Beiträge von *Sascha*

    Zitat

    Hi,


    Der Zusammenhang ist glasklar:
    Ein Hund, der HD hat, sollte sich auf gar keinen Fall fortpflanzen dürfen, da er die Neigung dazu vererben könnte. Zur zweifelsfreien Vermeidung von Nachwuchs -> Kastation.


    Und ich dachte immer, dass man (zumindest Rüden) mit Gelenkkrankheiten, wie auch HD, möglichst nicht kastrieren lassen sollte, da das Testosteron einen starken Einfluss auf die Muskelbildung und auch auf die Knorpelneubildung hat. :?

    Sicher sollte man trotzdem verhindern, dass ein kranker Hund Nachwuchs hat, aber das auf Kosten der Gesundheit des Tieres?

    Zitat

    mag auch ein vorurteil sein (aber zum ausräumen kann ich ja fragen ;)... aber sind spitze nicht die kleinen kläffer, die alle in die wohnung rein, aber niemanden mehr raus lassen?


    Erstens gibt es Spitze in groß und klein und nicht immer sind sie schlecht erzogen. :P Natürlich ist ein Spitz kein Labrador, dem jeder Fremde sofort zum besten Kumpel wird und dem Einbrecher wird er auch eher nicht beim Ausräumen helfen. :D Aber im Prinzip ist er genau das:

    Zitat

    bei meinen freunden habe ich immer das gefühl, das der hund "spürt" wer wilkommen ist, bzw. sich das merkt, wer vom hausherr "reingelassen" wird. jeder der neu ist, brauch erst mal bestätigung vom hausherr, sprich hundehalter. dann ist es auch gut, für die zukunft. alle anderen werden angekurrt und die bleiben dann auch stehen :-D

    Ein Spitz ist seiner Familie gegenüber absolut loyal und wird bei konsequenter Erziehung auch keinerlei "Fremdenhass" entwickeln. Er wacht, passt auf und meldet seinem Besitzer, das ist sein Job. Freunden und Bekannten gegenüber ist er aufgeschlossen, aber eben nicht "Jedermanns Liebling" wie der Labrador.

    Zitat

    sowas müsste doch auch ein labbi hinbekommen?


    Da täuschst du dich. ;) Ein Labrador wurde auf ganz andere Eigenschaften selektiert, er ist ein Jagdhund und ganz sicher nicht mit ein bisschen aufs Handtuch aufpassen und am Strand spielen, mal ne Runde Fahrrad fahren etc. auszulasten bzw. zufriedenzustellen.
    Und Wachhundeeigenschaften liegen ihm nun so gar nicht im Blut.

    Zitat

    als ich ihn dann bekam, fand er dinge entweder toll oder eben nicht, aber schwankte da nicht so zwischen.

    versteht man das :ops: ?


    Ja, und was ist an einem kindlichen Wesen nun so schlimm?
    Gerade dieses Schwanken ist es ja, wo ich in besonderem Maße Einfluss auf spätere Verhaltensweisen nehmen kann.

    Es geht nicht darum einem Welpen im Schnelldurchlauf die Welt zu erklären, das ist Quatsch.
    Aber es ist ein Unterschied, ob der Welpe in jüngerer Zeit in erster Linie ein Hunderudel, wenige Besucher, sehr wenige fremde Hunde (ohne die Notwendigkeit sich mit ihnen abgeben zu müssen), ein paar mal Auto fahren, eine schöne grüne Wiese und das ein oder andere Tier auf dem Spaziergang kennenlernt.
    Oder ob es für ihn einfach Normalität ist regelmäßig andere Hunde zu treffen, mit denen zu kommunizieren/zu spielen, regelmäßig mit dem Auto itgendwo hingefahren zu werden, seinen Menschen von A nach B über C überall hin zu begleiten.
    Es geht darum, wie geht der Welpe auf Menschen, fremde Tiere und andere Hunde zu, welche Grundeinstellung hat er zu diesen Dingen und auch ganz wichtig, welche Einstellung möchte ich meinem Welpen vermitteln.

    Klar kann der Besitzer Fehler machen, das kann aber auch der Züchter. Vielleicht macht er auch keine Fehler, vielleicht sieht er einige Dinge nur anders. Wolfsspitze sind eher abwartend und misstrauisch Fremden gegenüber. So war auch der Welpe meiner Nachbarin als sie ihn mit 8,5 Wochen übernahm. Sie hat daraufhin ihren Welpen genommen und die nächsten 2 Wochen ein Hardcore "Wir-lieben-Fremde-Programm" durchgezogen, weil ihr wichtig war, dass sich ihr Welpe auch Fremden gegenüber aufgeschlossener verhält. Hätte sie den Hund erst mit 12 Wochen bekommen, dann hätte sich sein Verhalten bereits gefestigt gehabt, sie hätte die Synapsen nicht einfach wieder anders schalten können. Das nur mal als ein Beispiel, warum es sinnvoll sein kann einen Welpen so früh selbst prägen zu wollen. Und ich lege Wert darauf, dass es sich keinesfalls um einen schlechten Züchter gehandelt hat, der die Welpen nicht oder falsch geprägt hat! Absolut nicht! Er hat eine gute Arbeit geleistet, aber jeder sieht halt das Verhalten seines Hundes aus dem eigenen Blickwinkel und für jeden Hundehalter ist ein anderes Bild das angestrebte Ideal.

    Die Frage ist doch auch, auf was oder wen möchte ich meinen Welpen prägen. Soll er auf ein Hunderudel geprägt werden (sofern der Züchter den eines hat) oder soll er auf seine Menschenfamilie geprägt werden? Automatische Defizite im Sozialverhalten kann ich jedenfalls bei mit 8 Wochen übernommenen Welpen nicht feststellen, da hängt es ja auch wieder daran, was der neue Besitzer daraus macht. Sozialverhalten erlernt sich nicht in 4 Wochen. ;)
    Ich sehe auch, dass die Phase des "Verstoßens" von der Mutter eine sehr wichtige ist, im Leben eines Welpen. Die Bindung zur Mutter wird dünner und der Welpe offen für neue.

    Ich gehöre auch zu denen, die ihren Welpen lieber vor der 10. Woche haben.
    Warum?
    Ich möchte meinen Welpen gerne so prägen, wie es für meine Bedürfnisse am Besten passt. Sicher tut auch ein guter Züchter sein möglichstes, aber ich kann mir bei allem Optimismus nicht vorstellen, wie er das in der Art und Weise, wie ich es mit einem Welpen tu, mit 8-12 Welpen schaffen will.
    12 Welpen kann man nicht mal eben unter den Tisch in der Eisdiele legen. 12 Welpen kann man nicht mit ins Restaurant, in den Bus, ins Altersheim, zum Friseur, zu Bekannten usw. hin mitnehmen. Selbst der Kontakt zu fremden Hunden und Menschen lässt sich häufig nicht so intensiv gestalten, gerade die schüchteren werden immer hinter ihren mutigeren Geschwistern zurückbleiben. Alle diese Unternehmungen bedeuten mit 12 Welpen sehr viel Planung und viele helfende Hände, es ist ein riesiger Aufwand.
    Bei mir ist es Alltag, mein Welpe kommt von Anfang an, einfach überall hin mit und lernt so mein und sein Leben kennen, völlig ungezwungen, ganz ohne Stress und Tamtam.

    Hinzu kommt, dass der Züchter, so gut ich ihn auch ausgesucht habe, nie in allen Punkten mit meiner Erziehungsphilosophie übereinstimmen wird. Jeder prägt seinen Hund anders, verschiedene Menschen legen da auch verschiedenste Interessen zu grunde. Auch muss mein Lebensumfeld nicht mit dem meines Züchters übereinstimmen. Nie kann man mehr Einfluss auf das spätere Verhalten eines Hundes nehmen als in dieser doch sehr kurzen Prägephase.

    Auch ist meiner Erfahrung nach mit 8 Wochen die Zeit, in der sich die Welpen langsam von der Mutter abnabeln (bzw. die Mutter sich von den Welpen) und andere Rudelmitglieder auf die Erziehung der Welpen Einfluss nehmen. Ich finde es sehr sinnvoll, wenn der Welpe in dieser Zeit seine neue Familie kennenlernt und diese die weitere Erziehung übernimmt.

    Bei Sascha gibt es keine lange Geschichte.
    Nachdem der Welpe ausgesucht war, habe ich einfach etliche Namenslisten rauf und runter gelesen. Übrig blieben Jesse und Sascha. Jesse konnte meine Oma irgendwie nicht aussprechen (alte Leute ohne Englischkenntnisse eben ;) ) also ist es bei Sascha geblieben.
    ich mag russische Namen und ich mag es, wenn Tiere "Menschennamen" tragen. Außerdem mag ich es nicht, wenn mein Hund so heißt wie jeder dritte Hund. So drehen sich beim Rufen eben nur die Menschen um. :lol: