Beiträge von *Sascha*

    Steh = anhalten?
    oder
    Steh = aufstehen?

    Ah okay, jetzt hab ich verstanden, also aufstehen!

    Ich würde sie auch nach vorne "ziehen", das hab ich bei Sascha auch so gemacht, finde ich deutlich netter als den Hund körperlich zu bedrängen und im Sitz aus dem Gleichgewicht zu bringen. Allerdings hab ich keine Ahnung, ob das u.U. zu einer weniger korrekten Ausführung führen kann, weil wir das Kommando nur für uns geübt haben.

    Dass sie sich nach dem Click setzt ist doch egal! Der Click beendet die Übung und der Hund kann wieder machen, was er will! Sobald dein Hund sicher aufsteht verlängerst du einfach die Zeit bis zum Click, das ist alles.

    zum Dackel:

    Der Hund hatte über Jahre Zeit sein Verhalten so zu formen und zu festigen, wie es dann gezeigt wurde.
    Ich hab kein Problem damit einem Hund dann einfach mal NEIN zu sagen. Dass der Dackel kein "alternatives Verhalten" kannte, hat man an seiner Reaktion dann gesehen.

    Ich fand es okay, ein Cut (so nicht!) und dann der Aufbau eines neuen alternativen Verhaltens. Dieser Teil kam leider in der Sendung zu kurz.

    Rütter hat auch ganz klar gesagt, dass der Schreck (Wasserpistole) das Ziel hatte den Hund in seinem Verhalten zu hemmen, damit man mit ihm arbeiten kann, was einfach bei dem Stresspegel, unter dem der Hund stand, definitiv nicht möglich war.

    Das Problem an der Methode waren in erster Linie die Besitzer, die einfach nicht das richtige Timing drauf hatten und das ist gerade bei Strafen fatal! Deswegen war der Hund mMn auch so unsicher am Ende, nicht, weil er gestraft wurde, sondern weil er häufig völlig unkoordiniert und im falschen Moment gestraft wurde und weil ihm keine Verhaltensalternative gezeigt wurde. Daran hat Rütter beim letzten Termin noch gearbeitet, aber befriedigend fand ich das Ergebnis nach dem letzten Besuch absolut nicht und ich bezweifle stark, dass sich die Beziehung zwischen Haltern und Hund ohne weitere Hilfe stabilisieren und normalisieren wird!
    Das liegt mMn aber weder am Hund, noch an der Methode, sondern einfach daran, dass den Haltern das notwendige Handwerkszeug noch fehlt.

    Auf jeden Fall können nach dieser Sendung alle, die letzte Woche einen Termin für die Kastration ihres aggressiven Rüden gemacht haben, diesen wieder absagen :D Es war eindeutig zu sehen, dass die Kastration in diesem Fall am Verhalten nichts, absolut nichts geändert hat!

    Na klar ist das Stachelhalsband abgekommen, ich glaube sogar Rütter war kurz davor es gleich wegzunehmen, aber das wäre eben auch gegen seinen Trainingsaufbai gewesen sich zunächst ein Bild von der Situation zu machen und dafür muss er eben auch sehen, wie die Besitzer momentan mit dem Hund arbeiten.

    Hätte Teddy das Stachelhalsband beim ersten Spaziergang nicht umgehabt, dann hätte Rütter z.B. auch das starke Meideverhalten nicht sehen können und hätte den Besitzern dieses nicht erklären und zeigen können.

    Ich denke nicht, dass Teddy einen Schaden davongetragen hat, weil er das Stachelhalsband noch einmal tragen musste. Wichtiger war in diesem Moment den Besitzern direkt zu zeigen, was das Halsband bei ihrem Hund bewirkt, damit sie von nun an aus Überzeugung darauf verzichten und nicht, "weil Rütter es verboten hat".

    Ansonsten habe ich mir bei Teddy am Ende auch die Frage gestellt, wie lange die Besitzerin den Hund noch so extrem bespaßen muss damit er aufmerksam bleibt. Ich glaube nicht, dass der Hund schon am Kinderwagen geführt werden könnte, denn das würde ihn wohl noch überfordern. Noch ist die Aufmerksamkeit nur so lange da, wie der Hund zeitnah mit einer Bespaßung rechnen kann. Diese Intervalle gilt es mittelfristig zu verlängern, wobei die Auslastung natürlich weiterhin gegeben sein muss, nur eben nicht mehr ständig :D

    Ich bin durch Teddy auch ein wenig ins grübeln gekommen, da auch bei Sascha einige meiner Probleme mMn aus Langeweile resultieren, allerdings lässt sich Sascha nicht so gut ablenken und motivieren :D Aber mal schauen ...
    Mein Problem ist ein wenig, dass ich mich leider nicht immer draußen zu 100% auf meinen Hund konzentrieren kann und er häufig einfach mitlaufen muss und da wird ihm recht schnell langweilig. Da habe ich auf jeden Fall schon im ersten Jahr entscheidene Fehler gemacht! Auch ruhiges, problemloses Verhalten bei Langeweile muss langsam aufgebaut werden ... ;)
    Wir werden sehen, mir hat Rütters Problemhilfe bei Teddy jedenfalls mal wieder ein wenig die Augen geöffnet, worauf ich in Zukunft noch mehr Wert legen muss.

    P.S. Nein, Sascha läuft nicht völlig unkontrolliert durch die Gegend und wird am Stachelhalsband geführt ... aber Aussetzer im Freilauf, die gibt es bei ihm und die führe ich zumindest teilweise schon auf Langeweile und ungenügende Auslastung zurück.

    Klar können private Treffen ein Ersatz sein ...

    ABER bei einem Hundeanfänger liegt der Schwerpunkt ganz klar auf dem "GELEITET".

    Komischerweise liest man ja für alles eine Gebrauchsanweisung oder lässt sich von anderen erklären, nur der Hund, der muss so funktionieren, dabei ist der viel komplexer als die meisten Dinge.

    Gerade gestern haben wir mal wieder so einen Hund in die Hundeschulgruppe bekommen, der auch nur gelernt hat auf fremde Hunde draufzugehen. Aber der ist zum Glück erst 8 Monate, das wird sich schnell geben, wenn der Besitzer jetzt dran bleibt.

    Ja keine Ahnung, warum euer Hundetrainer das tut.

    Meine Vermutung ist ja, dass er auf einen Effekt Ziehen=Würgen=Schmerzen=>Nicht Ziehen
    hinauswill.
    Das wird so aber nicht funktionieren, da der Hund gar nicht weiß, dass die Schmerzen vom Ziehen kommen und er auch gar nicht weiß, wie er dem Schmerz ein Ende bereiten kann. Er hat ja nie gelernt mit dem Ziehen aufzuhören! Folge ist, der Hund versucht dem Schmerz zu entkommen, indem er flieht, d.h. er zieht schließlich noch stärker.

    Aber was dein Trainer genau bezweckt, das kann ich natürlich nicht wissen, das müsstest du ihn fragen.

    Mein Rat an dich ist nur, lege die Retrieverleine solange beiseite bis dein Hund leinenführig ist und trainiere lieber auf eine hundgerechte Weise.

    Hier ist es beschrieben:
    Leinenführigkeit

    Und wozu braucht ihr die Leine, bei dieser Übung? Die sollte ja eigentlich durchhängen.

    Ich bin absolut niemand, der sich an der Art der Halsung oder an der verwendeten Leine "hochzieht", solange vernünftig trainiert wird, aber - korrigiere mich - nach deiner Schilderung hört es sich für mich so an, als ob die Hunde durch "Würgen" lernen sollen nicht zu ziehen und das ist absoluter Müll und wird auch nicht funktionieren!

    Meiner Meinung nach gibt es absolut keinen vernünftigen Grund, einem Hundehalter eine Retrieverleine und dann auch noch ohne Zugstopp zum Üben der Leinenführigkeit oder auch Fuß zu empfehlen.