Beiträge von *Sascha*

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    Wie bekommt man ein Pferd, das völlig tot im Maul ist, das nur auf Prügeln und Treten reagiert dazu zufrieden und ausgeglichen M zu gehen?

    Bitte spekuliert jetzt! :lachtot:

    LG
    das Schnauzermädel


    Wieso spekulieren? :???:
    Bis M bekomme ich es nicht, denn so gut reite ich nicht bzw. habe ich in diese Richtung so gar keine Ambitionen ;) Aber ein abgestumpftes Pferd zu korrigieren ist doch nun wirklich kein Wunderwerk.

    Jepp, setzen wir doch z.B. mal da an:

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    jetzt kommt es aber auf ausgelutschte und abgestumpfte Schulpferde, die eigentlich einen ruhigen Lebensabend auf der Wiese verdient hätten

    Solche Pferde darf der Reitsport, wenn alles richtig läuft, niemals hervorbringen!

    Pferde werden in wenigen Jahren kaputt geritten, weil sie falsch ausgebildet werden, weil zu früh zu hohe Ansprüche gestellt werden.
    DAS ist traurig und wirklich etwas über das ich mich seitenweise aufregen könnte.

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    Nicht jede Wurmkur deckt alle Wurmarten ab, also bringt kritikloses Holen irgendeiner Kur wenig.


    Die "Standardwurmkuren" decken schon den Großteil der üblich verbreiteten Würmer ab. Natürlich gibt es die ein oder andere Wurmart, die mit einem speziellen Wirkstoff behandelt werden muss oder die ein etwas verändertes Entwurmungsschema braucht.

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    Hat der Hund tatsächlich einen Wurmbefall, dann muss man die Kur wiederholen, damit man alle Entwicklungsstadien erwischt.


    Das ist richtig, allerdings geht es hier insbesondere auch darum, dass ein entsprechend wurmverseuchter Hund eine entsprechend mit Wurmeiern kontaminierte Umgebung hinterlässt.

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    Gebe ich meinem Hund heute eine Wurmkur und morgen hlt er sich Würmer, dann haben die 3 Monate Zeit zu wachsen und zu gedeihen.


    Ebenso, wenn ich alle 3 Monate eine Kotprobe mache. Hier müssen die Würmer sogar erst wachsen und gedeihen, damit ich überhaupt ein positives Ergebnis erhalte. Hinzu kommt die Gefahr eines falsch-negativen Ergebnisses. Denn nachgewiesen werden nur Wurmeier, die auch gerade ausgeschieden werden. Gering- und auch mittelgradiger Wurmbefall wird daher nicht selten übersehen und wieder haben die Würmer Zeit bis zur nächsten Kotprobe ...

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    Mit einer Gabe 3 Monate später minimiere ich den Befall nur, siehe oben.


    Lebe ich in einer entsprechend wurmverseuchten Umgebung, dann habe ich eh keine Chance meinen Hund wurmfrei zu halten. Er wird immer wieder, vielleicht sogar täglich Wurmeier/-larven aufnehmen.

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    In den ganzen Jahren musste ich fast nie Entwurmen. Welpen sind etwas anders, aber erwachsene Hunde immer entwurmen halte ich für Unsinn. Früher habe ich noch immer brav 2 Wochen vor der Impfung entwurmt und brav geimpft.
    Aber mit der zeit steigt das Wissen und man trifft seine Entscheidungen anders ;) .


    Es steht und fällt eben alles mit dem Infektionsdruck und auch der Immunstabilität des einzelnen Hundes. Das einzige, was man allgemeingültig sagen kann, ist, dass man für jeden Hund individuell entscheiden muss.

    Fahrlässig finde ich es nur, wenn weder regelmäßig entwurmt wird, noch regelmäßig Kotproben abgegeben werden, denn Würmer sieht man erst, wenn bereits größere Schäden da sind.

    "Normales" Impfschema ist

    mit 8 Wochen gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose (evtl. Zwingerhusten Pi und Leptospirose)

    mit 12 Wochen gegenStaupe, Hepatitis und Parvovirose (evtl. Zwingerhusten Pi und Leptospirose) zusätzlich Tollwut

    eine weitere Impfung mit 16 Wochen (wie 12 Wochen) wird vom Tierärzteverband empfohlen

    Wenn du mich fragst, dann würde ich den Welpen, wenn er in den letzten zwei Wochen entwurmt wurde, jetzt SHP oder auch SHPPiL impfen lassen und dann nochmal in 4 Wochen SHP-T oder eben SHPPiL-T.

    Und ja, die Wurmkurwirkstoffe sollte man ab und an mal wechseln, auch wenn Resistenzen bei Hunden noch keine große Rolle spielen.

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    Was ihr hier macht ist ein Hilfsmittel schönzureden, welches dem Pferd erhebliche Schmerzen zufügen kann, wenn es nicht sachgerecht angewendet wird (und genau hier trifft es sich mit dem Stachelhalsband).


    Welches Hilfsmittel kann das nicht? Was meinst du, wie man z.B. mit einer einfachen Trense die Zunge quetschen kann! Wie viele Pferde Druckstellen von Sattel, Gamaschen und den ach so freundlichen gebisslosen Zäumungen haben? :roll:
    Wie viele Pferde leiden, weil sie einfach falsch gehalten werden!

    Ich finde es einfach albern sich an Dingen wie Sporen, Kandare oder auch Springen aufzuhängen. Kandare und Sporen sind richtig gebraucht alles andere als Folterinstrumente, ganz im Gegenteil, sie dienen der Verfeinerung der Abstimmung zwischen Reiter und Pferd. Es gibt keinen schöneren Anblick als ein unter dem fast bewegungslosen Reiter freudig und erhaben tanzendes Pferd. Dressur richtig betrieben macht das Pferd schöner und selbstbewusster weil die Bewegungen, die eines imponierenden Pferdes sind. Zudem verbessert richtige Gymnastizierung das Körperbewusstsein, schau dir ein Pferd an, das ganz bewusst seinen Schwerpunkt verlagert, die Hinterhand einsetzt und dagegen ein Pferd, das immer nur geradeaus gelaufen ist! Richtig aufgebaut ist die Dressur für das Pferd eine Freude, eine Bereicherung.
    Und das Springen? Es gibt Pferde, die hassen es und es gibt Pferde die lieben es. Meine Stute ist ein Tinker, im Prinzip absolut kein Springer, aber sie dir an, wie ihr das Herz aufgeht, wenn sie Strecken entlangjagt, die viele Pferde nicht einmal im Schritt betreten würden, Gräben und Unterholz überwindet. Weißt du, wie viel Vertrauen zum Reiter da drin steckt!

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    Und so und so oft passiert das. Auch ich habe Augen und sehe das.
    Sporen zur Pflicht zu erheben, egal ob nötig oder nicht, egal ob sachgerecht oder nicht, ist Tierquälerei.


    Ab einem gewissen Ausbildungsstand sollte ein Reiter seinen Schenkel so ruhig halten, dass ein Sporn alles andere ist als Tierquälerei. Wenn in höheren Klassen Reiter starten, die das Vermögen nicht haben und trotzdem teilweise auch noch gute Noten dafür bekommen, dann krankt das System. Darüber brauchen wir nicht streiten. Schaue ich mir den Spitzensport an, dann ist es nicht das, was ich sehen möchte. Es ist nict das, was ich unter gutem Reiten verstehe. Reiten ist für mich Kunst, kein Sport!

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    Aber laut schreien, wenn der Hund von ebenso nicht sachgerechtem Gebrauch eines Stachlers einen blutigen Hals hat, was ebenfalls nicht Sinn der Sache ist. Aber wenigstens ist es keine Pflicht.


    Leider hast du meine Frage nicht beantwortet. Ich würde gerne wissen, wie man mit einem Stachler die Hilfengebung verfeinern kann!

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    Bei korrektem Gebrauch kannst du problemlos deine Hand dazwischenlegen und du wirst keinerlei Schmerz verspüren, allerdings wirst du tiefen Respekt vor einem Pferd entwickeln, denn es kann diese minimalen Veränderungen der Lage klar unterscheiden und umsetzen.


    Ich liebe ja Zitate und dazu fällt mir gleich eine Aussage von Peter Kreinberg ein, der sinngemäß sagte: "Die erste Schenkelhilfe íst der große Zeh, der sich einmal hoch und wieder runter bewegt." ;)


    Und LaGuapa ich würde echt gerne wissen, wie man mit einem Stachelhalsband die Hilfengebung (welche gibt man überhaupt mit einem Halsband :?) verfeinert. :???: