Beiträge von *Sascha*

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    Es sagt ja keiner, dass Asko von jetzt auf gleich nicht mehr beachtet werden soll. Aber man sollte ihm (in meinen Augen) schon Stück für Stück beibringen, dass sich Frauchens und Herrchens Welt nicht ausnahmslos um ihn dreht. Das kann man ja auch sensibel tun.


    Eben, meist etwas, was der Mensch vorher verschlampt hat zu tun.
    Wenn ein Hund immer für einen der Größte war, sich alles immer nur um ihn drehte, dann braucht man sich nicht wundern, wenn er plötzlich "eifersüchtig" wird, wenn man einem anderen Lebewesen Aufmerksamkeit gibt, die sonst ihm gehörte. Hätte man seinem Hund von Anfang an klar gemacht, dass man ihm Aufmerksamkeit dann schenkt, wann man es für richtig hält, er diese aber weder einfordern kann, noch ein Recht darauf hat, dann hätte man diese Probleme nicht.
    Die Lösung kann jetzt nicht sein, dem Hund nun noch mehr Aufmerksamkeit zu geben und ihn genau darin zu bestärken, dass er der Dreh- und Angelpunkt ist. Natürlich ist es für einen Hund nicht nett, wenn er auf diese Art und Weise plötzlich erfahren muss, dass sein Weltbild nicht stimmt. Er wird Frust haben, sich vielleicht sogar eine Weile von seinen Menschen zurückziehen. Er wird aber lernen damit umzugehen und merken, dass er auch in seiner neuen Position im Rudel noch Beachtung findet und wichtig ist.

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    Richtet sich an User mit Hunden ab 3 Jahren aufwärts:

    Rasse, Geschlecht, Alter eures Hundes?


    DSH-Retriever Mix, Rüde unkastriert, 3,5 Jahre alt

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    Hat euer Hund größeres Interesse an Sozialkontakten mit fremden Hunden?


    Ja, hat er. Er nimmt jeden Hund zur Kenntnis und kommuniziert.

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    Was schätzt euer Hund an Sozialkontakten, worum geht es ihm?


    Ich denke, es geht ihm in erster Linie darum, wer im Revier so herumläuft. Gegenseitiges abchecken, gerade was die erwachsenen Rüden betrifft.

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    Spielt euer Hund mit fremden Hunden? Wenn ja, selektiert er da stark oder nimmt er alles, was auftaucht?


    Ja, er spielt.
    Bei Welpen, Junghunden und ängstlichen Hunden übernimmt er die Rolle des Animateurs oder wenn man es übertragen sehen will, die Rolle des mit den Kindern herumalbernden Onkels/Vaters.
    Bei Hündinnen geht es ihm mehr um den sexuellen Aspekt. Ein bisschen Geplänkel/Spiel gehört da fast immer zu.
    Bei Rüden werden die gegenseitigen Stärken und Schwächen ausgelotet. Dies geschieht ab und an auch mal in einer Art Spiel.

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    Was würde euer Hund bevorzugen:
    - Spiel mit einem (fremden) Hund
    - Spiel/Übungen/Arbeit mit euch
    - eigenständiges stöbern, schnüffeln, laufen, jagen


    Sascha ist sehr gerne mit einer Hundegruppe unterwegs, in der er auch einige Aufgaben übernimmt. Er "kontolliert" und kümmert sich in der Gruppe und sichert sie nach außen ab. Das beißt sich allerdings keineswegs mit einem eigenständigen stöbern, schnüffeln, laufen, jagen. Im Prinzip ist er immer unterwegs und beschäftigt.

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    Wie verhält sich euer Hund spielverrückten/aufdringlichen Junghunden (nicht Welpen) gegenüber?


    Sascha ist da generell eher nachsichtig. Es gibt für ihn ein paar wenige Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen, die setzt er dann durch eine kurze Ansage auch durch.

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    Hat sich das Interesse eures Hunden an fremden Hunden mit der Zeit gewandelt? Wenn ja, inwiefern und in welchem Alter?


    Na klar, als er noch jünger war, da wollte er einfach mit jedem Hund spielen, hat jeden Hund beschwichtigt wie ein Weltmeister und sich vor jedem Hund auf den Boden geschmissen. Dann kam die Pubertät, die Hündinnen wurden interessanter und es kam immer häufiger zu Konfrontation, er hat gelernt "seinen Mann zu stehen", Verantwortung in der Gruppe zu übernehmen, übermütigen Jungspunden ihre Grenzen zu zeigen, die Welpen anzuleiten. Er ist erwachsen geworden. ;)
    Wann? Im Alter zwischen etwa 1,5 und 3 Jahren. Rückblickend würde ich sagen, dass die Entwicklung mit 3 Jahren wohl einigermaßen abgeschlossen war.

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    Ist euer Hund mit bestimmten Hunden unverträglich? Bestimmte bekannte Hunde oder bestimmte Rasse oder bestimmtes Auftreten oder mit dem eigenen Geschlecht?


    Sascha hat nicht einmal einen Erzfeind. :???: In der Regel kommt er mit jedem Hund, jeden Alters, jeder Rasse und jeden Geschlechts klar. Er hat viel gelernt, auch, dass man nicht immer alles regeln muss und ungeklärte Verhältnisse durchaus Bestand haben dürfen.

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    Falls euer Hund mit bestimmten Hunden unverträglich ist oder allgemein unsicher ist, kennt ihr den genauen Grund?


    Sascha ist manchmal etwas unsicher, wenn er auf eine fremde Hundegruppe trifft, aber ich glaube, das ist normal. Er sendet dann eben sehr viele Beschwichtigungssignale aus.

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    Ist euer Hund mit zunehmendem Alter eher selbstbewusster oder eher unsicherer fremden Hunden gegenüber geworden? Wie drückt sich das aus?


    Selbstbewusster. Er ist sich seiner Kommunikation immer bewusster, weiß wie er sich verhalten muss, damit eine entsprechende Situation eintritt oder eben gerade nicht eintritt.

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    Darf euer Hund fremde aufdringliche Hunde deutlich zurecht weisen?


    Natürlich, wenn sie ihn bedrängen.

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    Ist das Verhalten eurer Hunde fremden Hunden gegenüber das Ergebnis von Erziehung oder hat euer Hund das selbst so entwickelt?


    Erziehung!

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    Macht es einen Unterschied, ob euer Hund angeleint ist oder frei läuft?


    Nein.

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    Was ist für euch das Optimum an gutem Sozialverhalten?


    Ein Hund, der seine Körpersprache optimal einzusetzen weiß und sich somit gegenüber seinen Artgenossen verständlich und klar ausdrücken kann. Ein Hund, der eher zurückhaltend agiert und darauf bedacht ist, keinen unnötigen Streit zu provozieren oder gar zu suchen.

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    Hat sich eure Einstellung zu Sozialkontakten mit anderen Hunden mit dem erwachsen werden eures Hundes geändert?


    Nein.

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    Lasst ihr euern Hund viel selber regeln/aufdringliche Hunde zurecht weisen oder nehmt ihr ihm das ab?


    Sascha regelt mittlerweile fast alles allein. Er darf alles allein regeln, was er allein regeln kann. Wenn er mit einer Situation überfordert ist, so greife ich ein, ebenso, wenn er es übertreibt (Was meist auch wieder aus einer Überforderung resultiert.)

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    Wie stellt ihr euch den perfekten Spaziergang bezüglich Sozialkontakten mit fremden Hunden vor? Wie stellt euer Hund sich den perfekten Spaziergang bezüglich Sozialkontakten mit fremden Hunden vor?


    Ich glaube, wir sehen es ähnlich. Der perfekte Spaziergang heißt, dass man fremde Hunde kurz im Freilauf abcheckt und je nachdem dann ein paar Schritte gemeinsam geht oder jeder seines Weges.

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    Stellt euch folgende Situation vor:
    Ihr macht Urlaub in einem Ferienhaus...Ferienhaus liegt in absoluter Alleinlage am Waldrand...Grundstück ist nicht eingezäunt...Terassentür den ganzen Tag offen...
    Würde euer Hund irgendwann die Gunst der Stunde nutzen und alleine losziehen oder würde er dableiben?


    Nicht irgendwann, sondern sofort. :hust:
    Sascha ist ein Streuner, wie er im Buche steht ...

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    Wäre nett, wenn ihr dazuschreiben würdet um welche Rasse es sich handelt


    DSH-Retriever Mix


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    Die Frage ist natürlich, wie man hoftreue definiert. Sascha läuft keine Kilometer davon und er kommt nach einiger Zeit auch wieder. "Weglaufen" in dem Sinne würde er nicht. Sagen wir, der "Hof" ist etwa einen Quadratkilometer groß, dann wäre er wohl hoftreu, ja. :lol:

    Versucht habe ich übrigens einiges, um ihn zumindest etwas hoftreu zu machen, ihm die Grenzen gezeigt etc. Ich habe es aufgegeben, seit fast einem Jahr haben wir nun einen Zaun ...

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    Was macht dich an der Aussage traurig das manchen User hier einzelne Hunde als Seelenhunde betrachten zu denen sie eine engere emotionelle Bindung besassen/besessen als zu anderen individuellen Hunden?


    Nicht die Aussage der User, sondern die Auszüge aus dem Buch, die ich beim Lesen nicht so verstanden habe, dass sie hier eine einzigartige Bindung zu einem bestimmten Tier, welches dieses dann für einen selbst so einzigartig macht, beschreibt.
    Für mich klangen diese Sätze eher danach, als wenn die Einzigartigkeit eines Tieres eben erst diese Bindung begründet.

    Natürlich habe ich zu einigen meiner Tiere eine stärkere Bindung als zu anderen und auch nicht jedes Tier hat eine emotionelle Bindung zu mir. Ich glaube meinen Meerschweinchen bin ich so ziemlich egal. :lachtot:

    Für mich macht die Bindung zu einem Tier, dieses Tier für einen bestimmten Menschen einzigartiger und wichtiger als alle anderen und nicht anders herum.
    Zu manchen meiner Tiere gehe ich bewusst keine starke Bindung ein und immer wird die Bindung stärker, je vertrauter mir ein Tier wird. Für mich ist es aber eben auch häufig eine Frage, wie viel ich überhaupt zu lasse.

    Ich hatte z.B. einen "Seelenkater" und ihn leider verloren. Danach habe ich mir geschworen nie wieder eine so starke Bindung zu einer Katze einzugehen. Für mich ist dieser Kater heute noch etwas besonderes, er ist deswegen aber nicht einzigartiger gewesen als alle meine anderen Katzen.

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    Ich finde Rather's Frage auch kein bisschen provokativ oder abstrus....klar habe ich eine Bindung zu allen meinen Hunden, aber ich hatte nach Jack nie mehr eine solch innige Bindung zu einem Hund.


    Geht es denn um Bindung? Ich kenne das Buch nicht und aus den Auszügen erschließt sich mir nicht automatisch, dass es hier um eine einzigartige Bindung geht.

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    Alle meine Hunde waren/sind etwas ganz besonderes. Jedes Tier auf seine Weise.

    Alle, meine Himmelhunde und die jetzigen waren und sind einzigartig.


    :gut: Das unterschreibe ich gern und erweitere sie noch auf alle meine Tiere. Jedes einzelne einzigartig.

    Mich macht es sehr traurig, wenn ich solche Aussagen, wie die eingestellte lese. Wie kommt es, dass man nur für manche, wenige Tiere so empfindet, sie so wahrnimmt. :sad2: :?

    Selbst wenn mir ein Tier mal nicht so lag/liegt und ja, die gab/gibt es auch, so war es doch immer einzigartig in seinem Charakter, seinem Wesen, das hat es ausgemacht. Jedes Tier für sich eine einzigartige Persönlichkeit, etwas Besonderes, egal ob Kuh oder Meerschweinchen. Der eine unscheinbar, kaum auffällig, der andere immer präsent und für jeden Quatsch zu haben, ich könnte über jedes meiner Tiere eine seitenlange Abhandlung schreiben, über seine einzigartigen Vorzüge und auch seine individuellen Probleme. Es gibt so unendlich viel, das jedes meiner Tiere einfach einzigartig macht.

    Zusätzlich zu bereits genannten Punkten, wäre mir ein wichtiger Punkt, dass die Orga ihren Schwerpunkt NICHT in der Vermittlung von Hunden aus dem Ausland hat, sondern in erster Linie im Zielgebiet aktiv ist. Behördenkontakte pflegt und in Absprache und mit Unterstützung vor Ort an einem nachhaltigen und langfristig angelegten Konzept arbeitet, dass die Vermittlung der Tiere nach Deutschland mittel- bis langfristig unnötig bzw. nur noch in Ausnahmefällen nötig macht.

    Außerdem würde ich keine Orga unterstützen, die ihr Geld mit der massenhaften Kastration der deutschen Vermittlungstiere verplempert.