Beiträge von *Sascha*

    Zitat

    das regt mich auf, weil wir das so schön weg hatten, monatelang, und jetzt zähl ich jeden spaziergang glücklich, wo sie nicht durchstartet. klar muss ich alles mühsam aufbauen, schon wieder...


    Genau das haben wir seit 2 Tagen auch wieder und ich weiß nicht einmal wieso :gott: Ich sage Platz und der Hund startet durch! Also heißt es jetzt wieder, erst die Schleppleine sichern, dann Kommando geben, damit der Hund nicht einen einzigen Schritt mehr machen kann nach dem Kommando ...
    Ich weiß nicht, wieso er das mit einmal wieder tut :ka: Vielleicht war die Reizlage einmal zu hoch und der Hund zu weit entfernt. Ich weiß es nicht :gott: Jedenfalls scheint es ihm gerade mal wieder zur Angewohnheit zu werden ...

    schnauzermädel
    Die Selbstzweifel nagen halt. Ich frage mich die ganze Zeit, ob ich echt zu blöd bin einen Hund zu erziehen. Zumal Sascha ja nicht der typische Jagdhund ist - vielleicht hab ich sein extremes Jagdverhalten sogar mitverursacht :sad2: Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet mein Hund so extrem ist, andere haben diese Probleme doch nicht ...

    Massa

    Zitat

    Kann mir vorstellen, dass Du für Deinen Sascha eben nur eine gewisse Zeit zur Verfügung hast, bei dem was Du sonst noch so um die Ohren hast. Da ist es dann sinnvoll Erfolge zu planen und zu erreichen.


    Auch das war und ist teilweise immer noch ein riesiges Problem. Sascha läuft sehr viel nebenher, so dass ich häufig nicht meine volle Konzentration beim Hund habe und er dadurch immer wieder Erfolgserlebnisse hatte. Ich bin auch immer wieder zu ungeduldig (gewesen), habe zu früh die Sicherung aufgegeben, weil der Hund doch schon gut hörte und dann gab es doch wieder einen Erfolg für ihn.
    Ich denke nicht, dass ich den ganzen Umgang neu aufbauen muss, denn dafür klappen einfach viele Dinge zu gut. Außer diesen "Gehorsamkeitsaussetzern" im Freilauf habe ich überhaupt keine Probleme mit Sascha. :?
    Ich denke, ich muss Verbote bewusster und konsequenter durchsetzen. Er darf eben keinen Erfolg mehr mit seinen Aussetzern haben, die ja ausnahmslos im Freilauf und unter Reizlage geschehen. Ich frage mich nur, kann ich so konsequent und fehlerlos sein und wenn ich es bin, wie lange wird es dauern bis Sascha nicht mehr probiert ... ?

    Zitat

    Ein stabiler Grundgehorsam ist dafür ausreichend, und nach meiner Erfahrung ist der Grundgehorsam als stabil zu bezeichnen wenn der Hund "Sitz, Platz, und Bei Fuß" befolgt.


    Bei wie starker Ablenkung? Sascha kennt Sitz, Platz und Bei Fuß und befolgt diese Kommandos in der Regel, außer er hat einen seiner "Aussetzer" und startet durch.

    Zitat

    Es reicht eben nicht den Hund bis zu seinem Lebensende nur an eine Schleppleine zu hängen und das artgerechtere bewegen so zu unterbinden. Hunde müssen auch mal rennen und toben können, und an der Schleppleine hat man sofort Leinensalat.


    Naja, das hängt sicherlich auch davon ab, wieviel zusätzlich Auslastung man seinem Hund ermöglichen kann. Auch wenn mein Hund, außerhalb geschlossener Ortschaften eigentlich immer an der Schleppe hängt, hat er doch genügend Möglichkeiten sich frei zu bewegen und auch zu toben. Für Sascha wäre es sicherlich zumindest i.O. wenn der Status quo so bliebe. Ich würde meinem Hund aber gerne mehr Freiheiten geben und es selbst auch einfach etwas bequemer haben wollen. Zum Bsp. kann mein Hund beim Reiten nicht mit und auch der Spaziergang mit anderen Hunden und Menschen gestaltet sich schwierig. Meine Motivation daran etwas zu ändern ist also, trotzdem ich denke, dass Sascha mit der Situation die geringsten Probleme hat, sehr hoch.

    Zitat

    Beim aktiven Jagen wollen tritt der Hund in eine höhere Motivationsebene ein, und deshalb muss man mit dafür auch wirksamen Lösungen arbeiten.


    Die da wären?
    Sascha lässt sich abrufen, sobald er sich etwas abgeregt hat. In dem Moment wo er "los geht" reagiert er auf gar nichts mehr, auch nicht, wenn er an der Schleppe ist. Er schnüffelt und rennt sich regelrecht in Rage. Ein Abbruch klappt in dieser Situation aus ca. 5-10m durch ein deutliches Platz, meist aber erst, wenn er bereits gemerkt hat, dass er nicht weg kommt. Das Komm wirkt mittlerweile nach ca. 3-5 Sekunden Platz und Abregung wieder (auch aus 20m Entfernung - so lang ist meine Schleppleine). Früher dauerte es deutlich länger, bis er zum Abruf "bereit" war.
    Ein weiteres interessantes Detail ist sicherlich, dass Sascha auch losrennt, wenn er weiß, dass er an der Schleppleine ist und er rennt nur in dieser Situation los. Ansonsten ist er an der Schleppleine immer abrufbar. Aber wenn er jagen gehen will, dann rennt er in die Schleppe und das meist auch mehr als einmal pro Spaziergang.

    Alina
    Neu aufbauen ändert aber ja nichts am Grundproblem, dass Sascha nämlich immer davon ausgeht, dass er irgendwann seine Möglichkeit bekommt. Und Sascha hat einen sehr langen Atem, der ist stur wie ein Esel :lol:
    Wie lange soll ich ihn an der Schleppleine führen? 10 Jahre? :D

    Zitat

    Dein Hund ist das Produkt "Deiner Anleitungen".
    Er hat verknüpft wie Du es willst wie er sich Verhalten soll.


    Öhm nö, mein Hund hat leider nicht das verknüpft, was ich von ihm wollte. Aber sicher das, was ich ihm "gesagt" habe.

    Zitat

    Du musst überlegen was Du an Dir verändern musst, damit der Hund sich zum gewünschten verhalten ändern kann.
    Du persönlich bist der Schlüssel zum Erfolg.


    Das ist mir klar! Natürlich bin ich diejenige, die etwas verändern muss. Denn nur wenn ich mich richtig verhalte, kann auch der Hund so, wie ich möchte. Das ist das Allerletzte worüber du mich aufklären musst ;) Ich suche den Fehler NIE beim Tier.
    Und deswegen überlege ich ja auch, wo meine Fehler liegen und gelegen haben. Ich suche sie, damit ich MICH ändern kann!

    Zitat

    ÄNDERE DICH in Deinem Verhalten, und Du kommst aus dem Staunen nicht heraus!!!


    Nichts würde ich mir mehr wünschen ... Nur dafür muss ich meine Fehler finden.

    Zitat

    Du musst Dich mal fragen was Du im Umgang eigentlich richtig machst, wenn Du ein Fehlverhalten bei Deinem Hund monierst???


    Du meinst, ich muss es von der anderen Seite betrachten und zunächst einmal die Dinge suchen, die ich scheinbar richtig gemacht habe? Oh je ...
    Nicht oh je, weil ich alles falsch gemacht habe, sondern weil ich es so tatsächlich noch nie betrachtet habe. Tatsache ist, dass Sascha eigentlich ein echt toller Hund ist und ich scheinbar auch einiges richtig gemacht haben muss :? Tatsache ist aber auch, dass er ein Nein nicht akzeptiert, wenn er meint, dass ich es nicht durchsetzen kann. Ich suche schon wieder die Fehler ... und dieser Fehler liegt sicher in meiner nicht abschließenden Konsequenz. Sascha hatte mit Sicherheit zu viele Erfolge und darum probiert er nun umso heftiger.
    Nur wie bekomme ich das wieder hin?

    Zitat

    Du wolltest eine deutliche Antwort, und ohne den Gedanken an eine Kritik, habe ich Dir geantwortet.


    So wollte ich es und so habe ich es auch gemeint. Ich bin ein Mensch, der deutlich sagt, was er möchte und das so auch von anderen fordert.

    Zitat

    Ich breite meine Hunde sehr langsam auf Wildbegegnungen vor. Ich suche also lange nur Orte auf, an denen ich kaum unerwartete Überraschungen erleben kann. Das finde ich zwar langweilig, aber eben durchaus sinnvoll. Danach suche ich kontrollierten Wildkontakt. Wenn man etwas Zeit aufwendet, kann man an vielen Stellen sagen, welches Wild um welche Uhrzeit wahrscheinlich anzutreffen ist. Sieht der Hund das Wild, biete ich eine geliebte Alternativhandlung an. Erst wenn der Hund bei Wildsichtung Orientierung und Bestätigung bei mir sucht, dann versuche ich das auch mal ohne Leine.


    Das ist natürlich optimal, aber was machst du, wenn die Hasen dir quasi schon durch den Garten hoppeln und du nirgendwo ausschließen kannst auf Wild zu stoßen?
    Die einzigen Wege, die bei uns garantiert wildfrei sind, sind die Wege durch den Ort. Spätestens nach dem Ortsschild musst du mit Wildbegegnungen rechnen. Selbst auf meiner Hausweide, auf der die Pferde stehen, sind immer Hasen anzutreffen (Spuren sowieso).
    Für mich ist das Ganze gerade deswegen so bitter, weil ich von Anfang an (und ich hab Sascha von klein auf) ein wirkliches großes Ziel hatte, ich wollte den Jagdtrieb kontrollieren.
    Deswegen habe ich von Anfang an die Schleppleine sehr viel und häufig genutzt (Leider nicht häufig genug, den Fehler werde ich beim nächsten Hund nicht wieder machen), ich habe ihn, wie von dir und auch Massa beschrieben, gezielt mit Wild, Hasen, Kaninchen konfrontiert. Gezielt zwei verschieden aufgebaute Jagdabbruchkommandos erarbeitet, an der Impulskontrolle gearbeitet. Und obwohl mein Hund nicht den typischen Extrem-Jagdhundrassen angehört ist er zu einem Extremjäger geworden.

    Okay, ich gebe zu, ich war nicht konsequent genug für diesen Hund.
    Er ist zu einem selbstständigen "kleinen Arschloch" :herzen2: geworden, der absolut nicht vom Menschen abhängig ist und seinen Weg alleine findet.
    Und da sehe ich das Hauptproblem!

    Und ich habe kein Problem damit, wenn ihr mir nun sagt, dass ich unfähig bin, denn genau so fühle ich mich sowieso. Ich komme mit diesem Hund einfach nicht weiter ...
    Bitte konfrontiert mich mit allen meinen Fehlern, die ihr aus meinem Geschreibsel herauslesen könnt! Ich verlasse auch garantiert nicht das Forum, weil ich etwas anderes hören wollte ;)
    Ich weiß ja, dass ich Fehler gemacht haben muss, ich kann einfach nicht glauben, dass man Sascha mit normalen Mitteln nicht erziehen kann.

    Zitat

    Der Hund tut nur das was für Ihn von Vorteil ist. Wenn wir das für unser Zusammenleben so nutzen/so gestalten das der Hund die Vorteile in unserem Sinne annimmt, haben wir auf der ganzen Linie gewonnen....... !


    Tja, nur wie erkläre ich das meinem Hund :? Mein Hund tut (gerne) das was ich von ihm will, solange er keine Chance hat seinen eigenen Interessen nachzugehen bzw. seine eigenen Interessen nicht überwiegen.
    Aber sobald er die Chance hat und sein Interesse an etwas anderem überwiegt, tut er eben das und da kann ich mit nichts gegenanstinken.

    Heißt das nun, dass ich meinen Hund niemals überall frei laufen lassen kann, weil die Chance, dass er jemals aufhört zu probieren, gegen Null geht?
    Oder heißt das, dass ich mein Verbote einfach noch nachdrücklicher durchsetzen muss (Das ginge dann aber schon Richtung Starkzwang)?
    Oder gibt es doch einen dritten Weg, der meinem sehr selbstständigen Hund positiv verdeutlicht, dass meine Angebote viel mehr Vorteile für ihn haben, als alles, was ihn sonst so interessiert?

    Zitat

    Der Kopf muss geführt werden, und wenn die Aufforderung gesprochen wird, und der erste Fuß dann auf die sich bewegende Leine gestellt wird, soll der Hund abbrechen und nun zurück kommen.


    Jetzt bin ich völlig verwirrt. Du erwartest also, dass der Hund zurück kommt bevor er tatsächlich ausgebremst wurde? Sorry, aber wozu dann dieses Training. Ist mein Hund am Wild bereits abrufbar, dann brauche ich doch diese Situation nicht mit einer Leinenabsicherung stellen :? Oder soll die ganze Übung nur ein Test sein, ob der Hund abrufbar ist?

    Zitat

    Wo der Kopf gelenkt/hingeht kommt der Körper automatisch hinterher.


    Wie willst du denn mit einer Leine, die auf dem Boden liegt und die du nur mit dem Fuß hältst, den Kopf lenken? Mal ganz davon abgesehen, dass man mit einem Halsband den Kopf nicht drehen kann, wenn der Hund das nicht mitmacht.

    Zitat

    Zum Stehen bringen ist nur im Falle vorgesehen wenn der Hund weiter gehen/nicht abbrechen will.


    Davon gehen wir hier alle aus! Wir reden schließlich von wirklich richtigen jagenden Hunde und nicht von Junghunden/Welpen oder wenig jagdambitionierten Hunden, die mal hinter einem Kaninchen herhüpfen, das ihren Weg zufällig kreuzt.

    Zitat

    Es geht um eine unaufgeregte Ablauf-Vorgehensweise.
    Von "sehr sanft beginnend" bis "mein Wille lieber Hund geschehe jetzt". Letzteres durch beide Füße auf die Leine stellen. Mehr nicht und absolut kein Stress. Je ruhiger Du bist um so glaubwürdiger wirst Du beim Hund ankommen.


    Das hab ich verstanden! Meine Frage bezog sich lediglich darauf, warum ein Geschirr nicht den selben Effekt haben soll wie ein Halsband.
    Mein praktisches Problem bei meinem Hund habe ich bereits einige Seiten zuvor geschildert. Ich hoffe, dass ich dazu auch noch einen Ratschlag bekomme.

    Aber wenn ich das doch so gar nicht will? :?

    Mir ist es ja eigentlich ziemlich egal, ob Sascha zieht oder nicht - das Ganze war seine Idee und nicht meine :D
    Ich wollte nur ganz normal mit ihm Fahrrad fahren, d.h. er sollte nebenhertraben. Das tut er auch, solange er im Halsband gelaufen ist.
    Aber Dank Dogforum war das Fahrradfahren mit Halsband natürlich nicht tragbar :lol: also im Geschirr und da hat er halt angefangen ziehen zu wollen und ich wollte es ihm eben nicht verbieten, weil es ihm so einen Spaß macht. So sind wir dazu gekommen ...

    Ablenken lässt er sich auch nicht, wenn er nebenherläuft, das hat er schließlich auch gelernt.

    Ich persönlich sehe das also nicht so das Problem drin, wenn er sich zurückfallen lässt, weil er keine Lust mehr hat und lieber nebenhertrabt (nicht vorweg! Das darf er nur, wenn er zieht!).
    So richtig perfekt will ich das ja gar nicht betreiben und ich sehe es auch nicht als Arbeit für den Hund.

    Sarah
    Ja genau!

    Zitat

    Am Halsband nimmt der Hund jede kleinste Leinenbewegung sofort wahr.
    Ein Geschirr leistet diesen zentelsekunden-schnellen "Führungs-Intensiv-Kontakt" nicht!


    Und du meinst tatsächlich, dass das entscheident ist in dieser Situation? Ob der Hund nun den Druck im Nacken spürt oder an der Schulter/Brust. Zweites ist sicher angenehmer, aber gewährleistet in dieser Situation mMn einen ebenso aureichenden "Führungs-Intensiv-Kontakt". Der Hund steht doch :???: