queeny
Genau so sehe ich das auch. Finde aber, dass jeder der einen Junghengst aufzieht die Möglichkeiten haben sollte dem Tier zunächst einmal die Klöten zur Entwicklung zu lassen. Vor 1,5 Jahren, besser erst im darauffolgenden Frühjahr, sollte man mMn nicht kastrieren.
Früh kastrierte wachsen länger, was dann auch wieder Probleme mit Knochen, Sehnen und Bändern geben kann.
Beiträge von *Sascha*
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Ich habe sehr hohe Ansprüche an die Haltung meiner Pferde. Das heißt eine Einzelhaltung nur mit Zaunkontakt käme für mich nicht in Frage. Zudem stehen die Pferde hier im eigenen Stall, also muss es hier passen. Tatsache ist, wir haben zwei Offenställe, die momentan auch, eben wegen der Junghengstaufzucht, getrennt nach Geschlechtern bewohnt werden. Im Sommer sind die Jungs jetzt etwas außerhalb auf der Weide und haben keinen direkten Stutenkontakt, aber im Winter lässt sich der nicht vermeiden. Zudem ist der Jung nicht meiner, sondern gehört meiner Freundin und Nachbarin und die fühlt sich auch nicht unbedingt fähig mit einem Reithengst umzugehen bzw. möchte sie ein möglichst unkompliziertes Pferd in Haltung und Umgang.
Ich bin nicht generell gegen eine Hengsthaltung, aber nicht um jeden Preis. In den meisten Fällen ist die Chance auf ein artgerechtes Leben als Wallach eben höher wie als Hengst.
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Wobei die Frage ja wirklich ist, warum man die Klöten nun unbedingt schon mit einem Jahr abnehmen lassen soll, wenn es einem nicht um das Händeln/Verhalten geht. Den Leuten hier geht es da in erster Linie nämlich tatsächlich darum, dass sich ein Hengstverhalten gar nicht erst entwickelt, das Jungpferd einfacher zu händeln ist.
Ich würde/mache eine Kastration gar nicht so sehr am Verhalten fest, sondern an der körperlichen und geistigen Entwicklung. Das unser Jährling irgendwann die Klöten verliert steht jedenfalls aufgrund der späteren Haltungsmöglichkeiten, momentan außer Frage.
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noch ist er viel zu jünglich, als dass ich ihm die Hormone klauen könnte.
er verhält sich total unterwürfig und hat sich noch nicht einmal Hengst-typisch verhalten.
Also alles im grünen Bereich :^^:
Und selbst wenn, dafür ist er eben ein Junghengst. Wenn man damit meint Probleme zu haben, dann sollte man sich eben keinen jungen Hengst kaufen.
Ich bin auch immer wieder irritiert, wie viele Pferdemenschen erstaunt gucken, weil "unser" Hengstjährling seine Klöten noch hat und die so schnell auch noch nicht ab sollen. Ich wusste gar nicht, dass es mittlerweile gang und gäbe ist, die im ersten Frühjahr zu kastrieren. Als mein Robin damals geboren wurde, da meine ich, jedenfalls ist bei mir damals nichts anderes angekommen, dass es normal war, die Junghengste mit 1,5-2 Jahren legen zu lassen. Heute, etwas mehr als 10 Jahre später, höre ich von allen Seiten nur noch, dass sie mit einem Jahr legen lassen.
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Mama ist eine AV-Stute und der Papa ein Berber-Hengst.
Wer denn, wenn man mal fragen darf? :) -
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Mir ist ehrlich gesagt immer noch nicht ganz klar, was du bzw. deine Reitlehrerin meinen, [...]

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Bei dieser Reitlehrerin, die nach Phillippe Karl arbeitet, hab ich aber gelernt, dass das so nicht sinnvoll ist. Nimmt das Pferd den Kopf nach unten verlagert sich das Gewicht logischerweise auf die Vorhand. Dazu kommt noch das Gewicht des Reiters.
Ein weiterer Punkt gegen Kopf nach unten ist das sehr stark eingeschränkte Blickfeld, dass das Pferd so automatisch bekommt. Eine Folge kann auch hier Unsicherheit im Gleichgewicht sein.Läuft ein Pferd aufgerichtet kann es dem Reiter auch wesentlich besser deutlich machen, wenn gerade irgendwas nicht passt. (Ein wichtiger Punkt wie ich finde, da man so gleich eine Rückmeldung für seine Reitweise bekommt)
Das Gewicht verlagert sich automatisch weiter nach hinten.
Mir ist ehrlich gesagt immer noch nicht ganz klar, was du bzw. deine Reitlehrerin meinen, denn Philippe Karl reitet seine Pferde sehr wohl auch in Dehnung und unterrichtet das auch so.
Für die Aufrichtung braucht ein Pferd Kraft, die hat es nicht einfach so. -
Zitat
http://www.youtube.com/watch?v=l1jF4E4QnAg&NR=1
Klasse Video!
Hah geil, ich mache das Video an und bekomme einen Schreck, bin gerade dabei meine Einstellung zu Herrn Klimke zu überdenken und dann kommt: "Hier sehen wir, wie es nicht aussehen soll!"

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Und nur damit hier jetzt kein falsches Bild aufkommt, auch ein Philippe Karl reitet seine Pferde vorwärts-abwärts.

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Ziel ist doch normalerweise, dass das Pferd das zusätzliche Gewicht des Reiters mit der Hinterhand übernimmt und da ist es eher kontraproduktiv es den Kopf nach unten nehmen zu lassen.
Jo, aber dafür braucht es erst einmal genügend Kraft.
ZitatZumal eine tiefe Hand auch Druck auf die Zunge ausübt, was sehr unangenehm fürs Pferd ist.
Erst einmal hat eine tiefe Hand überhaupt nichts mit einem tiefen Kopf zu tun und zweitens kommt es auf den Winkel im Maul an, wo das Gebiss wirkt.ZitatHier nen Link zu einem Video mit Phillippe Karl:
http://www.youtube.com/watch?v=g63g9r9_N3Q&feature=related
Sein Odin ist genial, oder?
ZitatVielleicht mach ich nen extra Thread auf deswegen, find das sehr spannend zu diskutieren

gerne