Beiträge von *Sascha*

    Ja, ich weiß, dass es auch Leute gibt, die Training und Unterbringung bezahlen ... ihr Anteil ist wahrscheinlich geringer als der Anteil der Leute, die wollen, dass der Tierarzt umsonst operiert ...

    Mich irritiert echt diese Erwartungshaltung, dass man den Hund irgendwo umsonst oder zumindest billig abgeben können muss, wenn es unbequem wird. Ich kenne auch Geschichten, da kommen die Besitzer dann zwei Jahre nach Abgabe des ersten bissigen Hundes mit dem nächsten Abgabehund, gleiche Rasse, wieder bissig ...

    Wieso scheint es eigentlich vielen Menschen so normal und üblich zu sein, dass man seinen problematischen Hund einfach irgendwo abgeben kann und irgendein anderer soll dann für die Folgekosten aufkommen. Genau daran krankt doch das System. Einen gefährlichen Hund zu halten, das kostet viel Geld, Können und Training und bitte, das ist doch so als würde ich den Tierarzt auffordern meinen Hund umsonst zu operieren, weil er doch gefälligst so ein Tierfreund sein muss. Auf die Idee kommt doch auch keiner.

    Er selber sagt doch, dass ca. 80% vererbt wird. Da bleibt wenig "Knete" übrig. Hier sind wir bei dem interessanten Thema Vererbung / Erziehung.

    Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt oder ob da wissenschaftlich etwas dran ist. Mir fiel nur bei dem Wort "Knete" gleich ein, dass ich das da gehört habe und fand das Video dann auch recht passend bzgl. der Bedenken der Themenstarterin.

    Und für mich liest sich das hier einfach nach Torschlusspanik, eben die Angst etwas passenderes zu verpassen und vllt doch den falschen Welpen zu erwischen. Egal ob jetzt bei dieser Züchterin, egal ob der "ruhige" oder der "quirlige" Welpe, wie sich ein Welpe entwickelt, das lässt sich nie 100% vorhersagen, er ist immer eine Wundertüte. Hier wurde doch alles Mögliche im Vorwege getan, es wurde eine passende Rasse ausgesucht, man hat eine tolle Züchterin gefunden, man hat einen passenden Welpen ausgesucht und alles erschien gut. Bei den Besuchen kann man selbst keine Unterschiede im Verhalten der Welpen entdecken, die Mutterhündin macht einen tollen Eindruck und nun wankt man plötzlich im letzten Moment, weil die ausgesuchte Hündin als aufgeweckt und eine andere als ruhig beschrieben wird. Vllt ist die "Ruhige" Zuhause ganz anders und vllt ist die "Quirlige" ja doch nur ein ganz normaler Havaneser.

    Unser erster Hund "Wuschel" begleitete mich häufiger auf Ausritten mit dem Pferd. Als eine meiner Begleiterinnen auf einem dieser Ritte vom Pferd stürzte, legte sich Wuschel direkt neben meine Bekannte und blieb genau da liegen bis der Rettungswagen kam. Er hatte keine engere Beziehung zu meiner Bekannten, aber er muss wohl gespürt haben, dass sie hilflos war und Hilfe benötigte.

    Irgendjemand im Trainersektor meinte mal, man kann sich einen Welpen vorstellen wie einen kleinen Haufen Knete.

    Von Grund auf bleibt es die selbe Knete, aber sie ist noch sehr weich und formbar, und wird erst laaaangsam zäher, bis es ein relativ fester Klumpen ist.

    Man sucht sich somit als Welpen also quasi eine Art "Rohmaterial" aus, auf dem man aufbaut.

    (153) Die Top Tipps und Tricks vor dem Hundekauf - Sucht man Welpen anhand des Charakters aus? - TGH 189 - YouTube

    Dirk Biller war es, jedenfalls redet er von Knete. :-D


    Ich würde mir nicht so einen Kopf machen. Klingt für mich nach Torschlusspanik. Nur weil ein anderer Welpe JETZT gerade ruhiger ist, heißt das nicht, dass dein Welpe besonders hibbelig ist.
    Und übrigens schätzen auch Züchter ihre Welpen häufig falsch ein.

    Häh? Ich verstehe die Diskussion gerade nicht, aber ich kann auch etwas beisteuern.

    1. In Schleswig-Holstein gibt es keine Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit. (Dafür aber 365 Tage im Jahr im Wald)

    2. In S-H gibt es keine Rasselisten.

    3. Jeder Hund jeder Rasse kann nach entsprechenden Vorkommnissen als gefährlicher Hund eingestuft werden.

    4. In umzäunten öffentlichen Freilaufgebieten dürfen gefährliche Hunde in S-H mit beißfestem Maulkorb frei laufen.

    5. Gefährliche Hunde können in S-H frühestens zwei Jahre und nach bestandenem Wesenstest und ausführlichster tierärztlicher Begutachtung durch einen Fachtierarzt für Verhaltenskunde ihren Gefährlichkeitsstatus wieder aberkannt bekommen. Ich glaube, wir sind das einzige Bundesland mit "Resozialisierungsklausel".

    Ach ja,
    6. Um einen gefährlichen Hund auszuführen braucht man einen Sachkundenachweis und der Hund muss an 2m Leine und mit Maulkorb geführt werden. Da ich keinen Sachkundenachweis gemacht habe, kann ich nicht sagen, ob darin gelehrt wird, dass gefährliche Hunde nur einzeln geführt werden dürfen.

    Meiner hat letzte Woche mitten in der Gruppenstunde an der kurzen Leine mitten auf den Hundeplatz gekackt. Gut, da war dann tatsächlich Gras drunter, aber es standen immerhin mehr als 10 Hunde und Menschen drumrum. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Nee, aber ernsthaft, gerade weil ich mit meinem letzten Hund Sascha wirklich große Probleme hatte bei Besuchen in der Großstadtmitte einen Platz zu finden, den er als Natur genug befunden hat. Habe ich bei Timur keinen Wert mehr darauf gelegt. Bei Sascha war es noch schön angenehm, dass ich hier auf dem Land nie Kottüten dabei haben musste, aber heutzutage muss ich ganz ehrlich sagen, liegt so viel Hundekot überall an den Wegesrändern, dass man das eh wegmachen sollte und dann passt es mir viel besser, wenn der Hund sich nicht in Gebüsch oder Brennnesseln drückt. Also habe ich Timur nie irgendwelche Vorschriften gemacht, wo er kacken darf und wo nicht und so ist ihm der Untergrund wirklich völlig egal.

    An Baumscheiben in der Stadt lasse ich übrigens überhaupt nicht pinkeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für die Bäume gut sein kann in der Menge.

    Ich finde es ja total müßig, über Versäumnisse oder gar Schuld zu diskutieren, denn niemand von uns war dabei, keiner weiß, was denn nun eigentlich genau passiert ist.

    Der Begriff "Kampfhund" ist einerseits natürlich richtig, aber andererseits eben in seiner Bedeutung gesellschaftlich vorbelastet, weswegen ich seine Verwendung in Berichten nicht als neutral werten kann. Ich fände es sinnvoller, wenn man eben die Rasse einfach bezeichnen würde, sofern sie denn bekannt ist.
    Ob der zweite Hund zu Recht oder zu Unrecht nur am Rande erwähnt wurde, mag ich ebenfalls nicht beurteilen, da niemand von uns weiß, was sich da genau zugetragen hat. Natürlich liest man diesen Bericht und hat direkt wieder das Gefühl, dass hier eine Art Hunde direkt wieder verunglimpft wird und man gerät dadurch auch sofort in eine Abwehrhaltung, aber wer von uns weiß schon, was genau passiert ist. Es lässt sich also schwer beurteilen, ob hier die Schilderung im Vergleich zum tatsächlichen Geschehen unangebracht war.

    Das (Tierschutz-)gesetz gilt für alle.

    Käufer und Verkäufer gleichermaßen, d.h. der eine darf nicht verkaufen und der andere nicht kaufen.

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

    In der Hundehaltungsverordnung steht nichts von Kauf oder Verkauf, es steht dort, dass der Welpe nicht von der Mutter getrennt werden darf, wenn das gesundheitlich nicht notwendig ist. Im Falle einer Trennung sind die Wurfgeschwister gemeinsam zu halten. Die Trennung wird aber nicht durch den Käufer, sondern den Verkäufer vollzogen, daher würden mich hier jetzt echte Erfahrungswerte interessieren, ich halte nämlich nichts davon, den Käufern vor einer Anzeige Angst zu machen!

    Gibt es dazu Erfahrungswerte, dass der Übernehmer eines Welpen, der zu jung abgegeben wurde, "einen drauf bekommen" hat? Ich würde das doch arg bezweifeln, schließlich hat er den Welpen nicht von der Mutter getrennt, sondern das liegt doch ganz klar in der Verantwortung des Verkäufers.
    Und natürlich sollte jeder auch noch im Nachhinein bitte melden, wenn er einen Welpen unter 8 Wochen übergeben bekommen hat, denn selten handelt es sich wohl um Einzeltäter.