Beiträge von *Sascha*

    @Schopenhauer

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    Wieso ist ein Fein exakter als andere Wörter? Das ist völlig egal, was du sagst, du könntest auch Pommesbude als Lobwort sagen. Oder Senf.


    Es ging mir nicht um das Wort, sondern darum, dass es durchaus Sinn macht "Lobworte" zu verwenden.

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    Nur ein Wort zu wählen, das genauso klingt wie nein, kann u.U. der Hund nicht unterscheiden. Der Hund hört nur "ein, ein...." So, und dann hängt er in der Leine und glaubt, er wird gelobt.


    Hunde unterscheiden die Betonung eines Wortes, soweit gebe ich dir recht. Weiter reagieren sie meist weniger auf das Wort, sondern viel mehr auf die übrige Körpersprache.

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    Schon wie das Wort Fein oder Nein gesagt wird, zeigt mir, dass der Hunde es gar nicht wahr nimmt.


    Man sieht es in erster Linie an der Reaktion des Hundes. Auf das "Fein" reagiert er schon. Auf das gesäuselte "Nein" natürlich in dieser Erregungsstufe sowieso nicht. Aber er würde mMn in dieser Situation auch nicht auf ein festes, deutliches "Nein" reagieren, daher soll Claricia es einfach lassen.

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    Es fehlt nicht viel, damit Balou umgelenkt werden kann. Ob er nun weggeht oder sitzt ist völlig egal, er könnte auch Männchen machen oder rückwärts gehen.


    Entscheident ist, es muss etwas sein, was es dem Hund einfacher macht und dem Halter sowieso. Claricia übt Richtungswechsel und so Aufmerksamkeit. Das soll und kann sie in der Situation perfekt anwenden. ich glaube nicht, dass Claricia dazu in der Lage ist, den Hund im Sitz ruhig zu halten. Denn, selbst wenn sie es schafft, ihn im Sitz zu halten, so wird sie das Jaulen und Bellen nicht abstellen können. Daher die Situation entschärfen indem man dem Hund eine Aufgabe gibt, die er kennt UND in der er agieren darf!

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    Es genügt nicht einem Hund zu sagen, was er nicht tun soll, man muss ihm sagen, was er stattdessen tun soll.


    Eben.

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    Und wenn ein Hund gelernt hat, dass er vor jedem Ableinen sitzen soll und Blickkontakt aufnehmen muss, wird es einem auch bei Hundebegenungen mit der Zeit gelingen, da der Hund weiß, dass er sonst eh nicht dahin kommt. Auch nicht unangeleint.


    Der Hund soll lernen, dass er erst zum Hund kommt, wenn er sich beherrscht, die Leine locker ist und er auf den Hundeführer achtet. Ein Schau und ein Sitz kann man einstudieren, muss man aber nicht (mein Hund tut es nicht) und von Balu und Claricia momentan eh zu viel verlangt. Sie wird auch Hunden begegnen, zu denen ihr Hund nicht hin darf, auch dazu muss sie eine Alternative für Balu haben. Sie kann ihn nicht immer auf 200m schon loslassen.

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    Und ohne Grenzen und Nein-Wort, man könnte auch Schluß sagen, weiß der Hund überhaupt nicht, dass Schluß ist.


    Schluss ist dann, wenn der Hundehalter es dem Hund deutlich macht, dafür braucht es keine Worte und schon gar keine, die der Hund nicht beachtet oder nicht einmal versteht. Ein Hund achtet viel viel mehr auf unsere Körpersprache und unsere Reaktionen auf sein Verhalten.

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    Hier bei Balou fehlt nicht mehr viel zum Glück, es ist nur noch eine Kleinigkeit.


    Es war nie mehr als eine Kleinigkeit. Das hilft Claricia aber nicht, denn sie muss es hinbekommen und Claricia fehlt es eben noch an Timing und Durchsetzungsvermögen.

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    Wie gesagt, dann hätte ich jetzt kein Video wie er sich an der Leine anderen Hunden gegenüber verhält ;)

    Aber das Grundprinzip habe ich verstanden,nämlich das Hundi denkt er sei Chef :D


    Och Chef, ich glaub nicht, dass er da große Ambitionen hat. Nach dem Video zu urteilen ist er ein sehr netter freundlicher Hund, der alles andere anstrebt als die Weltherrschaft an sich zu reißen oder andere Gründe sieht das Kommando zu übernehmen. :D Zum Glück, denn sonst hättest du wirklich Probleme.
    Der ist einfach nur albern, verspielt und nimmt deine Kommandos/deine Grenzziehung nicht ernst. Das Leben ist doch so ein Spaß. :D

    @Schopenhauer
    Ich glaube kaum, dass Balu ein so sicheres Sitz zeigt und ein Sitz erhöht nur den Frust, deswegen abdrehen und eine andere Aufgabe geben, nämlich die sich an seinem Menschen zu orientieren.

    Aber ich bin eh kein Freund des Sitz bei Hundebegegnungen, ich bleibe lieber in Bewegung und mache aus der Situation nicht noch künstlich etwas besonderes. ;)


    Fein kann für den Hund übrigens schon eine Bedeutung haben, wenn er gelernt hat, dass Fein ein Lob ist und eine Belohnung folgt. Ich benutze immer "Fein" bevor ich belohne. Ist exakter.
    Ich glaube nicht, dass Claricia momentan das Nein richtig einzusetzen weiß, also sollte sie es einfach lassen, denn sie braucht kein Wort um ihrem Hund zu sagen, dass er sich bitte jetzt beruhigen und stattdessen auf sie konzentrieren soll.

    Claricia
    Problem erkannt. :D Weitermachen bitte. ;)

    P.S. So schlimm ist dein Hund aber gar nicht. Der ist einfach jung, bisl unerzogen, braucht etwas mehr Frusttoleranz und klare Ansagen von dir. ;)
    Er zeigt ja auch keinerlei Aggression, sondern einfach nur Frust, weil er zum anderen Hund hin möchte. Das sieht man ganz deutlich auf dem Video.

    Werd du einfach in deinem Timing besser und in deinen Handlungen sicherer und bewusster, dann hast du das Problem schnell im Griff.
    Aversive Methoden sind hier völlig überflüssig und unnötig. Mach ihm einfach klar, was du von ihm erwartest, nämlich Selbstbeherrschung! ;)

    Wie gesagt Claricia, du musst früher reagieren. Dass das Entgegenlaufen in diesem Fall Absicht war, das hab ich schon gelesen. ;) Aber so kann man sehr schön sehen, wann man hätte Eingreifen müssen. Ich habe es dir oben schon mit Zeitangabe beschrieben.

    Es ist auch relativ egal, ob "das Training" direkt vorher stattfand oder schon eine Zeit her war. Entscheident ist, du trainierst Aufmerksamkeit nicht fürs Training, sondern dafür, dass du entsprechendes im Alltag in der Situation anwenden kannst.


    Zum Nein:
    Richtig ist in einer solchen Situation gar kein Nein zu sagen, es sei denn du weißt sicher, dass er gehorchen wird!

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    Und noch mal, Chandro arbeitet mit läufigen Hündinnen


    Wo ist dann dein Problem?

    Sascha ist sehr interessiert an läufigen Hündinnen und das wirkt sich auch auf sein Arbeitsverhalten aus. Trotzdem WILL ich, dass regelmäßig läufige Hündinnen auf den Platz kommen.
    Ich meide keine Probleme, ich arbeite daran. Der Erfolg gibt mir recht. Sascha steht mittlerweile auch bei einer läufigen Hündin im Gehorsam, er kann sehr gut unterscheiden, ob sich eine Hündin in der Standhitze befindet oder einfach nur gut riecht. Und auch bei unserem Jagdproblem mache ich mittlerweile Fortschritte, da hab ich auch nicht einfach aufgegeben nur weil Sascha auf Wegen mit Wildwechsel absolut nicht mehr ansprechbar war.

    Zitat

    Nunja, das stimmt so nicht, auch ein bereits "falsch" gezeigtes Handeln kann korrigiert werden, ergo wird bei einer Korrektur keinesfalls zwangsläufig das falsche Verhalten verhindert, sondern teils sogar provoziert, um es dann eben zu "korrigieren", denn die Definition lautet: Korrektur= nachträgliche Veränderung und nicht vorträgliche Veränderung.

    VG, Anna


    Egal wann du ein Verhalten abbrichst, ob im Ansatz oder wenn der Hund schon nicht mehr ansprechbar ist, egal ob provoziert oder zufällig, du verhinderst durch eine Korrektur immer, dass der Hund ein Verhalten weiter ausführt.
    Im Vorwege korrigieren geht nicht, denn ohne falsches Verhalten keine Korrektur.

    Eine Korrektur ist es auch nicht, wenn du dem Hund nur sagst, dass er etwas sein lassen soll, ihm aber nicht sagst, was er stattdessen tun kann/soll. Das ist ein Verbot.