Beiträge von *Sascha*

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    Meine Tochter hat sich eine 10 Wochen altes Kätzchen aus dem TH geholt. Gekostet hat es 75.-- Euro.


    :schockiert:
    Hier kosten die Kätzchen mit Erstimpfung 35,- mit Zweitimpfung 40,- , gechippt, entwurmt, entfloht sowieso.
    Die erwachsenen Katzen 85,- bzw. 90,- , die sind dann aber auch schon kastriert. Günstiger gehts auch nicht, wenn man die Katze nicht aus dem TH holt.

    Dass meine Katzen nicht aus dem TH sind, liegt einfach daran, dass ich soweit nicht fahren/laufen brauche, um eine Katze zu finden, die Hilfe braucht.

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    Ist das echt das Recht eines älteren Hundes?


    Nein, aber es zeigt sehr deutlich, dass der Havaneser mit der Situation überfordert war. Die Arbeit des Älteren/Statushöheren ist es u.a. die Jungspunde unter Kontrolle zu halten, ihnen nicht zu viel Freiraum zu geben und vorallem sich selbst nicht von ihnen in Zweifel ziehen zu lassen. Je souveräner ein Altrüde ist, desto unproblematischer und unscheinbarer läuft dies ab. In diesem Fall ist der Rüde aber selbst erst 18 Monate und steht, auch wenn er ein Kleinhund ist, noch voll in der Entwicklung. Er hat einfach (noch) nicht die Souveränität und daher versucht er sich an allen möglichen Stellen zu profilieren. Da geht es einfach um die Frage, wer darf etwas, wer darf nichts (all das sind Ressourcen/Rechte sind Ressourcen). Je souveräner ein Hund, desto mehr lässt er zu, je kleiner der Statusunterschied, je größer die Bedrohung durch den Jüngeren, desto häufiger wird sich der vermeintlich Statushöhere durchsetzen wollen, den Jüngeren eingrenzen und reglementieren wollen.
    Hinzu kommt der Größenunterschied, dein Joker ist scheinbar auch nicht der, der sich so einfach dem kleineren Havaneser fügen will, der ihm momentan so pö a pö den Status streitig macht. Der Havaneser ist eine ziemlich unsichere aber eben zu selbstbewusste arme Socke. Er wird lernen müssen, sich zurückzunehmen, seinen Status in dieser Hundegruppe wird er nicht halten können.

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    Sicher, zwei jüngere Rüden, wobei Gismo älter ist und eben der Besuchshund ist.


    Er hatte sich nicht mit Gismo, sondern mit Joker. Joker ist 9 Monate (?) alt, der Havaneser der Mutter 18 Monate.

    Sorry, aber da ist es völlig normal, dass der scheinbar recht selbstbewusste Havaneser beginnt sich mit Joker als Konkurrenten auseinanderzusetzen. Dass man da regulierend eingreifen muss, das ist klar, denn sowohl der Havaneser als auch Joker sind der Situation nicht gewachsen gewesen. Der eine frech wie Rotz hat die Drohsignale des Älteren einfach ignoriert, der andere wahrscheinlich mehr als notwendig und sicher nicht überzeugend genug, seinen Status präsentieren wollen.

    Natürlich habe im meinem Hause ich das Sagen :lol: soweit sollte man mich hier kennen, aber zu ignorieren, dass Hunde eben auch ihre Dinge klären, auch wenn der Mensch es nur in einem bestimmten Rahmen gestattet, das halte ich für fahrlässig. Mein Hund wir immer jeden Rüden, der hierherkommt abchecken und sich entsprechend als "Hausherr" (eben Hund mit den älteren Rechten) präsentieren, aber ebenso wird er jeden Hund in seinem Revier dulden, weil ich es so von ihm verlange. ;)

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    Hm, Dein Hund hat angefangen :???:
    Sehe ich anders.
    Der andere Hund beansprucht etwas, was ihm nicht gehört, aber er denkt, daß es ihm gehört.
    Also, hat nicht Gismo angefangen, sondern der andere Rüde.


    Wir sind doch nicht im Kindergarten. Oder wollt ihr jetzt mit den Hunden ausdiskutieren, wer angefangen hat, wer berechtigte Ansprüche hat, wer nicht?

    Hier hat ein Hund einen Anspruch erhoben, der von dem anderen Hund nicht akzeptiert wurde. Beide Hunde haben den Streit nicht vermieden, ihn wahrscheinlich sogar gesucht.
    Ungeklärte Verhältnisse, zwei Jungrüden und schon hat man diese Situation ... alles kein Drama. Nächstes Mal deeskaliert ihr vllt lieber schon etwas eher, indem ihr die Initiative übernehmt. ;)

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    Also seit ein paar Wochen wird er von kaum einem unkastrierten oder spät kastrierten Rüden mehr geduldet und weg geknurrt.


    Dein Kleiner ist 10 Monate alt, oder? Nun stell dir mal einen 15/16-jährigen jungen Bengel vor, der gerade beginnt den schicken Mädels und jungen hübschen Frauen hinterherzupfeifen und nun stell dir weiter vor, dass er eben im Überschwang seiner Gefühle auch mal die ein oder andere Frau anbaggert, auf die bereits ein vllt 10 Jahre älterer Mann sein Auge drauf geworfen hat. Was meinst du, in wie viele Fettnäpfchen der junge Mann treten wird, bis er genug Erfahrung gesammelt hat, zu sehen, wann und wie, bei welcher Gelegenheit, er sein Interesse an einem Mädchen sinnvoll und gefahrlos bekunden kann. ;) Und nun stell dir vor, dieser junge Mann hat noch weniger Verstand, er ist nämlich ein Hund. ;) Dann bist du etwa in der Phase in der sich dein Hund gerade befindet.
    Es stimmt, es gibt einige Rüden, die sehr schlecht damit zurecht kommen, andere Rüden neben ihren Mädels zu dulden. Das ist schlichtweg fehlende Erziehung. Kein Rüde muss es toll finden, wenn sein Mädel von einem anderen angebaggert wird, aber wenn ich ihm verbiete deswegen zu stänkern, dann hat er es zu lassen. Natürlich klären Rüden im besten Fall recht subtil ihre Ansprüche gegenüber den anwesenden Hündinnen. Das ist auch völlig in Ordnung und wird auch nicht ausarten, solange zwei souveräne Altrüden oder ein souveräner Altrüde und ein Jungrüde aufeinandertreffen. Probleme gibt es dann, wenn entweder zwei gleichstarke Jungrüden aufeinandertreffen oder ein sehr besitzergreifender (eben nicht unter Kontrolle stehender) Altrüde oder auch ein, in der Situation sehr dominanter und auftrumpfender, Halbstarker beteiligt ist. Solche Rüden solltest du jetzt meiden. Bring deinen Kleinen mit gefestigten, souveränen Altrüden zusammen, die ihm ruhig aber deutlich Grenzen setzen werden, dann wird er lernen vorsichtiger zu werden, mehr Beschwichtigungssignale auszusenden und damit, mit weiterer Reife, auch mit immer schwierigeren Rüden klar kommen. Er wird lernen, dass der direkte Weg nur dann der richtige ist, wenn er der deutlich Überlegene, der mental stärkere, ist.

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    Das möchte ich natürlich nicht!!


    Gerade unsichere Hunde werden durch eine Kastration häufig noch unsicherer. Für junge Hunde ist es normal, dass sie eben eine Phase durchmachen, in der sie eben nicht mit allen 4 Pfoten auf dem Boden stehen. Gerade in eine solche Phase sollte man niemals hineinkastrieren, das kann dramatische Folgen haben. Besser ist es immer, mit dem Hund an seiner Souveränität und Sicherheit zu arbeiten, ihm durch das eigene Auftreten Sicherheit vermitteln, aber eben auch Grenzen setzen. Ich persönlich finde, dass die Phase der Reifung zwischen 1 und 3 Jahren, die schwierigste in der Erziehung eines Rüden sind, in dieser Phase werden die weichen gestellt. Stellt man sie gut, dann werden sich in der Regel die Gründe, die zunächst für eine Kastration sprachen, verflüchtigen.


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    Das ist mir ja auch bewusst und darauf habe ich mich auch eingestellt. Nun ist es aber so, dass er vor 1,5 Wochen von einem älteren Rüden böse gebissen wurde und sowas möchte ich ihm nicht mehr zumuten, außerdem möchte ich nicht, dass er durch sowas Aggresionen oder sonst was gegen andere Rüden entwickelt.


    Du hast es in der Hand. Tu deine Arbeit gut und du wirst den Lohn ernten. ;)

    Natürlich gibt es immer Gründe, die trotz aller Arbeit für eine Kastration sprechen können, aber die Vermeidung von Stress bei Hundebegegnungen und die Hoffnung, dass ein kastrierter Rüde weniger zur Zielscheibe potenter fremder Rüden wird, ist in der Regel kein guter Grund. Unsicherheiten verstärken sich, wie gesagt, durch die Kastration und kastrierte Rüden haben ihre ganz eigenes Päckchen zu tragen, das Hundebegegnungen nicht häufig erst stressig werden lässt. Auch dieser Stress entläd sich leider häufig in der Aggression gegen Artgenossen, gerade wenn es sich um einen eher unsicheren Hund handelt. Und damit drehen wir uns jetzt im Kreis. Bei einem unsicheren Hund sollte man von einer Kastration abraten, hast du allerdings die Unsicherheit im Griff, ist dein Kastrationsgrund nichtig.

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    Über eine Vollkastration denke ich erst seit ein paar Wochen nach, da Wuff vermehrt schlechte Erfahrung mit anderen Rüden macht (auch spät kastrierte) und ich ihn quasi davor verschonen möchte.


    Inwiefern macht er schlechte Erfahrungen mit anderen Rüden?
    Häufig kann eine Kastra solche Probleme noch verstärken. Kommt ganz darauf an, welcher Art diese Probleme sind.
    Zwischen 1 und 3 Jahren macht jeder Rüde eine Phase durch, in der er sich bzgl. seiner sexuellen Identität neu orientiert. Das betrifft sowohl das Verhalten gegenüber Hündinnen als auch Rüden. Soweit völlig normal. Schwierigkeiten inbegriffen. ;)

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    Danke Artisae, ich finde es auch immer wieder erstaunlich, warum nicht auf die Fragen eingegangen werden? :/


    Weil der Grund keine unerhebliche Rolle für die Beantwortung der Frage stellt.

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    Diese Frage stelle ich mich mir zur Zeit auch und das ist wirklich ein verwirrendes Thema!
    Tatsache ist aber, dass ich meinen Wuff auf jeden Fall kastrieren lassen werde, da bei ihm ein Hoden nicht aus der Bauchhöle rausgefunden hat


    Wenn rechtzeitig kastriert wird, dann reicht es aus, wenn der nicht-abgestiegene Hoden herausgenommen wird. Der abgestiegene kann verbleiben und dem Hund eine völlig normale Entwicklung ermöglichen. Wenn mein Rüde einen nicht-abgestiegenen Hoden hätte, dann würde ich ihn noch Ende des ersten Lebensjahres entfernen lassen.
    Oder wünschst du eine Vollkastra, wenn ja, aus welchen Gründen?

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    Amigo und Kira kommen aus Griechenland (Kreta bzw. Thessaloniki), Gremlin aus Spanien (Mallorca). Alle drei waren allerdings bereits in deutschen Pflegestellen (Amigo & Gremlin) bzw. in einem deutschen TH (Kira).


    Das spielt für die Umfrage keine Rolle. Für die Umfrage definiere ich einen deutschen Tierschutzhund als einen Hund, der bereits eine deutsche Endstelle hatte und dann wieder neu vermittelt wurde.

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    Ich kann nichts auswählen, Cleo ist ein Rassewelpe aus privatem Unfallwurf. Als Vermehrer kann und will ich die Leute nicht darstellen, das wäre gelogen - es gibt nunmal auch "echte" Unfälle.


    Legt doch nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Von Vermehrer steht da nichts. Und Privatvermehrung ist in diesem Zusammenhand weder negativ noch positiv sondern einfach neutral gemeint. Von Zucht kann man bei einem Unfallwurf eben auch nicht sprechen. Zu jeder Zucht gehört ein Zuchtbuch, das hat kein Privatvermehrer und damit ist die korrekte Begrifflichkeit Vermehrung und nicht Zucht. Irgendwie muss man es ja benennen. Zwischen Unfallwürfen und gewollten Würfen wollte ich nicht unterscheiden, weil das häufig schwer zu trennen ist.

    Ich habe übrigens selbst einen Mischling aus Privatvermehrung. ;)