Puh, ich arbeite mich mal von oben nach unten durch 
muecke
Ich nehme Sascha eigentlich überall mit hin und so erleben wir ständig neue "Abenteuer" zusammen. Seinem Selbstbewusstsein hat das bestimmt gut getan ; ), ich hab auch das Gefühl, dass er sich in meiner Nähe sicher fühlt. Zu sicher wahrscheinlich. Wenn er Angst hat, dann kommt er zu mir und ich kann ihm auch seine Ängste nehmen. Ich denke, wir haben prinzipiell schon eine gute Bindung, ich glaube, er ist sich einfach zu sicher, dass ich immer für ihn da sein werde. So ähnlich drückte sich auch meine Hundetrainerin mal aus, dass er gerade, weil er sich so auf mich verlässt, so selbstständig ist.
Routine gibt es bei uns eigentlich kaum. Hier ist kein Tag wie der andere. Allerdings fällt mir auf, dass er bei Dingen, die zur Routine geworden sind, meist deutlich verlässlicher ist, aber ich denke, das macht die vermehrte Übung. Überhaupt fällt mir häufig auf, dass gerade die Dinge, die automatisch von ihm ausgeführt werden, am sichersten sitzen. Vielleicht weil er sich hier sicher ist, was ich von ihm erwarte? Je ungewohnter eine Situation desto selbstständiger und unansprechbarer wird er meist. Außer eben, er ängstigt sich, dann orientiert er sich an mir.
Ja, absolute Konsequenz ist bei ihm auch sehr wichtig, wobei ich mein Augenmerk doch mittlerweile mehr auf die Motivation lege, denn wenn er keine "Lust" hat, dann verweigert er total und wenn ich total sage, dann meine ich auch total. Er macht dann einfach gar nichts mehr. In der Hundeschule scherzen wir z.B. immer über die Frage: "Hast du heute Sascha dabei oder seinen Bruder." Denn während "Sascha" völlig desinteressiert an allen Leckerlies, Spielies oder sonstigen Motivationsversuchen ist, überschlägt sich "sein Bruder" bei dem Versuch möglichst alle Wünsche prompt zu erfüllen. :irre: Man könnte annehmen, es würde sich tatsächlich um zwei verschiedene Hunde handeln!
bungee
Ich hab Sascha von Welpe an, also mit etwas über 8 Wochen bekommen, heute ist er 2.
HSH heißt Herdenschutzhund ; ) Sascha ist aber kein HSH sondern ein Schäferhund-Labrador Mix.
Wo hast du denn herausgelesen, dass Sascha bestimmen würde, wo es langgeht? Ich bin weder jemand, der seinen Hund rund um die Uhr bespaßt, noch würde ich mir von ihm auf der Nase herumtanzen lassen
Ihm würde es sicher gefallen, wenn er tun und lassen könnte was er wollte, das darf er aber natürlich nicht. Und Regeln werden auch konsequent durchgesetzt. Wir betreiben auch keinerlei "Erziehungskittung", wenn ich ein Problem mit seinem Verhalten habe, dann wird da direkt dran gearbeitet und nicht einfach umgangen.
Das absolute Ignorieren habe ich auch schon einmal ins Auge gefasst, jedoch werde ich es hier nicht durchsetzen können, da sowohl meine Eltern, als auch meine Oma, die hier mit auf dem Hof wohnen, regelmäßig Umgang mit ihm haben und die werden das niemals tun oder durchhalten ; ) Diese Möglichkeit ist also leider keine Option.
Warum soll ich ihn von Bett oder Sofa schmeißen? Mal davon abgesehen, dass er außer dem Sofa im Flur sowieso kein Sofa/Sessel/Bett nutzt. Und wie gesagt, wenn ein Mensch sich auf "sein" Sofa setzt, dann geht er eh runter. Spielzeug hat er nur 2 Bälle und ein Baumwolltau. Die zwei Bälle liegen eigentlich nur rum und werden gar nicht benutzt. Alleine spielt er sowieso nicht wirklich, er sucht sich immer einen menschlichen Spielpartner, aber natürlich gehen wir nicht immer auf seine Spielaufforderung ein. Zumal er es meist dann versucht, wenn wir gerade anderweitig beschäftigt sind und dann gehen wir natürlich nie drauf ein. Das Baumwolltau nehmen wir für Zerrspiele und Suchspiele. Er liebt dieses Tau, kann aber auch mit diesem nur dann wirklich etwas anfangen, wenn er einen Menschen findet, der mit ihm spielt bzw. ein Mensch auf die Idee kommt mit ihm zu spielen (So rum ist es häufiger). Also, die Sachen liegen zwar in der Kiste neben seinem Korb, aber ich könnte sie auch in eine Schublade packen und es würde keinen Unterschied machen.
Mit dem Unterordnungstraining ist es, wie gesagt, so eine Sache, da er daran sehr schnell den Spaß verliert bzw. den Sinn in diesen Sachen nicht erkennt. Ich schaffe es mittlerweile an guten Tagen schon zu einigen Wiederholungen, aber grundsätzlich wird sein Gehorsam mit jeder Wiederholung schlechter und nach einiger Zeit verweigert er absolut den Gehorsam und dann geht es nur noch über Druck und Zwang, DAS kann es ja auch nicht sein und das will ich auch nicht.
Warum soll ich das Freuen ignorieren? Welchem Zweck dient das?
An der Schleppleine ist er außerorts eh, weil er ein Jagdproblem hat. Innerorts läuft er ohne Schleppe. Korrigieren lässt er sich auch ohne Leine immer, nur würde ich eben gerne an den Punkt kommen ihn nicht ständig korrigieren zu müssen. Ich würde so gerne mal dreißig Sekunden in die andere Richtung schauen können und wissen, dass mein Hund immer noch das macht, was ich von ihm erwarte.
Er schnüffelt sehr gerne und auch ganz gut, deswegen machen wir bereits sehr viele Suchspiele und auch die eine oder andere Fährte hab ich ihm schon gelegt. Allerdings habe ich schon den Eindruck, dass er eine richtige Aufgabe braucht, ich muss da auf jeden Fall noch mehr machen. Aber mein Tag dreht sich nicht 24 Stunden nur um ihn, er ist zwar meist dabei, jedoch zumeist nur der Nebendarsteller. Deswegen ist es für mich umso ärgerlicher, dass er so unzuverlässig ist, denn aus diesem Grund muss er häufig an die Leine oder kann gar nicht mit raus.
goldau
Ich nenne das Spiel immer "Häng den Hund ab"
Jupp, all diese Dinge hab ich bis zum Abwinken mit Sascha gemacht und mache ich auch heute noch. Leider kann ich es mittlerweile nicht mehr immer und überall so durchziehen, da er sowohl ein Streuner als auch ein Jäger ist.
schnullii
Jupp, häufig käme man bei Sascha wohl wirklich nur mit einem Reh weiter, wenn überhaupt. Ja, grundsätzlich würde es wohl reichen, wenn er einfach auf mich hören würde, da aber meist das eine das andere ein wenig bedingt ... Problem ist, ich kann nicht immer und überall meine Augen zu 100% beim Hund haben und deswegen hätte ich es gerne, dass er sich an mir orientiert und ich mich einfach darauf verlassen kann, dass er in der Nähe ist und bleibt.
@Zoe
Wir können ja mal für 2 Wochen die Hunde tauschen
Aber ich sag schon immer, der nächste Hund wird ein Border Collie *stöhn*