Beiträge von *Sascha*

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    Sorry, aber da hätte ich auch keinen HUnd genommen.. Das Risiko wäre mir viel zu hoch gewesen. Also bei Altdeutschen SH wäre C auch nicht zugelassen worden.


    Man muss eine solche Aussage eben immer individuell für jede Rasse treffen. Beim Schäferhund ist es sicherlich nicht notwendig mit C-Hüften zu züchten, zudem vertragen Schäferhunde z.B. auch kaum Lockerheit im Gelenk, während das bei Molossern ganz anders aussehen kann. ;)

    Sarah, auch wenn den Hunden ein Unterschlupf frei zugänglich ist, können sie doch jederzeit zu jeder Tages- und Nachtzeit an den Zaun kommen. :?
    Verstehe dich gerade nicht, warum dieses Indiz dafür spricht, dass sie keinen Unterschlupf haben.
    Und wenn sie den haben, dann spricht zumindest aus Tierschutzsicht nichts gegen eine "Freilandhaltung".

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    Natürlich hat das seine Richtigkeit, daß das im Tierschutzgesetz verankert ist. Im Tierschutzgesetz ist so vieles verankert. Und es wird dennoch so vieles durch Ausnahmen geregelt.
    Es ist auch Kastration verboten, wenn nicht ein triftiger medizinischer Grund vorliegt.


    Eine Kastration ist nicht nur dann erlaubt, wenn medizinische Gründe vorliegen, sondern auch dann, wenn eine Nutzung oder Haltung nur durch eine Kastration zumutbar möglich wird. Wir diskutieren hier immer wieder nur das "zumutbar", denn viele hier denken, dass man einiges durch Erziehung in den Griff bekommen kann und nicht immer bzw. höchst selten nur eine Kastration notwendig ist. Gerichte würden das wohl durchaus anders sehen.

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    Wie oft wird hier darüber diskutiert, wenn man dem Hund doch so viel Streß damit ersparen kann? Wie oft wird es aus angeblichen "Tierschutzgründen" erst recht praktiziert?


    Deswegen ist es aber noch lange nicht erlaubt und wie gesagt, gerade für die Kastration ist es sehr leicht eine vom Tierschutzgesetz gedeckte Begründung zu finden.

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    Es ist ja auch ein Stromreizgerät verboten, ebenso darf einem Tier nicht unnötig Schmerzen zugefügt werden. Was ist jetzt aber mit dem Hund, der sich in einem Raum selber Schmerzen zufügt? An der Steckdose oder der Wand, die er zernagt? Das nehme ich dann wissentlich in Kauf, weil er tut es sich ja selber an???


    Nun komm, das ist nun wirklich kein Argument tierschutzwidrige Praktiken anzuwenden. Das wäre ja so, als würde ich mein Stachelhalsband damit rechtfertigen, dass ich meinen Hund an der Leine nicht halten kann und er sonst ja überfahren werden würde.
    Wenn ein Hund nicht alleine bleiben kann und er dabei Gefahr läuft zu Tode zu kommen oder auch nur verletzt zu werden, dann darf man seinen Hund eben nicht alleine lassen, muss also in der eigenen Abwesenheit eine entsprechende Betreuung gewährleisten.

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    Und wenn ich jetzt ne Dogge in nen 6 m² Raum stecke oder nen Chihuahua in ne 3 m² Box???? Wer von denen hat wohl mehr Platz?


    Die 6qm habe ich mir nicht ausgedacht, die stehen in der Tierschutzhundeverordnung und gelten so, wenn der Hund regelmäßig Auslauf außerhalb dieser Räumlichkeit bekommt.
    Ich werde auch nichts sagen, wenn du deinen Chihuahua regelmäßig für ein paar wenige Stunden in einen 3-4qm Raum tust. Aber wir reden hier von normalen Zimmekenneln/Transportboxen und die haben, wie Gaby bereits angemerkt hat, in der Regel eine Größe von unter 1qm und das ist definitiv zu klein um einen Hund dort regelmäßig über mehrere Stunden unterzubringen und dabei ist es egal, ob es sich um einen Chuhuahua handelt oder um eine Dogge.

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    Und wenn es nicht im Sinne des Hundes sein kann, wieso gehen dann so viele Hunde freiwillig in ihre Boxen, wenn sie sie als was Gutes und Wohliges erlebt haben? Wieso bleiben die Hunde freiwillig bei offener Gittertür stundenlang drin? Wieso kratzt mein Bluey abends so lange an der Tür, bis ich ihn rein lasse?


    Woher soll ich das wissen? Ich kenne so viele Tiere die scheinbar gerne Dinge tun, die ihnen ziemlich offensichtlich nicht gut tun. Aus dem was ein Tier scheinbar "will", aus Gewohnheit, aus Gründen der positiven Verknüpfung, mache ich mir schon lange nichts mehr. So einfach ist es leider nicht.
    Übrigens werden die wenigsten Versuchstiere, die du aus der Käfighaltung befreist glücklich in ihre neue Freiheit laufen, die meisten wollen nur wieder zurück in den Käfig. Der Käfig scheint ihnen also gut zu tun, wenn man deine Argumentation zu Grunde legt.

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    Wenn man jetzt den Hund im Flur läßt bei 3 m² und den Rest per Türgitter absperrt, regt sich keiner auf, weil da mißt ja niemand den Flur aus oder das Badezimmer.... Sehr seltsam mit welch unterschiedlichen Maßstäben hier doch immer wieder gemessen wird...


    Meinst du? Darüber würde ich mich auch aufregen. Aber gerne nochmal, 3qm sind sogar mehr als das Dreifache einer großen Box!


    Und nochmal, es geht nicht darum den Hund während des Transportes in eine Box zu tun, es geht auch nicht darum dem Hund eine offene Box als Rückzugsort zur Verfügung zu stellen, es geht auch nicht darum, dass die Box mal für 5-10min geschlossen wird, damit der Hund zur Ruhe kommt (wenn der Besitzer es anders nicht hinbekommt), es geht nicht einmal darum, dass der Hund u.U. selten und ausnahmsweise mal in der Box "geparkt" wird.
    Einzig und allein geht es darum, dass man einen Hund nicht regelmäßig über mehrere Stunden auf weniger als 1qm einsperren darf und sollte. DAS ist tierschutzrelevant.

    Welche Argumente willst du denn haben?

    Es ist schlicht und einfach verboten einen Hund in einer kleinen Box zu halten (auch nicht stundenweise), außer zu Transportzwecken oder für notwendige medizinische Maßnahmen. Einem Hund steht laut Tierschutzgesetz eine Bodenfläche von mindestens 6qm zu, alles andere ist laut TschG keine artgemäße Haltung, warum sollte ich das nun noch extra definieren? :?
    Mir leuchtet es jedenfalls sofort ein, dass es absolut nicht im Sinne des Hundes sein kann, ihn auf eine so kleine Fläche zu begrenzen.
    Gegen die zeitweise Unterbringung in einem Zimmerkennel mit einer Mindestfläche von 6qm habe ich nichts bzw. wenig, aber ein Hund sollte die Möglichkeit haben selbstständig seinen Platz zu wechseln und seine Beine zu vertreten, insbesondere dann, wenn er keine Chance hat, sich bei seinem Besitzer deswegen bemerkbar zu machen.

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    Hm, oder funktioniert dieses Stronghold sowohl bei Hunden als auch Katzen mit den selben Wirkstoffen und nur die Gewichtsangabe ist relevant?


    So ist es.

    Ich nehme, wenn ich es benutze, meist die größte Tube und verteile es entsprechend auf die Tiere, die ich behandeln will. ;)

    Wenn dein Hund mehr wiegt, dann solltest du entspechend auch mehr Wirkstoff nehmen, da es sonst passieren kann, dass nicht alle Parasiten abgetötet werden und sich Resistenzen entwickeln.
    Wie viel wiegt dein Hund denn?

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    Ehrlich: es schadet keinem Hund, wenn er lernt, mal eine zeitweilige Begrenzung zu akzeptieren.


    Dafür muss man ihn aber nicht regelmäßig über mehrere Std. (sagen wir mal 4 ;) ) in einen Kennel sperren.

    Welpen machen Arbeit, erfordern Zeit, das weiß man bevor man sich einen anschafft. ;) Ich weiß auch nicht, warum man deswegen "Steckdosen einbetonieren" sollte :? das war jedenfalls noch bei keinem Welpen aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis notwendig. Sicher ist auch mal etwas kaputt gegangen, aber das war immer darauf zurückzuführen, dass einfach schon zu viel erwartet wurde. Jeder Hund hat da sein eigenes Lerntempo, das auch nicht unerheblich mit seiner Umwelt zusammenhängt. Darauf muss man eingehen, dafür ist es eben ein Lebewesen.
    Ich finde es jedenfalls erschreckend wie "durchgeplant" die Vorstellungen einiger Hundehalter gerade im Bezug auf das "Alleinbleibtraining" sind, da wird zu häufig ein sehr enger Zeitrahmen gesetzt und ein Plan B ist nur selten vorhanden. Ich hab das Alleinebleiben nie geübt. Sascha ist einfach älter und sicherer geworden und dem hab ich mich angepasst. Kein Einzelfall wie ich hier im Forum schon gelesen habe und auch bei anderen Hundehaltern hier in der Umgebung klappt das merkwürdigerweise auch so. Dazu gehört aber eben auch, dass ich meinen Hund nicht zu früh überfordere, so war eben die Nachbarstochter im ersten Jahr ab und an zum "Einhüten" da.

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    Hi Sascha und wie bekommt man das raus? Frust würde ich durch Streß ersetzen.


    Dafür muss man Hund und Halter kennen und einschätzen können. Ist man sich als Besitzer nicht sicher, so lohnt es sich sicher auch eine kompetentere Prson draufschauen zu lassen, die einen auf die eigenen Fehler aufmerksam macht.
    Meiner Meinung nach steht ein "Alleinbleibproblem" nie allein für sich, sondern wird immer durch andere Probleme bedingt und verstärkt.

    Stress hat der Hund auch, wenn er Frust hat, ja. Ich meine aber doch eher Frust. ;)

    Vielleicht darfst du ihn nach der Schule mit zu dir nach Hause nehmen und dich um ihn kümmern, bis die Besitzer von der Arbeit kommen.

    Kontakte zu anderen Hunden? Da es nicht dein Hund ist und du wahrscheinlich auch nicht wirklich einschätzen kannst, wie man die Probleme mit anderen Rüden einordnen kann, vielleicht findest du in deiner Umgebung jemanden mit einer sozial kompetenten Hündin, mit dem du dich häufiger zum Spazierengehen treffen kannst?

    Zum Gehorsamsproblem:
    Schau mal hier: Schleppleinentraining