Beiträge von *Sascha*

    Ich denke, mittelgroß, mittelschwer und ohne extreme körperliche Merkmale (bezügl. Schnauzen- und Kopfform, Länge der Beine und Ohren, Falten, Rute, Rücken,…) ist man ganz gut dran, wenn man beim guten Züchter kauft.

    Nur noch mal zur Erinnerung: nicht mittelgroße und mittelschwere sondern kleine und leichte Rassen haben quer durch die Studien die längste Lebenserwartung. Zwergpudel und Dackel gehören zu den Rassen mit der längsten Lebenserwartung.

    Dass kleine Hunde im Schnitt länger leben als große hat aber nichts mit der Gesundheit sondern mit dem Alterungsprozess zu tun. Ist z.B. bei Pferden genauso!

    Ich finde die Passform einfach schwer zu beurteilen, weil die Perspektiven nicht so gut gewählt sind und weil der Maulkorb einfach viel zu locker verschnallt ist, deswegen der Hinweis mit dem Nasenpolster. Um die Länge zu beurteilen, muss der Korb ja erstmal weit genug auf der Schnauze sitzen.

    Er sitzt auf jeden Fall zu locker, wenn du ihn einfach so über den Kopf ziehen kannst. Das Polster kann man auch ändern. Kenne einige Hunde, wo die Polster abgemacht wurden und neue so angefertigt wurden, dass sie mit dem Draht abschließen, weil das Polster sonst in den Augen hängt. Bei Timur haben wir das auch so gemacht.

    Jetzt ist doch mal wieder klar, dass jeder seine Lieblingsrassen empfiehlt.

    Konkrete Zahlen und Studien würde ich aussagekräftiger finden als Plaudern aus dem Bauch heraus und Anekdoten über Einzelexemplare.

    Ich finde das völlig okay, wenn hier auch ein bisschen aus dem Bauch heraus erzählt wird und natürlich kennt man sich in der Regel mit der eigenen Rasse am besten aus. Ich sehe das Thema hier als Sammelsurium. Jemand schlägt eine Rasse vor, jemand anderes hält eine Gegenrede. Es ist doch klar, dass es DIE gesunde Rasse nicht gibt. Aber ich finde das Thema gut, eben genau als Gegenpol zum Qualzuchtthread. Welche Rassen sind noch oder wieder weitgehend gesund? Welche Probleme gibt es evtl. dennoch und gibt es hier evtl. auch Linien, die für Probleme bekannt sind, während andere gesund sind usw.

    Klar ist das subjektiv.

    Studien finde ich auch gut, wenn es welche gäbe, die Rassen in ihrer Gesundheit als ganzes vergleichen. Wird es wahrscheinlich nicht geben, weil viel zu umfangreich. Eine Studie wird in der Regel immer nur eine Krankheit im speziellen untersuchen und das hat dann wieder Null Aussagekraft und kann höchstens dazu dienen, die Gesundheit einer Rasse zu widerlegen.

    Fragen wir doch Mal andersrum... Welche Rasse könnte man denn noch kaufen/empfehlen, die mindesten die ersten 10 Jahre (gerne natürlich Lebenslang, aber das wäre utopisch) ohne größere Baustelle durchs Leben geht, abgesehen von normalen akuten Krankheiten wie beim Menschen auch?

    Für mich muss/sollte ein Hund (gekauft, sowie eigen gezogen) mindestens die ersten 10 seiner Lebensjahre (gerne auch Lebenslang, aber das wäre utopisch) ohne größere Auffälligkeiten durchs Leben gehen, darf natürlich Mal einen Schnupfen/Erkältung etc haben, aber das sind ja meist auch nur kurzzeitige Sachen, und schnell behoben...

    Also, bei welcher Rasse bräuchte man sich die ersten 10 Lebensjahre keine Gedanken machen bzgl irgendwelcher Krankheiten/Auffälligkeiten?

    Ich hatte ja überlegt, dafür ein neues Thema aufzumachen. Dachte aber, da kommt dann eh nicht so viel bei rum, aber vllt ist das wirklich ein neues Thema wert? Besser als wenn es hier unter Qualzuchten untergeht?

    Ich fände es grundsätzlich gut, wenn es wieder weniger Show- sondern mehr Arbeitslinien gäbe. Wo liegt der Vorteil in einer Showlinie? Was soll ich mit einem Hütehund, der nicht Hüten kann, einem Jagdgebrauchshund, den ich nicht mit zur Jagd nehmen kann oder einen HSH, der nicht an die Herde kann. Ich finde diesen Trend, dass jede Rasse ein einfacher Familiensofahund sein muss, echt schrecklich. Meiner Meinung nach sollte jeder Zuchthund auch auf seine rassetypischen Eigenschaften und seine Eignung getestet werden.

    dann gäbe es aber sehr viele Rassen wahrscheinlich gar nicht mehr. (wäre mir persönlich wurscht), aber was wäre dann noch übrig als echter Begleithund? Ja eigentlich nur die kleinen Plüschexplosionen oder nasenlosen. Alle anderen Rassen entstanden irgendwann für irgendeinen Arbeitsgebrauch.

    Ja, und bei vielen Rassen wäre es sicherlich auch gar nicht falsch, wenn sie etwas aus dem städtischen Alltagsbild verschwinden würden. Anderen Rassen fehlt das heutige Arbeitsbild, da kann das Zuchtziel doch auch gerne "Begleithund" sein/werden. Entscheidend für mich ist, dass eben nicht nur Exterieur sondern auch Interieur beschrieben und geprüft wird.
    Wenn der Hund angeblich "ausdauernd" sein soll, dann muss er halt am Rad über die km getestet werden. Wenn er "kinderlieb" und alltagstauglich sein soll, dann muss ein entsprechender Wesenstest durchgeführt werden usw.

    @Cindychill
    Ich kenne mich mit Malis nicht aus, aber ich denke, die, die wirklich für den "Dienst" gezüchtet werden, die haben die Nerven sicher genau da, wo sie sein sollen, denke ich. Das sind aber sicherlich keine Hunde, die jedermann dann mal einfach so halten sollte.

    Ansonsten war es in erster Linie eine Feststellung, dass Hunde, die etwas leisten müssen, in der Regel auch gesünder gezüchtet werden.

    Ich fände es grundsätzlich gut, wenn es wieder weniger Show- sondern mehr Arbeitslinien gäbe. Wo liegt der Vorteil in einer Showlinie? Was soll ich mit einem Hütehund, der nicht Hüten kann, einem Jagdgebrauchshund, den ich nicht mit zur Jagd nehmen kann oder einen HSH, der nicht an die Herde kann. Ich finde diesen Trend, dass jede Rasse ein einfacher Familiensofahund sein muss, echt schrecklich. Meiner Meinung nach sollte jeder Zuchthund auch auf seine rassetypischen Eigenschaften und seine Eignung getestet werden.

    Natürlich trägt jeder von uns als Teil unserer Gesellschaft eine Verantwortung für diese Hunde, die ein "Abfallprodukt" unserer Gesellschaft sind. Und ich finde es unerhört, dass dies von privaten Initiativen/Vereinen aufgefangen werden muss.

    Das die Gesellschaft sich verantwortlich fühlt, klappt ja noch nicht einmal, bei den Menschen, die am Rande der Gesellschaft sind.... die fallen auch durchs Raster

    Das empört mich ebenso.

    Ich denke, man kann sicher festhalten, wenn Hunde "gebraucht" werden, im Sinne eines richtigen Jobs, dann wird man selten Qualzuchten finden.
    Fehlt der Aspekt der Nutzbarkeit, dann sind Türen und Tore geöffnet für allerlei Humbug in der Zucht.