Beiträge von *Sascha*

    Der Abbruch war anonym und hat bei diesem Hund (naja, rassetypisch jetzt auch nicht so ein Problem) ein lebenslanges Meideverhalten gegenüber Kaninchen und Hasen ausgelöst. Der war nicht panisch oder so, aber er wusste halt, dass so ein Hase ziemlich blöd ist und dieses Meideverhalten war eben nur an den Hasen, nicht aber an eine handelnde Person gekoppelt.

    Willst Du damit sagen, dass der Hund diesen Schrecken von (Haus-)Kaninchen auf Hasen erweiterte? Das heisst also, er getraute sich auch nicht mehr, einen Hasen im Feld zu jagen, nur weil dieser ähnlich aussieht wie ein Kaninchen?

    Bei dem Hund war es so. Wer weiß, was er in diesem Moment verknüpft hat, vllt das Hoppeln, ka. :-D Der jagte auch nicht nur nicht, der klappte die Ohren nach hinten und meidete, wenn er einen Hasen traf.

    Genau wegen dieser Diskussion hätte man den Deckakt gar nicht zeigen sollen.

    Selbst wenn man die Hunde absolut frei machen lässt, ist ein Deckakt nichts Schönes und ganz sicher nichts fürs Fernsehen.

    Warum denn das nicht. Man kann doch Interaktion zwischen Hunden zeigen. Der Kritikpunkt ist doch, dass diese nicht stattfinden durfte!


    Zitat

    Es gibt kaum Hündinnen die den Rüden direkt drauf lassen, der muss sich erstmal Mühe geben, die setzen sich mehrere Male hin, schnappen ab usw… das gehört einfach dazu.

    Genau, DAS gehört dazu. Hab ich in der Situation mit den Doggen nicht gesehen. Bzw. wurde von den Halterinnen dieses Verhalten versucht sofort zu unterbinden. Der Vorwurf der "Vergewaltigung" (wenn man das denn so nennen will) bezieht sich ja nicht auf den Rüden, sondern auf die beiden Damen, die die beiden Hunde festhalten und noch versuchen mit aller Macht das Glied selbst in die Hündin zu stopfen.

    Zitat

    Genauso wie die Dogge es auch gemacht hat.
    Wobei die ja sogar mega nett und easy war, die hat sich nur leicht abgesetzt. Mehr nicht.

    Was aber ja nicht gewünscht, sondern unterbunden wurde.


    Zitat

    Die Züchterin hätte die zwei kurz zusammen laufen lassen sollen, dann hätte es sicher funktioniert und es würde nicht so ausschweifend von Internet Profis diskutiert werden.

    So, und wenn man das sogar denkt, warum tut man das denn nicht. Warum unterbindet man jedes Vorspiel sofort und fokussiert sich sofort auf den Deckakt?

    Ist die Frage, ob diese einmalige Situation dieses Tabu seit 5 Jahren aufrecht erhält oder ob es mittlerweile nicht doch eure alltäglichen Regeln und eure gewachsene Beziehung ist. Wenn deine Hündin kein Meideverhalten mehr zeigt, dann würde ich eher auf letzteres tippen.
    Beim Wolfsspitz war es übrigens eine Plastikgießkanne, die ihm von hinten über den Boden zwischen die Beine rutschte als er die Kaninchen "bestaunte". Der Abbruch war anonym und hat bei diesem Hund (naja, rassetypisch jetzt auch nicht so ein Problem) ein lebenslanges Meideverhalten gegenüber Kaninchen und Hasen ausgelöst. Der war nicht panisch oder so, aber er wusste halt, dass so ein Hase ziemlich blöd ist und dieses Meideverhalten war eben nur an den Hasen, nicht aber an eine handelnde Person gekoppelt. Das funktioniert also auch ganz ohne Beziehung dann, klar.

    So ein sozialer Abbruch funktioniert aber eben nur, wenn man eine entsprechende Beziehung zu seinem Hund hat. Der Hund einen eben auch ernst nimmt. Das war bei dem Terrierfall bei Rütter aber ja eben nicht der Fall, auch nicht am Ende. Die Hunde haben zwar ein Verhalten eingestellt, die Besitzerin hatte aber trotzdem keinerlei Einfluss auf das Verhalten ihrer Hunde.

    Also bei dem Wolfsspitz meiner Freundin war das Thema damit im Ansatz erstickt. Was ich damit sagen will, das hängt wohl vom Hund ab. :-D

    Freilich ist das der Aufbau eines Abbruchs.

    Ich habe das nir beschrieben, weil die Frage aufkam, ob man dieses Meiden „nur“ durch Rappeldose und co bekommt, oder obs da wirklich körperliche Einwirkung braucht.

    Meine Erfahrung sagt, dass ich auch kernigere Hunde ohne Schmerzreiz so ins meiden bekomme, einfach weil die nur aufgezeigt bekommen, was falsch ist, aber nicht, wie es richtig geht.

    Mein Problem ist nicht ein gut gemachter Abbruch. Mein Problem ist, dass man diesen statt Erziehung einsetzt. Ich erwarte von jedem HH, dass er ein Mindestmaß an Anstrengung, Aufwand und Zeit investiert, seinen Hund zu erziehen. Wenn man dann an einen Punkt kommt, an dem man feststellt, ja, ich brauche einen zusätzlichen Abbruch für ein bestimmtes Verhalten, weil ich das auf sozialer Ebene nicht geregelt bekomme, dann finde ich das okay und dann muss so ein Abbruch einfach auf das Wesen des Hundes angepasst werden. Ob der Abbruch dann physisch oder psychisch umgesetzt wird und in welcher Form, das muss dann von Hund zu Hund entschieden werden. Aber immer muss doch vorher die normale soziale Interaktion und Erziehung im Vordergrund stehen und nicht das Setzen von Abbruch und Meideverhalten.

    Ich würde halt jedes Gespräch sofort nutzen, um auf die extremen gesundheitlichen Probleme hinzuweisen. Ja, vllt gibt es trotzdem Menschen, die sich trotzdem eine Qualzucht anschaffen werden, aber hätten die das nicht eh gemacht? Ich meine, sehen tut man die ja nun an jeder Ecke, in den sozialen Medien, in der Werbung usw.

    Wenn ich jetzt sage, sobald ich mit so einem Hund herumlaufe, dann mache ich für die Anschaffung dieser Hunde Werbung, das halte ich für schwierig. Dann darf ich auch nicht mit meinem Hund irgendwo hingehen, aber auch ich versuche meiner Verantwortung gerecht zu werden und zwinge JEDEM, der meinen Hund hübsch und beeindruckend findet, ein Gespräch über die Problematik von HSH in Privathaushalten auf.

    Genauso würde ich es machen, wenn ich eine Qualzucht aus dem Tierschutz hätte und ich bin mir eigentlich sicher, dass man durch solch offensives Vorgehen unter dem Strich mehr Hundeanschaffungen verhindert, als sich deswegen diese Hunde angeschafft werden.

    Denn natürlich gibt es Menschen, die sich die Hunde trotz der gesundheitlichen Probleme anschaffen, aber die Mehrzahl ist ja doch in der Regel noch sehr naiv und das Bewusstsein für die Qual dieser Hunde ist noch lange nicht in einem ausreichenden Maße verbreitet.

    Auch bei mir ist das Ausmaß dieses Problems bei brachyzephalen Rassen erst wirklich bekannt, seit ich häufiger davon höre/lese. Dass es wirklich alle Hunde betrifft und es sowas wie "frei atmend" oder "Sportmops" eigentlich nicht gibt bzw. das Problem nicht wesentlich verbessern kann, das war mir vorher nicht bewusst. Jetzt weiß ich es aber und kann offensiv dieses Wissen einbringen, wenn sich über brachyzephale Rassen ausgetauscht wird und vllt trage so auch ich meinen Teil dazu bei, dass sich der ein oder andere Interessent doch umentscheidet. Die meisten Menschen machen sich doch eher wenige Gedanken und sehen nur, dass doch so viele solcher Hunde überall rumlaufen, dann kann es doch gar nicht alle betreffen oder so schlimm gar nicht sein.

    Ich würde ihr klipp und klar sagen, dass ich damit nichts zu tun haben möchte und mich dann auch nicht weiter in die Hundeanschaffung involvieren lassen. Sie kennt sich doch aus, sie weiß doch wahrscheinlich eh schon besser über alle Ausweichmöglichkeiten, Züchter etc. bescheid, denn sie informiert sich doch. Ich denke, hier wäre jede Hilfe beim Kauf nur eine Unterstützung der Entscheidung.

    Die Arbeit mit Gewalt an Hunden ist m.M.n. zumindest offiziell schon lange passe`.

    Man sieht doch hier, dass die Leute sich wirklich null Mühe gegeben haben, sich an die Anweisungen von Ellen zu halten oder mit den Hunden zu üben. Die konnten am Ende genauso "gut" apportieren wie am Anfang. Es gab null Veränderung bzgl. der Leinenführigkeit, des allgemeinen Gehorsams oder irgendwelcher Tricks/Übungen. Die einzige Veränderung war das stark gehemmte Verhalten der Hunde, insbesondere der Hündin und die begeisterte Besitzerin, die Ellen einfach nur demonstrieren wollte, wie toll doch nun alles klappt, dank der Dinge, die sie sich angeblich selbst (mit der "Freundin") überlegt hat. Nee, sowas kenne ich aus dem realen Leben, wenn null Interesse da ist, sich ernsthaft mit Training zu beschäftigen und konsequent, mühselig und kleinschrittig mit dem Hund trainiert werden soll, dann suchen sich solche Leute schnelle (meist gewaltvolle) Lösungen, damit der Hund das angepasste Verhalten zeigt, der Mensch sich aber nicht bewegen muss. Ich muss da gar nichts genauer wissen, ich kann mit solchen Menschen nicht um.