Ich habe auch ein Problem damit, welch skurrile Ausmaße die s. g. Gefährdungshaftung annehmen kann - ein Beispiel hier aus dem Ort ist ein Jugendlicher, der in eine Pferdekoppel eingedrungen ist, sich auf das - gar nicht eingerittene - Pferd gesetzt hat, abgebuckelt wurde, sich einen Arm gebrochen hat und dann kommt die Gefährdungshaftung ins Spiel, weil Pferd. Einen Satz heisser Ohren hätte so jemand verdient, aber nicht die Haftungsübernahme für Idiotie. Das Prinzip "ich trage die Verantwortung für Mist, den ich baue, selbst" ist verloren gegangen. Wir können die Welt nicht auf Idioten ausrichten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dem Fall noch viel von der Gefährdungshaftung übrig bleibt.
----------------------------------------------------
Bzgl. Maulkorb sehe ich nicht, dass wir hier eine Vollkaskomentalität brauchen. Solche Unfälle wie mit dem kleinen freilaufenden Hund und dem angeleinten Hund, die werden einfach immer passieren, weil Unfälle leider passieren. Aber wenn ich weiß (und das unterstelle ich jetzt gar nicht in dem Fall konkret), dass mein Hund wirklich gefährlich werden könnte für andere Tiere (also mehr als nur theoretisch) und ich das auch an einer kurzen Leine nicht sicher verhindern kann, dann sollte der Hund einen Maulkorb tragen. Und ich denke dabei nicht an die Trulla, die ihre Hunde zu jedem unangeleinten Hund hinlaufen lässt, sondern einfach an ganz normale Unfälle, die eben passieren können, wenn Menschen und Tiere involviert sind. Da flitzt ein Hund aus der Tür, da ist ein Besitzer mal unaufmerksam und die Leine flutscht aus der Hand oder ein Besitzer verschätzt sich einfach und der Junghund ist "über alle Berge". Es kann manchmal einfach so schnell gehen und dann geht es doch gar nicht um Schuld, sondern einfach darum "Schlimmeres" zu verhindern.