Beiträge von *Sascha*

    Ich würde ganz einfach desensibilisieren.

    Vielleicht kennst du jemanden, der noch ein paar Silvesterknaller überbehalten hat? Oder sogar einen Jäger, der dir da helfen könnte?

    Und dann beginnst du in einer Entfernung in der dein Hund zwar reagiert, aber nicht völlig panisch wird. Das heißt, du bietest deinem Hund ein Alternativprogramm -> Spaß, Spiel, Spannung (Schön auch, wenn noch andere schussfeste Hunde mit euch gemeinsam trainieren/spielen) und in sicherer Entfernung lässt dein Helfer es in Abständen knallen, aber bitte so, dass dein Hund genug Zeit hat sich wieder zu "erholen".
    Wichtig ist, dass dein Hund in keinem Fall in seinem Verhalten bestärkt wird, das heißt niemand darf auf den Knall reagieren und niemand sollte auf ihr ängstliches Verhalten eingehen, ABER alle sollten Souveränität und Sicherheit ausstrahlen und den Hund nicht bedrängen.

    Wie alt ist er denn?

    Ich würde ihn einfach immer konsequent runterholen bzw. das Aufreiten gleich bei Versuch abblocken. Das ist zwar am Anfang ziemlich nervig, lohnt sich aber ;)

    Durch das Weitergehen änderst du ja nichts am Verhalten, sondern weichst dem Problem nur aus.

    Hm,
    die wichtigsten Kommandos?

    NEIN, als Notanker bevor der Hund etwas dummes tut
    SITZ/PLATZ oder HALT, um den Hund zu jeder Zeit an einer Stelle zu fixieren. Nicht in jeder Situation ist ein Rückruf möglich!
    AUS, damit der Hund etwas aufgenommenes zeitnah wieder ausspuckt
    KOMM, damit der faule Hundehalter nicht immer den Hund holen muss ;)
    AUFLÖSEKOMMANDOS Eines für KOMM und eines für PLATZ/SITZ/HALT, damit Hundehalter sein Kommando nicht immer wiederholen muss. Der Hund tut solange das, was ich sage, bis ich etwas anderes sage! So wird aus dem KOMM ein BEI MIR und aus dem PLATZ/SITZ/HALT ein BLEIB.

    ... und, nicht wirklich ein Kommando ;) Aber jeder Hund sollte ein Wort kennen, das ihm sagt, dass etwas RICHTIG war.


    Ansonsten gibt es noch einige Kommandos, die dem Hund das Leben erleichtern und ihm verständlicher machen, was der Hundehalter von ihm will ...
    z.B.
    RUNTER
    HOPP
    RAUS
    REIN
    WEG
    LINKS
    RECHTS
    LANGSAM
    WARTE
    HINTEN
    VOR
    usw.

    Ich finde es super!

    :2thumbs: für deine Tante.

    Ich freue mich einfach für jeden Listenhund, der die Chance bekommt aus dem Tierheim heraus zu kommen.

    Gerade wenn sie sich nach einem älteren Hund umschaut (was ich ihr auch raten würde), solche engagierten Hundehalter, wie deine Großtante, die sollte man unterstützen und ihr nicht so viele WENNs und ABERs entgegenschleudern!

    sahia
    Ich BIN absoluter Gegner von Kopperoperationen, wie auch von allen mechanischen Hilfsmitteln, die das Koppen unterbinden sollen ;) Mein Pony hat und hatte immer die Möglichkeit so viel zu koppen wie er es brauchte. Ich hab nur darauf geachtet, dass ihm ein zahnschonender Aufsatz in rückenfreundlicher Höhe zur Verfügung stand ;)
    Wie gesagt, die Ursache muss gefunden und abgestellt werden!

    @Bengdi
    *gg* In der Vollblutszene ist das Phänomen recht weit verbreitet, wenn es auch meist nicht alle Nachkommen betrifft. Aber auch über Warmbluthengste hab ich es schon munkeln hören, aber da halte ich mich lieber zurück ...
    Generell ist die "Gefahr" bei sensiblen und blütigen Pferden wohl höher.

    lupinchen
    Ja, Koppen war einmal ein Gewährsmangel (seit dem neuen Verkaufsrecht gibt es keine Gewährsmängel mehr). Aber wen interessiert es, ob das Pferd koppt, wenn die Leistung stimmt? Gerade Kopper sind meist hochintelligente Pferde mit sehr hohem Leistungsvermögen.

    lupinchen
    Wie gesagt, es gibt eine genetische Disposition. Von einigen Hengsten ist es bekannt, dass die Nachkommen (fast) alle koppen.

    Es müssen nicht immer Fehler in der Haltung der Auslöser sein, manche Pferde haben nur eine sehr geringe Stresstoleranz und eben diese genetische Disposition, diese Pferde fangen meist sehr früh (schon auf der Fohlenweide) an zu koppen.

    Wie gesagt, Koppen hat häufig auch gesundheitliche Hintergründe. Die sollten auf jeden Fall abgeklärt werden!

    Ansonsten lässt sich das Koppen mit einer Haltungs- und Fütterungsumstellung meist gut in den Griff bekommen und deutlich reduzieren, in seltenen Fällen hören die Pferde sogar tatsächlich ganz auf zu koppen.

    Bei meinem Pony tritt das Koppen mittlerweile fast gar nicht mehr auf. Manchmal Monate lang überhaupt nicht, in seltenen Stressphasen koppt er halt noch vereinzelt.

    Früher hat er mehrmals täglich bis zu 15 Minuten (oder sogar mehr?) am Stück gekoppt.

    Ist wohl noch gängige Praxis, aber meiner Meinung nach total überholt.

    Koppen führt keinesfalls immer zu übermäßigen Koliken (hab selbst seit 20 Jahren einen Kopper ;) ).

    Haltungsänderung ist bei Koppern grundsätzlich erstmal meistens richtig.
    Wichtig ist aber vorallem auch die Reduzierung des Stress, dem das Pferd in der Haltung im Umgang ausgesetzt ist.

    Eine genetische Disposition ist mittlerweile wohl bewiesen, aber als akuter Auslöser kommen häufig Magengeschwüre in Betracht, die dann auch wieder Koliken auslösen können.

    Wichtig ist daher auch die Fütterung anzupassen und die Fresspausen zu reduzieren, viele Pferde koppen vermehrt nach Kraftfutteraufnahme und auch z.B. Äpfel können vermehrtes Koppen auslösen.
    Bei jedem Kopper sollte einmal der Magen gecheckt werden! Bzw. profilaktisch über einen Zeitraum "Magenschutz" gegeben werden, denn sehr häufig ist das Resultat dieses Versuchs äußerst beeindruckend.