Beiträge von *Sascha*

    Nee, nachts ist es okay. Wenn er jetzt auch raus kann, dann wirst du ja heute abend sehen, wann er wieder raus kommt und kannst ihn dann raus stellen.
    Wie sehr ein Pferd von den Bremsen geplagt wird, ist ganz unterschiedlich. Ich mag dazu immer gerne ein Bsp. erzählen, als wir mit unseren beiden alten Ponys draußen Richtung Wald unterwegs waren.
    Während auf meinem Pony ca. 2-3 Bremsen saßen und mein Pony überhaupt keine Probleme mit den Viechern hatte, saßen auf dem Pony meiner Nachbarin ca. 100 und wir haben sie nichteinmal durch sofortigen Kaltstart mit dem Fahrrad und heimrasen zum Stall abschütteln können. So unterschiedlich ist das manchmal.

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    Heißt aber doch, daß alle, die hier in irgendeiner Art ihren Hund hinter dem Ball herhetzen lassen, ein Problem haben, oder ??


    Bei uns war aber erst das Problem und dann der "Ball" und seitdem machen wir dort Fortschritte, wo ich sie erwartet habe. Im Abruf aus der Hetze und bei der Ansprechbarkeit/Mitarbeit in wildreichen Gebieten.
    Es stimmt, dass er seitdem ich "Ball spiele", schneller auf Bewegzungsreize reagiert, DAS ist aber nicht unser Problem.

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    Interessante These, ich würd gern den Hund sehen, mit dem man parallel zum Ball hetzen lassen Übungen zur Steadyness macht ;-)


    Wenn ich ihn "den Ball" nicht hetzen lasse, dann kann ich ihn nicht aus der Hetze zum "Ball" abrufen. :?
    Also lasse ich ihn auch mal unkontrolliert hetzen um ihn zwischendurch plötzlich auf dem Weg zum "Ball" abzurufen. Übrigens "spiele" ich erst "Ball" seitdem Sascha jagt. Und nö, Sascha wird niemals ein Balljunkie werden, dafür sind ihm "Bälle" einfach zu egal.

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    Ich weiss, dass es Hundebücher und Trainer gibt, die propagieren, dass der Jagdtrieb durch Blätterhaschen des Welpen und Ballspiel geweckt wird, und dass er ohne dieses ewig schlummern wird....


    Was definitiv gefördert wird, ist das unkontrollierte losrasen aufgrund eines Bewegungsreizes. Das war allerdings noch nie Saschas und mein Problem. :lol: Sascha jagt mit der Nase, er geht jagen, wenn er Beute wittert.

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    Ok, da wäre dann die Frage, warum dein Hund "draussen" nicht mitarbeitet, unkonzentriert ist, sich mehr für seine Umwelt interessiert !


    Darauf mag ich auch gerne antworten, weil es genau auch mein Problem beschreibt. Sascha arbeitet draußen nur schwer mit, weil ihm der Wildgeruch in der Nase hängt. Je nachdem wie hoch die Ablenkung durch diesen ist, lässt er sich eine ganze Weile auch mal auf andere Dinge, Übungen und Spiele ein, aber sobald ihm langweilig wird, ist er weg.
    Und da wären wir wieder beim "Ball", "unkontrolliertes Balljagen" lenkt ihn auch mal unter größerer Ablenkung eine Zeit vom Wild ab und er konzentriert sich auf unser Spiel und ja, auch auf mich, denn stupides "Ballwerfen" gibt es bei uns nie. Und selbst dieses Hetzspiel haben wir uns erarbeitet, über Leckerlie füttern und später Leckerlie suchen ... Ich hoffe, dass er bald auch "draußen" Dummys sucht, das ist ganz klar das Ziel.

    P.S. Ich hab "Ball" jetzt einfach mal als Sammelbegriff für alle Wurfgegenstände genommen. In den seltensten Fällen werfe ich Bälle.

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    Jana
    dein Posting klingt, als wolltest du behaupten, daß man Jagdhunde nur mit Zwang vom Jagen abhalten kann ! Als ob alle Jäger, die einen verläßlichen Hund haben, dies durch Zwang, Strafe, TT trainiert hätten.


    Nein!
    Ich hab geschrieben, dass es in den meisten Fällen in Jägerkreisen so gemacht wird. Ich habe nicht geschrieben, dass es nicht auch anders geht. Aber der Beweis dafür, dass es immer auch anders geht, der lässt sich eben nicht über die Jäger im Allgemeinen führen, da die eben in der Regel anders erziehen, mit Methoden, die zumindest ich nicht anwenden will.

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    Dem widerspreche ich, behaupte, daß es definitiv anders geht und daß dennoch die Vielzahl der wildernden, unkontrollierbaren Hunde keine Superjäger, sondern schlichtweg nicht erzogen sind !


    Ich stimme mit dir überein, dass alle jagenden Hunde nicht gut genug erzogen sind. Das ist doch eigentlich genau das, was hier alle sagen, an einen triebstarken Hund sind in puncto Erziehung in der Regel höhere Ansprüche zu stellen und daran arbeiten wir doch alle oder nicht?

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    Mit wievielen der jagenden (ob Wild, Katzen, Jogger) Hunde wurde vorher Ball gespielt ? Wieviele Welpen werden schon darauf konditioniert dem Begegungsreiz zu folgen und wieviele tolerieren es, wenn der Hund Vögel aufscheucht !?


    Viele und bei vielen Hunden ist das auch kein Problem, bei anderen schon. Ich hab Sascha von klein an und sicherlich den ein oder anderen Fehler gemacht, aber ich behaupte, ich habe die meisten Regeln beachtet und ich habe mein bestes gegeben den Jagdtrieb so wenig wie möglich zu fördern, sondern von Beginn an feste Regeln einzuführen, trotzdem jagt Sascha heute in erster Linie Hasen, aber auch Kaninchen und Rehe. Er jagt keine Katzen, keine Schafe, keine Rinder, keine Autos, keine Vögel oder sonstiges.

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    Solange ich meinen Hund nicht irgendwo ablegen kann, nicht einen Dummy werfe und den Hund lose im Sitz haben, meinen Hund nicht mal an der Leine ein Reh betrachten lassen kann, da brauche ich mir keine Gedanken über das Abrufen im Wald zu machen.


    Ich kann ihn auch ohne Leine ein Reh betrachten lassen, wenn er im Platz liegt oder neben mir steht ... Ich kann ihn vom fliegenden Dummy abrufen und wie schon geschrieben hinter meinen eigenen Kaninchen ins Platz rufen.

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    Die meisten, die "Rückrufprobleme" haben, sehen nur diese. Daß es im Alltag an vielen Ecken hakt, der Hund ganz oft eigene Wege geht, seinen Willen bekommt, ... das nehmen die meisten nicht wahr.

    Wenn mein Hund am Gartenzaun kläfft, sich dort schon nicht abrufen läßt, nicht mal auf 10 m Entfernung ins Platz zu bringen ist, oder mal gesittet - am Menschen orientiert - an einem kläffenden Hund vorbei geht, wie will ich dann den Anspruch erheben, diesen Hund von der Fährte abzurufen ?

    Der Denkfehler ist oft, daß man mit den kleinen Macken ja leben kann, aber das Jagen, nein, das geht nicht. Daß es einen Zusammenhang gibt, Erziehung schon im Kleinen anfängt, das sehen die meisten nicht. Und wieviele sind überrascht, wenn man bei einem Jagdproblem neue Hausregeln empfiehlt !!


    Viele sicher, aber doch nicht alle! Ja, Sascha und ich, wir haben unsere Defizite in der Erziehung und genau an denen arbeiten wir, damit wir irgendwann den Jagdtrieb in den Griff bekommen. Trotzdem hat er eben diesen enormen Jagdtrieb verbunden mit einer großen Selbstständigkeit und das hat eben nicht jeder Hund.

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    Man kann ein verläßliches Down auch ohne "Starkzwang" trainieren. Ich kenne mehr als einen Hund dieser Sorte. Jagdhunde, nicht jagdlich geführt, aber durchaus kontrollierbar - in Privathand.


    Ich hab auch nicht geschrieben, dass man ein Down mit Starkzwang trainiert, sondern dass man es mit Starkzwang absichert. Zum Trainieren wird in der Regel nur mit Zwang gearbeitet.
    Naja, und auch die Vorsteher unterscheiden sich untereinander. So sollen Viszla z.B. eher weich sein, DDs besonders heftig. Ich weiß es nicht, ich führe solche Hunde nicht, aber Jäger machen da schon enorme Unterschiede und je nachdem reicht bei dem einen Hund der Rasse eben einfacher Zwang, bei dem anderen wird mittels TT abgesichert. Machen wir uns doch nichts vor, vielleicht sind alle Jagdhunde auch ohne TT oder Stachel trainierbar, aber solcher Art Absicherungs- und auch Trainingsmethoden sind eher die Regel, denn eine Ausnahme in Jägerkreisen, jedenfalls hier oben bei uns.

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    Die Jäger müssen nur als Vergleich dienen, weil wir hier vom Jagen reden. Und Sinn dieser gezüchteten Rassen war ja nicht ein unkontrolliertes Jagen, sondern ein Hund, der kontrollierbar ist !


    Das beinhaltet aber eben auch, dass ich mich mit den Methoden identifizieren kann. Und auch der Durchschnittsjägerbekommt lange nicht jeden Hund hin. Es gibt genügend Jagdhunde, die unter dem Druck der Ausbildung zusammenbrechen.

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    Von einem Hütehund erwartest du doch auch, daß er völlig entspannt mit dir spazieren geht und nicht bei erst bester Gelegenheit durchbrennt und Nachbars Kühe in Zweierreihen über die Weide marschieren läßt.


    Ich tu mich immer schwer Hüte- (hier in erster Linie den Border Collie) mit Jagdgebrauchshunden zu vergleichen. Meiner Erfahrung nach sind zumindest die deutschen Jagdhunde deutlich schwerer zu beeindrucken als der durchschnittliche Border Collie. Hinzu kommt, dass die Situation Schaf- oder Kuhherde eine überschaubare ist. Hier hast du eine ganz spezielle Übungssituation, die auch vom Hund so wahrgenommen wird. Vielleicht wie mein Kaninchenstall im Garten, die Rinder bei mir auf der Weide, die Schafe am Deich. Nach meinem Eindruck sind solche Situationen leichter zu händeln.

    Nö, Sascha läuft fast immer ohne Halsband und Geschirr, auch hier im Dorf. Ich hab häufig nicht einmal eine Leine dabei ... :?
    Das Geschirr hat er nur an, wenn wir mit der Schleppleine unterwegs sind (also in der Feldmark, am Deich, im Wald etc.).
    Das Halsband hat er an, wenn wir in die Stadt gehen oder auf eine Veranstaltung, dann krame ich auch mal seine gute Lederleine heraus ;)

    Vielleicht bin ich ja gerade dumm, aber ich meine mich an einige Diskussionen auch hier im Dogforum erinnern zu können, in denen es um die Frage ging, ob ein Down ohne enorm viel Zwang überhaupt funktioniert. In der Jagdhundeausbildung (Vorsteher) ist dieser angewendete Zwang und auch die Absicherung durch Starkzwang jedenfalls noch absolut normal. Und schön, dass diese Hunde auf den Triller sofort ins Down gehen- immer, aber ich möchte das so für meinen Hund nicht!

    Ich finde es, ehrlich gesagt, ziemlich merkwürdig, dass hier "die Jäger" als Bsp. und Vorbild genommen werden. Für mich ist diese Art der Erziehung jedenfalls völlig indiskutabel und ich bin weit davon entfernt ein "Wattebäuschchenwerfer" zu sein.

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    http://www.hund-emotion.de/media/PDF/fuet…s_preis_neu.pdf
    Wenn man danach geht, auf ein Endgewicht von 30 Kilo ;)


    Hm, ich hab ja auch Josera gefüttert, mich aber dann bald gar nicht mehr an der Empfehlung orientiert. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, dann habe ich damals die Menge auf 400g gesteigert und danach nicht mehr erhöht. Sascha hatte ein Endgewicht von 35kg und ist 66cm groß geworden (DSH-Retriever Mix).
    Mit 6-9 Monaten war er leider etwas moppelig geworden, daher dann auch die reduzierte Fütterung.

    Auf dem Bild ist er 10 Monate alt, 64cm hoch und 31kg schwer.

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