Beiträge von *Sascha*

    Tja, bei uns war nicht ich diejenige, die auf die Idee gekommen ist, sondern der Hund :roll:

    Sascha hat ja ziemlich viel Jagdtrieb und läuft deswegen außerhalb der Ortschaften nur an der Schleppe (Wir haben hier sehr viel Wild).
    Nun habe ich aber gemerkt, dass geistige Auslastung doch nicht alles ist und Sascha es einfach auch mal braucht "zu rennen".

    Angefangen hat es damit, dass wir ab und zu unsere Runde mit dem Fahrrad gedreht sind, wenn nicht so viel Zeit war und der Hund aber noch ein wenig Auslastung brauchte. Da aber nun der Hund deutlich schneller laufen kann als ich mit dem Fahrrad bin und Sascha eh schon immer völlig aus dem Häuschen ist, wenn das Fahrrad rausgeschoben wird ... tja, warum sollte ich ihn davon abhalten mich zu ziehen? :? ;)

    Sascha ist nach solchen Runden tatsächlich glücklich und ausgelastet und das eben nicht nur körperlich.
    Fahren tun wir so 3-4x die Woche im Schnitt.

    Übrigens haben wir das mit unserem vorigen Hund auch gemacht, nur da nannte man es noch nicht Zughundesport :lachtot: :hust:

    Wenn ich so an die ersten Besuche bei Sascha denke, dann war es so, dass sich die Welpen selbstständig zum Schlafen (übrigens draußen auf dem Hof) zurückgezogen haben, obwohl wir ja noch da waren und auch noch weiter mit ihnen gespielt hätten, wenn sie gewollt hätten.

    Darum denke ich, dass man nicht unbedingt den "Trubel" beenden muss, sondern im Gegenteil eben gerade durch die Beendigung des "Trubels" bevor der Welpe sich zurückzieht das Problem entstehen könnte, dass der Welpe nur ruhen kann, wenn kein "Trubel" mehr ist. Das heißt der Züchter prägt die Welpen hier schon unbewusst darauf, dass der Mensch die Ruhe und Spielzeiten bestimmt. Hört der "Trubel" dann nicht auf, findet der Welpe auch nicht zur Ruhe. (Versteht ihr was ich meine? :?)

    Und dann denke ich, dass Welpen die in ihren Prägungsphase wenig "Trubel" ausgesetzt waren, generell das Problem haben könnten, mit späterem "Trubel" entsprechend umzugehen. Ein Welpe aus einem ruhigen Haushalt wird sicherlich Probleme bekommen, wenn er in einen sehr "unruhigen" Haushalt kommt.
    (Wenn ich mir überlege, was hier in den Wochen nach Saschas Einzug los war und Sascha alles mitmachen musste :roll: Hätte ich das hier im Dogforum geschildert, dann wären wahrscheinlich die Tomaten geflogen :lachtot: )

    Deswegen denke ich, dass das was Corinna gesagt hat, eigentlich das wichtigste ist, nämlich den Rückzug der Welpen zu akzeptieren und damit ihren normalen Tagesplan nicht durcheinanderzubringen.

    Die genetische Komponente kann sicher auch eine Rolle spielen, wobei ich denke, dass gerade der Einfluss einer unruhigen Mutter in der Prägungsphase absolut nicht zu unterschätzen ist und dieser Einfluss eben nur schwer von der genetischen Komponente unterschieden werden kann.

    staffy
    Ich hab doch euch :D Wobei Seminarbesuche sicher super interessant wären, aber auch soo teuer und meist soo weit weg :sad2:

    Zitat

    Lucky bleibt oeffter mal ein paar Tage weg.


    Nicht jeder bemuttert seine Katze ;)

    Allerdings hab ich meine Katzen und Kater auch immer noch eine Nacht nach der Kastra eingesperrt wegen der Narkose.

    Aber wenn der Kater fit war und wieder raus wollte, da kann man bei selbstständigen Freigängern nicht viel gegen machen :ka:

    Böse ist gar kein Hund!
    Und mein Rüde hat definitiv bei männlichen Kastraten sexuelle Absichten und da ist er nicht der einzige intakte Rüde, dem es so geht.

    Natürlich darf er nicht Aufreiten und penetrant werden. Trotzdem ist es nervig, dass ein Kastrat teilweise einen genau so großen Reiz auf ihn ausübt wie eine läufige Hündin. Und ist es nicht so extrem, dann kommuniziert er trotzdem mit diesen Rüden nicht wie mit anderen Rüden, er behandelt sie eher wie eine Hündin. Ob dem Kastrat das gefällt? Ist das nun ein befriedigendes Ergebnis einer Kastration?

    Warum haben viele Welpen so große Probleme "runterzufahren" und zur Ruhe zu kommen? Könnte auch das schon prägungsbedingt sein? Ideen?

    Sascha ist als Welpe, wenn er kaputt war, einfach "umgekippt" und eingeschlafen, egal wo wir waren und wieviel Trubel um ihn herum war.
    (Das kann er übrigens auch heute noch und es hat schon den ein oder anderen etwas irritiert, wenn da plötzlich ein Hund im Kaufhaus friedlich vor sich hin schnarchte :hust: )
    Warum fällt das vielen Welpen so schwer?

    Tanja
    Innenzwinger? Ein mit entsprechender Tür und Fenster gesichertes Hundezimmer? Beheizte Hütte im Außenzwinger?
    Ich bleibe dabei, ich finde eine Hundebox als "Daueraufenthaltsort" sehr unglücklich gewählt.
    Wir müssen uns deswegen aber nicht in die Haare kriegen ;)

    Dara
    Ich hab noch keine spezielle Idee. Vielleicht durch zu wenige "Dauerreize"? Vielleicht wenn die Welpen es nur gewohnt sind in "ihrer Ecke" zu ruhen? :ka:

    EDIT
    Hah, ich nehme meine Überlegungen zurück. Staffy hat hier:
    Die ideale Aufzucht
    eine viel plausiblere Erklärung.

    Dann sollte deine Mama ihren Rüden mal erziehen ;)

    Ich frage mich, was deinem Kleinen wohl besser gefällt, wie ein Rüde verdroschen zu werden oder wie eine läufige Hündin umworben zu werden :?

    Sorry, ich bin gemein ... aber es ist eben nicht mal eben nur ne kleine OP, die deinen Hund einfach nur netter, ruhiger und unkomplizierter macht :sad2:

    Zitat

    Grausam wäre es, wenn Tanja ihre unverträglichen Pflegehunde mit ihren eigenen Hunden allein lassen würde, wenn sie z.B. einkaufen gehen muß..


    Wenn man immer wieder unverträgliche Pflegehunde aufnimmt, dann sollte man entsprechende Räumlichkeiten (Hundezimmer oder Zwinger) haben um die Hunde zu trennen.
    In Deutschland ist das, meine ich, sogar Pflicht, dass man eine Isolierungsmöglichkeit hat.

    Dara und auch Dark Angel
    Ich finde es absolut nicht verwerflich, wenn man sich eine Box zu Hilfe nimmt, um dem Hund das "Ruhe halten" beizubringen. Solange man es kleinschrittig übt und der Hund daher natürlich nicht lange eingesperrt ist.
    Mir wäre eine Box dafür nur zu teuer ;)
    Die Frage, die ich mir gestellt habe, ist nur, ob es da bereits Fehler in der Prägungsphase (beim Züchter) gab, wenn der Welpe eben dieses mMn typische "Welpenplatsch" nicht zeigt :? Einfach nur eine Überlegung von mir ...

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    Zum Schlafen in der Box
    Auch Sascha gehört zu den Hunden, die regelmäßig ihren Schlafplatz wechseln, ebenso wie unser voriger Hund. Egal ob Tags oder Nachts, ich halte es für tierschutzrelevant die Bewegungsfläche eines Hundes über Stunden so einzuengen, dass er sich nicht mehr als 2/3 Schritte vor und zurück bewegen kann und verweise nochmal auf die Tierschutzhundeverordnung, die ausdrücklich 6-8m² als Zwingermindestmaß festschreibt.

    Cazera
    Tatsache ist eben, der Hund ist noch überfordert mit dem Alleinbleiben. Daher ist die starke räumliche Eingrenzung, die einzige Möglichkeit eurem Hund das Alleinbleiben erträglich zu machen.
    Bewerten möchte ich das nicht. Ob die Maßnahme angebracht/notwendig ist muss und soll jeder für sich und seine Situation selbst entscheiden. Der ideale Aufbau des Alleinbleibens sieht natürlich anders aus.