Beiträge von *Sascha*

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    Wir wohnen auf dem Lande und hier gibt es überall Wild, also müßte ich sie nur an der Leine halten.... Die Hündin ist auch ein Pseudo Jäger , denn wenn sie es schafft, läuft sie auch mitten in einem Rehrudel und ist nicht daran interessiert ein Reh wirklich zu erlegen. Grundgehorsam klappt, wenn sie nichts auf Sicht hat gut . Aber wenn sie was sieht, ist sie halt weg. Der Rüde ist da ganz anders, der rennt zwar auch los, aber sobald er uns nicht mehr sieht kehrt er um.... Es heißt ja wohl, ein Jahr Schleppleine und alles ist schön.... Aber ich kann doch dem Tier nicht ein Jahr verwehren richtig zu rennen und mit dem Rüden richtig laufen. Oder???? Die Hündin wird doch depressiv. Die Hunde können zwar im Garten Toben, aber das ersetzt nicht das laufen auf freier Strecke....


    Das ist jetzt nicht dein ernst oder?

    Menschen wie dir haben wir es zu verdanken, dass Hunde immer noch abgeschossen werden dürfen, wenn sie trotz intensivem Training doch einmal nicht hören.

    Haben die Wildtiere kein Recht auf Unversehrtheit und einen halbwegs von der Zivilisation "naturbelassenen" Lebensraum?
    Weißt du eigentlich welchem Stress Wildtiere ausgesetzt sind, die regelmäßig von wildernden Hunden aufgescheucht werden und was das gerade für die Jungtiere bedeuten kann?

    Wenn du deinen Hund nicht unter Kontrolle halten kannst, dann musst du ihn wohl oder übel an der (Schlepp)leine führen, Gehorsam trainieren und vielleicht sogar ein Leben lang für andere Auslaufmöglichkeiten sorgen.

    Du bist verantwortlich für das Wohlbefinden deines Hundes, aber du darfst nicht sein Wohlbefinden über alles andere stellen.

    Ich hab da absolut kein Verständnis für :sad2: und ich habe selbst einen jagenden Hund, den ich aus diesem Grunde außerhalb geschlossener Ortschaften noch fast ausschließlich an der Schleppe führe. Und mein Hund ist 3, kein Junghund mehr, aber ich habe eben auch eine Verantwortumg anderen gegenüber ...

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    lieber habe ich einen Zwinger und mein Hund ist da drin und erhält von jedem vorbeilaufenden Mitbewohner (5 Wohnparteien) eine Streicheleinheit, als dass er den ganzen morgen und Nachmittag wenn ich am arbeiten bin in der Wohnung ist nichts sieht nichts hört und sich langweilt - da ist es doch draussen viel interessanter und aufregender als den ganzen Tag das Sofa anzustarren!? ;-)


    Da beides keine Haltungsformen sind, die ich anstreben würde, ist es für mich völlig irrelevant, welche der beiden, nicht artgemäßen Haltungsformen, die bessere wäre.

    Übrigens hat auch in deinem Thread niemand bestritten, dass dein Hund draußen sicher mehr Ablenkung hat als in der Wohnung, wenn er auf sich allein gestellt ist.
    Sicher hat dein Hund auch nicht das schlechteste Leben erwischt (auch wenn ich meinen Hund niemals so halten würde) , aber du störst dich doch an den Verhaltensweisen, die er sich aufgrund der Allein-draußen-Haltung angewöhnt hat.
    Nicht ich!
    :ka: Mein Hund schlägt nach wie vor an, wenn er im Garten ist. Soll er doch, mich stört es nicht, das liegt eben in seiner Natur und wenn ihm mal langweilig ist, dann sucht er sich nun einmal seine Beschäftigung.
    Solange er aufhört, wenn ich das sage, reicht mir das völlig. ;)

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    Ich weiß nicht, was denkt ihr? Würdet ihr bei euren Rassehunden eine Zuchtzulassung anstreben, wenn der Hund nicht gezielt dafür gekauft wurde aber sich doch eignet?


    Bei einem Rüden auf jeden Fall.

    Verlieren tue ich dabei nichts, aber unter Umständen bringt es die Rasse weiter.

    Bei einer Hündin würde ich es mir sehr sehr gut überlegen, ob ich das wirklich will und nur dann tun, wenn die Hündin wirklich ganz außergewöhnlich gut ist.

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    Gefragt war letztendlich von Dir, ob sich ein Hund von jedem anfassen lassen muss. Richtig?

    Es war nicht gefragt, ob er (Labbitypisch) auf jeden freudig und schwanzwedelnd zugehen muss.

    Meines Erachtens, muss er nicht auf jeden zugehen, er muss es auch nicht genießen, angefasst zu werden, aber er muss es dulden. Es kann nicht sein, dass wenn einer dem Hund im Aufzug oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu nah kommt oder ein Kind ins Fell greift oder an einer engen Stelle am Hund vorbeistreift, der Hund rumfährt und zuschnappt.

    Warum man es soweit kommen lässt? Tut man nicht, aber manchmal passiert es eben, dass du irgendwo entlang gehst, jemand kommt Dir entgegen, dreht sich um und greift nach dem Hund (bevorzugt Kinder). stellt sich der Hund dann hinter Dich und sucht Schutz ist das für mich ok, aber er darf dann nicht die Initiative ergreifen und zufassen.


    Das kann ich so unterschreiben.

    Mein Hund braucht es nicht toll zu finden von Fremden berührt zu werden. Er darf sich gerne entziehen und auf Abstand bleiben, aber er darf nicht offensiv werden. Eine (zufällige) Berührung ist einfach etwas, was er in unserer Gesellschaft akzeptieren können muss, kann er das nicht, dann muss ich ihn entsprechend sichern.
    Außerdem hat sich mein Hund von jedem anfassen zu lassen, wenn ich das so möchte.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich nicht sehr wohl fühlen würde in einem Haushalt in dem ich bei Anwesenheit eines Hundes ohne Besitzer, Angst haben muss mich zu rühren. Puuuh :roll:

    Daher ganz klar, gerade bei Rassen die Fremden gegenüber eher skeptisch eingestellt sind, steht der Punkt des offenen Zugehens ganz oben auf meiner Sozialisierungsliste.

    Ich mach ja immer, auch bei Pferden, ganz gerne die Gegenrechnung. ;) Also nicht, mein Hund hat täglich so und so lange Freilauf, sondern mein Hund sitzt täglich so und so lange im Zwinger.
    Nun sind Hunde aber keine "Dauerbewegungstiere" wie z.B. Pferde.

    Sagen wir es so, gegen eine Zwingerhaltung in der mehrere Hunde in einem großen Zwinger (eher Gehege) gemeinsam gehalten werden und in der die Hunde täglich über den Tag verteilt mehrere Std. Beschäftigung und Auslauf bekommen, hab ich so absolut gar nichts.

    Es gibt hier noch einige landwirtschaftliche Betriebe, in denen die Hunde nachts in der Scheune schlafen, aber normal ist auf solchen Höfen von morgens 6 Uhr bis abends häufig 10 Uhr oder später noch Action angesagt und der Hund ist überall dabei, sei es beim Melken oder auf dem Trecker. Warum solche Hunde ein schlechtes Leben haben sollen, das erschließt sich mir nicht.

    Ich finde es aber absolut nicht okay, einen einzelnen Hund im Zwinger zu halten und zu meinen, man würde ihm ausreichend Sozialkontakte und Auslastung zu Teil werden lassen, wenn man ihn morgens und abends jeweils 1-3 Std. beschäftigt.
    Ebensowenig halte ich etwas davon, sich einen Hund anzuschaffen, wenn man den Hund täglich und dauerhaft 8-10 Std. oder sogar länger allein lassen muss.