Beiträge von *Sascha*

    Also bei uns in der Hundeschule läuft eine Französische Bulldogge "ohne Schnauze", aber mit Drahtmaulkorb rum. Scheint es also zu geben, bzw. kann man sehr wohl vernünftige Maulkörbe herstellen, die auf Hunde ohne Schnauze passen.

    19 von etwas über 70 Hunden macht immerhin 25%, also jeder vierte Hund wurde ausgeschlossen. Das ist durchaus eine relevante Zahl für jeden, der nicht so in der Thematik drin steckt und eigentlich eher bis zu 100% Ausschluss erwarten würde. Immerhin hat es der Ausschluss dieser 19 Hunde bis in die Überschrift geschafft.

    Also ich finde das schon etwas "nervig", wenn ein Hund zwar noch so aussieht, wie ein Hund bestimmter Rasse, aber sich aufgrund der fehlenden Selektion auf Eigenschaften, gar nicht mehr so darstellt wie ein typischer Rassevertreter.
    Aber vllt macht das auch dieses Wischiwaschi heutzutage, "alle Hunde werden lieb geboren" und Genetik spielt doch gar keine Rolle. Jeder Hund kann ein toller Familienhund sein. Ja, vielleicht. Aber ganz vielleicht brauchen unterschiedliche Hunde, unterschiedliche Menschen und Umstände, um glückliche "Familienhunde" zu werden, die auch ihre Familie dann glücklich machen.

    Ich verstehe, dass in der Zucht natürlich auch Äußerlichkeiten eine Rolle spielen, das war doch auch nie anders. Natürlich sollten Hunde neben ihrer Eignung für bestimmte Zwecke immer auch gefallen. Aber das was heute in der Zucht gemacht wird, das ist absurd. In den meisten Zuchten muss ein Hund keinerlei rassetypische Eigenschaften mehr nachweisen. Ein Zuchthund muss die gesundheitlichen Prüfungen überstehen und es muss nachgewiesen werden, dass seine Optik "vorzüglich" oder zumindest "sehr gut" ist, aber ob er sich überhaupt rassetypisch verhält oder sogar rassetypisch arbeiten könnte, das ist von keinem offiziellen Interesse, das wird gar nicht überprüft.

    Bei dem Ausdauertest ginge es ja nur um eine Mindestanforderung. Es bleibt den Rassehundevereinen ja unbenommen für ihre Jagd-, Lauf- oder Gebrauchshunde deutlich schärfere Bedingungen zu formulieren.
    Und mMn sollte so ein Ausdauertest für einen normal fitten Hund auch ohne Training zu bestehen sein, denn es geht hier ja nicht um eine Leistungsselektion, sondern "nur" um die Überprüfung einer "Grundfitness". Es gibt ja auch viele Rassen, die eigentlich auf ganz andere Dinge als Ausdauer gezüchtet werden und da fände ich ein überdimensioniertes Radfahrausdauertraining doch etwas deplatziert, wenn man eigentlich auf ganz andere Dinge in der Zucht Wert legt.

    Gibt es denn einen Grund, warum ihr (oder zumindest einer von euch) den Hund behalten wollen? Außer natürlich, dass ihr ihn alle wahrscheinlich sehr liebt und er natürlich zur Familie gehört. Du bist bald weg, dein Bruder hat keine Zeit und deine Mutter bleibt übrig, aber will sie das denn? War das so abgemacht? Ich frag mich die ganze Zeit so ein wenig, wer von euch überhaupt einen Hund haben möchte, also wer würde sich ganz bewusst für den Hund entscheiden und nicht nur "auch Aufgaben übernehmen"?

    Cassiopeia88
    Auch beim Einbrecher kann ein Mitverschulden greifen. Und ja, wenn das Schwert (oder ein Revolver) nicht ausreichend gesichert wurde oder z.B. eine Grube auf dem Grundstück nicht ordentlich abgesperrt wurde, dann kannst du natürlich auch haften.

    Bei der Gefährdungshaftung (private Tierhaltung aber z.B. auch PKW) kommt es übrigens gerade nicht auf eine Schuld an, denn du haftest verschuldensunabhängig(!), eben einfach, weil sich aus der Haltung deines Tieres zu privaten Zwecken eine erhöhte Gefährdung für die Gesellschaft ergibt.

    Ich weiß immer nicht, ob ich solche Videos gut finden möchte. Leider wird man doch so häufig mit einem so verklärten, romantischem Bild von HSH, die immer nur nett und kuschelig zu jedem fremden Hund sind, konfrontiert, alles ganz einfach und easy für Spaziergänger mit und ohne Hund. Das sind dann leider genau die Ansprüche, die dann in jeder Situation an alle HSH gestellt werden, denn im Film wurde das ja auch so gezeigt, dass die so sind, also muss der Tierhalter etwas falsch machen, wenn die Hunde so "böse" hinter dem Zaun sind. Meiner Meinung nach wird durch solche Filme eine falsche Erwartungshaltung geweckt und mit dieser Erwartung muss sich dann der normale Weidetierhalter mit HSH herumärgern.

    Aber es müsste schon eine Ausnahme für grobe Fahrlässigkeit geben, wie das aktive Bedrohen des Hundes, heftige Unfälle (Mensch stürzt in Hund) oder eben diese Aktion mit dem Pferd.

    Gibt es eigentlich auch, das ist das "Mitverschulden". Kurz gesagt, wenn sich der Geschädigte "dämlich" verhalten hat, dann hat er ein Mitverschulden und das kann im Einzelfall sogar dazu führen, dass die Gefährdungshaftung auf 0% reduziert ist.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dem Fall noch viel von der Gefährdungshaftung übrig bleibt.

    In besagtem Fall sind "nur" 100% übrig geblieben - die Versicherung des Pferdehalters musste die Behandlungskosten komplett übernehmen. Es wurde sogar noch ein Schmerzensgeld eingeklagt. Das ist kein Hören-Sagen-stille-Post-Ding, sondern mein Nachbar gegenüber.

    Deshalb hab ich ja "skurrile Ausmaße" dazu geschrieben.

    Das ist wirklich skuril.