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Aber das ist doch der Punkt. Hier wurden mehrere Jäger genannt, die die Hunde zurückbringen und ein Gespräch suche, auch ich kenne solche.
ABER: wenn der Hund mehrmals völlig unkontrolliert jagt und dabei gesehen wird, dann ist es kein einmaliger Fehler!
Der Jäger ist dazu berechtigt.
Der Jäger ist dazu berechtigt einen Hund zu schießen, um das Wild zu schützen! Er ist nicht dazu berechtigt einen Hund zu schießen, um weitere Wildrisse zu verhindern. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Um das momentane Gefährdungspotential eines Hundes (und nur das darf bei der Entscheidung eine Rolle spielen) abzuschätzen spielt es keine Rolle, ob der Hund gestern gejagt hat oder morgen wieder jagen wird.
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Und ja, ich bin der Meinung, wenn das mehr als einmal passiert, dann muss ich meinen Hund an der Schlepp führen und trainieren bis es klappt-
Mein Hund ist 365 Tage im Jahr außerhalb geschlossener Ortschaften an der Schleppe und trotzdem kann ich ein Hetzen nicht sicher ausschließen. Ich weiß nicht, ob du schon einmal einen wirklich jagdtriebigen Hund hattest?
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Wieso wird das denn alles so schwarz/weiß gesehen?
Ich stelle ja gar nicht in Frage, dass es solche und solche Jäger gibt. Ich wundere mich aber über die Einstellung mancher HH zu ihrer Verantwortung.
Oh, ich bin mir meiner Verantwortung sehr wohl bewusst und ich hab nicht einmal ein schlechtes Verhältnis zu unseren hiesigen Jägern, aber ich habe Angst um meinen Hund (und meine Katzen). Hier sind Tiere nicht so viel Wert, wie im Dogforum 
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Ich frage mich wie man einem möglicherweise schwerverletzten Wildtier, welches notgeschossen werden muss, erklärt, dass es nur ein einmaliger Ausrutscher war?
So ein Unfall ist immer tragisch und ich finde es schrecklich, wenn Hundehalter völlig gleichgültig ihren Hund jagen lassen oder die Notwendigkeit nicht einsehen ihren jagdtriebigen Hund an der Leine zu führen.
Trotzdem können Fehler auch dem umsichtigsten Hundehalter passieren. Fährst du Auto? Kannst du einen Wildunfall sicher ausschließen? Lässt du deswegen das Autofahren? und, Fändest du es richtig jedem, dem aus Unachtsamkeit ein Wildunfall passiert den Führerschein zu entziehen (eine vergleichsweise milde Strafe im Gegensatz zum Verlust eines Hundes)?
Nachsatz: Mein Hund hetzt nur an und geht auf Spur, er hat noch nie die Chance gehabt ein Tier zu reißen bzw. versucht es Kilometerweit zu jagen. Trotzdem ist auch diese Art der Jagd nicht tolerierbar und er wird wahrscheinlich nie wirklich frei laufen, aber die Gefährdung für das Wild ist relativ gering, wenn er entwischt und sofort wieder eingefangen wird.
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Sorry, aber Extreme und Verteufelungen sind nicht meine Welt.
Es nützt ja auch nix, eine Ganze Gruppe zu verteufeln und sich aufzuregen. Was bringt das denn?
Ich rege mich gar nicht über Jäger auf. Im Gegenteil, ich komme mit den meisten gut aus. Allerdings beunruhigt es mich eben, dass vielen Jägern ein Tierleben nicht viel zählt. Und ich bestreite, dass ein Gesetz, dass den Abschuss von Hunden erlaubt, notwendig ist. Es gibt andere Wege, nur sind die umständlicher.
Und ich bin der Meinung, dass eine 200m Distanz für Katzen um einen Ort eine zu geringe ist und ich behaupte, dass nichtmal die immer eingehalten wird. In anderen Bundesländern beträgt diese Distanz 500m, das empfinde ich als akzeptabler, denn hier kann wohl tatsächlich von verwilderten Hauskatzen ausgegangen werden. Außerdem rechne ich eine gewisse Maßungenauigkeit mit ein.
Leider ist es aber so, dass die Tendenz eher dahin geht, die Distanzen auch in anderen Bundesländern zu verringern.
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Und von wegen Strafe: wie oft kann man einen Hund den wirklich zuordnen um jemanden zu finden der strafbar ist?
Wenn ein Hund mehrmals wildernd im Revier angetroffen wird, dann ist er zumeist recht leicht zuzuordnen. Aber sicher ist auch das wieder ein Problem der ortsfremden Jagdpächter, die haben wir hier zum Glück nicht und ich denke auch das wäre ein Ansatzpunkt für Fassis innere Revolution 
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Und wenn der Hund zugeordnet werden kann und der Jäger bringt ihn zurück (wie hier mehrfach geschildert), dann sucht man für gewöhnlich erstmal das Gespräch bevors um Strafen geht. Wäre es anders, würden doch wieder wenlche maulen "Der hätte ja auch mit mir reden können, man muss ja nicht gleich alles anzeigen usw. usf."
Das ist nett, aber mir wäre eine Anzeige tausendmal lieber als ein toter Hund. Dir nicht?
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Wir werden die Jäger, die wirklich absichtlich Haustiere schießen, mit Beschimpfungen sicher nicht zu anderen Menschen machen. Alles was der HH tun kann, ist vorzusorgen und möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.
So seh ich das.
Ich brauche keinen Jäger zu einem anderen Menschen machen, wenn ich ihm die Gesetzesgrundlage entziehe.
Egal wie sehr ich versuche mich nett und angepasst zu verhalten, es bleibt das Risiko, dass mein Hund erschossen wird.