Beiträge von *Sascha*

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    Kennt ihr eigentlich Philippe Karl? Mit seiner Ecole de Legerete? Ich frag, weil ich viele Bilder sehe, wo die Pferde die Köpfe doch sehr weit unten haben und ich erst gelernt habe, bei einer supertollen Reitlehrerin, dass das ziemlich schlecht ist. Nicht nur für die Gewichtsverteilung des Pferdes, sondern auch weil es das Pferd sehr beim Sehen einschränkt. Nur so als Beispiele.
    Ich fand das am Anfang sehr befremdlich, weil ich eigentlich auch immer abwärts gearbeitet hab, aber sie hat mich eines besseren belehrt ;)


    Ich verstehe nicht ganz, was du meinst. Ein vorwärts-abwärts ist einfach ein nötiger und sinnvoller Ausbildungsschritt. Bei weiterer Ausbildung kommt dann immer mehr Gewicht auch auf die Hinterhand und das Pferd richtet sich auf. Ein gut gerittenes v-a ist ja auch keinesfalls mit einem Latschen auf der Vorhand zu verwechseln.

    Falsch ist es natürlich, das Pferd eng, tief und "rückwärts" zu reiten, das verhindert genau die Aktivität der Hinterbeine und schränkt natürlich auch die Sicht ein. Gibt aber eine spektakuläre Vorhandaktivität, wenn das Pferd aus der "Rundung" gelassen wird ... :hust:

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    Ich kenne spontan mind. eine Hand voll Leute, die gerne ohne Helm ritten - und bei einem flotten Trab oder Galopp einen tief hängenden Ast übersahen. Zwei Mal ging es ohne grösseren Schaden aus, eine hatte einen Schädelbasisbruch und eine ein Hirntrauma.


    Und ich kenne spontan mehr als eine Handvoll Leute, die immer und immer wieder guten Gewissens auf Pferde steigen, auf die ich mich in meinem Leben so nicht draufsetzen würde. Ich finde, dass viele Reiter doch ziemlich Lebensmüde erscheinen, obwohl sie mit Helm und Sturzweste reiten.
    Gegen etwas gegengeritten bin ich bisher immer nur mit Helm und das obwohl ich ja eigtl immer ohne reite.
    Und ich habe mich auch nicht bewusst gegen einen Helm entschieden, sondern nur nicht für einen. Ich hab bisher einfach noch nicht das Bedürfnis gehabt, beim Reiten einen aufzusetzen. Wenn ich unsicher bin, dann bleibe ich lieber gleich auf dem Boden.
    Ich wehre mich einfach dagegen, dass man als Ohne-Helm-Reiter häufig als minderbemittelt und verantwortungslos dargestellt wird, nur weil man auf die Sicherheit des Helms verzichtet. Setzt sich aber jemand auf ein Pferd, das nicht vernünftig eingeritten wurde (und dazu zählen für mich alle Pferde, die aktiv versuchen ihren Reiter loszuwerden) oder auf ein Pferd, das allein aus Bewegungsmangel schon die Wände hochgeht, dann gilt das als völlig normal. Verkehrte Welt mMn.

    Ich glaube von mir sind nur Mit-Helm-Bilder drin, obwohl ich zu 99,9% ohne reite, schon immer. Ist also nichts, was ich mir später irgendwann angewöhnt habe. Mir ist die Sicherheit im Sattel aber sehr wichtig, da ich auch keine Lust habe mir mein Genick zu brechen oder die Wirbelsäule, versuche ich möglichst gar nicht erst herunterzufallen und lege entsprechend sehr viel Wert auf ein vertrauensvoll ausgebildetes, sicheres Reitpferd. Klar bleibt ein Restrisiko, wie immer im Leben halt ...
    Aber ich würde mich als durchaus sicherheitsbewusster reitend einstufen als so manch einen Mit-Helm-Reiter. Die Reduzierung auf die Reitkappe, was den Sicherheitsaspekt betrifft, empfinde ich persönlich als ziemlich begrenzte Sicht auf diesen Aspekt. Es gibt noch sehr viele andere Dinge, die das Reiten sicherer oder eben gefährlicher machen können.

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    Ähm, die Kinder kannten das Kaninchen doch vorher auch nicht?


    Scheinbar nicht lange, aber es war klar, dass dieses eine Kaninchen genau wegen ihnen sterben sollte. Ich denke auch nicht, dass der Landwirt hereinkam und sofort mit der Schlachtung begann. Also was passiert, wenn man mit einem süßen Tier in eine Klasse geht? Die Kinder bauen mehr oder weniger sofort eine Beziehung auf, dafür sind es Kinder. Und das Ritual der Verabschiedung durch die Kinder wird ja in den Zeitungsartikeln durchaus beschrieben. Und damit wird das Ganze zu einer Angelegenheit, die die Kinder persönlich betrifft.
    Für Menschen und auch Kinder ist eine Schlachtung, gerade wenn sie nicht damit aufgewachsen sind, eh schon ein etwas mulmiger, trauriger, vllt sogar erschreckender Moment, da sollte man zuminderst verhindern, dass ihnen das Kaninchen vorher noch ans Herz wächst. Spätestens nach der Unterschriftenliste hätte man das Projekt "Kaninchen" abbrechen müssen, bzw. zunächst ein klärendes Gespräch mit den Kindern führen müssen. Gegen den Willen der Kinder für sie ein Kaninchen zu schlachten, geht gar nicht!

    Eben, es ist ein riesiger Unterschied, ob man sagt: "Komm, wir schlachten jetzt "unser" Kaninchen und essen es", oder, "Komm, wir gehen jetzt mal wohin, wo Kaninchen geschlachtet werden und schauen uns an, woher unser Essen kommt."

    Nah, meine erste Schlachtung habe ich z.B. nur ganz beiläufig gesehen, weil das Huhn nun einmal sterben musste, damit wir die Wölfe am Nachmittag füttern konnten (Praktikum im Wildpark).
    Da hat keiner gesagt: "Oh schau mal, das Huhn werden wir gleich schlachten und essen. Streichel es nochmal und verabschiede dich von ihm." und es hat auch niemand schon Tage vorher davon geredet, dass mir dieses dramatische Ereignis bald bevorstehen wird. Ich hatte auch keine Zeit erst einmal eine Unterschriftensammlung für dieses Huhn zu starten usw.
    Also fahr mit den Kindern aufs Land und schließe den Tag mit dem Gänsebraten oder einem Spanferkel ab. Lass meinetwegen die Gans keulen, während die Kinder nebenan auf der Wiese toben, aber mach doch das Ereignis nicht zu etwas Dramatischem, Ungewöhnlichem, Schrecklichem und Persönlichem! (Und genau das tust du eben, wenn du die Kinder erst eine Beziehung aufbauen lässt!)
    Und meinetwegen kannst du auch mit den Kindern im Zuge einer Projektwoche "Woher kommt unser Essen", am dritten oder vierten Tage in einen Schlachthof fahren, warum auch nicht? Ich sehe da nichts Dramatisches dran.

    Ich glaube, wenn sie das Kaninchen erst noch mit einem selbstgebauten Speer mit selbstgeschliffener Speerspitze gejagt und erlegt hätten, dann wäre das wirklich nicht mehr im Sinne des Tierschutzes gewesen. :D
    Kaninchen esse ich übrigens auch nicht.

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    Wie realitaetsfremd werden den die Kinder zum Teil erzogen?


    Und genau das ist hier das Problem.
    Eben weil es für die Kinder etwas ist, mit dem sie wahrscheinlich in ihrem Leben noch nie konfrontiert wurden, darf man sowas nicht mit der "Holzhammermethode" nahebringen.

    Ein vernünftiges Projekt vorher: "Woher kommt unser Essen." und dann darf man auch gerne die Kinder ganz gezielt mit der Schlachtung konfrontieren, aber bitte nicht, indem man die Kinder noch Abschied nehmen und damit eine Beziehung aufbauen lässt.

    Der Transport ist ausdrücklich aus dem Geltungsbereich der TschHundeVerordnung ausgenommen, ebenso übrigens wie die Haltung von Versuchstieren und die tierärztlich angeordnete Behandlung im Krankheitsfall.

    Und nein, wie schon mehrfach erwähnt beginnt die Haltung nicht in dem Moment, in dem der Hund in die Box gesteckt wird. Ab wann tatsächlich eine Haltung vorliegt wird erst im Einzelfall vom Amts-Vet oder vom Gericht entschieden. Auch dazu gibt es bereits massig Bsp. in diesem Thread.