Beiträge von *Sascha*

    XXtra
    Wenn man PiL impft (Infektionsdruck), dann macht nur eine jährliche Impfung Sinn.

    SHP-T soll - laut der meisten Hersteller und der Empfehlung des BpT (Bundesverband praktischer Tierärzte - alle 3 Jahre nachgeimpft werden.

    Die "dreifache Grundimmunisierung" + die Impfung nach einem Jahr sind eine Empfehlung des BpT um eine bessere und sicherere Immunantwort zu erreichen.

    Bei hohem Infektionsdruck werden Würfe bereits mit 6 Wochen gegen Parvo geimpft.

    Dein Hund ist nach dem derzeitigen Stand "offizieller Impfempfehlungen" optimalst geimpft.

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    Bei den meisten Hunden habe ich tatsächlich das Gefühl er verhält sich so aus einer Unsicherheit heraus.


    Ja, er ist unsicher.

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    Es ist gut möglich, dass Mimo das Verhalten entwickelt hat nachdem er dieses Erlebnis hatte als ein Rüde ohne Vorwarnung angeleint auf ihn draufgestürzt ist und ihm in die Kehle biss. denn danach ging das ganze langsam erst los...vorher war er eher zurückhaltend...nur kurz schnüffeln und je nach Sympathie spielen oder weiter.


    Da wirst du wahrscheinlich nicht unrecht haben, denn gerade in dieser Situation hat er gelernt, dass er allein zurechtkommen muss und auf dich *sorry, das ist nicht bös gemeint* kein Verlass ist. Aber dadurch wird klar, warum er nun bei Hundebegegnungen so unsicher ist, oder?
    Und seitdem gab es sicherlich noch die ein oder andere Situation, die seine Meinung bestätigte, dass er auf sich allein gestellt ist.
    Wunder darfst du nicht erwarten, es wird eine Zeit dauern, bis er sich deiner Führung wieder sicher ist.

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    Gezielter Kontakt hört sich gut an...aber das hieße dann für mich garkein Kontakt mit anderen Rüden.


    Jein. Tatsächlich solltest du den Kontakt zu ebenfalls pubertierenden Möchtegerns meiden und auch der Kontakt zu älteren unsicheren, ängstlichen Rüden ist in eurer Situation noch nicht förderlich. Aber den Kontakt zu sozial sicheren und souveränen Rüden, die sich nicht auf eine Rauferei einlassen (ganz wichtig!), den solltest du unbedingt suchen. Aber, nicht der Rüde soll sein Prollverhalten beantworten, sondern du. Du stellst ab sofort die Regeln auf, wenn es um Hundebegegnungen gehst. Du duldest kein Prollen und Drohen mehr, jegliches Aggressionsverhalten wird von dir im Ansatz abgeblockt und verhindert (keine Angst, das darf er später teilweise wieder, wenn er damit umgehen kann ;) ). Du regelst, nicht er.
    Klappt das bei den souveränen Althünden, dann kannst du mit den unsicheren Hunden weiterarbeiten. Auch hier, er hat keinen anderen Hund zu dominieren oder ihm zu drohen. Du musst aus deiner passiven Rolle raus und aktiv in die Begegnung eingreifen, erst wenn dein Hund dich wieder als eine Instanz sieht, an der er sich zu orientieren hat, dann darfst du dich langsam wieder zurückziehen, aber immer bereit einzugreifen. Je bereiter du dafür bist, desto seltener wirst du tatsächlich eingreifen müssen.
    Und ganz wichtig! Keine Raufereien mehr und auch keine übertriebene Zurechtweisung durch einen anderen Hund. Wenn er raufen muss, dann hast du versagt und genau das schlägt sich dann in eurer Beziehung nieder.

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    Ich möchte natürlich nicht, dass mein Hund mich als Ressource verteidigt und ich möchte auch nicht, dass er sich verantwortlich fühlen muss alles um uns herum zu regeln, wenn es denn wirklich so zu interpretieren ist.
    Nur leider kann ich meinem Hund nicht von einem Tag auf den anderen beibringen: "Hey ich bin hier der Chef...dich geht das alles nen Scheiss an." Ich hab eigentlich immer versucht einen auf el Chefe zu machen...aber offenbar hat da was nich funktioniert, bzw. irgendwas hab ich falsch gemacht.


    Ja, es dauert, aber es ist nicht unmöglich. Dein Hund ist noch soo jung, da ist jetzt noch soo viel zu machen und es lohnt sich ;) Nichts ist schöner als ein Hund auf den du dich verlassen kannst. Aber dafür musst du jetzt erst einmal das Ruder in die Hand nehmen.
    Ein guter Chef zeichnet sich dadurch aus, dass er für seine "Untergebenen" da ist, wenn sie ihn brauchen. Und dein Hund braucht dich, deine Entscheidungen, deine Weitsicht, gerade dann wenn er unsicher ist.

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    Außerdem möchte ich noch los werden, dass ich natürlich Tipps hören möchte, das wollte ich mit meinem letzten Post eigentlich auch verdeutlichen.


    Das freut mich ehrlich. Ich wollte dich nie angreifen (aber aufwecken) und keines meiner Worte war böse gemeint. Trotzdem bin ich manchmal der Meinung ein paar klare direkte Worte sind nötig und ich bin mir bewusst, dass die meistens weh tun. Es tut mir jedesmal leid, auch wenn ich es immer wieder so schreiben werde.


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    P.S.

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    Zum Thema: Können Hunde neidisch sein?
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n…,595154,00.html
    Goldig der Versuch, oder?!


    :lachtot: :???: :lachtot:
    Ich hoffe, die haben dafür keine Forschungsgelder verschwendet. Ich denke, es ist absolut normal, wenn ein Hund ein Verhalten einstellt bzw, zögerlicher zeigt, wenn er mit seinem Verhalten keinen Erfolg hat. Wo hier der Beweis für Neid liegen soll ist mir ein Rätsel.

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    Bis jetzt noch nicht, aber lt. Polizei liegt kein Vorsatz vor und deshalb wird nicht ermittelt. Ich kenne mich da leider nicht aus.

    LG Birgitt


    Auch die fährlässige Tötung eines Wirbeltieres ist strafbar, wenn kein vernünftiger Grund vorlag.

    Allerdings kann, wie gesagt, die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen, z.B. wenn die Schuld des Täters nur geringfügig war und nicht davon auszugehen ist, dass sich dieser Vorfall wiederholt.

    Eine Ermittlung muss in Folge einer Strafanzeige immer stattfinden, dazu sind Polizei und Staatsanwalt gesetzlich verpflichtet.

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    Ich weiß nicht-werden da keine Unterschiede gemacht? Ist es dann auch Tierquälerei wenn mein Hund zB bei einem (selbstverschuldeten) Autounfall ums Leben kommt? :???: Du kannst ja mal bei Tierschutz nachfragen, gebe zu, da kenne ich mich nicht aus.


    Doch natürlich wird da in der Urteilsfindung ein Unterschied gemacht, ob du vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt hast.
    Soweit ich mich erinnere ist jedoch auch die fahrlässige Tötung eines Tieres nach deutschem TschG ein Straftatbestand.

    Eine wirklich schreckliche Geschichte :( , aber ich mag da auch nicht so recht an einen Vorsatz glauben. :/

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    Wenn er sich aber aufgrund seiner Hündin gegenüber Rüden verändern würde, hiese das, eine absolute Umstellung im Alltag.


    Ich denke, dass auch vieles einfach davon abhängt wie der jeweilige Hundehalter mit seinen Hunden umgeht und wie er bestimmte Situationen händelt. Wenn ich das richtig sehe, dann hast du deinen Rüden doch gut im Griff, ich würde also eher nicht davon ausgehen, dass du Probleme bekommen wirst.

    Eine Trainerin in unserer Hundeschule züchtet Altdeutsche Schäferhunde. Sie hat drei intakte Hündinnen und einen intakten Rüden, den sie als Deckrüden einsetzt. Bisher habe ich noch nicht mitbekommen, dass sie in irgendeiner Art und Weise Probleme mit ihrem Rüden hätte, im Gegenteil schwärmt sie von seiner Ruhe, Souveränität und Ausgeglichenheit und genau so habe ich ihn auch in unserer sonntäglichen Spielstunde kennengelernt. Ein absolut selbstbewusster und cooler Rüde, der genau so auch mit den anderen Hunden umgeht, auch wenn "seine" drei Mädels sich gerade anderweitig amüsieren. Er weiß wo er steht, er weiß, wo sein Platz ist.


    Alina
    Ja, es mag medizinisch der kleinere Eingriff sein, es ist aber mMn der größere in die Psyche. Ich würde gerade einen Rüden nur dann kastrieren lassen, wenn es wirklich unumgänglich und notwendig ist.

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    Und was machst du mit den aufdringlichen Hunden, die auf mich zu schießen und um meine Aufmerksamkeit und Leckerchen betteln? Die darf und hat mein Hund zu maßregeln, weil dies ist schlichtweg unhöflich.


    Das geht schlichtweg meinen Hund überhaupt nichts an. Ich bin sehr wohl dazu in der Lage selbst auf mich aufzupassen, dazu brauche ich keinen Hund, der das für mich erledigt ;)
    Und wer an meinen Taschen etwas zu suchen hat, das entscheide immer noch ich allein. Bin doch ein mündiger Mensch und brauche keinen Hund als Aufpasser :roll:

    Laut meiner Hundetrainerin regelt Sascha bei Hundebegegnungen sehr viel, ich scheine es ihm also nicht aberzogen zu haben :P
    Auch pubertiert hat Sascha, aber eben immer innerhalb der von mir abgesteckten Grenzen.