*Sascha*
Klar informieren sich Leute oft zu wenig. Aber abgesehen davon, dass ich denke, dass ein Verkäufer, Verein, Züchter ehrlich aufklären sollte, würde es in meinen Augen wirklich einen großen Unterschied machen. Sprich mir geht es hier nicht mal so sehr darum die Schuldfrage zu klären, sondern zu überlegen, was wirklich das Problem vermindern könnte.
Ich helfe gelegentlich bei einer lokalen Tierschutzgruppe aus und bekomme dort alle Abgaben mit. Frisch adoptierte Tierschutzhunde, frisch gekaufte Privatabgaben und gerade in die Pubertät kommende Gebrauchshunde vom Züchter machen den Löwenanteil der "bitte helft mir, ich komme nicht mehr klar" Nachrichten aus. Und grundsätzlich ist es so, dass Verkäufer/Züchter/vermittelnder Verein entweder nicht mehr erreichbar sind oder sagen "nicht unser Problem".
Diese Woche sind es alleine zwei TS-Hunde die vor weniger als einer Woche adoptiert wurden und richtig schön Probleme machen. Sorry, aber wenn die Vereine verpflichtet wären ihren aggressiven HSH-Mix wieder zurück zu nehmen, würden sie es sich vielleicht vorher 3mal überlegen, ob sie den blind in ne Familie mit kleinen Kindern stecken.
Ja, ich verstehe was du meinst und ich sehe das Problem natürlich auch. Gerade das Problem, das Auslandshunde ohne Back up von sogenannten Tierschutzorganisationen vermittelt werden, ist für mich ein echt rotes Tuch. Aber natürlich auch Züchter, die ihre Welpenkäufer nicht entsprechend aussuchen und dann auch keine Hilfe oder Begleitung leisten wollen.
Trotzdem, für mich ist das keine Frage von Schuld, sondern erstmal eine Frage von Machbarkeit. Wie sollte eine gesetzliche Regelung aussehen, dass Hunde z.B. 6 Monate zurückgegeben werden dürfen. Das würde bedeuten, dass der Kauf rückabgewickelt wird, der Käufer seinen Hund einfach bei Nichtgefallen zurückgibt, der Züchter das Geld zurücküberweist und es überhaupt keine Rolle spielt, warum genau der Hund zurück geht, wer da wirklich oder überhaupt etwas verkorkst hat, nein, in jedem Fall würde dann der Verkäufer dafür aufkommen, egal welchen Schwachsinn der Käufer veranstaltet hat, das halte ich nicht für richtig.
Deswegen würde ich es andersrum angehen und den Käufer befähigen, einen passenden Hund für sich auszusuchen und zu erkennen, auf welche Dinge er bei der Auswahl eines Züchters, einer Tierschutzorga oder Verkäufers achten sollte.
Außerdem gehört der Markt stärker reguliert und kontrolliert, wie das dann genau insbesondere bei Auslandsvermittlungen aussehen kann, dazu fehlt mir allerdings auch noch die richtige Idee, denn eigentlich sollte man doch davon ausgehen können, dass Tierschutzvereine ihre Hunde natürlich immer zuerst nur auf Probe vermitteln, insbesondere dann, wenn die Hunde vom Foto ausgesucht wurden und direkt an den neuen Halter gehen. Aber wie man das regulieren könnte, ich habe dazu spontan keine Idee.