Beiträge von *Sascha*

    Nein, das ist nicht unglücklich gewählt. Das ist das Endergebnis. Das allein ist eine Fläche von 400 ha.! Kein kleines Wiesenstück. Das wird ja nicht die einzige Fläche bleiben, die so oder so ähnlich gezäunt sein wird. Auch wenn es kein "Wolfsschutzzaun" ist.

    Das ist doch ein riesiges Problem, dass viele aus Unwissenheit(?) völlig verrückte Zäunungen in die Landschaft setzen, die dann nicht einmal den Wolf abhalten können, weil kein Untergrabeschutz vorhanden ist oder völlig stromlos gezäunt wird und dann werden solche Zäunungen auch noch hervorgehoben als Beweis dafür, dass auch Fort Knox den Wolf nicht abhält. Weniger, aber mit Verstand, das ist manchmal echt mehr ... Ich kann die Angst verstehen, aber manchmal nur mit dem Kopf schütteln Nein, 2m hohe Zäune ohne Strom sind eben nicht wolfsabweisend, 1,05m Euronetz unter Strom mit Abstand vom Wall aber in der Regel eben schon.

    OT

    Ich finde übrigens die Einzäunung von Solarparks ziemlich irre.

    Aber sie spricht Linden eher nicht von selber auf das Thme Qualzucht an weil das nur dazu führt das die Halter beleidigt sind und sich einen Arzt suchen der ihnen nach dem Mund redet und dann Evtl. Akute Probleme nicht anspricht. Da hat der Hund dann auch nichts davon.

    Ich denke das sie da nicht die einzige ist.

    Das Problem ist, wenn die TÄ nicht deutlich Klartext reden, dann werden die Besitzer immer denken, dass es eben doch nicht stimmt oder zumindest nicht so schlimm ist. Dann sucht sich der Besitzer eben einen anderen TA, aber wir müssen endlich in der Gesellschaft ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es eben wirklich schlimm ist für die betroffenen Tiere und wenn der Fachmann (TA) sich da den Besitzern gegenüber bedeckt hält, dann werden viele HH weiterhin denken, dass es nicht so schlimm ist oder das eigene Tier gar nicht betrifft, weil der TA ja nichts sagt!

    Wenn ich kurz unterbrechen darf, ich hätte eine Frage zu Merle.

    Merle x Merle ist Qualzucht und verboten, aber wie ist es denn, wenn ein Hund nur Träger ist? Also aus einem Wurf Merle x Tricolour fallen vier Welpen, zwei haben eine Merle-Zeichnung, zwei sind Tricolour. Dürfte man dann die zwei Tricolourhunde mit einem Merlehund verpaaren oder geht das nicht, weil sie das Merle-Gen tragen? Oder haben sie das Gen gar nicht , wenn es nicht sichtbar ist?

    Folge #1 | Merle – Der Hundezucht – PODCAST (hundezucht-podcast.de)

    Hier wird die Vererbung inklusive Grafiken (scrollen) super erklärt.

    Die Vorstellung, dann noch mehrere eigenständig arbeitende Riesenhunde dabeizuhaben, die solche Späße gar nicht mögen und die man im Fall des Falles aufhalten muß...auweia!

    Das interessante am Herdenschützer ist ja gerade, dass er tatsächlich keinerlei Probleme mit "Wunderlichkeiten" hat, wenn er sie kennt und gelernt hat, einzuordnen. Die funktionieren halt überhaupt nicht wie der übliche Wachhund, der bei Post, Passanten und Besuch bellt. Der HSH beobachtet, ordnet ein und lernt was ungefährliche Normalität ist. Das Entscheidende ist aber, was McChris sagte, es macht natürlich viel mehr Arbeit einen jungen HSH in Touristengebieten entsprechend anleiten zu müssen, als sie einfach nur irgendwo in der Einöde hinter den Zaun zu stellen und es wird sich auch nicht jeder Hund dafür eignen, auch das kann man sicher so voraussehen. Aber grundsätzlich würde ich sogar sagen, dass es wahrscheinlich sogar einfacher ist, HSH an tägliche Touristenmassen in der Herde zu gewöhnen als an vereinzelte Spaziergänger.

    Wobei ich mich frage :

    Es gibt doch noch den germanischen Bärenhund und den Leonberger. Geht das nicht am ehesten noch in die Richtung?

    Hm, Leonberger gehen auf eine Mischung von Bernhardiner, Neufundländer und Pyrenäenberghund zurück. Und der germanische Bärenhund, öhm, ka was da genau gekreuzt wurde/wird. Bernhardiner ist da auf jeden Fall auch dabei. Also sicherlich haben die HSH-Anteile, aber sind ja beides eher moderne Rassen bzw. Mischungen (Bärenhund) und haben mit den ursprünglichen "deutschen" Hirtenhunden eher nichts zu tun.

    Deutschland hat ja auch keine eigenen HSH Rassen mWn? Wie hat man dass den früher in der Wanderschäferei gemacht? Oder wurde da in den letzten 150 Jahren wirklich so viel "kaputt gezüchtet"?

    Der Wolf kam als sesshaftes Wildtier im Gebiet der heutigen Bundesrepublik quasi seit 1750 nicht mehr vor. Dafür wurde die Weidewirtschaft von immer mehr Ackerwirtschaft verdrängt. Die Hunde des "deutschen" Hirten mussten also schon seit mehr als 250 Jahren nicht mehr zuerst Schutzhunde, sondern vermehrt Hütehunde sein und in gleichem Maße veränderte sich Funktion und Form der Hunde.
    Also natürlich gab es damals (Vor der Ausrottung von Bär und Wolf) auch im deutschen Raum große wehrhafte Hunde, die das Vieh verteidigt haben. Sie wurden nur vor dem Beginn einer Rassehundezucht nicht in ihrer Form und Art erhalten. Anders als z.B. die großen Sennenhunde oder der Bernhardiner, die es heute noch immer gibt, obwohl sie nicht mehr zu den HSH gezählt werden. Auch der Rottweiler hatte als Treibhund noch die Funktion das Vieh auch zu schützen.

    Ich finde dieses Format ja doof, ein Rütter, der einfach nur für den Fernsehzuschauer kommentiert und Trainer, die mal so halbherzig zum trainieren vorbeischauen, wenn überhaupt. Wäre es für den heutigen Fernsehzuschauer echt weniger interessant, wenn den Menschen und Hunden wirklich ernsthaft versucht wird, zu helfen? Mir gefiel das Format noch deutlich besser als der Rütter mit den Besitzern "Tacheles" redete und dem Fernsehzuschauer die Situation erklärte. Ich verstehe echt nicht, warum er jetzt im Fernsehen über andere Hundehalter "herziehen" muss. Das hat doch Null Mehrwert. Ist das echt das, was der Fernsehzuschauer heute sehen will??? Schrecklich.

    Man sollte halt aufhören zu denken, dass man die Genetik eines Hundes durch ganz viel Liebe und Erziehung ändern kann. Im Endeffekt geht es in der Hundehaltung doch immer darum, mit den Anlagen, die ein Hund mitbringt, leben zu können, bzw. im besten Fall den Hund genau wegen dieser Anlagen ausgewählt zu haben.
    Evtl. sind viele Hunde gar nicht schwierig, sondern nur unpassend, unpassend für das Leben, für das sie ausgesucht wurden.

    Ich würde am liebsten alle verniedlichenden Rassebezeichnungen verbieten lassen. Ein Hund ist kein süßes, knuffiges Kuscheltier, das immer nur nett und lieb ist. Hunde und ihre Anlagen gehören Ernst genommen.

    Der Begriff Kampfhund ist mMn verbrannt, weswegen ich ihn auch nicht verwende, aber prinzipiell fände ich an dem Begriff nichts anrüchiges, wenn hier die Hunde zusammengefasst werden, die eben ursprünglich für Schaukämpfe (Hunde, Bären, Bullen usw.) gezüchtet wurden. Heute verbindet man mit dem Begriff aber eher etwas anderes, weder HSH oder Rottweiler gehören zu den Kampfhunden. Also entweder man benutzt den Begriff richtig oder gar nicht, aber irgendwelche Hunderassen, die manchmal rein willkürlich und von Land zu Land auch ganz verschieden auf irgendwelchen Listen gelandet sind, als Kampfhunde zusammenzufassen, das macht für mich keinen Sinn, denn welche Kategorie soll das bitte sein.