Was ich nicht ganz verstanden habe ist, warum man bei der Ruge überhaupt nur auf die Idee kommt, nur an Symptomen herumzudoktorn. Sie ist Ersthundehalterin, natürlich noch nicht der Fachmann in Sachen Hund, macht einiges falsch, ist nicht konsequent genug, eben typische Anfängerfehler, aber sie zeigt sich doch absolut bemüht und hat grundsätzlich eine vernünftige Einstellung zur Hundehaltung und Erziehung (auch wenn Sonja Zietlow das anders sieht. 
Momentan ist der Hund in der Pubertät, nicht mehr der süße Welpe, er sucht seinen Platz im Rudel und bekommt dabei keine Grenzen gesetzt. Rütter bemerkt doch schon richtig, dass es sich beim Entlebucher nicht nur um einen Hütehund handelt (wie die Ruge übrigens wusste) sondern speziell um einen Treibhund, der um einiges robuster und weniger sensibel ist, eine konsequente Führung braucht.
Aber warum setzt man nun nicht genau dort an, stellt Hausregeln auf, zeigt der Ruge, wie sie konsequenter und zielgerichteter mit ihrem Hund umgehen kann. Der Bordstein z.B. war ein tolles Bsp., das Sofa, es gibt so viele Dinge bei denen man in diesem Haushalt ansetzen könnte um der Ruge ein paar mehr Führungskompetenzen zu geben und am Thron des Lupo zu wackeln, denn genau da sitzt er bzw. muss er momentan denken, dass er King Lui ist, der um den sich alles dreht, nach dem sich alle richten müssen. Er ist so ein toller Hecht, klar, dass er das auch allen in seinem Park mitteilen muss.
Der Knabe gehört einmal zurechtgestutzt, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, indem man auf viele viele Kleinigkeiten im Alltag deutlich mehr wert legt, die Ruge souverän und führungssicher auftritt. Was meint ihr, was es den Hund beeindrucken würde, wenn sie sich nur einmal richtig durchsetzen würde. 
Tja, und dann kommt der Rütter mit seiner Ballschleuder und ich bekomme große Augen. Hütehund und Ball.
ein NoGo
Klar kann man diese Hunde wunderbar auf den Ball fixieren und sie werden andere Hunde dafür stehen lassen, aber das ist doch keine Erziehung, das ist Suchtverhalten etablieren und fördern. Und da sagt ihr, die Ruge spielt nicht mit ihrem Hund? Was hat sie denn getan ganz zu Beginn der Aufnahmen? Auch mit dem Ball, aber deutlich ruhiger, haben sie dort gemeinsam in der Wohnung den Ball gesucht, das hätte man gut ausbauen können, mehr von der Bewegung weg und dafür gezielt den Kopf des Hundes ansprechen. Natürlich hätte man damit keine Chance gehabt den Hund von anderen Hunden abzurufen, da weniger Glückshormone freigesetzt werden, aber damit hätte man die Beziehung zum Halter tatsächlich stärken können. Wobei ich die Beziehung als solche gar nicht als so schlecht beurteilen würde, nur dass der Hund eben keine Grenzen kennt, die Ruge nicht die Kompetenzen besitzt.
Ich hoffe nur, dass Lupo durch dieses extreme Ballspielen jetzt nicht auch noch so extrem beutefixiert wird, dass er beginnt seinen Ball zu verteidigen, gegen die Besitzerin wohl nicht, denn die ist ja notwendig für seinen Spaß, aber gegenüber anderen Menschen und vorallem Hunden. Denn dann hat die Ruge immer noch nichts entgegenzusetzen, denn King Lui sitzt immer noch auf seinem Thron und die Ruge putzt den Thronsaal!