Interessant wie die Meinungen hier teilweise sind. Ich sehe hier in erster Linie das Dilemma, dass hier zwei Menschen sind, die sich wahrscheinlich lieben und gerne eine Partnerschaft führen möchten, die natürlich auch beinhaltet, dass man viel gemeinsame Zeit verbringt und Verantwortlichkeiten teilt, bzw. füreinander einsteht.
Die Themenstarterin wusste, dass ihr Freund ein Kind hat und der Freund wusste, dass die TS 4 Hunde hat, die nicht unbedingt kompatibel mit Kindern sind und nun steht man vor einem GEMEINSAMEN Problem, so sehe ich das. Verantwortlichkeiten jeweils dem Partner zuzuschieben würde mich da befremden. Das Kind gehört zu dem Partner der TS, wie die 4 Hunde zur TS.
Mein Weg wäre auch der über getrennte Wohneinheiten, idealerweise im gleichen Haus oder zumindest in der Nachbarschaft. Zusammenleben geht nicht, Abgabe von Hunden oder Kind natürlich auch nicht, also wäre das das nächstbessere Szenario. Getrennte Wohnungen/Gartenbereiche halte ich tatsächlich für wenig problematisch, wenn man sich da einig ist und das baulich vernünftig anlegt. Ich lese aus der Beschreibung jetzt auch nicht heraus, dass sich die Hunde bei erster Möglichkeit sofort auf das Kind stürzen würden, sondern nur, dass man das nicht forcieren sollte. Ich würde also durchaus die Hunde einzeln und abgesichert mit dem Kind in Kontakt treten lassen, also im Sinne gemeinsamer Spaziergänge oder auch mal einen an der Leine und evtl. mit Maulkorb gesichert mit rüber nehmen, das müsste man dann natürlich individuell dann sehen, mit welchem Hund das in welchem Maße möglich ist, sodass eben auch die Hunde wissen, dass das Kind kein Fremdkörper ist, sondern zur Familie gehört.
Im Endeffekt muss vor allem die TS, aber auch ihr Freund, entscheiden, was ihr diese Beziehung wert ist und ob sie wirklich bereit ist für diesen Mann mit diesen Einschränkungen, immerhin auch im eigenen Haus, zu leben.
Beiträge von *Sascha*
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Sorry, aber das ist doch kein Futterentzug, wenn ich das Futter meines Hundes nicht mehr einfach in den Napf tue, sondern im Garten verteile oder aus irgendwelchen Beuteln oder aus der Hand füttere. Warum muss man denn seinem Hund das Futter vor die Nase stellen?
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Mich stört immer noch vor allem der Punkt
Das ist dann kein echter Schutzdienst der kritisiert wird.
Im echten gibt es sowas ja nicht.
Herr Rütter kann auch gar keine richtigen IPG ausgebildeten Hund getroffen haben, der ihm negativ in Erinnerung geblieben ist.
Eigentlich hat er ja auch nie Kontakt zu Hunden gehabt in den letzten 30 Jahren.
Das ist überhaupt nicht mein Punkt. Ich finde, man kann das durchaus kritisch sehen, wenn man sehr triebstarke "harte" Hunde züchtet, die ein so enormes Beutefangverhalten mitbringen und dann dieses noch durch ein entsprechendes Jagd- und Beutespiel fördert.
Mich stört, dass er selbst Jagd- und Beutespiele (teilweise sogar sehr unkontrolliert) nutzt und zwar auch bei triebstarken Hunden. Das hält er also scheinbar für unproblematisch. Und er sagt ja auch, dass er das Problem darin sieht, dass die Hunde lernen in den Menschen zu beißen und dabei aggressiv werden. Das was die Hunde aber in den Videos, die ich sehe, durchweg zeigen, das ist keine Aggression sondern reines Beutefangverhalten und die Beute ist dabei nicht der Mensch, sondern das Spielzeug.
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Ich wuerde das anders machen. Punkt 1: (offizielle) Einschaetzung bei Thomas Baumann o.ae. und wenn dann ein entsprechendes Ergebnis rauskommt, wuerde ich mich als Punkt 2. damit an mein zustaendiges Vetamt wenden. Keine Selbstanzeige oder so, sondern einfach sachlich die Fakten auf den Tisch legen, sagen was Sache ist und fragen, was ich da jetzt noch machen soll.
Wäre es dann nicht sinnvoll das direkt mit dem Fachmann, also in dem Fall wäre das dann Thomas Baumann, zu besprechen. Warum sollte denn nun ausgerechnet mein Amtsveterinär der Fachmann für übersteigertes aggressives oder übersteigertes Beutefangverhalten bei Hunden sein? Oder meintest du jetzt nur, dass der Amts-Vet dann quasi die Erlaubnis zum Einschläfern gibt?
SavoirVivre
Ich glaube, die meisten haben doch darauf hingewiesen, dass natürlich erst nach einer fundierten fachlichen Einschätzung eine Euthanasie in Betracht gezogen werden sollte. Laut Themenstarterin hat es ja bereits zwei Einschätzungen gegeben und daraus ergab sich, dass der Hund massiv ernsthaft gefährlich sein soll. Natürlich muss zuerst die Frage geklärt werden, ob die Begutachter tatsächlich anerkannte Sachverständige für Aggressionsverhalten waren und im Zweifel sollte auf jeden Fall nochmal von einem Fachmann ein Gutachten eingeholt werden, aber wenn der Hund tatsächlich so gefährlich ist, dass er vorbeilaufende Kinder anfällt und massiv schädigt oder schlimmeres, dann würde ich nicht mehr über Sicherung oder Abgabe nachdenken, sondern euthanasieren lassen, ABER natürlich nur dann, wenn ein oder auch zwei Fachmenschen dies entsprechend so einschätzen und nicht ich und noch irgendein Trainer für normale nette Begleithunde. -
Es gibt einfach Mischungen, die sollte es nicht geben.
Bei dieser Mischung würde ich, egal wie gut der Hundeführer ist, immer damit rechnen, dass ich diesen Hund evtl. nicht alt werden lassen kann, weil die Gefährdung der Gesellschaft nicht zu vertreten ist.
Natürlich kann es auch anders kommen ... vllt ... evtl ...
Aber in diesem Rassemix hast du den reizoffenen, beutegeile Mali, der Probleme tendenziell nach vorne löst und auf der anderen Seite den ernsthaft territorialen, selbstständig denkenden Herdenschützer. Hier reden wir nicht über tote Hühner oder Kaninchen ... -
Also wer mal mit seinem großen Hund, ein richtig schönes heftiges Rauf- und Zerrspiel gemacht hat, der fragt sich, glaube ich, echt nicht, dass so ein Beißarm ganz praktisch ist. Ich habe noch nie IGP gemacht und ich habe auch nicht vor es zu machen, mit meinem Hund sowieso niemals
und ich bin auch kein Fan davon, der sich WMs und Videos reinzieht, also ich bin, glaube ich, recht weit davon entfernt da irgendwie etwas für mich schön reden zu wollen.
Mich stößt übrigens die Unterordnung ab, dieses merkwürdige Laufen und steife Hochsehen, das finde ich mehr als gewöhnungsbedürftig und das wäre so gar nicht meins. Das betrifft dann aber ganz viele andere Hundesportarten auch. Beim Beißarm sehe ich aber einfach nur ein Beutespiel und null Aggression. Halt sehr viel Aufregung und Motivation, eine hohe Trieblage. Nichts anderes als wenn ich mit Ball, Reizangel oder Beißwurst arbeite. Deswegen kann man mMn sehr wohl über die Trieblage der Hunde diskutieren und wie sinnig es ist ein Beutefangverhalten so extrem zu fördern, aber ob Arm oder Angel, da sehe ich nun wirklich keinen Unterschied, der die Hunde mehr oder weniger gefährlich machen könnte. Wenn der Schutzdiensthelfer die Hunde mit einer Reizangel bestätigen würde, dann hätte das mMn Null Veränderung in der Motivation der Hunde und würde sich auch auf ihr Verhalten Null auswirken. -
Ich sehe da eher Jagdverhalten, aber um das genau zu beurteilen, ist mir die Sequenz zu kurz.
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Im Ernst? Wird jetzt nach Munition, um den Hund legitim einschläfern zu lassen, gesucht? Oder verstehe ich Deinen Beitrag falsch?
Darum gehts doch gar nicht, und das ist doch jetzt auch sehr polemisch. Wenn man positiv davon ausgeht, dass dadurch nicht irgendwelche Monster in Bewegung kommen die um jeden Preis den Hund töten wollen, kann man auch positiv davon ausgehen dass es auch helfen kann, wenn der Hund zB von jemanden offiziell begutachtet wird.
Ich sehe da keinen Gewinn in einer solchen Anzeige, außer noch ganz viel zusätzlichen Ärger und Kosten. Wenn der Hund schon zweimal professionell eingeschätzt wurde, dann wird eine Einschläferung eher kein Problem darstellen und falls die Einschätzungen semi-professionell waren und die Trainer den TÄ kein Begriff sind, dann kann man den Hund jederzeit freiwillig nochmal einschätzen lassen, auch vom TA für Verhaltenskunde direkt. In S-H z.B. gibt es ein paar TÄ die speziell für die tierärztliche Begutachtung nach der S-H-Hundeverordnung zugelassen sind. Zu finden sind die auf der Seite der Tierärztekammer S-H. Das Tierheim Lübeck schätzt auch Hunde ein, ich weiß aber nicht, ob die auch Privathunde einschätzen oder nur Tierschutzhunde.
Wenn es mein Hund wäre, dann würde ich den von einem anerkannten Fachmann vernünftig einschätzen lassen und dann evtl. alles weitere mit MEINEM TA besprechen.
Ansonsten schließe ich mich flying-paws an und würde als erstes, wenn man sich dafür entscheidet, den Hund zu behalten, einen Zwinger bauen. -
Nachdem ich "Hamburg" gelesen habe:
Sagt Dir Normen Mrozinski was? https://nomro.de/das-resozialisierungs-dilemma/
Ansonsten fiele mir noch kuestenkoeter.de ein, sofern Du diese beiden Anlaufstellen nicht schon kennst.
Ich könnte noch Torben Bahr von der hundeschule-mittelholstein.de beisteuern.
Aber wenn sich Normen und Niko die Hunde zuschieben, dann schiebt Torben schon mit ...
Mich würde auch interessieren, wer die Einschätzungen vorgenommen hat. -
Würde sich beim IGP ein Figurant so verhalten, wie er es eben tun soll aber dabei keinen Ärmel tragen, wie reagieren Hunde dann? Hat das mal jemand ausprobiert?
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Danke für das Video. Genau weil ich immer solche Bilder im Kopf habe, verstehe ich zwar, warum meine Oma ein Problem mit solchen Szenen hat, wo ein Hund in einen Beißarm beißt, aber eben nicht wieso sich ein Hundetrainer wie Hr. Rütter so an dieser Beschäftigungsart hochzieht. Der muss das doch sehen, dass die Hunde geil auf den Arm sind, nicht aber auf den Menschen, ich verstehe es nicht und ich habe auch noch keine Erklärung von ihm dazu gehört, außer dass es dazu angeblich keine zwei Meinungen geben kann und er schon viele (ausgebildete?) Schutzhunde zur Korrektur da hatte. Aber sorry, ich kann da noch immer keinen Unterschied sehen, ob der Hund heiß auf den Arm gemacht wird, oder heiß auf Ball oder Reizangel ist. Ich finde es okay, wenn man alles drei ablehnt, aber eines zu verteufeln und das andere ständig im Training zu nutzen, da erschließt sich mir die Logik so gar nicht.