Beiträge von *Sascha*

    An Abgabe würde ich tatsächlich nicht denken aktuell. Ihr habt den Fehler gemacht und der Welpe musste sehr darunter leiden, warum sollte sie das jetzt auch noch ausbaden?!

    Ist halt die Frage, was für den Hund schlimmer ist, bleiben oder gehen. Kommt der Hund in erfahrenere Hände kann er wahrscheinlich ein völlig normales glückliches Leben führen. Bleibt er bei der Themenstarterin bleibt es die Frage, wie schnell diese genug über das Verhalten von Hunden lernen kann, ihre Naivität ablegt, ob sie dabei kompetente Hilfe vor Ort hat und ob sie ihre negative Einstellung dem Hund gegenüber ablegen kann.

    Wenn der Hund sowieso Minimum eine bestimmte Größe und Gewichtsklasse haben soll, was spricht denn dann dagegen bei einer bekannten Rasse zu bleiben und sich evtl. einfach nur schon ein etwas älteres Modell anzuschaffen?

    Generell bin ich aber der Meinung, dass es durchaus sein kann, dass die Haltungsbedingungen, mitverantwortlich sein können, wenn Hunde so dermaßen aggressiv werden.

    Vielleicht wurden sie auch absichtlich "scharf" gemacht.
    Trotzdem darf man nie denken, dass Genetik keine Rolle spielt und jeder Hund nur mit ganz viel Liebe niemals aggressives Verhalten zeigt. Der erste Schritt ist immer Aggression als normales hündisches Verhalten wahrzunehmen und es nicht zu negieren und immer nur und ausschließlich auf die Haltung, Aufzucht oder schlechte Erfahrungen zu schieben. Nein, es werden nicht alle Hunde mit dem gleichen Aggressionspotential geboren.
    Wenn sich der Fall mit den zwei Malis so darstellt, wie es beschrieben steht, dann sehe ich da wirklich null Ansatzpunkte hier noch eine Resozialisierung ins Spiel zu bringen. (Also wenn die Hunde nicht sowieso schon getötet worden wären.) Ab einem gewissen Punkt ist ein Hund einfach nicht mehr gesellschaftstauglich.

    Also ich beziehe mich jetzt auf die von dir nicht gefundene/gelesene Facebookdiskussion, nicht auf deinen Einwand.

    Ok, ich hab das Pfeifen bei 1:55 jetzt auch gehört, das könnte der Rückpfiff für die Hunde gewesen sein.

    Ich musste es mehrfach abspielen, um es zu verstehen (und ich wollte doch gar nicht mehr :D ):

    Am Anfang sagt er:

    "Ich hab gewartet, dass der Hirte kam, der hat die Schafe weggemacht. Die Hunde werden scheinbar gerade hier gefüttert. Aber ja, so sieht dit aus, Alter. Und jetzt begegnet denen mal alleine. Guckt euch dit an.(Ja was sagt ihr dazu? oder so ähnlich) Dit is nich lustig."

    Interpretier ich so, dass er davon ausgeht, jetzt mit Hilfe des Hirten durch die Herde zu kommen. Und er das wohlweislich nicht allein versucht hätte.

    Ja, und dann ruft er dem Hirten zu, der soll gefälligst seine Hunde zurückrufen, der reagiert aber nicht. Bei 0:30 bleibt er dann stehen, weil sich die Hunde vor ihm Aufbauen. Weil er stehenbleibt und nicht weiter auf die Herde zugeht, wenden sich bereits einige Hunde wieder ab. Zwei bleiben jedoch ganz massiv stehen und signalisieren klar und deutlich "Keinen Schritt weiter!". Ja, und dann geht er weiter, obwohl die Hunde da sind und der Schäfer nicht reagiert. Ich denke, der Schäfer ist davon ausgegangen, dass jeder vernunftbegabte Mensch stehenbleibt oder eben wieder geht bis sich alle Hunde abwenden.
    Ich gehe auch davon aus, dass es wahrscheinlich schon vor dem Video eine Auseinandersetzung mit dem Schäfer gegeben hat, so wirkt es zumindest auf mich. Die Anspruchshaltung des Wanderers, dass weder Schafe noch Hunde dort etwas zu suchen haben, ist jedenfalls deutlich zu erkennen, finde ich.

    Meinst du, er hätte auch auf "sein Recht" bestanden, wenn dort ein Bär gestanden hätte?

    Ich sehe keinen Zusammenhang zu dieser Situation.

    Ein Bär ist ein Wildtier, das keinen Hirten hat. Hätte der Bär einen Hirten, wäre ich auch lieber beim Hirten als irgendwo anders.

    Ich bezog mich ja auf deine Aussage, dass er bei einem offiziellen Wanderweg annehmen konnte, dass er da lang gehen DARF. Ob da nun ein Bär oder Hunde den Weg versperren spielt ja für die Frage, ob ich da lang gehen KANN keine Rolle. Der Hirte hat ihn ja ganz offensichtlich nicht gehört oder absichtlich überhört, warum also sollte ein klardenkender Mensch dann versuchen mitten durch die drohenden Hunde zu gehen, um zum Hirten zu gelangen.

    Am wichtigsten wäre mir, ob das tatsächlich ein "richtiger" Wanderweg ist. Also sowas Offizielles, Gekennzeichnetes, von dem der lautmäulige Wanderer womöglich zurecht annehmen durfte, dass er da lang "darf".

    Meinst du, er hätte auch auf "sein Recht" bestanden, wenn dort ein Bär gestanden hätte?


    Zitat von McChris

    Ich kenn das von hier ja leider auch, dass es Leuts gibt, die die Hunde extra provozieren.

    Ja, das erlebe ich leider auch. Häufig regen sich die gleichen Menschen dann anderswo über die Gefährlichkeit der Hunde auf, aber wenn die an der Koppel stehen, dann sehen sie irgendwie so gar keine Gefahr, sondern nur "ihr Recht" dort jetzt eben zu stehen und komische Dinge zu tun, welche die Hunde aufregen.

    Kann es sein, dass die Hunde sich erst einmal in einer Linie aufgestellt haben - bis hier her und nicht weiter - und der Trollo dann trotzdem weiter gegangen ist. Erst dann sind die Hunde auf ihn los.

    Oder interpetier ich zu viel in die Situation hinein?

    Würde mich wirklich interessieren, ob das andere auch so sehen :thinking_face:

    Gruß,

    Sabine

    Das hast du genau richtig erkannt.
    Spätestens bei 0:34 hätte er nicht mehr weitergehen sollen.
    Kurz vorher hatten sich sogar die Hunde teilweise schon abgewendet, weil er stehengeblieben ist. Nur noch 2 Aufpasser blieben zurück. Dann geht er weiter und die Hunde kommen vehementer zurück. Anstatt nun den Rückzug anzutreten, bedroht er jetzt die Hunde noch zusätzlich, die dadurch weiter eskalieren.

    Potenzial für seine Umwelt gefährlich zu werden, hat jeder Hund, egal welcher Rasse.

    Und da würde ich ungern sagen "hach, die haben ja nur Hunde zerlegt, sind nicht ganz so gefährlich wie die, die Menschen zerlegen".

    Genau, mir geht es gar nicht darum, Hunde nach Gefährlichkeit gegeneinander auszuspielen. Aber wenn man vehement aufgrund einer besonderen Gefährlichkeit gegen Wolfhunde argumentiert, dann muss man sich zumindest die Frage gefallen lassen, ob es nicht auch andere Rassen gibt, auf die dieses Argument noch viel eher zutreffen könnte.
    Wie gesagt, ich habe selbst keinen Wolfhund und mich nur ein wenig am Rande durch den Kontakt in meiner Hundeschule mit diesen Hunden beschäftigt, deswegen habe ich auch keine abschließende Meinung zu dieser Thematik, aber ich sehe halt echt keinen Grund gegen die Halter nun genau dieser Hunde zu hetzen. Mit hundehaltenden Deppen müssen sich ja viele Rassen herumschlagen. Soll ich jetzt wegen des Vorfalls in Polen, Murmelchen ihre Belgischen Schäferhunde wegnehmen wollen? Und der Vorfall erscheint zumindest um einige Eskalationsstufen heftiger als der Vorfall mit den weggelaufenen Wolfhunden.