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Es ist schlichtweg so, dass der Proteingehalt im TroFu für einen normal beanspruchten Hund nicht mehr als ca. 25% betragen sollte.
Pauschal einen obere Grenze zu nennen ist absoluter Quatsch,
da erstens der mindestens benötigte Proteingehalt immer in Abhängigkeit zur enthaltenen Energie steht:
Je höher der Fettgehalt, desto höher muss auch der Proteingehalt sein.
und zweitens fasst der Rohproteinbegriff die Gesamtmenge aller im Futter enthaltener Stickstoffe. Entscheident für die Proteinzumessung ist aber der Anteil an verdaulichem Rohprotein, welches so nicht auf der Verpackung angegeben wird und je nach Zusammensetzung deutlich schwanken kann.
Und damit kommen wir hierzu:
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Ob der Proteingehalt aus Fleisch oder anderen Lebensmitteln gedeckt wird, spielt da keine Rolle.
Natürlich spielt das eine Rolle, denn tierisches Protein ist im Schnitt von höherer biologischer Wertigkeit als pflanzliches Protein, es hat eine höhere Verdaulichkeit und wird zum größten Teil bereits im Dünndarm verdaut. (Natürlich gibt es aber auch pflanzliche Proteine, die eine ähnlich hohe Verdaulichkeit aufweisen, Soja und Weizenkleber z.B., wenn man das seinem Hund füttern will ...)
Und um nochmal auf die Proteinmenge zurückzukommen, es ist bisher nicht bekannt, ob eine langfristige Proteinüberversorgung zu Schäden (Niere, Leber) führt. Sicher ist nur, dass die erhöhte Aufnahme qualitativ minderwertiger Proteine zu Gesundheitsstörungen führen kann.
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Gleichzeitig ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis wichtig. Sollte immer im Maßstab 1,2:1 sein und auch nicht höher als dieses Verhältnis.
Das ideale Calcium/Phosphor-Verhältnis liegt zwischen 1,3:1 und 2:1, es sollte nie unter 1:1 liegen.
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Oh je, wie erkläre ich das? Nun, bei einem jungen Hund bzw. Welpen führt das zu hohe Verhältnis dazu, dass ein Hund zu schnell wächst. Ist richtig schlecht für die Knochen. Meinem Hund ist das passiert. Ist wirklich nicht der Hit. Und ein erwachsener Hund braucht nicht mehr soviel Calcium. Ist der Calciumanteilig niedriger als das Phosphor, dann ist das nicht gut für den Hund. Und zuviel ist auch nichts.
Die Aufnahme von (absolut) zu viel Calcium führt dazu, dass die Schilddrüse vermehrt Calcitonin ausschüttet, das wiederum die Knorpelzellen negativ beeinflusst und den Ab- und Umbau der Knochensubstanz verhindert. Dies kann dazu führen, dass gerade bei großwerdenden Rassen Skelettschäden eintreten.
Der Hund wächst jedoch keinesfalls schneller, wenn er nur zu viel Calcium bekommt oder das Ca/P-Verhältnis nicht stimmt. Ein zu schnelles Wachstum kann dann zustande kommen, wenn dem Hund zu viel Energie zugefügt wird. Zu viel Energie wird beim Junghund meist nicht in Fett sondern in Wachstum umgesetzt. Auch dies ist schädlich für die Skelettentwicklung.
Was nun das Ca/P-Verhältnis allgemein betrifft, so sollte dies nie unter 1:1 liegen, da sich die Elemente gegenseitig beeinflussen.
Ein Überschuss an Phosphor wird nicht sehr gut toleriert, beeinträchtigt z.B. die Absorption von Calcium und wird über die Niere eliminiert (-> Nierenschäden).