Beiträge von *Sascha*

    Ich würde eine Familie in der Hamburger Innenstadt z.B. ganz anders betrachten, als eine Landwirtin in einem Kuhdorf. Völlig unterschiedliche Voraussetzungen und evtl. ein völlig anderes Anforderungsprofil.

    Ja natürlich.

    Das ist das Umfeld. Das gilt es genauso zu betrachten, ist doch klar.

    Nicht nur das Umfeld, sondern evtl. auch die Erwartungen, wie sich der Hund verhalten soll und welchen Anforderungen er evtl. genügen muss.

    Ja ich glaube auch, wir reden über ganz verschiedene Themen.

    Mir gings es um die ganze "Anfänger" Thematik. Das hat ja mit dem was du beschreibst nix zu tun.

    Jemand, der WEISS worum es geht bei bestimmten Arbeitsrassen (aus Erfahrung und nicht von Youtube) und diese dann auch dafür einsetzt, ist ja kein Anfänger in dem Sinn, auch wenn er vielleicht das erst Mal einen eigenen Hund dafür will.

    Also, um solche Fälle geht es mir nicht. Die sind wohl auch selten. Wenn jemand seine jagdliche Ausbildung o.ä. gemacht hat, hat er/sie genug Ansprechpartner ...

    Das ist mir zu viel schwarz/weiß. Dafür ist die Lebensrealität unterschiedlicher Menschen einfach zu verschieden. Mir ist auch nicht ganz klar, wen oder was du als "Anfänger" bezeichnest. Ich würde eine Familie in der Hamburger Innenstadt z.B. ganz anders betrachten, als eine Landwirtin in einem Kuhdorf. Völlig unterschiedliche Voraussetzungen und evtl. ein völlig anderes Anforderungsprofil.

    Ist egal wem der Wald gehört. Man darf durch Wälder jederzeit durchlatschen wie man will. Man sollte es nicht, aber man darf.

    Er darf nur für ganz bestimmte Dinge vorübergehend gesperrt werden. Aber das passiert zum einen nur an den (großen) Wegen und zum anderen können dir zB Forstarbeiter ein Lied davon singen wie gut das in der Praxis beachtet wird, selbst wenn man ein Absperrseil über den Weg zieht.

    Ja, deswegen hatte ich ja gefragt. Würden die Wälder wenigstens den Bogenschießern gehören, dann würde ich die Beschwerden ja noch einigermaßen verstehen, auch wenn es trotzdem für Fremde erlaubt wäre, in den Wald zu gehen. Aber wenn nicht, dann ist das für mich komplett sinnbefreit, den kompletten Wald absperren zu wollen. Man kann ja anderen Leuten nicht den Spaziergang verweigern, nur weil man gerade irgendwas da drin zu tun hat, ohne selber Forster zu sein. :ka:

    Ich würde trotzdem rein gehen. Dann haben die, die mit tödlichem Pfeil und Bogen arbeiten bitte auf mich zu achten, statt ich auf sie. Vielleicht bin das aber auch nur ich. Es ist ja ein öffentlicher Wald..

    Solche Veranstaltungen sind angemeldet und genehmigt. Ich finde, da bricht man sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man auf Veranstaltungen egal ob im Wald oder der Stadt Rücksicht nimmt. Sowas findet ja nicht täglich statt, sondern vllt 1x im Jahr und ist für viele Menschen das Event, auf das sie sich lange gefreut und daraufhin gearbeitet haben.
    Sollte der Wald regelmäßig aufgrund von Veranstaltungen nicht gut zugänglich sein, dann wäre der richtige Ansprechpartner die Gemeinde oder auch die Ordnungsbehörde, die die Anzahl und den Umfang solcher Veranstaltungen jederzeit beschränken können.

    Ich denke der Vergleich zum Reitenlernen hinkt sowieso. Um Reiten zu lernen, brauche ich zunächst einfach mal ein geduldiges, gut ausgebildetes Pferd (Die Rasse spielt da mMn kaum eine Rolle). Wenn ich dann Westernreiten will, dann werde ich nicht in einen Dressurstall gehen und wenn ich klassisch Dressur reiten möchte, dann ist auch der Gangpferdestall nicht der Richtige.

    Ich denke, mein Problem ist einfach, wenn man sich natürlich einfach nur auf eine Rasse versteift und meint, dass man sein Leben dann schon angepasst bekommt bzw. den Hund passend in sein Leben erziehen kann, dann funktioniert das natürlich viel häufiger, wenn ich mehr Erfahrung habe und den Hund innerhalb meines Lebens managen kann. Das ist wohl so, erstrebenswert finde ich das aber auch nicht.
    Wenn ich aber ein bestimmtes Leben zu bieten habe, den Hund evtl. sogar für einen bestimmten Gebrauch benötige, dann werde ich z.B. als Schäfer nicht mit einer "einfacheren" Rasse anfangen, sondern ich werde mich, wenn ich es gut mache, mit arbeitenden BCs in der Praxis beschäftigen, ich werde mir die Praxis anschauen und ich werde lernen und dann evtl. sogar mit einem schon ausgebildeten BC anfangen. Auch wenn ich z.B. Jäger bin, dann werde ich mir nicht den "einfachsten" Jagdhund holen, sondern den passenden.

    Wir Hobbyhundehalter haben nur leider mMn viel zu häufig den Anspruch, dass alle Hunderassen (mit der richtigen Erziehung) tauglich für ein durchschnittliches Familien-, Hobby-, Begleit- und Sofahundeleben sein sollen. Deswegen mMn der Gedanke zuerst mit "einfachen" Hunden anzufangen und sich erst dann an die "schwierigen" heranzutasten. Vielleicht aber sind die einfachen gar nicht einfach und die schwierigen gar nicht schwierig, sondern erstere einfach passend und zweitere eben nicht.

    Ich habe nun keine Ahnung vom Hüten, aber ich glaube irgendwie nicht, dass es sinnvoll wäre, wenn ich einem Schäfer empfehle, erstmal mit einem anderen Hund als einem BC zu versuchen seine Schafe zu hüten?

    Ebenso hinkt für mich der Vergleich mit dem Dressurpferd. Wenn ich wirklich ernsthaft Dressur reiten will, dann macht es eben wenig Sinn erstmal mit einem Isländer zu üben, das macht mir das ganze nämlich viel schwerer und den Isländer tendenziell unglücklicher.
    Wo ich dir Recht gebe, das wäre, dass man sich als Anfänger evtl. schwerer tut, einzuschätzen, was auf einen zukommt. Aber auch hier zeigt doch dein Pferdebeispiel, dass sich die andere Pferdehalterin in erster Linie gar nicht klar darüber war, was sie eigentlich möchte und auch ihr Können falsch eingeschätzt hat, also schließlich dann eben doch einfach nur das unpassende Pferd gekauft hat, nicht das schwierigere.

    Verstehe aber auch Menschen nicht die anderen Scherereien machen müssen weil SIE aus Panik irgendeinen Mist bauen.

    Einen plötzlich hinterm Gartenzaun bellenden Hund würde ich jetzt z.B. zum allgemeinen Lebensrisiko zählen.

    Muss ja gar nicht der Mensch selber sein. Das kann auch seine Krankenversicherung sein oder auch die KFZ-Haftpflicht des Autofahrers.

    Habt ihr euch dazu vor dem Kauf Gedanken gemacht?
    Habt ihr euch vllt sogar extra einen Hund mit bestimmten Rasseeigenschaften angeschafft, die sich perfekt in euren Alltag integrieren lassen?

    Habt ihr euch einen Hund passend zu einer zusätzlichen beruflichen, sportlichen oder auch einer Freizeitbeschäftigung angeschafft?

    Habt ihr evtl. euer Leben nach dem Hundekauf oder während der Hundehaltung neu ausgerichtet, sodass ihr die Bedürfnisse eures Hundes gestillt bekommt?
    Tut euer Hund das, wofür er ursprünglich gezüchtet wurde oder lastet ihr ihn mit einer Form der Ersatzbeschäftigung aus?

    Gibt es auch Rasseeigenschaften eures Hundes, die ihr in eurem Leben nicht brauchen könnt, die er nicht ausleben kann/darf? Eigenschaften eures Hundes, die euer Leben beschwerlich machen?

    Erzählt doch mal von euren Gedanken und Erfahrungen!

    In Ordnung, wenn die Rasse jetzt doch noch offen ist oder auch nicht.

    Ich würde dazu raten, einmal den Fokus zu drehen und mir zu überlegen, was eigentlich der Hund, den ich mir in mein Leben holen möchte, von seinem Leben erwartet und ob ich ihm ein für ihn passendes Leben bieten kann, ohne dass ich von ihm erwarte sich meinem Leben anzupassen.

    Es ist ein Unterschied, ob ich einen Hund suche, der in mein Leben passt oder ob ich einen Hund anschaffe, zu dem mein Leben passt.

    Jetzt stell ich mir vor, sie hätte einen Anfall bekommen, wäre schreiend weg gerannt und hätte dabei nen Unfall gebaut. Mir würde eigentlich echt nicht in den Sinn kommen dass man da irgendetwas befürchten müsse.

    Aber laut der Geschichte mit dem Postboten und dem Zeitungsartikel scheint es ja doch möglich zu sein, oder?

    Bei dem Bsp. mit dem Postboten war es ja ein tiertypisches Verhalten, dass den Schrecken/Unfall herbeigeführt hat, da greift die Gefährdungshaftung, wenn es ein privat gehaltener Hund ist. Ob man das nun direkt als "da hat man was zu befürchten" begreifen muss, das weiß ich nicht. Ist im Zweifel eben ein Fall für die Tierhalterhaftung, der scheinbar auch nicht ganz eindeutig war/ist, sonst hätte die Tierhalterhaftpflichtversicherung das wahrscheinlich einfach beglichen und wäre nicht vor Gericht gezogen. Eine ordnungsrechtliche oder strafrechtliche Relevanz sollte ein solcher Vorfall nicht haben.

    Bzgl. des Zeitungsartikels mit dem Hund, der nicht angeleint wurde, denke ich, dass die Menschen und Zeugen eben erstmal einfach gesucht werden, weil es zu einem Unfall kam. Ob dann tatsächlich eine Haftung des Tierhalters in Betracht kommt, wird man dann in der Folge sehen. Ansonsten kommen ja auch z.B. noch unterlassene Hilfeleistung oder auch ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort in Betracht.