Warum sollte es auch geschlossen zu einem Spiel kommen? :? Auch 5 sich willkürlich treffende Hunde spielen doch nicht automatisch alle miteinander.
Sascha spielt grundsätzlich nur noch sehr wenig, trotzdem kommuniziert er häufig mit fremden Hunden, geht mit denen gemeinsam schnüffeln oder, treffen wir uns in der Grupe, erhebt er sich selbst zum Aufpasser über die anderen und schaut hier und da nach dem Rechten. Solche Spaziergänge erfüllen ihn, befriedigen ihn, das ist den Stress doch wert. 
Es ist immer wieder interessant zu beobachten, welche Rollen die Hunde in einer solchen Gruppe übernehmen und wie sie eben doch verschiedenste Verhaltensweisen ausführen, die normal nur im Rudel stattfinden. Es ist kein Rudel klar, es ist aber immerhin etwas.
Etwas anderes sind kurze Begegnungen auf Spaziergängen, hier sehe ich einfach keinen Sinn darin meinem Hund vorzugeben wie er einem entgegenkommenden fremden Hund begegnen soll. Daher ist es mir schon lieb und es macht mir das Leben einfach einfacher, wenn mein Gegenüber seinen Hund nicht an die Leine nimmt bzw. nicht abruft. Solche Begegnungen sind etwas völlig anderes als gemeinsame Gruppenspaziergänge, aber auch hier können und sollten die Hunde lernen sich angemessen zu verständigen und anständig am fremden Hund vorbeizukommen.
Klar, ich hasse auch diese Hunde, die sich erst einmal breit in den Weg stellen und meinen es mit jedem Hund klären zu müssen und dann hat Sascha auch Stress, sicher ... zum Glück gibt es von diesen Hunden hier nicht all zu viele und wenn, dann weiß Sascha mittlerweile damit umzugehen. In der Regel laufen solche Kontakte aber recht unspektakulär ab und es wird erst dann mühsam, wenn man seinen Hund bei jeder Begegnung ranrufen und anleinen muss.
Zum täglichen Kontakt, sicher brauchen die wenigsten erwachsenen Hunde täglichen Kontakt, genausowenig schadet er ihnen aber auch. Mit meinem erwachsenen sozialverträglichen intakten Rüden suche ich meist keinen Kontakt zu anderen Hunden, ich meide ihn aber auch nicht. Im Prinzip ist es mir völlig egal, ob wir täglich Hunde treffen oder nicht. Jedoch gebe ich ihm regelmäßig die Möglichkeit in einer Gruppe bekannter, manchmal auch unbekannter Hunde zu kommunizieren und seine Sprache zu sprechen.
Als er noch jünger war, hab ich da allerdings noch deutlich mehr Wert drauf gelegt, da er eben noch alle Verhaltensweisen erlernen musste und das geht eben nur unter Hunden und zwar auch nur dann, wenn auch erwachsene Hunde noch kommunizieren dürfen. Auch ein "Nein, hau ab!" ist eine wertvolle Erfahrung. 