Beiträge von *Sascha*

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    Aber leider meinen ja viele Halter von intakten Rüden, dass das aufreiten zum Guten Ton unter Hunden gehört.... :zensur:


    Sascha reitet nicht auf, dass darf er weder bei Rüden noch bei Hündinnen. Er wirbt mit allen Regeln der Kunst und zeigt ein absolutes normales, nicht mobbendes Verhalten. Das einzige Falsche an dieser Situation ist, dass der Umworbene ein Rüde ist.
    Und natürlich greife ich ein, wenn ich sehe, dass der Rüde damit nicht umgehen kann, aber ich kann Saschas Grundeinstellung nicht ändern.

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    Müsste man mal definieren, ob "anderen Hund mögen" immer auch "miteinander spielen" heißt.


    Ah, da ist ja mein Gedanke.
    Sascha spielt nicht mit fremden Hunden und außerhalb des Grundstücks auch mit den bekannten Hunden kaum.
    Trotzdem würde ich sagen, dass Sascha sich sehr für andere Hunde interessiert und gerne kommuniziert. Er sucht den Kontakt, kommt mit anderen Hunden gut klar, aber spielen? Mehr als selten ...

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    Wenn Kontaktaufnahme, dann würde ich erstmal an den Hund vorbei gehen und dann hin lassen, wenn der andere Hunde zeigt, dass er Kontakt haben möchte.


    :? Traust du deinem Hund nicht zu selbst zu sehen, ob Kontakt von Seiten des anderen Hundes gewünscht ist oder kann er das nicht sehen?
    Ich finde es ehrlich erstaunlich, wie viele ihre Hunde eine Begegnung mit fremden leinenlosen Hunde nicht selbst regeln lassen.
    Natürlich, habe ich einen wilden Jungspund oder einen Welpen, dem die Regeln noch fremd sind, dann kläre ich vorher ob der andere Hund mit stürmischen Junghunden oder unkoordiniert herumtapsenden Welpen verträglich ist, aber einen erwachsenen Hund, dem trau ich eine freie Kontaktaufnahme schon selbst zu. Sascha weiß sich da ganz gut selbst zu verhalten und liest die Sprache der anderen Hunde deutlich besser als ich, auch weiß er, wie er sich zu verhalten hat, reagieren muss. Ich würde den Teufel tun, mich da einzumischen.

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    Gerade da hätte ich das nicht gedacht. Viele haben sich extra darauf spezialisiert, so von wegen Tellington Touch und hier und da und Tierpsychologiestudium, und prahlen auf der website mit Training bei Problematiken der verschiedensten Variationen u.a. auch Aggressionen gegen Artgenossen. :omg:


    :hust: Gerade da wundert mich das nicht ...
    ... nein, ich habe gar keine Vorurteile. ;)

    Natürlich sollte das Ziel immer sein, den Hund wieder in die Gruppe zu integrieren. Vielleicht wird man dies in seltenen Fällen nicht mehr so schaffen wie gewünscht, aber das kristallisiert sich dann im Einzeltraining heraus und ganz sicher nicht bevor der Hund überhaupt mal angeschaut wurde.

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    Kannst du das mal näher erläutern. Wie geht denn dein intakter Rüde mit Kastraten um?


    Wenn er sie als Rüden sieht, dann nimmt er sie im besten Fall nicht ernst. Häufig wirbt er aber auch um sie, wie um eine heiße Hündin. Und, wie gesagt, dies ist kein Einzelfall, wird aber nicht immer von den Besitzern so erkannt.

    P.S. Wegerziehen habe ich mit Absicht in Anführungszeichen gesetzt. Man kann keinen Trieb wegerziehen, man kann einen Hund aber dazu befähigen mit seinem Trieb klar zu kommen, ihn unter Kontrolle zu bekommen. Durch Gehorsam und insbesondere dadurch, dass man generell die Frustrationstoleranz auch in anderen Bereichen erhöht. Man kann ihm unterschiedliche Verhaltensweisen gestatten, ihn läufige Hündinnen bewusst erleben lassen und trotzdem immer wieder deutliche Grenzen setzen, dann entsteht auch kein Triebstau.

    annia
    Dieser Hund ist ja nun kastriert, da kann nun niemand mehr etwas dran ändern.

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    Naja, ich kenne wirklich einige kastrierte Rüden - und die haben im Gegensatz zu vielen unkastrierten Exemplaren verhältnismäßig wenig Probleme mit anderen Rüden. Meine Erfahrungen...

    LG Bea


    Tja, und meine ist da eine ganz andere.
    Allerdings ist meine Erfahrung auch, dass sich die Besitzer der Hunde dessen häufig gar nicht bewusst sind, weil sie es gar nicht anders kennen.

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    Aber wie gesagt, alles kann man NICHT mit Erziehung umlenken und das sollte man auch niemanden unterstellen und sich als Heiligen und ultimativen Hundeerzieher hinstellen. Das find ich dann einfach nur überheblich!


    Ich finde es eher überheblich zu sagen, dass niemand anderes bei diesem Hund ohne Kastra hätte "wegerziehen" können. ;)

    Mein Hund ist sexuell sehr motiviert, allerdings hat er auch eine sehr hohe Frusttoleranz. Beides wirkt ineinander, wie könnte ich da seinen Sexualtrieb mit dem Trieb eines Hundes vergleichen, der auch sonst mit Frust nie richtig umzugehen gelernt hat. Es spielen immer einige Dinge hinein, ganz so einfach ist die Triebstärke nicht zu beurteilen.

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    Leiden eure Tiere ohne Eier? Werden sie dann von Artgenossen ausgelacht und als "Weicheier" bezeichnet? Stehen sie dann nicht mehr ihren "Mann"? :roll:


    Ja, genau so ist es häufig bzw. in der Regel.
    Und ja, das meine ich bitterernst.

    Wunderheilung über Nacht durch Kastration, naja, ich spreche dann lieber vom Placeboeffekt.
    Eine Kastration wirkt so schnell nämlich gar nicht ... :roll: