Absolut gar nicht, ich war schon einmal soweit ... bzw. kann ich die von dir beschriebenen Situationen auch heute noch so händeln, wenn Sascha sich nicht vorher meiner Kontrolle entzieht und einfach "abdampft".
Du hast recht mit deinem Einwurf, allerdings habe ich mich da auch etwas missverständlich ausgedrückt. Ein Verbot ist für mich immer gekoppelt mit einer Alternativhandlung, nämlich der Handlung, die ich von ihm stattdessen erwarte. Wenn ich ihm also sage/zeige: "Nein, so nicht", dann folgt darauf immer ein: "Tu das!". Woran es hapert ist die Absicherung des "Nein, so nicht".
Bsp. Bellen: Er stellt das Bellen ein, wenn ich die Situation übernehme, d.h. ihn rufe oder hingehe. Bellt er sich doch einmal "fest" weil ich nicht zu ihm kann und ihn auch nicht abrufen kann, weil er z.B. festgebunden ist, dann gibt es ein Sitz und sofort ein Lob in der Sekunde, in der er das Bellen einstellt. Das ist irgendwie so ein Ritual das wir so aufgebaut haben.
Bsp. Ausritt: Das Ablegen vom Pferd aus am Wegrand (auch mit Hundebegegnung) hat zumindest mit 8/9 Monaten noch perfekt geklappt. Danach begann das Jagen und ich bin nicht mehr mit ihm ausgeritten. Aber auch ohne Pferd, heute noch, ich rufe ihn oder lege ihn nur ab und dort bleibt er, egal was der andere Hund veranstaltet. Das Problem ist die Situation des Abrufs, Ablegens. Hier entscheidet er entweder mir zu folgen oder eben nicht. Entscheidet er sich für mich, dann passiert definitiv nichts mehr, dann könnte die Welt neben ihm untergehen. Aber entscheidet er sich gegen mich, dann ist er weg.
Verstehst du was ich meine?
Ein jedes "Tu das" beinhaltet ja auch ein "Tu das andere nicht". Ich versuche schon immer Sascha zu zeigen was ich von ihm erwarte, lobe ihn für richtiges Verhalten, so hab ich von Anfang an erzogen. "Mache das Nichtgewollte unmöglich und lobe sofort das Richtige."
Ist diese Grundhaltung falsch? Ich hatte den Eindruck du arbeitest ähnlich.