Beiträge von *Sascha*

    Sowohl der frühere Wolfsspitz (holländische Linie) als auch der jetzige Großspitz meiner Freundin wären von diesem Leben begeistert. Immer bei ihrem Menschen, aber nie gelangweilt oder nervig. Keinen bis leicht händelbaren Jagdtrieb und auch der Wachtrieb ist leicht zu händeln, wenn es einen nicht stört, wenn sie halt kurz mal schimpfen bis man sie ruft. Immer und überall gerne dabei und Kälte ist gar kein Problem. Das was ich bei denen an Territorialität erlebe, ist tatsächlich sehr personenbezogen, das sind sie sowieso, sehr personenbezogen, Ein-Mann/Frau-Hunde.

    Schwer erziehbar? Hab zumindest ich nie so empfunden. Die sind halt bisl eigenwillig, aber sehr schnell beeindruckbar und führig. Müssen halt immer das letzte Wort haben, aber als schwierig würde ich das nicht bezeichnen. Muss man eben der passende Mensch für sein.

    Nimm einen Spitz!

    Nick war ja ganz ok, aber das Training beim Border... Wieso spiele ich mit einem jungen Border Collie Ball und wundere mich dann, dass er die Katze jagt? Ansonsten können wir nun ja ganz aktuell wieder über das Thema Abbruch diskutieren. Das ist ein Border Collie, warum sage ich dem nicht einmal gescheit, dass Katze jagen Tabu ist?

    Ich blicke hier schon länger nicht mehr durch. Wenn es jetzt generell um Abbruch geht, ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ganz ohne Abbruch mit seinem Hund lebt, das halte ich auch gar nicht für erstrebenswert. Das fängt doch bei so kleinen Dingen an, wie Hund soll nicht aus der Tür laufen, nicht das Brötchen vom Tisch nehmen, nicht in ein bestimmtes Gebüsch rennen, was weiß denn ich. Ein "Lass das sein" ist da doch erstmal ganz normale Kommunikation. Die Frage ist doch eher, in welchen Situationen setze ich einen Abbruch ein, wann baue ich Alternativverhalten auf, welche Formen des Aufbaus eines Abbruchs gibt es und schließlich auch, wie wirken unterschiedliche Arten des Abbruchs auf den Hund bzw. unterschiedliche Hunde.

    Das war bei den Leonbergern aber schon ziemlich auffällig (gestellt). Wer glaubt denn sowas dass die Frau des Hauses- gewichtsmäßig die leichteste- sich beim Spaziergang mit ihrer kompletten Familie alleine mit den 2 Kälbern abquälen muss? Und der tröge Herr des Hauses macht keinen Finger krumm....

    Die sind doch extra rausgegangen, um sich anzuschauen, von welchen Problemen die Mutter spricht. Wäre doch dann Unsinn, wenn die Mutter dann nicht beide Hunde alleine führt. Über die Familie wundern, kann man sich natürlich trotzdem. Das wirkt schon arg gestellt, wie sich die Menschen miteinander verhalten, aber wer weiß.
    Bzgl. des Loslassens, wenn der Hund so von hinten losschießt, dann lässt man entweder los oder man fliegt hinterher, das muss nicht gestellt sein, diese Situation kann sich schnell so ergeben und ist sicher auch nicht das erste Mal so passiert.

    Aber auch ein "schöner" (in Züchteraugen) Deckakt ist jetzt nichts was man romantisch im Fernsehen zeigen kann.

    Das ist immer irgendwie seltsam, zwei Hunde mind 2 Menschen, die diese dann spätestens beim hängen halten...

    Einfach nichts für den TV, weil es zu viel Spielraum für Unterstellungen lässt.

    Das würde ich nicht so sehen. Hier z.B. finde ich das gut gemacht.
    (159) Deckung Ira & Don - YouTube
    Bisl Erklärung von Rütter dazu, bisl Schnitt und schon passt das doch. Und man sieht hier auch schön, wann der Züchter unterstützen kann und sollte.

    (Und ich habe jetzt absichtlich ein Video genommen, wo die Hündin eindeutig noch überfordert ist und nicht alles easypeasy.)

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    Genau, DAS gehört dazu. Hab ich in der Situation mit den Doggen nicht gesehen. Bzw. wurde von den Halterinnen dieses Verhalten versucht sofort zu unterbinden. Der Vorwurf der "Vergewaltigung" (wenn man das denn so nennen will) bezieht sich ja nicht auf den Rüden, sondern auf die beiden Damen, die die beiden Hunde festhalten und noch versuchen mit aller Macht das Glied selbst in die Hündin zu stopfen.

    Genau solche Unterstellungen meine ich...

    Das musst mal versuchen beim Decken, einem Rüden an den Penis zu packen, der zieht den aber ganz schnell ein und versucht es selber wieder. :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Ja, bisl überzeichnet von mir, gebe ich zu. Aber "stopfen" meint hier natürlich nicht, das Glied anzufassen, sondern das Hinterteil der Hündin und den Körper des Rüden so zu manipulieren, dass es schnell flutscht.


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    Ich weiß ja nicht was die Züchterin gedacht hat, lebe ja nicht in ihrem Kopf :woman_shrugging:

    Aber vielleicht sollte man sich auch einfach mal vor Augen führen dass wir hier über Menschen sprechen.

    Menschen die nervös waren wegen dem Decken, dem Kamerateam, dem Wissen dass es deutschlandweit ausgestrahlt wird und somit etwas übereifrig agiert haben.

    Zuhause auf dem Sofa lässt sich das immer alles so einfach sagen dass man keinen Fehler gemacht hätte.

    Sage ich ja gar nicht. Ich finde es halt nur nicht gut, wenn man einen solchen Deckakt für okay und normal hält. Während der Sendung hatte ich auch den Eindruck, dass die Züchterin etwas überfahren von dem Vorgehen der Deckrüdenhalterin war, weil sie es ja vorher ganz anders erzählt und gewünscht hatte. Entsetzt war ich erst, als hier im Thread Rütters Aussage bestätigt wurde, dass das ein normaler Deckakt wäre und dann gesagt wurde, das wäre auch nicht so schlimm.

    Ist gar nicht OT, denn es ging mir nicht um die Konstellation zwischen den Hunden, sondern um die Antwort auf die Frage, von welchen Bedingungen es abhängt, ob ein "sozialer Abbruch" erfolgreich ist bzw. auch in der Folge erfolgreich bleibt.

    Kaya hat heute klar und deutlich den Versuch einer Junghündin abgebrochen an ihre Nackensehne zu gehen. Kurze und relativ heftige Scheinattacke mit viel Getöse (ca. 5 Sekunden Dauer). Junghündin war sowas von beeindruckt (Meideverhalten) und hat respektvoll Abstand gehalten. Hinterher waren die beiden wieder voll schick miteinander und sie mögen sich auch gern. Aber ich gehe davon aus, dass das nachhaltig war und Nala sich beim nächsten Mal genau überlegt, ob sie an Kayas Kauzeug geht.

    Hunde verstehen das auch beim Menschen situativ gut.

    Das finde ich ein tolles Bsp., denn es können verschiedene Dinge passieren. Mir fallen ad hoc drei ein:
    1. Nala ist tatsächlich nachhaltig beeindruckt und wird das Verhalten erstmal oder sogar nie wieder zeigen.
    2. Nala versucht es wieder, am gleichen Ort oder an anderer Stelle, vllt ändert sie ihre Strategie oder sie versucht es einfach stumpf auf die gleiche Weise.

    3. Nala stellt generell infrage, ob Kaya ihr etwas zu sagen hat.

    So ein sozialer Abbruch funktioniert aber eben nur, wenn man eine entsprechende Beziehung zu seinem Hund hat. Der Hund einen eben auch ernst nimmt. Das war bei dem Terrierfall bei Rütter aber ja eben nicht der Fall, auch nicht am Ende. Die Hunde haben zwar ein Verhalten eingestellt, die Besitzerin hatte aber trotzdem keinerlei Einfluss auf das Verhalten ihrer Hunde.

    Nein.

    Der muss keine Beziehung zum Abbrecher haben. Der Abbruch, bzw. das Training zum Abbruchkommando, muss eben passen.

    Mache ich einen körpersprachlichen Abbruch bei meinem Hund, dann wird er diesen nur dann ernst nehmen, wenn er mich als Person oder mein Auftreten ernst nimmt. Nutze ich einen solchen Abbruch, dann wird es sich auch an anderen Stellen in unserer Beziehung zeigen, dass es meinem Hund eben nicht sch...egal ist, was ich zu seinem Verhalten anzumerken habe.
    Ich kann aber auch einen Abbruch so aufbauen, dass er gar nicht mit mir als Person verknüpft ist, sondern mit einem unangenehmen Reiz, der dann in der Regel für den Hund aus dem Nichts kommt. Der Hund verknüpft dann sein Verhalten mit dem unangenehmen Gefühl und meidet infolgedessen dieses Verhalten.

    Einen solchen Abbruch kann ich auch unter Signal setzen, wenn ich das unangenehme Gefühl z.B. mit einem Geräusch oder auch einem Kommando verknüpfe, sodass der Hund infolge eines bestimmten Geräuschs Meideverhalten zeigt und sein Verhalten abbricht.

    War die Situation vom Reinkommen bis zu der "Decksituation" ungeschnitten? Ich erinnere es nicht, kann es mir aber eigentlich nicht vorstellen.

    Die Gartenpforte ging auf, die Hündin wurde von ihrer Besitzerin mit dem Hinterteil zur Pforte gehalten, der Rüde stürzte aus der Pforte sich direkt auf das Hinterteil der Hündin, Besitzerin des Rüden rannte hinterher, um die Hündin zu stützen, dass sich der Hintern nicht setzt. Kam aber zu spät. Wenn da ein Schnitt war, dann war das aber extrem gut geschnitten. ^^
    Das "Vorspiel" fand im Vorgarten statt. Die Hündin stieg aus dem Auto und der Rüde raste zum Zaun. Da wurde durch den Zaun dann Kontakt aufgenommen, um zu gucken, ob der Rüde auch drauf will.