Beiträge von *Sascha*

    Denke, es geht einfach darum, dass der Hund sich mal mit seinem Menschen beschäftigt.

    Und was bringt dals bezüglich der Zickerei von Wurfgeschwistern?

    Also meine erste Vermutung für Rüttertraining wäre ja auch irgendwie gewesen, dass man klar mal überhaupt erzieht. Aber das man sehr deutlich macht, dass der jeweils andere nicht angegangen wird.

    Man hat sich aber für ein Jagdersatz entschieden (wird ja genau so gesagt). Die beiden gingen sich doch nicht gegenseitig an die Gurgel weil die sich gegenseitig als Jagdobjekt gesehen haben.

    :???:

    Naja, wenn die Hunde keinerlei Beziehung zu ihren Menschen haben und sich quasi den ganzen Tag nur miteinander beschäftigen, dann wäre das auch mein erster Ansatz erstmal überhaupt Mensch und Hund zueinander zu bringen, bevor ich auch nur damit anfangen kann, die Menschen dazu zu befähigen irgendwie in solchen Situationen dann auf die Hunde einwirken zu können. Das geht denen doch am A... vorbei, ob die Menschen, die da halt auch noch im Haus leben, ihnen etwas zu sagen haben. Also Beziehung zum Menschen stärken, geistig7körperlich sinnvoll beschäftigen und ansonsten Leine, Ruhe, Trennung, Konfrontationen vermeiden. Finde ich als ersten Ansatz beim Erstbesuch jetzt nicht ganz verkehrt, um erstmal überhaupt ein Level zu schaffen, auf dem sich dann weiter arbeiten lässt.
    Futterbeutel ist halt Rütters Ding. Hat er wahrscheinlich gute Erfahrungen mit gemacht, weil sowohl Mensch als auch Hund das meist schnell begreifen und dann auch halbwegs richtig benutzen. Ist halt Idiotensicher in der Regel so ein Futterbeutel. *schulterzuck*

    Ich versteh die Idee die Terrier mit dem Futterbeutel zu beschäftigen allerdings nicht. Also ja dann gibt's mal irgendwas an Erziehung und Beschäftigung.

    Aber was soll das "bringen"?

    Oder denk ich da zu kompliziert.

    Ich glaube ja, du denkst zu kompliziert. Denke, es geht einfach darum, dass der Hund sich mal mit seinem Menschen beschäftigt.

    An das Sprühhalsband kann ich mich noch erinnern, da ging es um eine Hündin, die insbesondere Katzen jagte.

    Wenn mein Urhund am Mountainbike durch den Wald rennt, dann ist der super ausgeglichen und schläft erstmal bis nächsten Mittag.

    Mag sein das dein Urhund Hund davon fertig und ausgeglichen ist. Mag sein, dass das bei einem Leistungshund nicht so ist, sondern in den komplett gegenteilige Effekt kippen kann. Schneller, höher, weiter. Und wir reden ja nicht nur vom Biken als einzige Beschäftigung.

    Tatsächlich wissen wir doch gar nicht, was Robert mit Morty gemacht hat. Evtl. gibt folgende Aussage von Rütter einen Hinweis:

    Zitat

    Aber was so bitter ist. Man hat bei Morty früher alles aktive gefördert. Die Tendenz bei den Menschen ist eben sehr ausgeprägt zu sagen, ich habe einen lebhaften, aktiven Hund, jetzt laste ich den stark aus und alles dynamische wird gemacht. Und wir denken ja immer genau das Gegenteil und sagen, hey, schnell kriegen wir den Hund ja ganz einfach. So einen Hund muss man zu Anfang wirklich immer mit Geduld bearbeiten, alles soll langsam, alles soll ruhig sein. Das ist natürlich total schwer, jetzt hat sich alles hoch gedreht. Aber man sieht, dass durchaus Verbesserungen möglich sind.

    Aber explizit erwähnt und gezeigt wurde es nicht.

    Was man also aus Rütters Aussagen mitnehmen kann:
    1. Es gibt Hunde, die werden sehr stark auf Reizempfänglichkeit und ein starkes Beutefangverhalten gezüchtet.

    2. Als unkundiger Hundehalter kann man da ganz schnell ganz viel falsch machen, sodass der Hund dauerhafte Schäden davonträgt und
    3. man selbst mit Rütters Hilfe dann (wenn man verkehrt aufgebaut hat) wahrscheinlich niemals einen problemlos im Alltag zu händelnden Hund haben wird.

    Wenn es das ist, was rübergebracht werden soll, dann kann ich dem jetzt erstmal nix verkehrtes abgewinnen.

    Was hat Hr./Fr. Mueller von nebenan denn beim dem DSH gelernt? Zuechter hat (laut Ruetter) Mist gemacht (also achtet man evtl. auf nen 'besseren' Zuechter) und mit n bissel suchen, Schnuller und abwarten wird aus dem LZ DSH ein passender Hund, der alles mitmacht (Wunsch des HH). Dauert zwar etwas, aber machbar ist es mit dem Programm auf jeden Fall.

    Vom Gebrauchshund (mit seinen normalen/rassetypischen Eigenschaften) und der Tatsache das so ein Hund fast nie passt, wenn man einen nebenher-lauf-Hund o.ae. will, wurde eben nichts gesagt. Also wo passt sein Geschimpfe wenn es drum geht, Leute abzuschrecken??

    Dass Morty ein Schäferhund aus der Leistungszucht ist, das wurde ja definitiv deutlich erwähnt. Klar kann man nun Rütter vorwerfen, dass er nicht nochmal explizit darauf hingewiesen hat, dass Morty natürlich für ihn nur exemplarisch für die Zucht dieser Rasse steht, aber für mich zumindest ging das aus seinen Aussagen so klar hervor, dass Morty kein Einzelfall ist, sondern eben exemplarisch für eine bestimmte Art Zucht steht, die Rütter nicht gutheißt, sodass es mir echt nicht aufgefallen ist, dass er die Rasse nie als Ganzes angesprochen hat, sondern tatsächlich immer nur von Morty sprach.

    Aber die Trainerin "Ellen" hat das durchaus gesagt:

    Zitat

    Also es ist ja keine Überraschung, rassebedingt, dass der leicht zu erregen ist und dass er reizempfindlich ist, das weißt du ja auch.


    Und zum Thema mit dem Rütter-Training ist dann alles gut, dazu hat sich Rütter auch sehr ausführlich geäußert:

    Zitat

    Ja, und das ist etwas, was Robert auch mit Morty wahrscheinlich für den Rest seines Lebens erleben wird. Es wird immer kleine Fortschritte und auch große Fortschritte geben und dann wird er am nächsten Morgen wach und sagt: Äh, warte mal, wie war das noch?, weil der so triebhaft ist, also der ist so reizempfänglich, dass es immer wieder aus ihm rausbrechen wird. Wichtig ist, dass Robert das versteht, dass er den Charakter Morty nicht verändern kann und dass er die Zeiten, wo es gut läuft, verlängert bekommt.

    Ich denke, das Problem ist, dass MR halt nicht sagt "die sind für den Freizeit - Familien - auch 'n Hund dabei - HH" nicht geeignet, sondern er sagt "die Hunde haben alle genetisch einen an der Mütze und sollten gar nicht gezüchtet werden".

    Das ist das Ärgernis.

    Genau genommen dreht sich ja die Diskussion "nur" um folgende Aussage von Rütter:

    Zitat

    Boah, der arme Hund, der tut mir so leid. Wie kann man sowas züchten, wie kann man einen Hund züchten, der so reizempfänglich ist. An alle Leute da draußen, die Hunde produzieren, hört auf mit dieser Scheiße.

    Gefallen im Kontext, dass Morty nach der Auflösung des PLATZ sofort hochdreht und einen herumliegenden Stein so stark fokussiert und anbellt, dass er nicht einmal mehr wahrnimmt, dass sich sein Halter entfernt.


    Wenn ich jetzt in die Schuhe von Herrn Rütter steige und eben immer wieder mit so reizempfänglichen Hunden in nicht ausreichend fachkundigen Händen konfrontiert bin in meinem Hundetraineralltag, will ich ihm dann wirklich vorwerfen, dass er eine solche Aussage tätigt? Kann ich dann nicht einfach darüber wegsehen und sagen: "Ja, er hat ja recht, die Hunde sind wirklich schon recht speziell und man sollte wirklich noch besser schauen, dass sie wirklich nur in den passenden Händen von Menschen landen, die sie auch richtig aufbauen können?"
    Und gerade wenn Morty noch ein eher händelbares Exemplar ist, dann gilt das doch erst recht!

    Ich finde, das hat doch noch nicht einmal etwas mit TV-Format oder Real-life zu tun. Ganz ehrlich, ich werde wohl an jedem Trainer immer etwas finden können, was mir eben weniger gefällt, außerdem gibt es auch eine Reihe von Trainern, an denen mir ganz viel überhaupt nicht gefällt. Das muss man eben aushalten können oder man bleibt lieber in seiner Blase. Aber reines Negativsehen finde ich auch blöd. Ich versuche immer die Dinge möglichst nicht nur aus meiner eigenen Perspektive zu sehen, sondern auch immer zu gucken, was bewegt eigentlich den anderen Menschen gerade. Deswegen sehe ich noch lange nicht alles so wie Rütter (oder ein anderer Trainer), aber manchmal hilft es einfach die Perspektive desjenigen besser zu verstehen und auch konträre Ansichten zuzulassen.

    Ich verstehe übrigens noch immer nicht, warum es schlimm ist, wenn Rütter (und auch andere Hundetrainer) Gebrauchshundezuchten für extrem hält/halten, die von Otto Normal kaum zu händeln sind. Hier im Forum wird doch auch in der Regel abgeraten, selbst wenn die Person genau so einen Hund möchte. Warum wird das gemacht, wenn doch der Labrador mit dem Programm des DSH ebenso verrückt geworden wäre und es ja eh nur am unfähigen Halter liegt, der den Hund erst so gemacht hat. Das widerspricht sich doch total. Entweder sind die Hund spezieller als andere "einfachere" Rassen oder eben nicht. Und wenn man sagt, ja doch, das ist schon etwas anderes, dann sollte man auch darüber diskutieren dürfen, ob sie evtl. auch zu speziell sind oder in welchem Umfeld das eben vllt genau so gebraucht wird. Einfache Familien- oder Begleithunde für Otto Normal sind sie jedenfalls nicht und damit ist Rütters Anmerkung, dass er nicht versteht, warum man die Hunde so züchten muss, aus seiner Blase heraus doch erst einmal berechtigt.

    Wegen dem Fuchs:

    Ich bezweifle das eine Vermittlung an Training bei Ruetter und Co. gebunden ist. Das kann sich ein TH eigentlich nicht erlauben.

    Wenn die Leute nicht wollen, dann koennte ein Ruetter den noch so gerne nochmal zeigen wollen..es passiert nicht.

    War es bei "Die Unvermittelbaren" ja auch nicht, also jedenfalls nicht da, wo die Vermittlung gescheitert war. Ich denke, die Begleitung ist eher ein Angebot der Rütter-Organisation. Das machen ja auch viele Trainer so, dass sie bei einer Vermittlung im Umkreis eine Begleitung anbieten.

    Ich bin gespannt, ob wir von Baku nochmal etwas im TV sehen. Auf der Seite des Tierheims steht ja, dass zu gegebener Zeit sicherlich darüber berichtet wird ... bin gespannt. :-)
    Schade fand ich allerdings, dass Baku überhaupt erst in einem normalen Tierheim abgegeben wurde. Sehr schade, dass das Rütter-Netzwerk scheinbar nicht über eigene Trainings- und Vermittlungskapazitäten verfügt. Ich hätte mir gewünscht, dass er einen Platz bei einem Trainer bekommt, der ihn so besser einschätzen und kennenlernen kann und dann auf eine Vermittlung vorbereitet.

    In einer idealen Welt bleiben Hunde immer so lange im Sitz oder Platz oder Steh bis das Kommando aufgelöst wird. Die meisten Hunde leben aber in einem Umfeld, in dem Sitz und Platz häufiger genutzt werden, ohne dass die Kommandos konsequent aufgelöst werden. Man kann sich jetzt natürlich daran aufhängen, dass das nicht korrekt ist und der HH eben immer konsequent sein muss. Sind die meisten HH aber eben nicht, weil der Alltag mit der Hundeerziehung kollidiert. Also setzt man einfach ein Bleib drauf, das man dann durchsetzt und der Hund weiß, wann er in einem Kommando verharren muss und wann er das nicht muss. Problem gelöst.