Beiträge von *Sascha*

    Ich denke, gerade bei Listenhunden ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht passt und klappt geringer als bei anderen Tierheimhunden, denn

    1. Werden diese Hunde normalerweise vor der Vermittlung auf Herz und Nieren geprüft. Auch wenn wir teilweise unsere Probleme mit diesen Wesenstests haben, das Aggressions- und Verhaltensrepertoire eines Hundes kann man danach relativ gut einschätzen.

    2. Müssen diese Hunde meist eine sehr lange Zeit im Tierheim verbringen und durch den häufig jahrelangen Kontakt zum Tierheimpersonal sind die Eigenheiten und Charaktereigenschaften dieser Hunde meist viel bekannter als die ihrer Kollegen unproblematischer Rassen.

    3. Werden alle Interessenten, gerade im Hinblick auf das Thema Listenhund, nochmal verstärkt durch das Tierheim auf ihre Eignung überprüft. Kein Tierheim kann es sich leisten, dass ein Listenhund aus ihrem Tierheim ...

    4. Darf man in fast allen Bundesländern diese Hunde nur mit einer Haltergenehmigung überhaupt halten und daran anhängig sind Sachkundenachweis und andere Auflagen, die es einem völlig unwissenden Neuhundehalter schwer machen sollten legal einen Listenhund zu halten.

    5. Geht von den Interessenten selbst wohl schon eine verstärkte Bereitschaft aus, sich mit Problemen auseinanderzusetzen und für ihren Hund zu kämpfen. Schließlich haben sie sich bewusst für einen Listenhund entschieden und damit für alle Schwierigkeiten, die sie damit haben werden.


    Zusatz:
    Ich gehe gerne die Gefahr ein, dass ein Staff zurück kommt, wenn ich dafür 9 von ihnen erfolgreich vermitteln konnte. Was diese Hunde in erster Linie brauchen, ist eine Chance!

    Ich bin jetzt doch etwas erstaunt ...

    Wozu geht ihr eigentlich in die Hundeschule? :?
    Nur um vorzuführen wie toll eure Hunde schön hören und wie super eure "Bindung" ist?

    Ich zumindest gehe dahin um Tipps, Anleitung und Hilfe zu bekommen. Der Hund ist 5 Monate alt!
    Nicht jeder Hund klebt an seinem Hundehalter, ob das mit mangelnder Bindung zu tun hat? Keine Ahnung, ich weiß nicht, was Bindung ist.
    Ist Bindung Vertrauen oder Abhängigkeit?
    Ist es zweites, dann hat mein Hund auch kaum eine Bindung zu mir.
    Ist es erstes, dann ist unsere Bindung sehr gut.

    Was ich von einer Hundeschule erwarte ist, dass sie ihre Schüler nicht in Situationen bringt, die Hund und Halter noch überfordern. Misserfolg schadet sowohl dem Lernerfolg des Hundes sowie auch dem des Menschen. Jeder erfolglose Ruf ist bereits ein Ruf zu viel.

    Von der Hundetrainerin sollte man erwarten können, dass sie die Situation richtig einschätzen kann, der Themenstarterin eine Alternative zur Abrufübung zeigt, z.B. die TS den Hund holen lässt, ihn festhalten lässt, wenn er zufällig vorbeikommt, Hund bekommt eine Schleppleine dran (nicht mein Tipp da Verletzungsgefahr) oder die Hundehalter verlassen gemeinsam den Platz und rufen, der Möglichkeiten gibt es da viele ...
    Zusätzlich erwarte ich von einer Hundetrainerin Tipps und Übungsvorschläge, die den Gehorsam beim Abruf festigen. Das heißt, vermehrte HIER-Übungen zu Hause. Meinetwegen auch Handfütterung. Aber diese Tipps sollte die Hundetrainerin vor Ort geben und kein Forum! Genau für solche Tipps gehe ich schließlich in die Hundeschule :?

    cora
    Kann es vielleicht sein, dass sie sich aus dem Spiel nicht mehr abrufen lässt, weil sie bereits gemerkt hat, dass du dort keine Handhabe auf sie hast und sie dein Rufen gut ignorieren kann?
    Den Misserfolg des mehrmaligen und teilweise erfolglosen Rufens hattest du deiner Erzählung nach ja schon häufiger.

    Der erste Satz, den wir in der Hundeschule gehört haben, lautete:
    Rufe niemals deinen Hund, wenn du nicht sicher bist, dass er kommt oder du es durchsetzen kannst.

    Der zweite Satz war:
    Sicher weißt du nur, dass dein Hund kommt, wenn dein Hund bereits auf dem Weg zu dir ist und durchsetzen kannst du es nur, wenn er an der Schleppleine ist.

    NEIN, das ist ganz und gar nicht okay gewesen.

    Das Abrufen aus dem Spiel ist das Ziel, die Krönung, wenn du so willst. Niemals fängt man damit an, zunächst muss das HIER in ablenkungsarmer Umgebung aufgebaut und verinnerlicht werden.


    Eine erste Übung für das HIER:
    Dein Trainer hält deinen Hund fest und du gehst 5 Meter weg, drehst dich um, hockst dich hin und quietschtst mit deiner Stimme HIER.

    ... so beginnt der Aufbau eines verlässlichen Abrufs ...

    Naja, ich würde halt keinen Welpen aus Zwingeraufzucht haben wollen und ich hätte auch ein Problem damit, wenn ein Züchter seine Hunde zum Großteil im Zwinger hält.

    Deswegen muss der Züchter aber nicht schlecht sein, es gibt eben auch andere Einstellungen zum Thema Hundehaltung und -zucht. Und wenn die Hunde gut versorgt und ausgelastet werden und sie augenscheinlich zufrieden und ausgeglichen scheinen, dann würde ich zumindest niemandem davon abraten bei einem solchen Züchter zu kaufen, wenn derjenige mit der Haltung kein Problem hat.

    Ich würde halt dazu raten, nur da Welpen zu kaufen, wo man auch jederzeit Zuchthund sein wollte und wo man auch immer wieder gerne Welpen sehen möchte.

    Wichtig fände ich allerdings noch die Frage wie und ob die Welpen sozialisiert werden. Denn ich kenne es eigentlich auch bei Zwingeraufzucht so, dass die Welpen mindestens ihre ersten 4 Lebenswochen im Haus verbringen und erst wenn sie größer sind in den Zwinger umziehen, aber auch dann regelmäßig/täglich mit Wohnung, Haus, Garten und allem drum und dran konfrontiert werden.

    Zitat

    Der grund dafür, ist das unsere Hündin gerne Menschen-Kot frisst und wir dank fernbedienung versuchen wollen sie davon ab zu halten. Sie frisste ne Menge wenn sie was gefunden hat und kotzt es dann 3Stunden später wieder uas. Es ist nicht lecker sag ich euch.


    Ich hab nicht alles gelesen, aber trotzdem ...

    Solange du keine ernsthaften Probleme hast, solltest du über so ein Halsband noch nicht einmal nachdenken. ... und wenn du ein ernsthaftes Problem hättest, dann hieße das immer noch nicht, dass ein solches Halsband sinnvoll wäre ...

    In deinem Fall, konditioniere ein vernünftiges Nein und setz es durch. Das ist das Einmaleins der Hundeerziehung und nicht mit wirklich ernsthaften Problemen vergleichbar ...

    Hier, falls der Thread noch nicht eingestellt wurde:
    Bring deinem Hund Nein bei

    Der Tierhüter haftet ja generell nur bei Verschulden.

    Zitat

    Das mit dem gewerblichen Sitter ist abhängig von der Art und Weise. Ist es nur ein Gassigänger, sieht das mit der Gefährdung wieder anders aus, als wenn es eine Pension ist.


    Den Satz verstehe ich nicht :? Welche Gefährdung sieht da anders aus?

    Die Frage ist halt immer, welches Haftungsrisiko die Versicherung einschließt.
    Normal ist: Schäden an Tierhalter, Tierhüter und Familienmitgliedern des Tierhalters sind ausgeschlossen.
    Versichert ist die Haftung des Tierhalters und die Haftung der Familienmitglieder als Tierhalter.
    Versichert ist die Haftung des Tierhüters, wenn dieser nicht gewerbsmäßig tätig ist.

    Natürlich gibt es auch Versicherungen mit abgewandelten Bedingungen. Danach sollte man sich im Zweifel erkundigen.
    Normalerweise hat ein gewerblicher Tierhüter jedoch eine eigene Tierhüterversicherung, die eben genau dieses Risiko abdeckt.

    Zitat

    das Tierhüterrisiko ist mitversichert. Bedeutet, daß auch Schäden versichert sind, die der Hund in Obhut eines Sitters verursacht.


    Allerdings normalerweise nur dann, wenn der Sitter nicht gewerblich tätig war.

    Bsp.: Deine Freundin passt auf deinen Hund auf, der entwischt ihr und verursacht einen Unfall. Deine Haftpflicht übernimmt hier die Schäden an Dritten.
    Nicht versichert sind Schäden am Tierhüter selbst.
    Bsp.: Dein Hund beißt deine Freundin oder pinkelt auf deren teuren Perserteppich, während er sich in der Obhut der Freundin befindet.