Beiträge von *Sascha*

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    Kann man eigentlich davon ausgehen, dass man merkt, wenn der Hund Würmer hat (also Durchfall usw.)? Wahrscheinlich nicht, oder? :???:


    Nein, man merkt es in der Regel nicht.

    Jau, Sascha klaut auch, der ist ja nicht blöd und weiß ganz genau, wann ich Zugriff auf ihn habe und wann nicht. :D

    Die eine Möglichkeit, die ich sehe, ist es den Hund in dem Glauben zu lassen, dass du ihn immer siehst und korrigieren kannst. Das heißt langsamer Aufbau und Steigerung der Abwesenheit/Nicht-Kontrolle. Allerdings glaube ich nicht, dass es bei jedem Hund dauerhaft funktioniert. Es gibt eben Hunde, die stellen die Regeln häufiger und konsequenter in Frage als andere.

    Die andere Möglichkeit ist die der anonymen Strafe. Aber die wird auch nur in dem Maße erfolgreich sein wie es auch die erste Möglichkeit nur ist. Denn beide Möglichkeiten bauen darauf, den Hund mittelfristig von jedem Versuch abzuhalten und da bin ich der Meinung, sind eben manche Hunde einfach hartneckiger als andere.

    Ich würde also dazu tendieren, einfach alles ordentlich wegzuräumen, bzw. den Hund aus dem Zimmer zu schicken, wenn du den Raum verlässt. Sind es bestimmte Plätze, dann kannst du versuchen sie dem Hund dauerhaft zu verleiden, aber, je länger und intensiver ein Verhalten schon gezeigt wird, desto schwieriger wird es es tatsächlich ganz wieder "abzustellen".

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    Hallo,

    bekommt man die Wurmkur bei der Apotheke wirklich nur auf Rezept?


    Das kommt auf den Wirkstoff an und wie ernst die Apotheke es mit den Bestimmungen nimmt.
    Aber warum in der Apotheke kaufen? Meist sind die Wurmkuren beim Tierarzt günstiger, weil der gleich größere Mengen bestellt.

    Sascha wird 4x im Jahr entwurmt.

    Du fütterst ja auch nicht falsch, wenn du dich an die Normwerte hältst und Mey/Zen geben dir da absolut recht, sie sagen deutlich, dass eine erhöhte Proteinzufuhr keine Vorteile unter Umständen aber Nachteile haben kann. (Und gerade bei einem nierenkranken Hund musst du auf moderate Proteinwerte achten!)

    Ich würde es halt pauschal nicht verteufeln etwas oberhalb der Normwerte zu bleiben und genau das tut Mey/Zen eben auch nicht.

    Ansonsten sind wir ziemlich vom Ausgangspunkt unserer Diskussion abgekommen, denn es ging ja zunächst um das "Problem" erhöhter Proteinmengen bei erhöhter Futtermenge und hier würde ich klar unterscheiden, ob eine generell ausgewogene Futterzusammensetzung in der Menge erhöht wird, weil der Hund einen erhöhten Energiebedarf hat (und damit eben auch einen erhöhten Proteinbedarf) oder ob die Futtermenge erhöht wird, weil das Futter nicht ausgewogen ist - zu wenig Energie (Fett/Kohlenhydrate) beinhaltet.

    Wie ich einer Hundeernährung gegenüberstehe, die auf stark überhöhten Proteinwerten aufbaut, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich hab mich nicht ohne Grund dafür entschieden das Futter meines Hundes mit Kohlenhydraten zu ergänzen ;)

    naijra
    Nein, ich habe keine Ahnung. Das stört mich an diesen biologischen/naturwissenschaftlichen Büchern sowieso generell, dass man in diesen Wissenschaften scheinbar keine vernünftigen Fußnoten setzen kann :motz:

    bernertante
    Ja, das stimmt, es wird bei den Höchstmengenangaben nur von Rohprotein gesprochen. Ich bin mir nicht sicher ob Mey/Zen tatsächlich auch nur Rp meinen, aber es würde schon Sinn machen, da die Belastung der Organe ja nicht nur vom verd. Rp ausgeht, sondern eben das Gegenteil der Fall ist - minderwertiges Protein die Organe noch stärker belastet.

    Trotzdem bleibt ein größerer Spielraum zwischen den Normwerten und den Höchstwerten.
    Normwert für den 40kg Hund wären ca. 80g v. Rp
    Höchstwert 4 x 40, also 160g Rp
    Bei einer durchschnittlich angenommenen Verdaulichkeit des Proteins von 85% wären das immer noch 136g v. Rp.

    Hm, Einschränkungen.

    Als unser Wuschel (Flat-Münsterländer-Mix) älter wurde, da konnte er irgendwann am Fahrrad nicht mehr mithalten, später auch nicht mehr am Pferd. Lange gemütliche Spaziergänge ging er bis zuletzt, er ist 16 Jahre alt geworden.

    Weiter war er im Alter nicht mehr so unempfindlich gegen Nässe und Kälte. Er fing deutlich schneller an zu frieren, weswegen ich ihn im Winter nicht mit zum Pferd nehmen konnte und auch ein Warten im Auto (kurz einkaufen etc.) nicht mehr möglich war.

    Mit dem Alleinebleiben hatte er bis zuletzt keine Probleme, solange er nur zu Hause oder im Auto bleiben durfte. Bei anderen Menschen wollte er nicht mehr Alleinebleiben und wenn ich irgendwo zu Besuch war, dann zeigte er spätestens um 9 Uhr an, dass es nun allerhöchste Zeit wäre nach Hause ins Bett zu gehen.

    Überhaupt ging er im Alter immer als erster "ins Bett" und stand auch als letzter auf.

    Probleme mit dem Einhalten hatte er auch im Alter überhaupt nicht.

    Ich denke, dass es teilweise schwer sein müsste die unterschiedlichen Bedürfnisse eines jungen und eines alten Hundes unter einen Hut zu bekommen. Ältere Hunde (und hier meine ich Hunde ab 10 eher älter ;)) wollen einfach nicht mehr so viel Action. Unserem Wuschel war es der liebste Zeitvertreib einfach im Kreise seiner Familie zu Hause auf dem Sofa zu liegen. Sascha (2,5 Jahre, Schäferhundmix) wäre bei einem solchen Leben, welches Wuschel die letzten 3-6 Jahre geführt hat, hoffnungslos unterfordert.

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    Nun muß ich hier mal eine dumme Frage los lassen.
    Wenn der Hund seinen Trieb entdeckt und deshalb meint abhauen zu müssen und auf seinen " Chef" nicht mehr zu hören, dann meint ihr also das die Schleppleine eine gute Alternative ist?


    Japp

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    Im Klartext würde das ja bedeuten, dem Hund über einen sehr langen Zeitraum den Kontakt zu seinen Artgenossen zu verweigern, denn bekanntlich läßt man ja einen Hund nicht an der Schleppe spielen.


    Wieso? Wenn du einen anderen Hund triffst kannst du ihn ja in sicheren Gebieten für diese Zeit von der Schleppe machen.

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    Die Konsequenz daraus wäre also langweilige Spaziergänge mit Gehorsamsübungen? Hier stellt sich die Frage, inwiefern der Hund unter dieser Situation leidet.


    Ob es für den Hund langweilig ist, liegt ja an dir. Fällt dir nichts anderes zur Auslastung ein wie Gehorsamsübungen?
    Was wäre denn die Alternative, dass der Hund sich allein seinen Spaß sucht? ... und dann wunderst du dich noch, dass er wegläuft? :?

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    Wie soll das denn in der HS funktionieren? Wenn er auch dort seinen Trieb entdeckt und meint alles zu bespringen was sich bewegt?


    Naja, wozu hat dein Hund ein Frauchen? Natürlich bist dann du diejenige, die ihm seine Grenzen zeigen muss, d.h. immer wieder abblocken, abrufen etc. Das ist eine ganz normale Phase, die eigentlich jeder Rüde irgendwann mal hat. Ist aber alles in den Griff zu bekommen. Auch ein HUnd muss sich erstmal sexuell orientieren :D Oder nicht?

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    Mittlerweile habe ich hier mitbekommen, dass eine Kastration für die meisten hier keine Alternative ist, sondern immer auf Erziehungsfehler hingewiesen wird. Vielleicht sollte man auch mal in Betracht ziehen, dass es Hunde gibt, welche einfach einen sehr starken Trieb haben, der nicht mehr zu kontrollieren ist.


    Natürlich gibt es solche Hunde. Aber sei dir sicher, wenn du einen solchen Hund hättest, dann würdest du es merken.
    Und ja, für hypersexuelle Hunde ist eine Kastration eine Alternative.

    Bei ganz normalen pubertierenden Junghunden (und nach der Beschreibung des TS tut ihr Hund das noch nicht mal besonders intensiv) entspringt die Überlegung zu einer Kastration allein der Bequemlichkeit des Besitzers und dem Wunsch nach einer Problemlösung, die es so in der Hundeerziehung (leider) nicht gibt.

    Der größte Streuner bei uns im Dorf ist ein kastrierter Rüde!

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    Meyer Zentek ist Mathematik und diese Formeln zu lesen ist nicht ganz einfach. ;)


    Ach nee, zufällig studiere ich Mathematik ;)
    AuraI Ich darf also so fanatisch sein :D

    Mey/Zen gibt hier zwei unterschiedliche Berechnungen für verschiedene Werte an.
    Einmal diese Formeln:
    5g v.Rp/kg (KM hoch 0,75)
    bzw. rd.10g v.Rp/1Mj uE

    zur Berechnung des Proteinbedarfs (Mindestbedarf + Sicherheitszuschlag)
    Wobei ich generell immer zur zweiten tendieren würde, da sie den unterschiedlichen Energieumsatz verschiedener Hunde schon berücksichtigt.

    und dann macht er noch diese Angaben:
    Rohprotein/kg KM/Tag
    kleine Hunde nicht > 6g
    mittelgroße Hunde nicht > 5g
    große Hunde nicht > 4g

    zur Berechnung der höchstens zuführbaren Proteinmenge.

    Der eine Teil hat mit dem anderen nichts zu tun. ;)