Ich denke, gerade bei Listenhunden ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht passt und klappt geringer als bei anderen Tierheimhunden, denn
1. Werden diese Hunde normalerweise vor der Vermittlung auf Herz und Nieren geprüft. Auch wenn wir teilweise unsere Probleme mit diesen Wesenstests haben, das Aggressions- und Verhaltensrepertoire eines Hundes kann man danach relativ gut einschätzen.
2. Müssen diese Hunde meist eine sehr lange Zeit im Tierheim verbringen und durch den häufig jahrelangen Kontakt zum Tierheimpersonal sind die Eigenheiten und Charaktereigenschaften dieser Hunde meist viel bekannter als die ihrer Kollegen unproblematischer Rassen.
3. Werden alle Interessenten, gerade im Hinblick auf das Thema Listenhund, nochmal verstärkt durch das Tierheim auf ihre Eignung überprüft. Kein Tierheim kann es sich leisten, dass ein Listenhund aus ihrem Tierheim ...
4. Darf man in fast allen Bundesländern diese Hunde nur mit einer Haltergenehmigung überhaupt halten und daran anhängig sind Sachkundenachweis und andere Auflagen, die es einem völlig unwissenden Neuhundehalter schwer machen sollten legal einen Listenhund zu halten.
5. Geht von den Interessenten selbst wohl schon eine verstärkte Bereitschaft aus, sich mit Problemen auseinanderzusetzen und für ihren Hund zu kämpfen. Schließlich haben sie sich bewusst für einen Listenhund entschieden und damit für alle Schwierigkeiten, die sie damit haben werden.
Zusatz:
Ich gehe gerne die Gefahr ein, dass ein Staff zurück kommt, wenn ich dafür 9 von ihnen erfolgreich vermitteln konnte. Was diese Hunde in erster Linie brauchen, ist eine Chance!