Beiträge von *Sascha*

    Wenn ich das richtig gelesen habe, dann hat Diana geschrieben: "Draußen nur die notwendigsten Kommandos."

    Und nö, ich würde einen Hund den ich jahrelang betüddelt habe und bei dem ich nun plötzlich neue Seiten aufziehe, auch nicht dadurch verunsichern, dass mal kuscheln und knuddeln und streicheln doch okay ist. Ich denke, dass es absolut sinnvoll ist, den Hunden erstaml eine Woche Zeit zu geben zur Ruhe zu kommen und sich mit ihrem neuen Platz im Haushalt zu arangieren.

    Zitat

    Vielleicht hab ich dahingehend auch wieder zuviel erwartet... :headbash:


    Nö, finde ich nicht.

    Und selbst wenn sie Mücke aus welchen Gründen auch immer nicht zurechtweisen wollte, dann ist kichern und wedeln doch ein absolutes NoGo.

    Leute gibts :?

    Ich hätte den Hund mit rein genommen und den Hundehalter angerufen, dass er ihn bei mir abholen kann.

    Und nein, ganz sicher würde ich den Hund NICHT zum Halter zurückbringen.

    Wenn uns ein Hund hinterherläuft, dann bleibe ich nach einiger Zeit stehen und warte bis der Hund abgerufen oder abgeholt wird. Läuft der andere Halter einfach weiter, dann würde ich auch einfach weiter laufen und den Hund notfalls zu Hause eben mit rein nehmen. Soll er doch dann sehen, wie er seinen Hund zurückbekommt. Kenn ich ihn, dann ruf ich ihn an. Kenn ich ihn nicht, dann melde ich meinen Fund im Tierheim/Fundbüro.

    Vielleicht ist so ein Schock dann mal heilsam für solche Leute!

    Aber, dass ich den zurückbringe? :schockiert: Niemals! :roll:

    Ich "maßregle" auch fremde Hunde, wenn sie in meine Individualdistanz eindringen oder meinen Hund angehen oder penetrant belästigen.
    Das Recht nehme ich mir raus.
    Wer damit ein Problem hat, der muss seinen Hund eben erziehen oder anderweitig unter Kontrolle halten.

    Ansonsten wäre ich bei einer Hundetrainerin auch nicht gleich eingeschritten, weil ich einfach davon ausgehe, dass sie sich selbst zu helfen weiß und gerade in solchen Situationen in denen mein Hund mit einer Situation beschäftigt ist, die eigentlich gar nicht wirklich etwas mit unserer Beziehung zu tun hat, setze ich schon auch mal ganz gerne darauf, dass er unabhängig von mir auch so mal einen Dämpfer bekommt.

    Das mach ich beim Kontakt mit anderen Hunden auch nicht anders, da greife ich auch erst ein, wenn es brenzlig wird. Ebenso sollte man das auch mit hundeerfahrenen Personen handhaben können.

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    Es tut mir sehr leid, für Dich, wenn Du keinen Unterschied zwischen "auf den Platz schicken" oder am Tischbein/Heizung anbinden, erkennen kannst.


    Wo ist der Unterschied? Ich sehe ihn nämlich auch nicht.
    Ich selbst schick meinen Hund nie auf seinen Platz, sondern höchstens weg, denn mir geht es nur darum, dass ich in dem Moment meine Ruhe hab, was er stattdessen tut, das ist mir egal.

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    Ich sehe ihn schon, denn meine Hunde dürfen auch den "Fehler" machen, sich z. B. einen anderen Platz zu suchen. Sie müssen nicht auf einem vorgegebenen Fleck wie angebunden liegen.


    Aber genau das heißt doch in der Regel "auf den Platz schicken". Die Hunde müssen ihren Platz aufsuchen und dort liegen bleiben. Dann handhabst du es einfach anders. Wahrscheinlich so wie ich, mit einem einfachen "Geh weg".

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    Sie wissen ganz einfach, daß ich jetzt nicht zum Spielen, Schmusen oder. oder aufgefordert werden möchte.


    Woher wissen sie das?

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    Dabei ist es mir völlig egal, ob meine Hunde um mich herum liegen oder draußen sind, in der Diele, frag mich nicht wo sonst noch.
    Jeder meiner 4 Hunde hat das Recht anzukommen und zu fragen, spielen wir?


    Natürlich, das hat mein Hund auch. Selbst couchpotatoes Hunde haben dieses Recht. Sie sagt nur konsequent "nein". Ein Nein, was eben von ihren Hunden eigentlich nie akzeptiert wurde. Diana kann ihre Hunde nicht einfach wegschicken!

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    Meine Entscheidung, ja machen wir oder aber nein, jetzt nicht.
    Das wird hingenommen, mit lautem Seufzer, aber sie haben gelernt und wissen, ich will und muß schon gar nicht immer für sie da sein.
    Dabei ignoriere ich aber meine Hunde nicht einen Moment, sondern sage einfach - jetzt nicht.


    Jepp, bei mir auch. Aber was tun mit einem Hund, der das so nicht akzeptiert? Einem Hund der frech und penetrant immer weiter nachfragt, nein fordert.
    Du sagst es selbst:

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    Bloß, das muß man mit dem Welpen beginnen und nicht erst, wenn der zweite Hund da ist und einem alles über den Kopf wächst.
    Plötzlich und unerwartet merkt man, der Welpe/Junghund macht den selben "Blödsinn" wie die Große. Und nun wird es anstrengend. Man ändert odesr versucht zu mindest von null auf hundert alles umzukrempeln. Auf wessen Kosten? Dem des Hundes.
    Das verhätschelte "Ich-liebe-Dich-über-alles" wird zum Problem, wird unbequem, knurrt die Kinder an, pöbelt an der Leine und, und, und.


    Was sollte man deiner Meinung nach tun? Denn genau um solche Fälle geht es. Es geht nicht um einen problemlosen Hund, den man von Welpe an richtig erzogen hat. Es geht genau um solche Fälle wie den von Diana. Und natürlich müssen die Hunde nun Frust ertragen, den sie nicht gehabt hätten, wenn alles von Anfang an richtig gelaufen wäre, aber das ist nun nicht mehr zu ändern. Man kann nur da ansetzen, wo man sich mit den Hunden jetzt befindet und klar ist es hart für die Hunde in dem Moment, aber das was sie relativ schnell dafür bekommen ist es wert.

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    es gibt herdenschutzhunde, die auch hütefunktionen übernehmen.... aber ich habs wirklich nicht genau getrennt, weil ich nicht dran gedacht habe.


    Das sollte man aber! Der Kangal hütet sicherlich keine Schafherden.

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    Hüteschutzhund


    Was ist das?

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    der eine hütet der andere schützt.


    Eben! Der Kangal schützt. Warum sollte er nur Schafe schützen können. Das hat er nie getan. Er schützt ein Territorium inklusive seiner Bewohner und deren Getier.

    Zitat

    Reicht für einen jungen Kangal ständig nur seinen Hof zu sehen und auf und ab zu laufen?


    Wenn der Hof groß genug ist, dann reicht das u.U. schon.
    Ein Zwinger oder ein kleiner Auslauf ist sicherlich keine artgerechte Haltung für einen Kangal.
    Aber nur Spaziergänge ebenfalls nicht. Auch ein Kangal braucht eine Aufgabe und die ist bei diesen Hunden eben in der Regel das Schützen ihres Territoriums.

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    Ich sage auch nicht, dass wenn ein HUnd einen job hat wie ein Herdenschutzhund seine Schafherde, er dann nebenbei noch Gassi gehen muss, weil er eh die ganze Zeit hochkonzentriert aufpasst und die Herde im Zaum hält.


    Verwechselst du hier gerade Herdenschutzhunde mit Hütehunden? :?

    Bei Chiko ...

    Thema 3. Monat:
    Das Leben ist toll.
    Menschen sind toll.
    Es gibt noch so viel zu erleben, die Welt steht mir offen.

    Thema 4. Monat:
    Das Leben ist hart.
    Es geht nicht immer nach meinem Willen.
    Frauchen ist doof. ;)

    Was Chiko mit 14 Wochen an Kommandos "kann"/kennt:
    an der Leine laufen
    Komm
    Nein
    Aus
    Sitz und Platz ohne große Ablenkung neben Frauchen mit Auflösekommando bis zu einer Minute (je nach Konzentration ;) manchmal auch nur 5 sek.)
    Tipp und Touch beim Clickern kennt er auch schon. ;)

    Ach, und such, das hätt ich fast vergessen ...

    Ich würde es genau so machen, wenn mein Hund meinen würde, mich kontrollieren zu wollen.
    Bei Diana ist das Verhalten der Hunde ja schon ziemlich gefestigt und ehrlich gesagt, war ich eher über das Ausmaß geschockt als über die Methoden, die da jetzt angewendet werden.
    Ich glaube manch einer sieht das hier einfach zu menschlich. Für die Hunde ist ein solcher Wandel ihrer Bezugsperson absolut nichts schlimmes. Klar schieben sie Frust, den schieben sie auch, wenn sie beim Clickern die Lösung nicht finden. Das Problem bei kontrollierenden Hunden ist doch meist auch, dass sie nie gelernt haben richtig mit Frust umzugehen, weil sie immer der bestimmende Teil der Beziehung Mensch-Hund waren. Klar, dass ein plötzliches Frusterlebnis auf diese Hunde extrem wirkt, es erhöht aber ihre Lebensqualität ziemlich schnell um ein Vielfaches, denn plötzlich haben sie jemanden, auf den sie sich verlassen können, jemanden, der stark ist, stark genug, ihnen auch mal Grenzen zu setzen.