Beiträge von *Sascha*

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    Aber es gibt sehr triebstarke Rüden, bei denen ich erst zum Chip (ev. sogar 2x, denn die Veränderung kann bis zu 1 Jahr dauern), und dann wirklich zur Kastration raten:

    1. der Hund bekommt dauerhaft gesundheitl. Probleme(Prostata, Vorhautentzündung), und ich meine nicht die eine Woche, wenn die Nachbarshündin ihre Stehtage hat. Da hilft auch eine Bachblütenkur!


    Ich denke, bei gesundheitlichen Probleme ist das keine Frage. Ich hab sogar wirklich mal die Prostata abtasten lassen als besagte Lieblingsfreundin meines Rüden gerade in der Standhitze war. Da war z.B. nichts vergrößert. Liebeskummer geht also nicht unbedingt gleich mit einer vergrößerten Prostata einher. ;)

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    2. der Hund hat wirklich ständig nur Poppen im Kopf etc., kann sich auf nichts anderes konzentrieren, OBWOHL ER NUR VERMUTET, DASS DA WAS LÄUFIGES SEIN KÖNNTE!


    Wenn der Hund sonst perfekt erzogen ist, eine hohe Frusttoleranz aufgebaut wurde, dann lass ich da mit mir drüber reden. Aber ansonsten kenne ich einfach zu viele, einfach nur unerzogene "Sexmonster".

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    3. Der Hund ist HYPERAKTIV, kann sich nicht konzentrieren, kommt nie richtig zur Ruhe! Ist aber nicht unbedingt nur hinter Mädels her- hyperaktiv halt!


    Und was soll die Kastration da genau bringen? Wenn der Hund hyperaktiv ist, dann hat das sicher seine Ursache. :?

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    Er hat weiter geknurrt und hätte gerne nochmal nachgesetzt. Ich hab ihn dann immer noch Weile festgehalten/angeleint und wenn der Feind ausser Sicht war, erst wieder frei gelassen.


    Ich bin gerade am Überlegen, aber der Bulli beim DF-Treffen war doch noch gar nicht außer Sicht oder hab ich das falsch in Erinnerung?
    Ich finde, du hast ihn doch super schnell herunterfahren können, so dass ein weiterer Freilauf schnell wieder möglich war.
    Ich würde solchen Situationen nun auch nicht grundsätzlich aus dem Weg gehen, aber eben rechtzeitig entsprechend eingreifen, wie du es ja auch gemacht hast.

    Das musst du doch wissen, ob du den Hund bei dir behalten willst, bis sich der Besitzer hoffentlich meldet oder ob du ihn abgeben willst. :D

    Polizei, Tierheim und am Montag das Fundbüro, dann gilt es abwarten.
    Nach einem Chip hast du schon schauen lassen?
    Ohren etc. nach Tätowierung überprüft?
    Bei Tasso angerufen?
    Ansonsten wissen umliegende TÄ häufig auch etwas, die kennen ja ihre Patienten, aber da wirst du wohl auch Montag erst etwas.

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    Sascha
    Das meinte ich lediglich so wie ich es schrieb. Da gibt es keinen direkten Zusammenhang. Ich hatte dir erläutert was ich meinte, es oben -wahrscheinlich - zu kurz gefaßt.


    Aha, ich komme bei deinen Schlussfolgerungen trotzdem nicht mit. Gegenstände berammeln, Menschen berammeln, andere Hunde berammeln, da macht sowohl mein Hund als auch ich große Unterschiede.

    Jedenfalls hatte ich noch nie das Gefühl als wenn mein Hund, nur weil er seine Decke berammeln darf (Ist mir doch wurscht, was er damit macht :ka:), plötzlich meint Menschen oder Artgenossen zu berammeln. Ich sehe da wirklich überhaupt keinen Zusammenhang.

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    so einfach ist das leider nicht.


    Wem sagst du das. :D Natürlich ist es nicht einfach und erfordert einiges an Arbeit.

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    Vor allem gibt es dann als Tipp vom Trainer nur: Lass ihn endlich kastrieren.


    Dann hat die Trainerin ihren Job verfehlt, sorry.

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    Heute z.B. lass ich ihn lieber zu hause. Lieblingsfreundin Meila hat die Stehtage und mit ihm nicht absolut nichts anzufangen. An diesen Tagen mag er nicht mal drinnen Suchspiele oder Unterordnung machen, lehnt teilweise sogar Lieblings-Leckerlies ab. Mhm.


    Naja, wenn Saschas Lieblingsfreundin ihre Stehtage hat, dann ist er auch ziemlich neben der Spur. :D Merkwürdigerweise so extrem nur bei ihr. Aber die drei Tage sind doch ein Witz bzw. fahre ich dann eben mal drei Tage woanders hin zum Spazierengehen, wenn ich keine Lust auf Schleppleine habe.
    Ganz ehrlich, ich hab das Gefühl, dass DU da ein Drama daraus machst. Bemitleide ihn nicht so, sondern erwarte einfach Gehorsam. Der kann sich auch zusammenreißen, wenn da ne schnuckelige heiße Hündin vor ihm steht. Das geht, ganz sicher! :D
    Alles eine Frage der Übung, Erziehung und Frusttoleranz. Daran lässt sich arbeiten.

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    Bei den Kuscheltieren ist es noch lustig und man empfindet es nicht als "störend", wenn dann die Menschen berammelt werden, wird es zum Problem. Deshalb würde ich schon das Kuscheltier berammeln unterbinden ;) .


    Ich meine den Zusammenhang, warum ein Hund, der Kuscheltiere berammelt, plötzlich Menschen berammeln sollte?

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    Ich wäre inzwischen auch dafür. Es nervt langsam, dass ich nie vernünftig mitmachen kann, weil gerade wieder eine seiner Auserwählten läufig ist. Wenn er in der Wohnung unruhig ist, nicht frisst und weint, tut er mir auch leid. Ist er drinnen doch eigentlich sehr ruhig und entspannt.


    Warum kannst du dann nicht vernünftig mitmachen?
    Gerade wenn er sich so aufführt, siehst du doch, wo ihr in der Erziehung noch Defizite habt und woran ihr noch arbeiten müsst. :?
    Immer ran an den Speck. ;)

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    Ich wollte darauf hinaus, dass es nicht mein erster Gedanke wäre (und war), welcher Rasse der Hund angehört, wenn nach und nach der Plan entsteht, sich einen Hund anzuschaffen.


    Hast du so aber nicht geschrieben. Du hast vielmehr gefragt, ob die Frage nach der Rasse überhaupt einen Gedanken wert ist.

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    Dass man sich nach dem Standardwesen der einzelnen Rassen erkundigt finde ich nicht unwichtig, oder überflüssig – um Himmels willen. Ich finde einfach nur andere Fragen wichtiger.
    Die da wären z.B.:
    [...]
    Und dann irgendwann:
    Welche Rasse ist für mich geeignet?


    Deine Fragen sind wichtig, klar, aber die Frage nach der Rasse bzw. nach Art und Wesen des zukünftigen Hausgenossen ist eben auch ein Teil der wichtigen Fragen, die man sich VOR Anschaffung des Hundes stellen sollte.

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    Mich erstaunt einfach, dass diese Frage meist als allererstes im Raum steht.


    Wie kommst du darauf?
    Ich denke, ganz zuerst steht die Frage, ob man überhaupt einen Hund haben möchte. :D Erst dann kann ich die Frage stellen, welche Art Hund ich haben möchte. Und ob ich mir nun vor oder nach der Auswahl in Frage kommender Rassen, die Frage stelle, ob ich einem Hund überhaupt gerecht werde, welche Rolle spielt das? Wichtig ist, dass ich mir diese Fragen VOR Anschaffung des Hundes stelle, aber wann, das ist doch nun wirklich egal. Wenn mein Wunsch ein Labrador ist, dann ist das eben so und dann stell ich mir eben die Frage, ob ich einem Labrador gerecht werde und nicht, ob ich irgendeiner anderen Rasse gerecht werden würde. Was spielt das für eine Rolle? Stelle ich fest, dass der Labrador sich nicht eignet, dann kann ich immer noch schauen, ob ich einen Hund einer anderen Rasse haben möchte oder nicht. Ob ich das so angehen würde spielt dabei überhaupt keine Rolle, aber wenn ein angehender Hundehalter so vorgeht, dann ist das absolut akzeptabel.
    Wobei ich nun nicht ganz verstehe, wieso du dieses Vorgehen in Frage stellst, wenn du doch eh der Meinung bist, dass ein Hund so gut ist wie ein anderer. :ka:

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    Ich finde es auch (unabhängig von der Rasse) viel zu pauschal/oberflächlich, wenn man sagt, ein alter Hund passt zu alten Leuten, oder ein quirliger Hund passt zu quirligen Leuten oder ein ruhiger Hund passt zu ruhigen Leuten. Oft ist es nämlich genau umgekehrt, Gegensätzliches ergänzt sich gut. Ein aufgeweckter Hund kann einen etwas faulen Menschen auf Trab bringen. Ein „verschlafener“ Hund kann einen hyperaktiven Menschen zur Ruhe bringen. Ein ruhiger Mensch kann einen nervösen Hund souveräner führen, als ein ebenfalls nervöser Mensch. Wenn man gleiches und gleiches zusammentut, entsteht manchmal eine explosive Mischung.


    Ich denke, diese Erkenntnis ist nicht neu. Natürlich muss man schauen, welcher Typ Hund zu welchem Typ Menschen passt. Pauschalisierungen bringen hier sicher keinen Erkenntnisgewinn.

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    Oft wird die Frage gestellt, was willst du später „machen“ mit dem Hund. Wie schon öfter erwähnt wurde, das dogforum ist nicht repräsentativ für die Allgemeinheit. Heißt, geschätzte 80% der Otto-Normal-Hundehalter würden auf die Frage antworten: „ :schiefguck: Machen? Wie .. machen. Na .. rausgehen. Da hinten lang. Die Wiese entlang und wieder zurück.“


    Und? Erstens gibt es tatsächlich Rassen die kein ausgefeiltes Beschäftigungsprogramm brauchen, manchmal auch, weil ihre natürliche Beschäftigung schon ganz selbstverständlich im Alltag des Hundehalters integriert ist und zweitens liegt es ja dann an uns diese Menschen darüber aufzuklären, dass dieses Programm so für die meisten Hunde nicht ausreichen wird.
    Warum aber soll sich jemand, der sich Gedanken um die zukünftige Auslastung und Beschäftigung seines Hausgenossen macht, sich mit solchen Hundehaltern vergleichen. Natürlich spielt es für den interessierten Hundehalter eine Rolle, wie er seinen späteren Hund auslasten will.


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    Ich hoffe, ihr versteht was ich sagen will. Was spielt es für eine Rolle, nach der gewünschten Rasse zu fragen, wenn derjenige nicht ein einziges Mal eine Hundeschule besuchen wird, geschweige denn einen weiterführenden Kurs machen will, in dem sein Hund rassespezifisch gefördert wird.


    Warum pauschalisierst du so und machst das Glück eines Hundes daran fest, ob sein Besitzer mit ihm eine Hundeschule besuchen wird? Warum soll ich einem Bauern keinen Spitz empfehlen, wenn der Bauer einen Hund sucht, der auf dem Hof rumliegt und ab und an mal mit im Trecker fährt? Warum soll ich dem erzählen, dass er mit dem Hund aber noch unbedingt Agility machen muss, wenn das doch eigentlich in diesem Fall völliger Quatsch ist, da der Hund bei diesem Bauern genau das bekommt, wofür er geboren wurde?

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    Jede Rasse muss in irgendeiner Form gefördert, gefordert und ausgelastet werden. Für jede Rasse ist es mMn unabdingbar, dass sich der zukünftige Halter Wissen aneignet, allgemein über das Thema Hund. Dabei passiert es ganz automatisch, dass man sich natürlich auch mit den Rasseeigentschaften beschäftigt und auseinandersetzt.


    Richtig, und dann stelle ich fest, dass sich die Eigenschaften einer bestimmten Rasse in meinen Alltag einfügen lassen, meinem Wesen entgegenkommen, oder ich stelle fest, dass ich mit dieser Art Hund nicht wirklich glücklich werden würde bzw. dieser Hund bei mir einfach nicht das bekommt, was er bräuchte.
    Warum müssen Hund und Halter sich verbiegen um zueinander zu passen? Warum suche ich mir nicht gleich einen Partner, der mich ergänzt? Genau deswegen sollte man sich mit den Eigenschaften und Bedürfnissen einer bestimmten Rasse VOR einem Kauf beschäftigen.

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    Besonders entsetzt mich immer wieder die Frage: Soll der Hund wenig oder viel Bewegung/Auslauf benötigen. - Ich finde, wenn schon so eine Frage zur Debatte steht, sollte man doch lieber gänzlich Abstand nehmen vom Hundekauf.


    Warum?
    Es gibt Hunde, die brauchen mehr Auslauf als andere. Was findest du daran jetzt wieder schlimm? Mein Hund braucht z.B. deutlich mehr Auslastung als der HUnd meiner Freundin. Das ist so, Punkt. Und nein, ich gehöre ganz sicher nicht, zu den Hundehaltern, die ihren HUnd zu einem workaholic machen. Dazu bin ich viel zu faul. :lol:

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    Was bringt es, wenn man im Vorfeld weiß, für welche Erbkrankheiten die Rasse prädestiniert ist?


    Ich kann bei der Auswahl des Züchters entsprechend Vorsorge betreiben.
    Ich kann durch rechtzeitige Untersuchungen bei meinem Hund Vorsorge betreiben.
    Ich kann durch eine angepasste Auslastung Vorsorge betreiben.
    usw.

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    Ja, da bist du leider die große Ausnahme.
    Aber daran sieht man, dass es sorum auch geht. Statt ein vorgefertigtes Bild und eine entsprechende Erwartungshaltung an den Hund zu haben, weil er ja nun mal dieser und jener Rasse angehört, passt du dich an die auf dich zugekommenen Gegebenheiten an.


    Unterschreibe ich so.
    Hab ich auch irgendwann in diesem Thread schon geschrieben. Im Endeffekt kann trotz weisester Voraussicht der Hund eben doch nicht dem Rasseprofil entsprechen und dann bin in erster Linie ich diejenige, die sich anzupassen hat, nicht der Hund! Trotzdem kann ich durch die Auswahl der passenden Rasse dieses Risiko minimieren. Warum soll ich mir denn nun noch absichtlich einen zu 99% Sicherheit unpassenden Hund anschaffen, wenn ich mir doch zu über 90% sicher sein kann, wenn ich klug wähle. Diesen Gedankengang verstehe ich nicht.

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    Und warum soll er mit seinem Husky Zughundesport machen?


    Er sollt zumindest ausprobieren, ob genau das DAS Ding seines Huskys ist, seine Lebenserfüllung. Wer einmal einen Hund in SEINEM Elemtent hat arbeiten sehen, der stellt solche Fragen nicht mehr!

    Vielleicht bist du diejenige Alina, die sich ihre Hunde passend macht?