Beiträge von *Sascha*

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    Trotzdem oder gerade deshalb halte ich sie von solchen Hunden fern - also mache Umwege - oder lasse sie bei Fuß laufen - und da gibts hier keine Ausrutscher -


    :gut: Perfektion!

    Ich für meinen Teil finde ja Fehleinschätzungen durchaus menschlich. ;) Passiert eigentlich jedem Mal, in diesem Fall eben auch mal Björn.

    Merkwürdigerweise sind die anderen Hunde nicht aufgesprungen ... Ob das ein Zufall war? :?

    Tatsache ist, dass Björn vom Verhalten des Hundehalters überrascht war und nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. So eine Fehleinschätzung passiert MIR jedenfalls auch ab und an mal. :ka: Nobody is perfect! ;)

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    Meines Wissens sind Führgeschirre die, die einmal um den Hals und einmal um den Bauch liegen und dazwischen mit zwei Stegen (Rücken und Brust) verbunden sind. Das Feltmann zähle ich auch noch dazu, allerdings ist dort der untere Steg überkreuzt.

    Norwegergeschirre (z.B. auch das K9) bezeichnen den anderen gängigen Schnitt: Ein waagerechter Brustgurt und ein Bauchgurt, bei manchen Anbietern noch kombiniert mit einem Y-Gurt unter der Brust oder einem Sattel auf dem Rücken :)


    Oh, Danke, genau die ersteren meinte ich mit dem Y-Schnitt. :D

    Mir persönlich sind diese Geschirre auch lieber, da die Schulter bei denen ungehindert vorgreifen kann.
    Bei den Brustgeschirren ist mir aufgefallen, dass sie häufig viel zu hoch am Hals sitzen, überhaupt selten optimal angepasst wurden.

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    Irgendjemand hat geschrieben, wenn man die Hunde nicht kontrollieren kann, sprich an die Leine nehmen oder ähnliches, dann sollte man zurück gehen, bis man ausweichen kann.
    So sehe ich das auch


    Björn ist doch ausgewichen und hat seine Hunde am Wegesrand abgesetzt, wahrscheinlich eine Situation, die er auf dem Spaziergang so häufiger hat. Wäre der andere Hundehalter einfach vorbeigegangen, dann wäre auch rein gar nichts passiert.
    Problem war, dass Hundehalter B auf Björn zugekommen ist, so dass Björn nicht mehr ausweichen konnte und der Hund in einem Meter Abstand seinen Hund Emma anblaffte. Eine Situation, der Hundehalter A nicht hätte ausweichen müssen, sondern eine Situation, die er durch sein Herankommen erst so provoziert hat.

    Ich sehe wirklich nicht, warum Björn einen anderen Weg hätte gehen sollen. :?
    Wenn 2-3m Abstand reichen, dann braucht er doch keinen 50m Bogen schlagen.

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    ..oder....darf mein Hund in solchen Situationen selbst agieren habe ich einen gut sozialisierten Hund an meiner Seite. ;)


    Mein Hund darf agieren, wenn beide Hunde ohne Leine sind und ich davon ausgehen kann, dass sie ihre gegenseitigen Signale verstehen werden.

    Feste Regeln kenne ich auch nicht und mein Hund darf auch agieren und muss sich z.B. nicht von meinem Pferd umrennen lassen. :D Aber ich sehe mich in der Verantwortung ein gegebenes Kommando so umzusetzen, dass mein Hund eben gar nicht erst agieren muss -> meine Verantwortung.

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    Der Hund sieht sich selbst nicht als Gefahr.
    Wenn man ihn in einer neutralen Situation anleint, gar kein bestimmtes.
    In der Situation mit dem näherkommenden, fletschenden Terrier signalisiert man, du hast stillzuhalten und dich zu fügen, der andere darf alles. Dass da Frust aufkommt, ist ja wohl klar.


    Jepp, ich signalisiere meinem Hund damit, dass er jetzt hier nichts regeln braucht, etwas, was ich ihm schon vorher auch mit dem Platz signalisiert habe. Ich verdeutliche und sicher das nur durch die Leine nochmal ab. Wie viel Frust dabei entsteht ist auch einfach eine Frage der Übung, Erfahrung und Verknüpfung.

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    Du meinst, in beamtendeutsch gesprochen?
    Stellt sich die Frage, mit gesundem Menschenverstand betrachtet, womit hat er gerechnet? Dass alle 5 Hunde weiterhin still wie Statuen sitzenbleiben, hypnotisiert ins Leere starren, und sich sämtliche Frechheiten und Belästigungen sowohl vom Terrier als auch vom Besitzer gefallen lassen? Was hatte er noch vor? ;)


    Nein, nicht im Beamtendeutsch, sondern mit einer Portion Menschenverstand. ;) Nicht jeder Hundehalter hat so viel Ahnung von Hunden, dass er solche Situationen tatsächlich beurteilen und begreifen kann. Der Mann hat sich sicher nichts böses dabei gedacht, vielleicht wollte er ja einen Rat von Björn, weil dessen 5 Hunde so brav da saßen. :D Ich kann einfach nicht erwarten, dass alle Menschen um mich herum so viel Hundeverstand haben wie ich, das ist alles.

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    Naja, gut, es war davon auszugehen, dass der Terrier an der Flexi den Hund von HH B beißen wird. :ka: Das Verhalten vom Terrier und auch vom HH A deutete unmissverständlich darauf hin. Der Hund von B soll sich also beißen lassen, weil er von B den Befehl zum stillsitzen bekommen hat?


    Der Hund von A war noch einen ganzen Meter entfernt und es hat niemand gesagt, dass Björn es hätte zulassen sollen, dass er ganz ran kommt. Da ist Björn in der Verantwortung seinen Hund rechtzeitig zu schützen bevor der Hund sich in der Verantwortung sieht. Daher sprach ich ja auch davon, dass er seinen Hund überschätzt hat und einfach zu spät reagiert hat.
    Den Hund trifft wie immer keine Schuld. ;)

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    Wie? Wenn der gegnerische Hund deinem weiterhin am Arsch klebt? Oder an der Kehle?


    Tat er ja nicht, er war an der Leine und noch auf, wenn auch geringem, Abstand. Laut Schilderung der Situation hätte der andere Hundehalter auf Ansprache auch reagiert, Björn war einfach langsamer als seine Hündin. Reagiert ein Hundehalter nicht, dann würde ich mich in einer solchen Situation dazwischen stellen und/oder das Kommando auflösen.

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    quote="*Sascha*"]
    oder angeleint und gut.


    Das anleinen verhindert, dass A näherkommt? Das anleinen verhindert, dass der Hund von A den Hund von B beißt? Das anleinen verhindert, dass der Hund von B den inzwischen auf eine Distanz von 0 herangekommenen Hund von A beißt?[/quote]
    Der Hund war noch 1m entfernt und an straffer Leine, er hätte in dieser Situation Emma nicht beißen können. Wäre Emma in dieser Situation an der Leine gewesen, dann hätte auch sie ihrerseits nicht zum Terrier hinkommen können, wenn Björn sie entsprechend kurz abgesichert hätte. Das hätte ihm ein paar Sekunden mehr Zeit gegeben etwas zu unternehmen und den anderen Hundehalter anzusprechen. Das eigentliche "Dilemma" ist ja, dass Emma vor ihm reagiert hat/reagieren musste.

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    Und ich sage mir das ich keine Maschinen an meiner Seite habe sondern Hunde.


    Eben, und genau deswegen schütze ich meinen Hund vor solchen Situationen, indem ich ihm die Entscheidung abnehme und rechtzeitig reagiere.

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    Meine Hunde lassen sich auch sehr gut managen und lassen mich auch brenzlige Situationen regeln wenn ich darauf bestehe......aber in der Situation wie von Sleipnis beschrieben haette ich meine Emma (und nur Emma) auch selbststaendig agieren lassen.


    Warum sollte ich mir Ärger einhandeln und dazu noch unter Umständen die Tierarztrechnung begleichen müssen (oder auch meine Versicherung) und dann vllt noch einen hysterischen Hundehalter beruhigen. :? Wenn ich doch ganz einfach meinen Hund hätte bei mir behalten können und selbst den Hundehalter bitten kann, seinen Hund ein Stück beiseite zu nehmen.

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    Und nur auf Sleipnir's Situation bezieht sich meine Aussage mit dem "selbststaendig regeln lassen".....normalerweise regele ich brenzlige Situationen fuer meine Hunde.


    Die Frage ist, ab wann ist es denn eine Situation, die ich den Hund alleine regeln lasse? Bei 1m? Schon bei 1,5 oder 2? Wenn ich meinem Hund ein Kommando gebe und ihm damit sage, er soll sich zurückhalten, dann gilt das und ich sehe mich dann in der Verantwortung meinen Hund soweit zu schützen, dass er die Aufgabe, die ich ihm gestellt habe auch erfüllen kann. Muss mein Hund in dieser Situation selbst agieren, dann habe ich versagt.

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    Das einzige, was ich hätte machen können - und da sehe ich ja auch meine Teilschuld - ich hätte dem anderen Hundehalter früher sagen sollen, dass er nicht näher kommen soll...aber ich hab echt nicht damit gerechnet, dass der so nah kommt...und dann gings doch sehr schnell...


    Eben ;)
    Das nächste Mal bist du klüger.
    Ich sag ja, dumm gelaufen. :ka:

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    Das die Situation angespannt ist! Wahrscheinlich ein hausgemachter Fehler, aber meine Hunde laufen zu 99% ohne Leine und sobald ich sie dann doch mal an die Leine nehme sind sie einfach angespannt, weil sie "wissen", dass irgendwas passiert!


    Könnte man wohl tatsächlich ein bisschen dran üben, wenn es einem wichtig ist. Ich finde es schade, wenn Hunde an der Leine generell angespannt sind, muss ja nicht sein und ganz unvermeidlich ist die Leine ja nicht überall.

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    Wäre Emma angeleint gewesen hätte sie sich diese Provokation viel weniger bieten lassen und hätte ihrerseits viel früher in der Leine gestanden!


    Es wäre ja auch nicht die einzige Möglichkeit gewesen, diesen Vorfall zu verhindern. Du weißt ja nun, dass Emma ab einem bestimmten Zeitpunkt reagiert und musst deine Umwelt eben soweit im Blick haben, dass du rechtzeitig andere naivere Hundehalter warnen kannst, dann brauchst du ja auch gar nicht anleinen.

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    Ganz ehrlich.....waere ich in der Situation gewesen und mein absitzender Hund waere Emma gewesen haette ich sie vorgehen lassen um dem Terrier einen Abwasch zu geben....weil er es verdient hat und weil es eine lehrreiche Disziplin fuer ihn sein koennte.

    Ich haette aber auch nur bei Emma so gelassen reagiert, bei meinen anderen Hunden haette ich eingegriffen weil's sonst nicht bei einem toesenden Abwasch bleiben wuerde....Emma ist da eher besonnen und haelt sich in check.


    Warum sollte ich mich darum kümmern, dass die Hunde fremder Leute erzogen werden? Was weiß ich, warum der Hund da an der Leine so rumpöbelt, vllt ist er auch schon häufiger an der Leine angegriffen worden, das höre ich hier im Dogforum zumindest häufiger als Begründung.
    Das bringt mir nur unnötige Scherereien.

    Wenn ich meinem Hund sage, dass er sich irgendwo hinlegen/hinsetzen soll, dann soll er das tun und auch da bleiben, egal wie sehr er provoziert wird. Sehe ich, dass seine Geduld am Ende ist, er nicht weiter liegenbleiben kann, dann wird er rechtzeitig aus der Situation genommen oder angeleint und gut. Die Situation selbst auflösen oder regeln lasse ich ihn dann nicht, schließlich hat er ein eindeutiges Kommando bekommen.