte die Katze haben? Kosten für diese?

    Katzenschnupfen und Katzenseuche sind leicht über Kleidung etc. zu übertragen, daher auch für Wohnungskatzen sinnvoll.
    Tollwut und evtl. Leukose sind eigentlich nur bei Freigängern nötig.
    Die RCP-Impfung (Katzenschnupfen/Katzenseuche) kostet knappe 30€.

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    Wie teuer wird in etwas eine Kastration? Beide Geschlechter bitte!

    Kater: 50€, Katze: 80€

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    Was kostet ein Spot on und welches sollte da drauf?


    Auf jeden Fall ein spezielles für Katzen. Einige Wirkstoffe, die für Hunde verwendet werden sind für Katzen toxisch.
    Kosten: ca. 5€

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    Bei reinen Wohnungskatzen überhaupt nötig?


    Halte ich bei Wohnungskatzen für absolut überflüssig.

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    Sind als reine Wohnungskatzen nicht zwei besser als eine?


    Auf jeden Fall!!!

    Ich habe keine Ahnung, wann ich Sascha das letzte Mal abgeduscht habe :???:

    Shampoo hab ich jedenfalls noch nie an ihm benutzt.

    Abgeduscht wird er nur, wenn er nur noch aus nassem Matsch besteht, das passiert aber jetzt, wo er kein Junghund mehr ist eigentlich auch nie.

    Also, keine Ahnung, die letzte Dusche ist auf jeden Fall schon ziemlich lange her ...

    Caro, ich schließe mich dir vollumfänglich an.

    Ein Gedanke ist noch lange keine Meinung.

    Und genauso wie Björn liebe ich es auch unpopuläre Gedanken zur Diskussion zu bringen, manchmal auch einfach um mich selbst von diesem Gedanken "befreien" zu können oder einfach besser damit klar zu kommen.

    Das hat zumindest dann bei mir nichts damit zu tun, dass ich anderen den Finger vorhalten will, sondern dass ICH SELBST in MEINEM Handeln einen Widerspruch sehe, den ich gerne für mich klären will.

    Eine offene Diskussion, in der ich weder meine persönliche Sicht noch meine persönlichen Empfindungen darstelle, ist mir da auch tatsächlich der liebste Weg, weil es nicht darum geht mich oder andere von einer Sicht zu überzeugen, sondern darum einen Gedanken von allen Seiten zu analysieren und zu betrachten.

    Genau so oder zumindest so ähnlich habe ich auch Björns Fragestellung verstanden. Einfach ein Gedanke, den er zur Diskussion stellen möchte, ohne dass er zu diesem Gedanken bereits eine eigene abschließende Meinung gefasst hätte.
    Dass er in der Diskussion dann automatisch eher die unpopulärere Seite vertritt ist meist notwendig, da es ja nicht darum geht möglichst schnell auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, sondern darum möglichst breit über einen Gedanken zu "philosophieren".

    Ich konnte jedenfalls aus keinem einzigen von Björns Post herauslesen, dass er seine Hunde nicht lieben würde, dass er nicht im Falle des Falles alles in seiner Macht stehende für seine Hunde ermöglichen würde.
    Im Gegenteil hat er sich doch gar nicht ausgenommen, sondern sogar gesagt, dass er sich (trotz der vielleicht bestehenden moralischen Bedenken) für seine Hunde entscheiden würde.

    P.S.
    Die Aussage zum Mercedes und den 2000€ Tierarztkosten war meine eigene Kreation und ganz allgemein gemeint.
    Die Aussage: Wenn ich es mir erlaube im Wohlstand zu leben, dann hat mein Hund und jedes andere Lebewesen, das mir anvertraut und so nahe ist das gleiche Recht darauf. Ich fände es höchst unmoralisch für meinen Hund Wohlstand zu negieren und ihn mir gleichzeitig zu gestatten.

    Im ersten Schritt bleibst du direkt neben dem Hund stehen und übst ohne Ablenkung. Du pfeifst und gleich darauf bekommt dein Hund ein Superleckerlie von dir. Der Pfiff ist wird so zur Ankündigung für ein tolles Leckerlie.
    Mit der Zeit vergrößerst du dann den Abstand und steigerst die Ablenkung.

    Willst du den Pfiff als Superkommando nutzen, dann solltest du ihn auch weiterhin IMMER mit Superleckerlie belohnen und die Pfeife nur sparsam nutzen.

    Parallel solltest du auf jeden Fall an einem verlässlichen "Komm" arbeiten. Nur die Signaländerung eines Kommandos macht ein Kommando nicht verlässlicher. Wenn du mit dem Pfiff einfach nur dein altes "Komm" ersetzt, dann werden sich bald die alten Probleme auch wieder einstellen.